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Pamphlet eines Arbeitgebers

Pamphlet eines „Arbeitgebers“ im Vorfeld zu den Bundestagswahlen 2013 als Anhang an eine Lohnabrechnung – verbunden mit Vermutungen und Drohungen…

(Wörtlich wiedergegeben, mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern – die kursiv geschriebenen Stellen sind persönliche Kommentare des mir bekannten Urhebers dieses Artikels.)

Werte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen! (Man beachte die Reihenfolge!….)

Es ist sicherlich eine heikle Angelegenheit, im Vorfeld von Wahlen als Arbeitgeber Empfehlungen zu den kandidierenden Parteien oder auch zu einzelnen Kandidaten/-innen zu machen, und wenn dies geschieht, dann muss es zumindest so sachlich wie möglich sein – nicht zuletzt wegen dem Gebot „Du sollst kein bös Leumund reden wider Deinem Nächsten“! (Deutsch 6! Denn es heißt „wegen des Gebotes“ und „wider Deinen Nächsten…)
Diese in altem Deutsch bekannte Aussage heißt ins moderne Deutsch oder auch für unsere ausländischen Mitarbeiter in einfaches Deutsch übersetzt, dass man nichts Schlechtes über jemanden sagen soll und schon gar nicht, wenn es unbewiesene Gerüchte sind!

Ich will mich deshalb hier nur auf nachweisbare Fakten beziehen (möglichst nur schriftlich gemachte Verlautbarungen von Parteien und Kandidaten), so dass diese auch nachgelesen werden können.

Das alleine genügt mir aber leider schon, um vor einer Wahl der neu ausgerichteten SPD zu warnen und erst recht vor einer rot-grünen Koalition und deutlich aussagen, dass in meinen Augen die wirtschaftliche und am Ende dann auch soziale Oberkatastrophe eine rot-rot-grüne Regierung wäre!

Dass bei CDU/CSU und auch bei der FDP nicht alles aus Sicht von jemandem, der eine soziale Marktwirtschaft befürwortet, in Ordnung ist, das möchte ich hier auch öffentlich feststellen. Aber mit denen droht uns nicht, dass nach der Wahl „das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird“ und besteht die Chance, dass man mit den Leuten auch nochmal vernünftig reden kann (was bei der SPD vermutlich auch der Fall wäre (wieder eine Vermutung…), wenn sie sich nicht mit den Grünen und den Dunkelroten zur Machterringung verbünden).

Wenn am Ende jedoch eine rot-grüne (oder ganz und gar rot-rot-grüne) Regierung zustande kommt, dann ist das der demokratische Wille einer Mehrheit, auch wenn es manchen dann bald danach wieder (sehr) leid tun dürfte, und ist natürlich zu respektieren!

Es ist dann aber auch zu respektieren, dass ein mittelständischer Unternehmer wie ich (und höchstwahrscheinlich stünde ich da nicht alleine), dann nur noch nach dem Motto wirtschaften kann „Rette sich wer kann“ und wenn das nicht geht, dann nur noch das allernötigste investiert – wie das schon in den 70er Jahren der Fall war als Gewinne über dem internationalen Durchschnitt und auch Vermögen (dazu gehören Investitionen als Substanz) hoch besteuert wurden.

Dass damit vor allem der deutsche Mittelstand getroffen und so geschwächt werden würde (noch eine Vermutung…), dass er entweder aufgibt oder von Konzernen aufgekauft wird, das ist vermutlich (wieder eine Vermutung…) durchaus auch eine (versteckte ) Zielsetzung der Dunkelroten (und solche gibt es auch bei den Grünen).

Nachdem diese politische Konstellation möglich sein wird, bitte ich um Verständnis, dass ich alle größeren Investitionen erst mal bis zur Bundestagswahl hinten anstelle – auch um abzuwarten, was dann bei der sog, Energiewende rauskommt, die für sich alleine schon eine (erst wirtschaftliche und dann soziale) Katastrophe zu werden droht!

Ich denke, dass es zur Fairness gehört, wenn ein Arbeitgeber auf die Gefährdung von Arbeitsplätzen rechtzeitig hinweist (wenn die Leute nicht die gewünschte Partei wählen???….) und nicht erst nach einer aus seiner Sicht verkehrten Wahl dann die Konsequenzen daraus verkündet und verbleibe in diesem Sinne trotzdem

freundlichen Grüßen

XXX

PS: Ganz egal ist übrigens auch die Landtagswahl nicht und selbst die anstehende Bürgermeisterwahl oder die Gemeinderatswahl sind entscheidungsrelevant, denn danach können standortrelevante Entscheidungen so oder so getroffen werden, z.B. hinsichtlich der Gewerbe- und Grundsteuern (schließlich ist die Gemeinde „klamm“ und könnte man/frau ja auf die Idee kommen, statt zu sparen, die Steuern zu erhöhen), die einem Investitionen in den Standort leichter oder schwerer machen oder solche ganz verhindern!

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Erstmal zum ersten Halbsatz im ersten Abschnitt: Es ist nicht nur „eine heikle Angelegenheit“, sondern meines Erachtens nach dem Betriebsverfassungsgesetz auch schlichtweg verboten, in einem Betrieb Werbung für oder gegen eine politische Partei zu betreiben.
Dieses Pamphlet überschreitet meiner Meinung nach auch den Rahmen einer Meinungsäußerung, da damit offene Drohungen verbunden sind – nach dem Motto:
„Wenn ihr nicht die richtige (kapitalistenfreundliche) Partei (in diesem Falle CDU/CSU/FDP) wählt, wird eben nichts mehr investiert und Arbeitsplätze werden abgebaut.“

Wegen dieses Pamphlets wurde nach Aussage des Autors auch bereits mit dem betreffenden Betriebsrat gesprochen, der die Sache genauso sieht wie der Urheber dieses Artikels, jedoch keine Aktionen dagegen einleiten will.

Darum stelle ich dieses Machwerk eines Kapitalisten zur Wahl- und Meinungsmanipulation „seiner“ Arbeiter und Angestellten hiermit öffentlich zur Debatte.

Ich meine, man könnte ja auch mal den Spieß umdrehen und genauso drohen: „Wenn der `Arbeitgeber` nichts mehr investieren will und Arbeitsplätze abbaut, wird er persönliche Konsequenzen ziehen müssen“, bis hin zur Absetzung, Enteignung und Inbesitznahme des Unternehmens durch die Beschäftigten…..
Mich würde ja ebenfalls mal interessieren, was einem Arbeiter oder Angestellten passieren würde, der in dem betreffenden Betrieb Werbung für eine bestimmte (womöglich noch dem Kapitalisten unliebsame) Partei betreibt….

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