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Schule in der DDR

Die sozialistische Volksbildung in der DDR nach 1945

Gerade in Zeiten wie heute, wo die Kinder im Geiste des herrschenden Kapitalismus erzogen werden, ist es sinnvoll, daran zu erinnern, mit welchem Optimismus, mit welcher Zuversicht  und mit welchem großen Vertrauen sich die Lehrer in den ersten Jahren nach der Gründung der DDR an die völlig neue Aufgabe heranwagten, ein sozialistisches Bildungswesen aufzubauen.  In unserem Land war das Bildungsprivileg der Bourgeoisie abgeschafft worden, und erstmals hatten auch Arbeiter- und Bauernkinder uneingeschränkt Zugang zu höheren Schulen und Universitäten. Das schrieb man 1953:

In Deutschland bestehen zwei Bildungssysteme: das demokratische, fortschrittliche System in der Deutschen Demokratischen Republik und das volksfeindliche, seinem Wesen nach faschistische System in Westdeutschland.

Die Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone

Nachdem die Sowjetunion die Vernichtung Hitler-Deutschlands besiegelt hatte, wurden in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands sämtliche Hochschulen und Volksbildungsorgane von ehemaligen Mitgliedern der Nazipartei gesäubert. Die Sowjetische Militäradministration befahl, den Schulunterricht ab 1. Oktober 1945 wieder aufzunehmen. Die nazistisch verseuchten Lehrbücher wurden aus den Schulen entfernt, es wurden neue Lehrpläne und Programme aufgestellt und neue Lehrbücher herausgegeben.

Bild
Im Juni 1946 trat in der sowjetisch besetzten Zone Deutschlands das in Weimar und allen anderen Hauptstädten der insgesamt 5 Länder beschlossene Schulgesetz in Kraft. Dieses Gesetz verkündete das demokratische Prinzip des Schulaufbaus. Die Schule wurde von der Kirche getrennt und dem Staat unterstellt. Das gleiche Recht auf Bildung für alle Bürger wurde später in Artikel 35 der Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik festgelegt. Bis Oktober 1949 oblag die Verwaltung der Schule in der Sowjetzone der Deutschen Verwaltung für Volksbildung. Mit der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik ging diese Aufgabe in den Bereich Ministeriums für Volksbildung über.

Der Schulaufbau in der DDR

Das erste Glied im System der Volksbildung in der DDR sind die Vorschuleinrichtungen (Kindergärten, die es früher in dieser Form nicht gab). Es ist für alle Länder der Republik (Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg), die bei der Entscheidung von Bildungsfragen örtlicher Bedeutung eine gewisse Selbständigkeit genießen, einheitlich geregelt. Alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 6-18 Jahren unterliegen der Schulpflicht. Der Unterricht ist kostenlos. Vom 6.-14. Lebensjahr lernen die Kinder in der Grundschule, anschließend besuchen sie bis zum 18. Lebensjahr die Berufsschule. Schüler, die nach Abschluß der Grundschule in die Oberschule (ebenfalls 4 Jahre) eintreten, sind von der Berufsschulpflicht befreit. Den Berufsschülern steht die Möglichkeit offen, nach ihrem Abschluß noch 2 Jahre eine Fachschule zu besuchen. Die Absolventen der Oberschule dagegen werden zum Studium an den Universitäten und anderen Hochschulen zugelassen. Die Kinder der Werktätigen werden bevorzugt in die Oberschule aufgenommen, während man sozial bedürftigen Kindern Unterrichtsbeihilfen in Form von Stipendien gewährt.

Ferienlager
Fröhliches Treiben im Zeltlager
der Pionierrepublik „Ernst Thälmann“
in der Wuhlheide bei Berlin

Besondere Bedeutung für die erfolgreiche Durchführung der Schulreform auf dem Lande hat die Schaffung sog. Zentralschulen. Diese Schulen, die eigene Internate besitzen, geben der Landjugend die Möglichkeit, in einer vollständigen 8-Klassen-Grundschule zu lernen, sie bilden eines der wirksamsten Mittel, um die Rückständigkeit der Dorfschule gegenüber der Stadtschule zu überwinden.

Die folgende Tabelle vermittelt einen Überblick über die Zahl der allgemeinbildenden Schulen in der DDR im Schuljahr 1950/51.
Volksbildung

Welche Neuerungen gab es im DDR-Schulsystem?

Sowohl in den ländlichen als auch in den städtischen Grundschulen wurde von der 5. Klasse ab Russisch als Pflichtfach eingeführt. Ferner wurde der Unterricht in Rechnen und Biologie verbessert. Der russische Sprachunterricht ist für die Bildung und Erziehung der deutschen Jugend von ausgesprochen großer Bedeutung; er hilft ihr, sich mit den Erfolgen der UdSSR beim Aufbau des Sozialismus sowie mit den wissenschaftlichen, künstlerischen und kulturellen Leistungen der Sowjetunion näher vertraut zu machen. Der Unterricht in Geschichte, Literatur und anderen Fächern weckt bei den deutschen Schülern das richtige Verständnis für das gesellschaftliche Leben, er lehrt sie, den Faschismus sowie die Feinde des Friedens und des Fortschritts zu hassen, trägt dazu bei, die große Rolle der UdSSR bei der Befreiung Deutschlands zu klären, und stärkt die Ergebenheit gegenüber der demokratischen Ordnung.
Lehrplan 1951
Große Aufmerksamkeit widmen die Schulen der Deutschen Demokratischen Republik den naturwissenschaftlichen Fächern und der Anerziehung der Grundlagen einer wissenschaftlichen Weltanschauung. Deutsch, Heimatkunde, Geschichte, die fortschrittliche deutsche Literatur, Musik und Kunst erziehen die deutsche Jugend zum nationalen Selbstbewußtsein im Gegensatz zum reaktionären Kosmopolitismus, den die amerikanischen Imperialisten zu verbreiten suchen.

Planmäßige Schulentwicklung

Die führende Rolle bei der Erziehung der jungen Generation in der DDR spielen die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, die unter ihrer Führung arbeitende Freie Deutsche Jugend sowie die Pionierorganisation. Im Zusammenhang mit der Erfüllung des Zweijahrplanes von 1949/50 schnitt die SED das Problem an, wie die Ausbildung der technischen Intelligenz zu verbessern ist. Berufs- und Fachschulen sind die unterste Stufe dieses Bildungssystems. Ihre Zahl wuchs zwischen 1945 und 1950, d.h. innerhalb von fünf Jahren, von 673 auf 1.477; die Zahl der Schüler stieg von 283.000 auf 787.000. Durch das Gesetz vom 8. Februar 1950 wurden die Investitionen für Berufsschulen sowie für die Einrichtung von Jugendheimen beträchtlich erhöht.

Die Erwachsenenbildung in der DDR

Große Bedeutung wird in der Deutschen Demokratischen Republik der Erwachsenenbildung beigemessen. Im Januar 1946 ordnete die sowjetische Militäradministration die Wiedereröffnung von Volkshochschulen an. Bereits im Jahre 1950 waren hier 200.000 Hörer eingeschrieben. Außerdem wurden Abendlehrgänge und Abendhochschulen ins Leben gerufen.

Ausbildung der Pädagogen und Erzieher

Für die Ausbildung der Lehrer wurden an den Universitäten Pädagogische Fakultäten gegründet. In der Zeit von 1945-49 wurden 44.600 Grundschullehrer und 4.500 Berufsschullehrer ausgebildet. Hinzu kommen noch 4.000 Lehrkräfte für Russisch, die zwischen 1945 und 1948 ihre Erziehertätigkeit aufgenommen haben. Im Jahre 1951 begann man Pädagogische Institute zu errichten. Drei Jahre dauert hier die Ausbildung. Ferner wurde das pädagogische Zentralinstitut gegründet, eine wissenschaftliche Forschungsinstitution, in der die Grundsätze einer neuen Pädagogik ausgearbeitet werden. In den Instituten ist man eifrig dabei, die Erfahrungen der sowjetischen Schule und die Errungenschaften der Sowjetpädagogik zu studieren und sich anzueignen.

Hochschulen und Universitäten

In der DDR wurden die Hochschulen allen Arbeitern, Bauern und Angehörigen der schaffenden Intelligenz zugänglich gemacht. Das gesamte System der Hochschulbildung wird von Grund auf umgestaltet. Die soziale Struktur der Studentenschaft einer Hochschule bietet heute ein völlig verändertes Bild. Über 25% aller Studenten stammen aus Arbeiter- und Bauernfamilien (1941 waren es nur 2,4%). Durch Gewährung von Stipendien und anderen Vergünstigungen wird den Werktätigen der Eintritt in die Hochschule erleichtert. An den Universitäten wurden Arbeiter- und Bauernfakultäten gegründet, in denen begabte Töchter und Söhne des Volkes innerhalb von vier Jahren die Reifeprüfung ablegen können. 1950 lernten an diesen Fakultäten 7500 Personen. Auf allen Universitäten richtete man Seminare ein, deren Teilnehmer die Grundlagen des Marxismus Leninismus studieren. In den biologischen Disziplinen hielt die Lehre Mitschurins und I. P. Pawlows ihren Einzug. An sämtlichen Hochschulen bestehen Gruppen der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft. In der DDR gibt es 6 Universitäten und 13 andere Hochschulen, an denen im Jahre 1950 insgesamt 27.700 Studenten immatrikuliert waren. Im Fünfjahrplan zur Entwicklung der Volkswirtschaft der DDR für 1951-55 ist eine beträchtliche Erhöhung der Ausgaben für die Volksbildung vorgesehen. 1955 sollen für diese Zwecke 40% mehr Mittel bereit gestellt werden als 1950.

Die Bibliotheken in der DDR

Die größten und ältesten Bibliotheken Deutschlands befinden sich in der Deutschen Demokratischen Republik. Hier sind zu nennen: die 1661 gegründete Öffentlich-Wissenschaftliche Bibliothek (die frühere Preußische Staatsbibliothek) in Berlin mit 1½ Millionen Bänden, die aus dem Jahre 1831 stammende Berliner Universitätsbibliothek mit 1.095.000 Bänden, die 1556 ins Leben gerufene Dresdner Bibliothek mit über 700.000 Bänden, die 1543 gegründete Universitätsbibliothek (Bibliotheca Albertina) in Leipzig mit 1,2 Millionen Bänden sowie die Deutsche Bücherei mit 2¼ Millionen Bänden. In der Republik haben zahlreiche Museen, in denen die Schätze der nationalen Kunst und Literatur aufbewahrt werden, die Arbeit aufgenommen. So öffneten u.a. in Leipzig das Städtische Museum für Bildende Kunst sowie das Deutsche Buch- und Schriftenmuseum ihre Pforten.

Das reaktionäre »amerikanisierte« Schulsystem in Westdeutschland

In Westdeutschland wurde das unter der faschistischen Diktatur entstandene Bildungssystem im wesentlichen beibehalten. Die in der amerikanischen, englischen und französischen Besatzungszone lebende deutsche Bevölkerung wird ideologisch im Geiste des Militarismus und der Feindschaft zur Sowjetunion bearbeitet. Reaktionäre Kreise der USA bestimmen die Schulpolitik der Bonner Regierung. Unter der westdeutschen Lehrerschaft befinden sich zahlreiche ehemalige Nazis. Im August 1946 wurde von den Amerikanern die Abteilung für Erziehung und kulturelle Angelegenheiten gegründet, deren Hauptaufgabe darin besteht, Westdeutschland das amerikanische Bildungssystem aufzuzwingen und sein gesamtes kulturelles Leben zu »amerikanisieren«. Die amerikanischen Imperialisten und ihre westdeutschen Handlanger verhindern mit allen Mitteln einen wirklichen Bildungsaufstieg.

Und so war der Unterricht an einer westdeutschen Schule:
Schule in Westdeutschland

Keine Hand rührt sich, um die völlig oder teilweise zerstörten Universitäten in Hessen, Frankfurt, München, Würzburg und an deren Städten sowie die vom Krieg in Mitleidenschaft gezogenen Schulen wiederaufzubauen. Zahlreiche unversehrt gebliebene Schulen wurden von Einheiten der amerikanischen Besatzungsarmee und von den Bonner Behörden belegt. 30% der benötigten Lehrkräfte fehlen. Vielfach entfallen auf 1 Lehrer über 75 Schüler. Die Besatzungsmächte ließen in Westdeutschland die Konfessionsschule wiederaufleben, unterstützen die kirchliche Reaktion und räumen der Kirche unbeschränkten Einfluß auf die Schule ein. In der französischen Zone sind über die Hälfte der Grundschulen an eine bestimmte Konfession gebunden. Die Lehrer werden vornehmlich in Schnellkursen ausgebildet; die sowohl hierfür als auch für die pädagogischen Colleges erforderlichen Lehrkräfte werden gewöhnlich von den Besatzungsmächten ernannt.

Der aufkommende Neofaschismus in Westdeutschland

Die gesamte Lehr- und Forschungstätigkeit in den westdeutschen Lehranstalten unterliegt einer scharfen Kontrolle durch die amerikanischen, englischen und französischen Besatzungsbehörden; die Wissenschaft entwickelt sich in einer den amerikanischen Kriegstreibern willkommenen Richtung. Um ihren ideologischen Einfluß in Westdeutschland zu festigen, haben die amerikanischen Kolonisatoren mehrere Colleges nach amerikanischern Muster aufgezogen. Unter der Studentenschaft ziehen sie in vermehrtem Maße nazistische Tendenzen groß, wenngleich ihre Versuche, den Nazismus wieder auferstehen zu lassen, bei zahlreichen Studenten auf Widerstand stoßen. Der in Westdeutschland aufblühende Neofaschismus findet bei den reaktionären Kreisen der Studentenschaft Rückhalt, Die sog. »neutralen« Volksuniversitäten, die kosmopolitische und militaristische Konzeptionen propagieren, dienen als Wegbereiter der reaktionären Politik der Wall Street. Eine besondere Rolle bei der Erziehung der westdeutschen Studentenschaft spielen die verschiedenen bürgerlichen Organisationen, die bis zu 25% der Jugend erfassen. Doch die amerikanischen, englischen und französischen Imperialisten müssen immer mehr erkennen, daß sie nicht in der Lage sind, die breite Bewegung der fortschrittlichen deutschen Jugend und der fortschrittlichen Erzieher Westdeutschlands für Frieden und Einheit aufzuhalten.

Quelle:
Jürgen Kuczynski/Wolfgang Steinitz (Hrsg.): Deutschland, Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin, 1953, S.253-259.

Das einheitliche sozialistische Bildungssystem der DDR

Schule
Eine typische DDR-Schule, heute leerstehend…

Wozu brauchen wir eigentlich noch Wissen und Bildung? Tucholsky schrieb: „Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht.“ [1] – Wozu braucht man da noch eine Demokratie? Man braucht sie eigentlich nicht. Und braucht man überhaupt noch Bildung? Ebenfalls nicht. Ein dummes Volk läßt sich leichter regieren. Die Herrschenden haben freie Hand, sie können beschließen, was immer sie wollen, das Volk darf wählen oder auch nicht. Ein paar „Wutbürger“ regen sich zwar noch auf, doch am Ende fressen sie den Kapitalisten alle aus der Hand. Die nämlich haben das Scheckbuch, wozu braucht man da noch eine Schule … verrückt, oder etwa nicht???

Zur Geschichte: Nach der Zerschlagung des deutschen Faschismus durch die Sowjetunion mußte das gesamte deutsche Schulsystem erneuert werden (was allerdings nur in der DDR geschah!). Die faschistische Schule war ein Instrument der reaktionärsten Kreise des deutschen Imperialismus. Dem Faschismus war es gelungen, große Teile der Lehrerschaft für sich zu gewinnen. Mehr als 70% der Lehrer waren Mitglieder der Nazipartei, viele von ihnen aktive faschistische Funktionäre. Neben den vielen Toten und den materiellen Verwüstungen, die der Krieg hinterlassen hatte, war vor allem die Vergiftung des deutschen Volkes und besonders seiner Jugend durch die faschistische Ideologie das schwerste Erbe der Naziherrschaft. Schon vor dem Kriege bestand im Gefolge der Herabsetzung des Lehrerberufs durch die Nazis ein Lehrermangel. Das bedenklich gesunkene Bildungsniveau hatte zur Folge, daß es nach dem Krieg wieder Analphabeten im Alter von 12-15 Jahren gab. (Zum Vergleich: In der BRD sind heute etwa bei sieben Millionen Erwachsenen die Lese- und Schreibkompetenzen stark eingeschränkt. Sie werden als ‚funktionale Analphabeten‘ bezeichnet.) In der DDR war das Bildungsprivileg der Bourgeoisie mit der ihm entsprechenden Dreiteilung des Bildungswesens – wie es auch heute wieder existiert – abgeschafft worden, und erstmals hatten auch Arbeiter- und Bauernkinder uneingeschränkt Zugang zu höheren Schulen und Universitäten. Und: Analphabeten gab es in der DDR nicht. Nicht einen einzigen!
Vielleicht muß man das noch hinzufügen: Bildung, Lehrausbildung, Fachschul- und Hochschulstudium usw., waren in der DDR für alle völlig kostenfrei! Ein Physikbuch für die 8.Klasse kostete bspw. 1,80 Mark. So war das in der DDR.

Fortschrittliche Traditionen

In Deutschland erhielt die Novemberrevolution von 1918 durch die Große Sozialistische Oktoberevolution von 1917 entscheidende Impulse. Das galt auch für die Schulpolitik. Während die fortschrittlichen Kräfte anfangs einiger Erfolge erzielen konnten, z.B. die Abschaffung der geistlichen Schulaufsicht und die Aufhebung des obligatorischen Religionsunterrichts, führte der Kampf um die Beseitigung des Bildungsmonopols aufgrund der reformistischen Schulpolitik der SPD nicht zum Erfolg. Clara Zetkin erkannte richtig, daß „eine durchgreifende, grundlegende Schulreform … nicht vor der Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat“ steht, sondern vielmehr „eine ihrer wichtigsten und wertvollsten Früchte“ sein wird. [2] Die Forderungen der KPD konzentrierten sich daher zunächst auf drei wesentliche Schwerpunkte:
► Einheitlichkeit des Schulwesens
► Weltlichkeit des Schulwesens
► Wissenschaftlichkeit des Unterrichts.

Die antifaschistisch-demokratische Schulreform

Die Erziehung in der DDR war konsequent. In der DDR wurden (im Gegensatz zu Westdeutschland!) alle alten Nazis aus ihrem Positionen entfernt. Man nannte das „Entnazifizierung“. Insbesondere an den Schulen. Es gab nicht einen einzigen Lehrer, der weiterhin unterrichten durfte, wenn er zuvor ein aktiver Anhänger der Nazis gewesen war. Sehr schnell wurden Arbeiter zu „Neulehrern“ ausgebildet. Diese „Neulehrer“ konnten sicher nicht alle fachlichen Fragen der Schüler beantworten, aber sie hatten eines gemeinsam: sie waren Antifaschisten. Und ebenso wurden wir, ihre Schüler, im antifaschistischen Sinne erzogen. Als Jugendliche besuchten alle Schüler die Nationalen Mahn- und Gedenkstätten der DDR, die ehemaligen faschistischen KZ’s in Buchenwald und Sachsenhausen. Wir wußten, was für eine giftige Saat der Faschismus in den Köpfen der Menschen gestreut hatte. Und wir wußten, welche Blutspur die deutsche Wehrmacht in ganz Europa hinterlassen hatte. Wir kannten die Folgen des Faschismus… Heute ist das KZ Buchenwald nur noch ein Museum. Alles bleibt abstrakt und unvorstellbar. Die Grausamkeiten der Nazis erscheinen weniger schlimm als das, was in Horrorfilmen und Computerspielen geschieht.
Der antifaschistisch-demokratischen Schulreform lagen (neben der grundsätzlichen antifaschistischen Zielstellung) folgende Prinzipien zugrunde:
1. Prinzip der hohen Bildung für alle.
2. Prinzip der Trennung von Kirche und Staat (bzw. der Weltlichkeit).
3. Prinzip der Wissenschaftlichkeit.
4. Prinzip der Einheitlichkeit.
5. Prinzip der Staatlichkeit.

Die Einheit von Bildung und Erziehung

In der DDR waren die Bildung und Erziehung verschmolzen zu einem einheitlichen System. Das zeigte sich u.a. in folgendem:
a) Verbindung von Schule und Leben, von Unterricht und produktiver Arbeit: Erziehung und Bildung sind „unlöslich mit dem Kampf der Werktätigen gegen die Ausbeuter (zu) verknüpfen“, das heißt, „an alle Aufgaben des Lernens (ist) so heranzugehen, daß die Jugend tagaus, tagein in jedem beliebigen Dorf, in jeder beliebigen Stadt die eine oder andere Aufgabe der gemeinsamen Arbeit – und sei es die geringste, sei es die einfachste – praktisch löst“ [3], und zwar gemeinsam mit den Arbeitern und Bauern. Diese grundsätzliche Forderung Lenins auf dem III. Gesamtrussischen Kongreß des Komsomol 1920 ist weitgehend identisch mit der Forderung, die Schule mit dem sozialistischen Leben zu verbinden.
b) Wissenschaftlichkeit und wissenschaftliche Weltanschauung: Die Verwirklichung dieses Erziehungsgrundsatzes erfordert vom Pädagogen vor allem ein hohes politisches und fachliches Wissen, pädagogisches Können, Parteilichkeit und Prinzipienfestigkeit. Da die Lehre des Marxismus-Leninismus selbst das Ergebnis der wissenschaftlichen Entwicklung ist, kann man nur dann Kommunist* werden, wenn man „sein Gedächtnis um alle Schätze bereichert, die von der Menschheit gehoben sind … wir müssen das Gedächtnis jedes Lernenden durch die Kenntnis der grundlegenden Tatsachen entwickeln und vervollkommnen …“ (Lenin). Diese Kenntnisse sollen sich die Heranwachsenden kritisch aneignen, wobei der moderne Stand der Wissenschaftsentwicklung zu beachten ist.
c) Einheitlichkeit von Kollektiv- und Persönlichkeitsentwicklung: Da das Kollektiv mit seinen vielfältigen zwischenmenschlichen Beziehungen die optimale Bedingung für die Entwicklung der Persönlichkeit darstellt, ist es erstes wichtiges Teilziel, dann wichtiges Mittel der sozialistischen Erziehung. Die Erziehung im und durch das Kollektiv ist entscheidender Grundsatz, weil nur bei seiner Beachtung von Anfang an Ordnung, Disziplin, Zielstrebigkeit, Organisiertheit und Kameradschaftlichkeit möglich sind. Im Grunde geht es hier um die Möglichkeiten des Heranwachsenden, im Prozeß des Änderns der Umstände sich selbst zu verändern, das heißt zu erziehen.
d) Hohe Achtung der Persönlichkeit und höchste Anforderungen an sie: Diese „Formel“ der sozialistischen Gesellschaft besagt, daß hohe Forderungen an jeden einzelnen auch die „Achtung vor seinen Kräften und Möglichkeiten zum Ausdruck“ bringen. Umgekehrt zeigen sich in der Achtung zugleich die Forderungen an den Menschen als höchstes Lebewesen, an den Mitgestalter der neuen Gesellschaft (Makarenko). Die Beachtung dieses Grundsatzes bestimmt maßgeblich das Verhältnis der Pädagogen (Lehrer, Eltern usw.) zu den Heranwachsenden.

Schulpflicht und Schulgeldfreiheit

In der DDR gab es für alle Kinder vom beginnenden 7.Lebensjahr eine Schulpflicht. Sie dauerte 10 Jahre und wurde durch den Besuch der zehnklassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule (POS) erfüllt. Es bestand eine generelle Schulgeldfreiheit. Außerdem wurden Lehrmittelfreiheit, Erziehungsbeihilfen sowie Stipendien gewährt. Lehrlinge erhielten ein nicht-zurückzahlbares Lehrlingsentgelt. Auch das Stipendium oder Leistungsstipendium mußten nicht zurückgezahlt werden. Nach erfolgreichem Abschluß der 8.Klasse war bei entsprechenden schulischen Leistungen der Besuch einer Erweiterten Oberschule (EOS) bis zur 12.Klasse möglich. Diese Schulausbildung schloß mit dem Abitur ab, was die Zugangsvoraussetzung für ein Hochschulstudium war.

Proportionen der Bildungsbereiche und Stundentafel

In der sozialistischen Schule soll sich der Schüler die Grundlagen der Wissenschaften und der Kultur in ihrer ganzen Breite aneignen, um seine Persönlichkeit allseitig zu entwickeln. Geistige und körperliche Arbeit, politische, sportliche und kulturell-ästhetische Tätigkeiten werden in ihren Proportionen abgesteckt, soweit sie im Unterricht zu verwirklichen sind. Doch immer sind sie in ihrer engen Verflechtung mit außer-unterrichtlichen Aktivitäten, mit Spiel und Freizeitgestaltung zu sehen. Die Stundentafel legt die gesamte Stundenzahl pro Woche auf allen Klassenstufen und für alle Fächer fest. Ausgehend vom Erziehungs- und Bildungsziel, hat jeder Lehrer nicht nur den konkreten Entwicklungsstand der Klasse und jedes einzelnen Schülers, den zu vermittelnden Stoff und seine eigenen Fähigkeiten zu beachten, wenn er seinen Unterricht plant und durchführt, sondern auch die zur Verfügung stehende Zeit. Sie wird durch die Stundentafel generell und für jede Stoffeinheit im Lehrplan des Faches festgelegt, der die Stundenzahl beachten muß. (Lediglich für Klassen mit verstärktem Unterricht in modernen Sprachen und in alten Sprachen gilt als Besonderheit die Wahlmöglichkeit zwischen Biologie und Chemie und für die Klassen mit verstärktem Unterricht in alten Sprachen der Wegfall der wissenschaftlich-praktischen Arbeit, um die notwendige Stundenerhöhung für Fremdsprachen zu ermöglichen. Dafür kommen drei- bzw. zweiwöchige Produktionseinsätze der Klassen 11 und 12 in sozialistischen Betrieben.)
Tabelle
Stundentafel für alle polytechnischen Oberschulen in der DDR (zum Lesen bitte anklicken!)

Berufsbildung

Das sozialistische Bildungsgesetz sicherte jedem Jugendlichen das Recht auf Berufsbildung zu (so wie auch jeder Bürger der DDR das Recht auf einen Arbeitsplatz besaß). Und die Verfassung der DDR formulierte auch die Pflicht dazu. Ebenso war die Aus- und Weiterbildung der Werktätigen und die Förderung der Frauen und Mädchen gesetzlich geregelt und war generell kostenfrei.

Quellen und Zitate:
Werner Naumann, Einführung in die Pädagogik, Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, 1977, S.98-113
Kleine Enzyklopädie Das Kind, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1978, S.200-215
[1] Kurt Tucholsky, Gesammelte Werke in zehn Bänden. Rowohlt Verlag, Hamburg, 1975, Bd.10, S.110.
[2] Clara Zetkin, Zur kommunistischen Schulpolitik, Rede im Reichstag Januar 1922, in: Clara Zetkin, Ausg.Reden und Schriften, Dietz Verlag Berlin, 1960, Bd.II, S.344.
[3] W.I. Lenin, Die Aufgaben der Jugendverbände, in: W.I. Lenin, Ausg.Werke in sechs Bänden, Bd.V, S.698.

* Kommunist: Warum soll einer eigentlich Kommunist werden, wenn er das nicht will. In der DDR wurde niemand gezwungen, Kommunist zu werden. Es gab jegliche Art von Anschauungen und Ansichten. Aber es gab auch eine auf wissenschaftlichen Grundsätzen beruhende Erziehung, und die orientierte sich am dialektischen und historischen Materialismus, weil dieser (immer noch) die fortschrittlichste Weltanschauung unserer Zeit ist. Wie wir (auch in der DDR) mit Andersdenkenden umgegangen sind, ist hier nachzulesen.
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Nachtrag:
In der DDR waren sehr viele Schulen neu errichtet worden. Heute dagegen werden in Ostdeutschland fast alle diese Schulen, sowie ganze Wohnsiedlungen von Neubauten aus den 1980er Jahren zerstört und dem Erdboden gleichgemacht. Der Grund dafür ist die kapitalistische Entwicklung, der Wegzug der Familien aus den entindustrialisierten östlichen Bundesländern und der allgemeine Geburtenrückgang in der BRD. Schließlich, der Markt bestimmt den Preis: Je weniger Wohnungen es gibt, desto höher steigt der Mietpreis. Und äußerst kriminell ist auch das, was heute auf ideologischem Gebiet in der BRD geschieht: Die DDR wird gleichgesetzt mit dem faschistischen System – Hitler gleich Stalin. Das trägt zur Verharmlosung des faschistischen Terrors bei. Was dabei herauskommt, sieht an den endlosen und wirkungslosen Scheingefechten gegen die Neonaziszene in der BRD: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch…“

 

Kommentare zu „Das einheitliche sozialistische Bildungssystem der DDR“

  • Ich habe beide Schulsysteme kennengelernt und kann daher gut vergleichen.
    An meine POS-Zeit denke ich gern zurück. Irgendwie fand ich diese recht entspannt. Ich hatte Freude am Lernen, sicher hat es mich auch motiviert, gute Noten zu bekommen, Leistungsdruck (wie heute) habe ich nicht empfunden. Die Schule war für mich recht locker. Auch leistungsschwachen Schülern hat man versucht zu helfen, dass sie das Klassenziel erreichen, während heute ja doch jeder zusieht, wie er selbst am besten durch die Schule und durchs Leben kommt. Jeder ist sich selbst der Nächste. Friss oder stirb. Trauriges Resultat sind dann solche Amokläufe wie in Erfurt.
    Dennoch war für mich in unserem DDR-Schulsystem auch nicht alles EiaPopeia Eitelsonnenschein. Manchmal habe ich den Eindruck, dass meine Mutter in ihrer Dorfschule mehr gelernt hat, als ich später in meiner Neubauschule. Zumindest ist bei ihr mehr Wissen hängengeblieben als bei mir.
    Sicher ist vieles auch vom Lehrer abhängig und ich hatte vielleicht das Pech, nicht die besten erwischt zu haben. Beispielsweise hatte ich in der 5. Klasse eine gute Russischlehrerin und war voll motiviert, die Sprache zu lernen. Dann bekam ich eine Lehrerin, die sich bei uns nicht durchsetzen konnte. Daher habe ich bei ihr auch nichts mehr gelernt und ich frage mich heute noch, wofür ich meine guten Noten in dem Fach erhalten habe. Soweit ich mich erinnern kann, haben wir nur irgendwelche Texte übersetzt und vielleicht mal einen Dialog etwas verändert und vorgetragen, aber wir sind nie dazu angehalten worden, uns frei in russischer Sprache zu äußern. Aber nur so kann man Russisch erlernen, indem man gezwungen ist, es auch anzuwenden.
    Darauf wurde dann am Gymnasium großer Wert gelegt.
    Es war schon ein Qualitätssprung für mich von der 10. Klasse (POS) zur 11./12. Klasse (Gymnasium), wenn man bis zur 10. Klasse das Meiste doch vorgekaut bekam und das Tafelbild nur abschreiben musste. In der 11. Klasse hielt uns die Geschichtslehrerin die ganze Stunde einen Vortrag und man musste selbst das Wesentliche erfassen und notieren. Nicht einfach, wenn man das vorher noch nie gemacht hat.
    Ich denke, dass da eine vierjährige Abizeit doch günstiger war als nur zwei Jahre, um sich auf die höheren Anforderungen einzustellen. Zumal man sich mit dem Zeugnis der 11. und 12. Klasse schon bewerben musste

  • Danke, Mimi, für den ausführlichen Kommentar. Sicher war auch in der DDR-Schule nicht alles so optimal. Und es hängt heute noch viel mehr vom Lehrer bzw. vom Schulleiter ab. Denn jede Schule hat ein anderes Konzept, sogar die Klassen unterscheiden sich. Die Schulbücher sind oft fehlerhaft und methodisch unsinnig. Und es wird überall experimentiert. Die Schüler sollten aber anstatt vieler nutzloser Fächer wie Religion und Ethik doch wenigstens Lesen, Schreiben und ein bißchen Rechnen lernen. Oder?

    • Hallo Sascha,

      Was ist nun besser – ein gegliedertes Schulsystem oder eine Gesamtschule? Darüber habe ich mir schon viele Gedanken gemacht.
      Mit meinem Beitrag wollte ich zum Ausdruck bringen, dass ich die Gesamtschule (damals POS) schon nicht verkehrt fand. Aber es ist eine Herausforderung für den Lehrer, alle so zu fördern, dass sich die einen nicht über- und die anderen nicht unterfordert fühlen. Wie gesagt, die Anforderungen auf dem Gymnasium waren doch anders als in der POS und vielleicht wäre eine Teilung ab der 8. Klasse besser gewesen.
      Die POS hat davon profitiert, dass nicht nur der letzte Rest sich dort versammelt hat, wie heute in den Hauptschulen.
      In unserer Klasse damals war das Leistungsverhältnis relativ ausgewogen. Wir hatten eine leistungsstarke Spitze, die die anderen Schüler mitzog, das gesamte Niveau anhob und den Unterricht einfach durch interessante Fragen auch bereicherte.
      Vor einiger Zeit hatte ich mal die Möglichkeit, in einer Hauptschulklasse zu hospitieren. Auch wenn sie gegen alle Klischees sehr diszipliniert war, so war ich doch über das Leistungsniveau sehr erschrocken. Einzelne leistungsschwache Schüler konnten ja damals noch irgendwie durchgeschleift werden und hatten ja einen Anreiz zum Lernen, um einfach mitzuhalten. Aber wenn nur noch ein Häufchen leistungsschwacher Schüler übrigbleibt, ist es schwer, dort ein Lernniveau zu schaffen. Es fehlt einfach eine Spitze, die die anderen mitzieht.
      Und sehr entmutigend sind auch die Zukunftschancen für Hauptschulabgänger. Wofür soll ich mir den „Arsch aufreißen“, wenn ich dann ja eh kaum eine Lehrstelle finde?
      Soziale Probleme werden vor allem von diesen Schülern in die Schule getragen und ich kann verstehen, dass Eltern sich für ihre Kinder eine Schule (Gymnasium) wünschen, wo sie weniger mit Kriminalität belastet werden, viel lernen und mit diesem Abschluss gute Berufs- und Studienmöglichkeiten haben.

      Was den Fächerkanon betrifft, so bin ich auch Deiner Meinung, dass man auf Religion und Ethik in der Schule verzichten kann. Einen Überblick über die einzelnen Religionen und über wichtige Philosophen halte ich schon für nützlich. Das gehört einfach zur Allgemeinbildung.

      Ansonsten wäre mehr Zentralisierung im Schulsystem schon angebracht, das fängt schon mit einem einheitlichen Abitur an, so dass man die Abschlüsse auch besser vergleichen kann. Ich fand es ungerecht, dass einige Bundesländer sich herausnahmen, die Abiturzeugnisse anderer Bundesländer herabzuwerten, weil sie der Meinung waren, dort wäre das Abitur nicht so viel wert.

      Sowieso finde ich, ist dies heute ein Gefeilsche um die Abipunkte. Während wir noch ein Vollabitur abgelegt haben, d.h. alle Fächer hatten, werden heute nur noch die Fächer belegt, die einem selbst die meisten Punkte bringen. Da wählen manche z.B. Chemie ab und stellen dann fest, dass sie das Fach für das Studium brauchen.

  • Ich meine, dass alles Vergleichen des/der Schulsysteme/Schularten der BRD mit dem der DDR so völlig abstrakt und scheinbar „Klassen übergreifend“ von Anfang an nur Humbug, typisch bürgerliches Geseiere sein kann.
    Diese Aussage gilt ebenso für alle abstrakten Vergleiche darüber, ob nun Sozialismus/Kommunismus oder Kapitalismus „besser“ seien.(Besser für wen?)
    Die Frage muss doch immer ganz klar und konkret gleich zu Beginn lauten, wer, welche Klasse dem „Volke“ mit welchen Interessen, Zielen und Inhalten Bildung zukommen lässt.
    Das zersplitterte Schulsystem der Westzonen und der anschließenden BRD war die gerade niemals unterbrochene Fortsetzung des alten ebenfalls zersplitterten bürgerlichen Schulwesens aus den alten deutschen Staaten und folgenden Kaiserreiches des 19.Jahrhundert, und das trotz anders lauternder Beschlüsse des Alliierten Kontrollrates zwecks Aufbaus eines neuen demokratischen Schulwesens in ganz Deutschland.
    Das deutsche Bürgertum, welche sich nach 1945 bekanntlich zitternd und ängstlich hinter den Bajonetten der westlichen Besatzer versteckte, hatte ganz selbstverständlich auch unter diesen Umständen das größte Interesse, die alten Verhältnisse im Schulwesen so zu belassen wie sie seit eh und je waren.
    Da sich nun gleich nach dem Kriege das militärisch geschlagene deutsche Bürgertum mit allen seinen politischen und administrativen Lakaien zu den bravesten Vasallen und Speichelleckern des bald US-Westens mauserten, hatten auch die neuen westlichen Herren ihrer Westzonen und späteren BRD-Protektorates nichts mehr gegen das althergebrachte reaktionäre bürgerliche deutsche Schulwesen einzuwenden, konnte daher alles „im Westen“ wie gehabt weitergehen.
    Verdummung, geistige Versklavung der einfachen, unteren Volksmassen, der Besitzlosen, Lohnknechte, welche Bourgeoisie welchen Landes, welcher Sprache und Kultur könnte dem erstlich widerstehen?
    Darin sind sie sich doch alle einig, weltweit.
    Dagegen die SBZ, die DDR, wer hatte hatte dort alsbald wirklich das Sagen?
    Eine sozialistischen Besatzungsmacht zusammenarbeitend mit Kommunisten, anständigen Sozialdemokraten, wirklich fortschrittlichen bürgerlichen Kräften und natürlich auch mit ganz gewöhnlichen Arbeitern und Bauern, wissenschaftlich tätigen Werktätigen, fortschrittlichen Künstlern etc… bzw. wie der „EDE“ mal sagte, die „Besten“ der deutschen Nation.
    Dass diese „Besten“ ein ganz anderes Schulwesen schufen, ein neues, demokratisches Schulwesen, ein Schulwesen für das ganze Volk, welches alle Kinder und Jugendlichen nun wirklich demokratisch so gleich wie möglich behandelte, das kann man im Grunde schon als völlig logisch ansehen, auch wenn es auch in der SBZ und späteren DDR erst allmählich geschaffen werden konnte, peu á peu…
    Es wird und muss auch Mängel, Defizite gegeben haben, nicht zuletzt auch auf Grund allgemeiner wirtschaftlicher Mängel, so wie es sie aus diesen Gründen auch in vielen anderen Bereichen gab, ob Wohnungswesen, Infrastruktur, fehlende Devisen für mehr touristische Reisen in die kapitalistischen Länder etc.
    Der entscheidende Unterscheid war und ist aber, in welchen Händen sich die Macht im Staate befindet, welche Macht folglich auch das Schulwesen einrichtet, betreut und fortentwickelt.
    Für das ausbeutende parasitäre, oft auch gegeneinander konkurrierende Besitzbürgertum ist ganz selbstverständlich ein zersplittertes als auch teilweise höchst elitäres Schulwesen genau das Richtige, Passende, wir finden es in den vielfältigsten Ausprägungen in allen kapitalistischen Ländern: Eliteschulen, Elite-Unis, Abstufungen und Rankings aller Art, klangvolle Namen ohne Ende.
    Dagegen braucht eben das von der Ausbeutung und materieller als auch allmählich geistiger Sklaverei befreite, in der großen Masse einfache werktätige Volk ein höchst demokratisches Schulwesen, weil nur dies auf längere Sicht die neuen von Ausbeutung befreiten Verhältnisse zu sichern vermag.

  • Liebe „Mimi“,
    ich glaub‘ man braucht nicht lange darüber zu rätseln, welches Schulsystem wohl das bessre ist. Clara Zetkin hat es ganz schnörkellos gesagt. Sie erkannte richtig, daß „eine durchgreifende, grundlegende Schulreform … nicht vor der Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat“ möglich ist, sondern vielmehr „eine ihrer wichtigsten und wertvollsten Früchte“ sein wird. Und wenn man sich Lenins Rede an die Jugendverbände durchliest, versteht man, welche wertvolle Erziehung dahintersteht. Man braucht nur Makarenko oder Kalinin zu lesen und sich Pädagogen wie Suchomlinski anzusehen, dann weiß man, was damit gemeint ist. Das wird es im Kapitalismus niemals geben. Die ganze Geschichte der Erziehung beweist es: Es ist ein wissenschaftliches Weltbild, und ergo eine wissenschaftliche (humanistische) Pädagogik, die die wertvollsten Eigenschaften eines Menschen hervorholt und echte Persönlichkeiten erzieht und prägt – und nicht wie im Kapitalismus, Lakaien, „Cleverles“ und andere Schlitzohren, deren „Vorzug“ nur darin besteht, daß sie wissen, wie sie andere am besten austricksen, ausbeuten und übervorteilen können. Ob das im Sozialismus natürlich immwer gelingt, hängt auch von vielen anderen Einflüssen ab. In einem kleinbürgerlichen Haushalt wachsen eben auch Kleinbürger heran. Und Karrieristen bringen meist auch kleine Egoisten hervor. Du weißt selber, daß LERNEN auch mit TUN zu tun hat, und daß beim „Vortrag anhören“ oft nicht viel hängen bleibt.

    Hallo sascha, deinem obigen ergänzenden Beitrag kann ich voll zustimmen.
    Ich möchte dazu abschließend nur noch bemerken, dass gerade diese gegliederten bürgerlichen Schulsysteme in allen kapitalistischen Ländern sich auch immer wieder als äußerst effizient darin erwiesen haben, auch aus dem Proletariat, dem unteren Kleinbürgertum und anderen „niederen“ Volksschichten besonders gelehrige willfähige und treue Lakaien, Diener, Büttel und sonstige Schergen für die herrschenden Eliten, die Bourgeoisie heranzuzüchten.
    Hierzu werfe man nur einen Blick auf die „Bildungs-Karrieren“, „Bildungs-Erfolge“ vieler führender deutscher und europäischer Sozialdemokraten und „Sozialisten“, zahllosen mit diesen meist engstens verbandelten staatstragenden, ebenso eifrig den Kapitalismus verteidigenden höheren Gewerkschaftsbonzen.
    Auch darüber täte sicherlich mal wieder ein neues „Braunbuch“, etwa wie anno 1965 in der DDR in anderem Zusammenhang herausgebracht, ganz gut, viel Aufklärung bringen.
    Wäre ich ein Mitglied der herrschenden bürgerlichen Eliten oder „erfolgreicher“ Zögling dieses „gegliederten“ bürgerlichen Schul(un)wesens, auch ich würde es mit zähnen und Klauen bis an mein Lebensende verteidigen, rechtfertigen, beschönigen.
    Man muss ganz klar dessen Klassencharakter erkennen.
    Es gibt allerdings auch im heutigen Deutschland sehr erfolgreiche Gesamtschulen, in denen Schüler mit unterschichtlichsten Anlagen und Fähigkeiten sehr gut höchst individuell gefördert werden, aber eben nur als Ausnahmen, Experimente, warum nur auf winzigster lokaler Flamme, dürfte uns doch klar sein.
    Man darf daher diese Dikussion niemals abstrakt-„gymnasial“ nach dem These-Anti-These-Synthese Prinzip führen.
    Begibt man sich erst mal auf dieses sophistische Glatteis, kommt man gar nicht mehr umhin, ganz selbstverständlich auch Hauptschulen und Gymnasien eine gewisse Menge „Plus-Punkte“ zuzuschanzen, verwandelt man die ganze Angelegenheit aus einem tatsächlichen, d.h. objektiven Interessenskonflikt bzw. objektiven Klassengegensatz in eine reine „Meinungsverschiedenheit“, beinahe ähnlich den „Meinungsverschiedenheiten“ der mittelalterlichen Theologen darüber, wie viele Engel auf einer Nadelspitze Platz nehmen könnten, kurzum: bloßes Geschwätz.
    Auch dies natürlich für die herrschenden Eliten äußerst praktisch und förderlich, bester Meinungs-Nebel!

    Richtig. Und diese Bürgerlichen nennen ihr Geschwätz dann „Dialetik“ – so als hätte es Hegel, Marx, Lenin usw. nie gegeben…

    Diese Bürgerlichen bevorzugen doch lieber Adorno/Horkheimer, Foucault, Amery, Sartre, Heidegger, Herbert Marcuse(USA) Erich Fromm(Deutschland, USA), Habermas, Slotterdijk und wie sie noch alle heißen mögen, alle diese philosophischen, soziologischen und politischen Nebelwerfer.
    „Kritik“ als nette philosophische und politische Unterhaltung, insbesondere des Bildungsbürgertums.
    Für den „Pöbel“ langt natürlich seit eh und je der Gossen-Goethe von BILD, The SUN(GB) etc…,das TV.

    Zu Mimi, Zitat:“Aber es ist eine Herausforderung für den Lehrer, alle so zu fördern, dass sich die einen nicht über- und die anderen nicht unterfordert fühlen.“….Also, es war ja so das dem lernschwächeren Schüler vom Klassenkollektiv (so hieß das damals) nachmittags eben geholfen wurde, der Stoff noch einmal durchgenommen wurde, ganz locker, ohne Lehrer, von anderen Schülern eben.
    Bildung war für alle gleich. Also eine einheitliche Schule mit einheitlichen Lernstoff. Es gab damals auch mehr Schulen (heute sind ja viele abgerissen usw.), auch waren diese zumeist leicht erreichbar, man musste nicht stundenlang fahren um zu einer Schule zu gelangen (ok, wenn man vom Dorf kam sah es anders aus), bei uns war der Weg im allgemeinen immer 10 bis 15 Minuten zu Fuß.
    Zum Bildungssystem POS, ich hatte das schon einmal geschrieben, bei einem Lehrgang in der jetzigen BRD sollten wir so ein Zettel ausfüllen und ankreuzen welche Art des Schulsystems man besuchte. POS stand nicht drauf nur die verschiedenen Arten des BRD Schul- systems. Also beim Lehrgangschef nachgefragt, und der sagte und bestätigte, das die DDR Schule, die POS, ein viel größeren Anspruch, ein viel besseres, umfangreicheres Schulsystem hatte und aus diesem Grund allein sollten wir schon POS hinschreiben!
    Eine Bestätigung des DDR Schulsystems!

     

    • Ja, Andy, das kann ich nur bestätigen. Wir hatten ein absolut beispielhaftes Schulsystem (gegenüber den Klippschulbedingungen der BRD). Für die Lehrer war es allenfalls eine „Herausforderung“, den Unterricht interessant zu gestalten. Aber dafür gab es einen von A-Z methodisch gut aufgebauten Fachunterricht, Schulbücher, Lehrmittel und Unterrichtshilfen, die sogar heute heimlich noch verwendet werden, weil das empfohlene Material für die Lehrer z.T. wertlos ist. Klar, es gab auch Lehrer, die wir nicht leiden konnten, die sich keine Mühe gegeben haben oder die nicht richtig erklären konnten. Aber – wie Harry schon sagt – die sozialistische Schule ist mit dem heutigen „System“ nicht vergleichbar.

      • Nachtrag: Zum Thema gut aufgebauten Lehrbücher. Das selbe trifft ja auch für die Lehre nach der Schule zu. Ich erinnere mich an unseren Berufsschullehrer (Ausbildung zum Baufacharbeiter). Er war ein Klasse Lehrer, ein feiner Kerl, und kein Lügner, um das mal vorweg zunehmen. Es ging da um unser Bau-Schulbuch, er erzählte das diese Buch so „Top“ war, das dieses sogar in der BRD sehr gefragt war…(so wie viele andere Artikel), leider erinnere ich mich nicht mehr an den genauen Wortlaut.
        Wir konnten also stolz darauf sein, diese Buch zu besitzen, da es eben auch in der damaligen BRD anerkannt und sehr gefragt war! Soetwas hatten die wohl in dieser Form dort nicht.
        Ich denke mal, für die Normalen Schulbücher der DDR wird das selbe zutreffen.

  • Zu den Resultaten der deutsch-bildungsbürgerlichen heiligen „Bildung“ an einem „humanistischen Gymnasium“ zur allgemeinen und hoffentlich auch ein wenig erheiternden Erkenntnis folgendes Zitat aus dem Blog eines ehemaligen Bildungsbürger-Linken:

    „Nun knickt die CDU bei der Gleichstellung der Homosexuellen ein – das ist die Abschaffung der Familie. Was soll noch das “C” im Namen? An dieser Partei ist nichts mehr christlich. Es ist die Machtmaschine einer scheinverheirateten, kinderlosen, atheistischen Ossi-Tussi.“

    Einfach köstlich! 🙂

    Stimmt Andy, und vom Preis her extrem billig. Schulpreis für das Geschichtsbuch 10.Klasse: 3,20 Mark. Das Physikbuch 8.Klasse: 1,80 Mark. Was drin stand, war alles andere als Kinderkram! Es war Wissenschaft – einfach und verständlich erklärt. Die Schüler und Lehrlinge waren folglich auch gebildete und selbstbewußte Persönlichkeiten.

    Schulbücher – in der BRD und in der DDR

    Daß gerade Schulbücher immer ein ideologisches Werkzeug der jeweils herrschenden Klasse sind, ist allgemein bekannt. Und da gibt es eben – insbesondere was das politische Grundwissen anbelangt – zwischen Kapitalismus (BRD) und Sozialismus (DDR) große Unterschiede. Ohne Wissen sind die Arbeiter wehrlos; ein ungebildetes Volk läßt sich leichter regieren. Und so ist es nicht verwunderlich, daß auch die heutige Bourgeoisie als herrschende Klasse nichts mehr fürchtet, als ein gebildetes Volk. Denn ein Volk, das heute die Ursachen seiner Ausbeutung und Unterdrückung begreift, ist auch ein Volk, das sich zu wehren versteht. Was also kann durch das bürgerliche Bildungswesen anderes herauskommen, als ein ungebildetes Volk…

    Gesellschaftliche Veränderungen müssen erkämpft werden

    Doch die wichtigsten Erfahrungen und Erkenntnisse kommen aus der Praxis. „Die Aufklärung“, schrieb schon 1845 der frühe Kommunist Wilhelm Weitling, „hat gar nichts für uns errungen in politischer Beziehung, außer durch Revolution, und immer erst nach der Revolution wirkte die Aufklärung. Alle Länder, alle ohne Ausnahme, verdanken ihre Freiheit der Revolution. Die Aufklärung auf friedlichem Wege ist eine Illusion; was erstrebt werden soll, setzt sich nur im Kampf durch.“ [1] So hatten Staat und Kirche in allen bisherigen Klassengesellschaften nichts wichtigeres im Sinn, als die Volksmassen in Unkenntnis zu halten. Selbst die (bürgerliche) Intelligenz ist darin befangen. Das änderte sich erst 1917 mit der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution. Bekanntlich gab es in keinem anderen Land der Welt einen höheren Bildungsstand als in der Sowjetunion. Denn dort hatte die Arbeiterklasse die Macht. Die Sowjetunion war einst eine gebildete Nation.

    Die volksverdummende Wirkung der Schulbücher in der BRD

    In einem dieser Lehrbücher für die Sekundarstufe wird die heutige Wirtschaftsordnung so erklärt: Der Zusammenbruch der realsozialistischen osteuropäischen Länder habe die soziale Marktwirtschaft zu einer alternativlosen Form der Wohlstandserzeugung gemacht. Deren Überlegenheit sei wohl in der Fähigkeit begründet, wirtschaftliche Freiheit mit sozialer Gerechtigkeit zu verbinden. Der Wettbewerb sei der Motor des Wirtschaftens und führe zu einer Leistungssteigerung, zu hohen Wachstumsraten, zu Geldwertstabilität. Und das bringe der arbeitenden Bevölkerung letztlich einen so hohen Lebensstandard ein. Der Staat müsse nur dann und wann eingreifen, um zu krasse Vermögensunterschiede durch Umverteilung auszugleichen, das Sozialversicherungssystem auszubauen und die Vermögensbildung zu fördern. … [2] Soweit, so falsch!

    Wenn man sie schon nicht überzeugen kann, so sucht man sie doch zu verwirren…

    Mehr wirklichkeitsverzerrende Falschaussagen lassen sich auf diesen wenigen Zeilen wohl kaum unterbringen. Von Karl Marx erfährt man beispielsweise, daß die positive Aufhebung des Privateigentums die „Aufhebung aller Entfremdung“ bedeute – eine wahrlich treffende Zitatenwahl. Oder vom Philosophen Kant liest man, daß aus einem so krummen Holze, woraus der Mensch gemacht sei, nun ja doch nichts ganz gerade gezimmert werden könne. Mit schulamtlich verordneten Rollenspielen, saloppen Redensarten und Scheinargumenten, mit einer Vielzahl von Tabellen, Karikaturen und Zitaten wird hier Objektivität und Wissenschaftlichkeit vorgegaukelt, welche aber auch nirgendwo im Buch vorhanden ist. Nicht einmal ansatzweise. Was hier den Schülern zugemutet wird, das ist demagogisch und verlogen bis ins Mark. Immerhin handelt es sich hier um ein Lehrbuch, welches für die höheren Schulen bestimmt ist! Und nach der Lektüre des Textes wird der kluge Schüler aufgefordert, ein Mindmap-Schema zu erstellen, um so die „pluralistische Demokratie“ zu ergründen. Was soll man dazu sagen… Von Manipulation war in diesem Blog insbesondere hier schon ausgiebig die Rede.

    In der DDR gab es andere Schulbücher – bessere!

    Nicht nur bessere (und damit ist nicht die Papierqualität gemeint!): es waren wissenschaftlich erarbeitete und pädagogisch wertvolle Schulbücher. Und sie waren leicht verständlich und erschwinglich*. In einem Staatsbürgerkunde-Lehrbuch der DDR für die 9.Klasse von 1985 liest man zum gleichen Thema (Wirtschaftsordnung) folgendes [3]:
    Stabü1985
    „Marx und Engels untersuchten die Bedingungen der Arbeit der Menschen und die Beziehungen, die sich daraus zwischen ihnen ergeben, nicht so oberflächlich. Sie haben diese Verhältnisse gründlich analysiert und im Kommunistischen Manifest ihre Erkenntnisse zusammengefaßt. In den kapitalistischen Ländern gibt es eine kleine Gruppe von Menschen, die Besitzer der wichtigsten Produktionsmittel sind. Das sind die Kapitalisten. Rohstoffe, Material, Maschinen, Werkzeuge, Gebäude usw. gehören ihnen. Ohne Produktionsmittel kann niemand etwas herstellen. Deshalb bleibt die Masse der arbeitsfähigen Menschen, die keine Produktionsmittel besitzen, nichts anderes übrig, als zu den Besitzern der Produktionsmittel zu gehen und ihre Arbeitskraft, d.h. ihre Fähigkeit zu arbeiten und Werte zu schaffen, anzubieten und zu verkaufen. Sie arbeiten und erhalten dafür Lohn oder Gehalt; davon leben sie. Man nennt sie Lohnarbeiter oder Proletarier. Die Eigentümer der Produktionsmittel verfügen, weil ihnen die Produktionsmittel gehören, auch über die Lohnarbeiter. Die Klasse der Lohnarbeiter ist ökonomisch gezwungen, sich der Kapitalistenklasse unterzuordnen.“ [4]

    Die Sklaven soll man nicht erkennen…

    Und noch eine andere Tatsache ist bemerkenswert: „Als einmal im römischen Senat der Antrag eingebracht wurde, allen Sklaven eine besondere Kleidung zu geben, damit man sie besser von den Freien unterscheiden könne, sprach man sich gegen den Antrag aus, weil man befürchtete, die Sklaven könnten sich dadurch ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit bewußt werden.“ [5]

    Und hier ist die Erklärung:
    Mit der Manipulierung wird schließlich das Volk vollständig zum Objekt des Machtstrebens der Monopole verurteilt. Nicht mehr nur in der ökonomischen und politischen Sphäre ist der Mensch Objekt der Ausbeutung und Unterdrückung. Nunmehr ist er auch in seinem Denken und Fühlen wie niemals zuvor Objekt einer ihm fremden Macht. Ihm wird somit jede Möglichkeit auf Wahrnehmung seiner persönlichen Integrität, Subjekt des Geschehens zu sein, abgesprochen. Nicht zufällig nimmt die Kategorie „Anpassung“ eine zentrale Stelle in der gegenwärtigen bürgerlichen Philosophie, Soziologie, Psychologie, in Verhaltens- und Motivforschung ein. Es geht um die Formung des voll an die staatsmonopolkapitalistischen Verhältnisse Westdeutschlands angepaßten Bundesbürgers. Das Ziel ist erreicht, „wenn die prägende Matrize als gewünschte Matrize empfunden wird“ [6].

    Quellen:
    [1] Wilhelm Weitling, geäußert in der Londonder Diskussion 1845. Nach: Max Nettlau, Londoner deutsche kommunistische Diskussionen, in: Archiv für die Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung, 10.Jg., Leipzig 1925, S.373.
    [2] vgl. Sozialkunde – Politik in der Sekundarstufe, Paderborn, 2003, S.174f.
    [3] Staatsbürgerkunde, Volk und Wissen Volkseigener Verlag, Berlin, 1985, S.29.
    [4] ebd. S.30f.
    [5] A.W.Mischulin, Spartacus – Abriß der Geschichte des großen Sklavenaufstandes, Volk und Wissen Volkseigener Verlag, Berlin, 1952, S. 22.
    [6] Manipulation, Die staatsmonopolistische Bewußtseinsindustrie, Dietz Verlag, Berlin, 1968, S.41.

    * ein Staatsbürgerkundebuch für die 9.Klasse kostete in der DDR beispielsweise 1,85 M – das ist soviel wie etwa heute ein Liter Benzin…

    Welches ist das beste Bildungssystem der Welt?

    Zugegeben, die Frage ist rein rhetorischer Art. Denn jedes Ding hat seine Entwicklung, und die schreitet fort vom Niederen zum Höheren, vom Einfachen zum Komplizierten. Manchmal aber auch umgekehrt, um dann von Neuem zu beginnen. Dieses „beste Bildungssystem“ der Welt ist bereits Geschichte. Es existiert nicht mehr. Es WAR einmal das beste Bildungssystem der Welt, ein besseres gab es nicht und gibt es nicht: Es handelt sich um
    DAS SOWJETISCHE BILDUNGSSYSTEM.

    Es wurde 1991 mit der Konterrevolution in der Sowjetunion beseitigt. Und warum? Weil diejenigen, die jetzt dort an der Macht sind, die Volksbildung nicht mehr benötigen. Da muß man weiter fragen: Wem nützt eigentlich die Bildung? Was haben die Menschen davon, wenn sie die Zusammenhänge der Natur, der Wissenschaft, der Technik und der Gesellschaft erkennen? Oder andersherum gefragt: Wer könnte ein Interesse daran haben, wenn die Menschen keine Fragen mehr stellen, sondern sich zufrieden geben mit dem, was ihnen zugebilligt wird? Wenn sie alles glauben, was man ihnen erzählt? Wenn sie ihr Schicksal für unabänderlich halten? Die Unbildung nützt der Ausbeuterklasse. Denn ein dummes Volk läßt sich leichter regieren…
    In der Großen Sowjet-Enzyklopädie von 1952 heißt es:

    VOLKSBILDUNG NACH DER OKTOBERREVOLUTION

    Die ersten Verfügungen der Sowjetmacht galten der Beseitigung der alten und der Schaffung neuer Bildungseinrichtungen. Es wurden leitende Organe für das Bildungswesen geschaffen: das Volkskommissariat für Bildungswesen und die Staatliche Kommission für Bildungswesen. Die Staatliche Kommission für Bildungswesen begann ihre Tätigkeit mit dem Aufruf vom 11. November 1917 an die Bürger Rußlands, in welchem der Volkskommissar für Bildungswesen die Pädagogen „auf der Arena der glänzenden und ehrenvollen Tätigkeit der Aufklärung des Volkes – des Herrn des Landes –“ willkommen hieß und den Organen des Bildungswesens in erster Linie die Aufgabe stellte, die materielle Lage der Lehrer zu verbessern. Er sprach von der Notwendigkeit, in kürzester Zeit alle lesen und schreiben zu lehren und den Bildungshunger der Erwachsenen zu befriedigen, er sprach über die Schaffung einer einheitlichen, absolut weltlichen Schule und über die weitgebende Demokratisierung des Volksbildungswesens.
    1. Klasse
    Schülerinnen der 1. Klasse einer Mittelschule in Moskau

    Eine der zentralen Aufgaben war die völlige Ausschaltung der Kirche aus allen Bildungsfragen. Das historische Dekret „Über die Trennung der Kirche von Staat und Schule“, das am 5. Februar 1918 veröffentlicht wurde, lautete: „Die Schule wird von der Kirche getrennt. Der Unterricht in religiösen Glaubenslehren ist in allen staatlichen und gesellschaftlichen wie auch in allen privaten Lehranstalten, in denen allgemeinbildende Fächer unterrichtet werden, verboten“ (Sammlung von Gesetzen…, 1918, Nr. 18, Ziff. 203). Das Dekret hatte für die Bildungsarbeit große politische Bedeutung. [1]

    DIE ALLGEMEINBILDENDE SCHULE IN DER UdSSR

    Die Hauptaufgaben der sowjetischen Schule bestehen darin, den Schülern die notwendigen Kenntnisse über die Grundlagen der modernen Wissenschaft zu vermitteln, die Jugend im kommunistischen Geiste zu erziehen und die Schüler auf die Hochschule und auf die Mitarbeit am sozialistischen Aufbau vorzubereiten. Die feststehende Struktur der Schulen und der einheitliche Lehrplan all ihrer Typen in den entsprechenden Klassen gibt den Schülern die Möglichkeit, von einer beliebigen Schule ohne Schwierigkeiten in die entsprechende Klasse eines anderen Schultyps überzuwechseln.

    Der Inhalt der Schulbildung und des Schulunterrichts.

    Nach einem Hinweis W.I. Lenins soll „unsere Schule … der Jugend die Grundlage des Wissens vermitteln, sie soll sie befähigen, sich selbständig kommunistische Anschauungen zu erarbeiten, aus ihnen gebildete Menschen machen“. Die Schule soll die Lernenden „mit allen jenen Wissensschätzen bereichern, die die Menschheit erarbeitet hat“ (Lenin, Werke, Bd.20, S.413 und 407; deutsch: Lenin, Ausgewählte Werke in 2 Bd., Bd.II, Moskau 1947, S.792 und 785). Die Sowjetschule bildet bei den Schülern die marxistisch-leninistische Weltanschauung heraus und vermittelt ihnen die Allgemeinbildung auf der Basis einer gediegenen Kenntnis der Grundlagen der modernen Wissenschaft, wobei die Allgemeinbildung der Schüler untrennbar mit einer polytechnischen Ausbildung verbunden ist, die das Bekanntwerden mit den Grundlagen der modernen Industrie schlechthin erfordert.
    Gewerbeschule
    In der 28.Gewerbeschule in Moskau

    Die Schule vermittelt ein reiches Allgemeinwissen und entwickelt zu gleicher Zeit bei den Schülern die kommunistische Gesinnung und die kommunistische Moral, die bolschewistischen Willens- und Charakterzüge sowie die Gepflogenheiten des gesitteten Umgangs- und sorgt für die körperliche Entwicklung der Lernenden. Die Sowjetschule bildet bewußte Sowjetbürger heran, sie erzieht in den Schülern den Patriotismus, die Liebe zur sozialistischen Heimat, zum sowjetischen Aufbau, sie hilft, die kameradschaftlichen Beziehungen der Schüler untereinander, die notwendigen gesellschaftlichen Gepflogenheiten und die sozialistische Einstellung zur Arbeit zu entwickeln.

    Den erwähnten Aufgaben entsprechend ist die Unterrichts- und Erziehungsarbeit der Schule aufgebaut. Der Inhalt der Lehrtätigkeit ist in den Lehrplänen und -programmen niedergelegt. Diese werden für die Schulen der Sowjetrepubliken von ihren Ministerien für Volksbildung unter Berücksichtigung der nationalen Besonderheiten ausgearbeitet. Der Unterricht wird in der Muttersprache erteilt, jedoch ist der russische Sprachunterricht in allen Republiken obligatorisch, um die Festigung der brüderlichen Bande zwischen den Völkern der UdSSR zu gewährleisten. In den nicht-russischen Elementarschulen ist der Unterricht in russischer Sprache von der 2. Klasse ab Pflichtfach, in den Mittelschulen von der 3. Klasse ab. Die Lehrpläne der Sowjetschule, die auf der Basis des dialektischen Materialismus aufgebaut sind, vermitteln die grundlegenden Tatsachen der modernen Wissenschaft. Sie setzen für den Schulunterricht ein obligatorisches, genau umrissenes Maß an Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten für jedes Lehrfach und für jedes Unterrichtsjahr unter Berücksichtigung des Alters der Schüler fest.

    Unterrichtsgrundsätze

    In der Sowjetschule liegen dem Unterricht folgende Prinzipien zugrunde: die Erziehung zur bewußten Aufnahme und Aneignung des Lehrstoffes, die Systematik und Folgerichtigkeit des Unterrichts, Anschaulichkeit, die Anpassung des Lehrstoffes an die Altersstufe der Schüler, Aktivität der Schüler, die dauerhafte Verankerung des Wissens, die Erziehung zu der Fähigkeit, das erworbene Wissen in der Praxis anzuwenden. Im Unterricht gebührt dem Lehrer die führende Rolle, er ist für das Wissen seiner Schüler voll verantwortlich; der Unterricht trägt erzieherischen Charakter. Der Kampf gegen den Formalismus im Unterricht ist eine charakteristische Besonderheit des sowjetischen Unterrichtssystems.
    Haus der Pioniere
    Haus der Pioniere in Moskau

    Welche Unterrichtsmethoden gab es in der sowjetischen Schule?

    Die Unterrichtsmethoden, deren sich die Schule bedient, haben das Ziel, die Aktivität der Schüler, ihre bewußte Einstellung zum. Lehrfach zu wecken, ihre Initiative zu entfalten, in ihnen die Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten zu entwickeln sowie die Fähigkeit, Theorie und Praxis zu verbinden und ihre Arbeit richtig zu organisieren. Die Kenntnisse der Schüler werden mit 5 Noten bewertet. Von der 4. Klasse an werden die Schüler beim Übergang in die nächstfolgende Klasse einem Examen unterworfen, ebenso bei Beendigung der Schule. In diesem Falle legen die Schüler die Examina für den ganzen Lehrgang ab. Nach Ablesung der Abschlußprüfung in der Mittelschule erhalten sie das Reifezeugnis, das ihnen das Recht zum Eintritt in die Hochschule gibt. Für die besten 5chüler ist die Verleihung goldener und silberner Medaillen vorgesehen. Schüler, die im Besitz der goldenen oder silbernen Medaille sind, werden ohne Aufnahmeprüfung zur Hochschule zugelassen. Die Grundlage, auf der sich der Unterricht in der Elementar- und der Mittelschule aufbaut, ist die Unterrichtsstunde, die vom Lehrer in einer bestimmten Klasse mit einer konstanten Schülerzahl durchgeführt wird.

    Die Erziehungsarbeit

    Erziehung, Bildung und Unterricht stellen einen einheitlichen dialektischen Prozeß dar und sind in der praktischen Arbeit der Schule untrennbar miteinander verbunden. Die Didaktik der Sowjetschule beruht auf dem Prinzip des erziehenden Unterrichts. Die Schule hat die Aufgabe, allseitig entwickelte Menschen heranzubilden, die einmal fähig sein werden, am Aufbau der kommunistischen Gesellschaftsordnung mitzuwirken. Diese stellt an die Erziehungsarbeit der Schule folgende Grundforderungen: Erziehung der Kinder zur kommunistischen Moral und Ideenwelt, zum Sowjetpatriotismus, zur grenzenlosen Liebe zur sozialistischen Heimat, zur Kommunistischen Partei und ihren Führern; Erziehung zur bolschewistischen Wachsamkeit; atheistische und internationalistische Erziehung; sie zu mutigen, ausdauernden, zähen und disziplinierten Menschen zu erziehen; in ihnen künstlerisches Verständnis, die Freude an allem Schönen zu wecken und – nicht zuletzt – für ihre körperliche Ertüchtigung zu sorgen. Das alles geschieht durch den Unterricht, und den gleichen Aufgaben dienen die gesamte Schulordnung, die außerschulische Arbeit, die Tätigkeit in den Pionier- und Schülerorganisationen sowie die Elternausschüsse.

    Für das Verhalten der Schüler gelten folgende Regeln: Die Disziplin ist streng einzuhalten; den Lehrern, Kameraden und Älteren gegenüber ist höfliches Benehmen geboten; Schul- und gesellschaftliches Eigentum überhaupt sind sorgsam zu behandeln; gegen Rowdytum und gemeinschaftsfeindliche Handlungen der Jugend ist entschieden vorzugehen.

    Die außerschulische Tätigkeit der Kinder

    Einen bedeutenden Raum in der gesamten schulischen Erziehungstätigkeit nimmt die Arbeit außerhalb der Schulklasse ein. In der Regel ist eine Schulbibliothek vorhanden, die dem Lesebedürfnis der Schüler zu dienen hat. In Zirkeln verschiedener Art können sie sich neue Kenntnisse erwerben, ihren Gesichtskreis erweitern und auf den verschiedensten Gebieten schöpferisch tätig sein: in Arbeitskreisen für junge Natur- und Heimatforscher, Historiker, Mathematiker, Physiker, Techniker, für Liebhaber der Literatur und Malerei, für Freunde der Laienkunst, des Sports usw.
    Arbeitsgemeinschaft
    Arbeitsgemeinschaft junger Naturforscher

    Diese Schülerzirkel werden von den Lehrern der Schule geleitet und gefördert; stützen sich aber zugleich auf ein gut entwickeltes Netz außerschulischer Einrichtungen, die durch die Sowjetmacht geschaffen wurden; Pionierhäuser und -paläste, Klubs, Bibliotheken, Parks, Theater, Schülerherbergen, Sportvereinigungen, besondere Häuser für die Unterweisung der Kinder in Kunst und Technik sowie für die naturwissenschaftliche Tätigkeit der „Jungen Forscher“ u.a. Die gesamte Arbeit, ob inner- oder außerhalb der Schule, dient der gleichen Aufgabe: der Erziehung einer gesunden, allseitig gebildeten heranwachsenden Generation, die fähig ist, aktiv, schöpferisch und bewußt beim Aufbau der kommunistischen Gesellschaftsordnung mitzuhelfen und. tatkräftig und opferbereit deren Feinde zu bekämpfen.

    Die Jugendorganisationen

    Innerhalb wie außerhalb der Schule spielt der Leninsche Kommunistische Jugendverband (Komsomol) eine große Rolle. Er unterstützt das Lehrerkollektiv bei seiner Arbeit und sucht das Pflichtbewußtsein der Schüler zu stärken, mag es sich nun um ihre Schularbeiten handeln oder um ihr Verhalten im Verkehr mit Kameraden, Erziehern, Erwachsenen überhaupt. Ferner ist der Komsomol bemüht, die älteren Schüler mit den Grundlagen der marxistisch-leninistischen Weltanschauung vertraut zu machen und die gesamte heranwachsende Generation mit einer tätigen kommunistischen Moral zu erfüllen. Er setzt sich für die ständige Hebung des kulturellen Niveaus der Sowjetschüler und für die dauernde Verbindung des Unterrichts mit dem Leben und dem Kampf der Werktätigen ein.
    Studentinnen in Samarkand
    Studentinnen der Universität in Samarkand bei Seminarübungen

    Endlich wacht der Komsomol nicht nur über seine eigenen Mitglieder, sondern leitet auch die Tätigkeit der Pionier Organisationen, in denen die Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren zusammengefaßt sind. Auch hier ist die kommunistische Erziehung das Ziel der gesamten Arbeit, also die Erziehung zu Mut, Bewußtheit, Prinzipientreue und Hingabe an das Werk des Aufbaus der kommunistischen Gesellschaft. Den besonderen Erfordernissen dieser Altersstufe wird dabei Rechnung getragen.[2]

    Quelle:
    [1] Große Sowjet-Enzyklopädie, Verlag Kultur und Fortschritt Berlin, 1952, S.1276
    [2] ebd. S.1281-1285.
    Bilder: ebd. S.1286.

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