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Mythen & Märchen III – Frieden

Mythen & Märchen III

„Die DDR war ein Friedensstaat, die BRD kämpft für Freiheit“

Westpresse: In ihrem Selbstverständnis war die DDR ein „Friedensstaat“. Sie allein verwirklichte nach Auffassung der SED im Gegensatz zur „imperialistischen BRD“ die Gebote der Potsdamer Beschlüsse, demokratisch und friedlich zu sein.

Soweit ich mich erinnere war die NVA (die Nationale Volksarmee) nicht an Kriege beteiligt. Was sie allerdings tat, war Pakete zu packen, z.b. für Angola, für Vietnam und andere Kriegsschauplätze.

Zu den Fakten:
Am 24. Januar 1962 wurde in der DDR die Wehrpflicht eingeführt. Am 7. September 1964 wurde Baueinheiten der NVA auf Anordnung des Nationalen Verteidigungsrates der DDR geschaffen.

Dies ging auf eine Initiative des des Quäkers, Pazifisten und Pfarrers Emil Fuchs zurück. Damit wurde eine Möglichkeit geschaffen, den Dienst mit Waffe zu verweigern. Dies gab es sonst in keinem anderen sozialistischen Land.
In der DDR gab es kein Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung mit der Waffe und keinen zivilen Wehrersatzdienst.
Wer den Wehrdienst auch als Bausoldat nicht ableisten wollte (Totalverweigerer), musste mit einer Gefängnisstrafe von 18-22 Monaten rechnen.
Der Waffenersatzdienst betrug wie der reguläre Wehrdienst 18 Monate.

Ab 1985 wurden auf Anweisung des damaligen DDR-Verteidigungsministers Heinz Hoffmann alle Totalverweigerer aus der Haft entlassen und von diesem Zeitpunkt an niemand mehr Totalverweigerer inhaftiert oder verurteilt.

Ein bewusster politischer Akt der letzten DDR-Regierung war es, im April 1990 den ehemaligen Bausoldaten Rainer Eppelmann als Minister für Abrüstung und Verteidigung, (Verteidigungsminister der DDR) zu berufen und ihn mit der Vorbereitung der Auflösung der NVA zu beauftragen.
Von der Armeeführung wurde dies ohne öffentlich merklichen Widerstand hingenommen.

Karl-Heinz Schulze (ehemaliger Ober- und Stabsfähnrich in Prora) schreibt dazu:
Nun kurz zu Herrn Eppelmann. Er war kaum Minister für Verteidigung und Abrüstung gewesen, da besuchte er mit Honnis Hubschrauber Prora und Sassnitz-Dwasieden. Beides waren Standorte für Bausoldaten. Was ich da erlebte ist unglaublich. Ich muss es mal auf deutsch schreiben, soviel könnte man gar nicht kotzen wenn man das sah.
Die Offiziere vom Leutnannt bis zum Oberst, alle standen stramm und zeugten wie bei Heinz Hoffmann Ehrbezeugung.
Die Straßenkanten waren frisch in Weiss gestrichen und der Rasen geharkt. Pfui deibel, dieses ehrlose Gesindel.
Ich musste übrigens den Hubschrauber bewachen.

Vergleich mit der Wehrdienstverweigerung West:
Der Zivildienst in der BRD wurde am 1. April 1961 als „Ziviler Ersatzdienst“ geschaffen.
Seine Dauer war abhängig von den Wehrdienstzeiten und dauerte 1985 bis 1990 20 Monaten, davor 16 Monate und in den 60igern waren es 18 Monate. Ab 2010 wurde der Dienst bis auf 6 Monate gekürzt und mit Aussetzung der Wehrpflicht zum 31.12.2011 schliesslich abgeschafft.
Dazu kam die Löschung des Zivildienstes durch Mitwirkungen in anderen Sozialbereichen zum Beispiel Katastrophenschutz oder Technisches Hilfswerk. Polizei und Pfarrer waren ebenfalls ausgenommen.
Es war möglich, an Stelle des Zivildienstes einen „Anderen Dienst im Ausland“ (ADiA) oder ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ (FSJ) zu absolvieren. Beides dauerte länger als der Zivildienst, der ADiA mindestens zwei Monate länger als der Zivildienst, das FSJ mindestens 12 Monate. Beides wurde, da es sich um freiwilliges Engagement handelte, sehr viel schlechter bezahlt als der Zivildienst.
In der BRD mussten bis zum Jahr 2010 Wehrdienstverweigerer das Recht auf Wehrdienstverweigerung unter Darlegung der Gewissensgründe beantragen. Wurde der Antrag angenommen, was jedoch erst seit den 1980er Jahren die Regel war, musste man als Wehrersatzdienst den Zivildienst ableisten. Sie wurden umgangssprachlich „Zivis“ genannt.
Der Zivildienst stand während seiner ganzen Existenz unter Kritik. Besonders da er den Wehrdienst praktisch als Hauptdienst abgelöst hatte. So leisteten z.b. 2010 77.437 Männer Zivildienst, während gleichzeitig nur 32.673 Männer Grundwehrdienst leisteten.
So wurde wohl der Wehrdienst nur deswegen aufrecht erhalten, um den Zivildienst zu begründen, der inzwischen einen wichtigen Platz in der Altenpflege einnahm. So waren denn auch viele Organisationen entsetzt das der Zivildienst abgeschafft wurde.
Gesellschaftlich war der Zivildienst erst in den 80igern weitgehend akzeptiert. Lange Zeit sah man Zivildienstleistenden als „Drückeberger“ oder gar „Vaterlandsverräter“ an.

Vergleich der Wehrdienstverweigerung Ost:
Der Bausoldat leistete seinen Wehrdienst ohne Waffe seit 1962 in der Baueinheiten der NVA ab.
Der Grundlegende Unterschied zwischen dem Bausoldaten und dem Zivildienstleistendem war, das der Bausoldat eine Uniform hatte und innerhalb seiner Brigade volkswirtschaftlich eingesetzt wurde, während die Zivildienstleistenden bei zahlreichen Trägerorganisationen überall im In- oder Ausland tätig waren.
Der Bausoldat war also Teil der regulären NAV der DDR. d.h. auch hier gab es Dienstränge und es galt die Dienstordnung der NVA.
Seine Uniform zeigte einen kleinen Spaten auf den Schulterklappen, so das man sie auch als „Spatensoldaten“, „Bausoldaten“ oder auch „Spatis“ bezeichnete. Offiziell waren sie die Baueinheiten der NVA.
Zu den etwa 15.000 jungen Männern, die das Tragen von Waffen ablehnten, zählen Rainer Eppelmann, Wolfgang Tiefensee, Werner Schulz, Klaus Renft, Gerhard Schöne und Rainer Schult. Dazu kamen 7500 grundwehrpflichtigen Totalverweigerer.

Der Bausoldat galt nur aus Sicht der Stasi und NVA als unsozialistisch (im Sinne von unpatriotisch).
Es war also schlichtweg nicht sehr karrierefördernd, doch unter Beschimpfungen ausserhalb der Kaserne durch die normale Bevölkerung hatte er nicht zu leiden.
Nachteile beruht wohl nicht nur (wie überall behauptet wird) ausschliesslich auf seine Kriegsdienstverweigerung. Viele Bausoldaten haben durchaus auf dem zweiten Bildungsweg studiert, sie waren ja schliesslich nicht dumm.

Als kasernierter Bausoldat unterlag er – wie wohl jeder Soldat einigen Schikanen wie sie in allen Armeen der Welt üblich sind. Das sie in den Kasernen der Bausoldaten durchaus bedenkliche Ausmaße annahmen, darauf lassen ihre Berichte schliessen. Berühmt wurde hier das Seebad Prora, wo rund 500 Bausoldaten beim Bau von Hafenanlagen eingesetzt wurden.
Allerdings muss man sagen das auch der normale Wehrdienst keine Party war und teilweise ähnliches Niveau erreichen konnte. Für einige war die Armee ein reiner Alptraum, andere haben durchaus positive Erinnerungen.
Es ist wie überall, die Dinge haben eben eine Sonnenseite und dahinter gibt es eine traurige Schattenseite.

Stefan Rescher (Hauptfeldwebel; 2. Baukompanie) wurde als Wehrdienstsoldat mit 3jähriger Verpflichtung nur zufällig zum Hauptfeldwebel, mangels Berufsoffizeren und führte während seiner Zeit in Prora 1984-87 heimlich Tagebuch.
Ich möchte sagen unsere Gespräche unser Umgang damals miteinander basierten auf Achtung und gegenseitigem Vertrauen.
Damals knapp 20 Jahre alt, war es für mich nicht leicht die Rolle des Vorgesetzten gegenüber Männern auszuüben die an Jahren und Erfahrung weitaus älter waren. Irgendwie muß ich diese Gratwanderung hinbekommen haben.
Fast 85 Mann haben mir zum Abschied die Hand gegeben und mir alles Gute gewünscht, daß ging mir alles mächtig an die Nieren. Ein halbes Jahr später war mein Bandmaß zu Ende und mein glücklichster Tag.
Ich möchte meine Armeezeit im nachhinein nicht glorifizieren aber auch nicht verdammen.

Das MfS bzw. die Stasi (Ministerium für Staatssicherheit) war wohl in Prora allgegenwärtig. Wie ein großes unsichtbares Gespenst, das ständig und überall auf seine Opfer lauerte und dem man nicht entkommen konnte. Selbst NVA-Vorgesetzte schienen dieses Gefühl zu kennen und wirkten verunsichert.
Während der Zeit der Bausoldaten in Prora gab es sehr viele Gerüchte um diesen mächtigen Staatsapparat. Genaues wusste man nicht. Die Konspiration war schließlich das „Heiligtum“ der Stasi.
Dass die Stasi die gesamte Bandbreite ihrer Möglichkeiten in Prora ausnutzen könnte, das ahnte man. Immerhin wurden die Bausoldaten in der DDR (also von der Stasi) als „Staatsfeinde“ betrachtet, die es wagten, aus der loyalen Masse heraus zu treten. Dass die Angst der Stasi vor den Bausoldaten nicht unbegründet war, hat sich während der friedlichen Wende 1989 deutlich gezeigt.

Zum Wirken der Staatssicherheit im Truppenteil hat sich Lothar Kühne geäußert, er war Major und Offizier für kulturpolitische Arbeit im Stab des PiBB Mukran / BE (Baueinheit)
„Ihre Informationen erlangten die Mitarbeiter des MfS auf die unterschiedlichste Weise und ebenso variantenreich war ihr Einwirken auf allgemeine militärische Belange. Nur einige Beispiele: Bereits bei der Aufstellung der Einheiten wurden die Listen der personellen Zusammenstellung der Züge und Kompanien bis hin zu den Zimmerbelegungen mit ihnen abgestimmt. … Die Vorgesetzten der Baukompanien (unabhängig von ihrer Dienststellung) wurden regelmäßig befragt. Einzelne Bausoldaten wurden zu Gesprächen in die Bibliothek „gebeten“ oder bis zur Gittertür im vorletzten Treppenhaus geführt (wie man das verstehen soll, schreibt er nicht, aber Gittertüren gabs da wohl jede Menge, das könnte auch die zur Bibliothek gewesen sein).
Regelmäßig erhielten diese Mitarbeiter auch regionale kirchliche Presseerzeugnisse und Publikationen… Konkrete Kenntnisse über Abhöraktionen oder dabei eventuell eingesetzte Technik habe ich nicht.“

Im folgenden Text äußert er noch das im Zuge einer politischen Informationsveranstaltung in einer „Holzoper“ (eine Kulturbarake) vorher und nachher kontrolliert wurde ob einer der Bausoldaten abhanden gekommen war. Und es seien ein paar Zivilisten mit dabei gewesen die vermutlich Stasi-Leute waren.

Die Stasi und auch einige NVA-Offiziere sahen wohl die Zusammenführung der Bausoldaten schon als eine Bedrohung an, da sich hier kritische Geister zwangsläufig sammelten. So setzen sie wohl ihre Bemühungen dran, diese nach ihren Vorstellungen zu erziehen.

Was man sich darunter vorstellen muss? Nun ja, dem sei das Buch „Der Prinz von Prora“ ans Herz gelegt.
„Mir geht es vor allem um einen respektvollen Umgang mit der Vergangenheit“, begründet Wolter die Fortsetzung seines Projekts. „Es hat sehr extreme Reaktionen auf mein erstes Buch gegeben. Manche Leser, die sich als einfache NVA-Soldaten ähnlich traumatisiert gefühlt haben wie ich als Bausoldat, waren sehr ergriffen und haben die Schilderungen zum Anlass genommen, selbst auf Spurensuche zu gehen. Andere, vor allem Leser aus dem Westen, standen dem Buch völlig verständnislos gegenüber.“

Die Prora-Trilogie 2005-2009 von Stefan Wolter kann über Amazon bezogen werden.
Hinterm Horizont allein – Der “Prinz” von Prora, Erfahrungen eines NVA- Bausoldaten 3. Aufl 2010
Der „Prinz von Prora“ im Spiegel der Kritik, Das Trauma NVA und Wir 2007
Der Prinz und das Proradies Vom Kampf gegen das kollektive Verdrängen 2009

Im Gedenken an die Bausoldaten von Prora

Militäreinsätze

Die Bundeswehr ist derzeit in wenigstens 6 Ländern in Kriegseinsätzen, das reicht vom Balkan bis Afganistan. Natürlich sind das alles „Friedensmissionen“ nur halt mit Waffen, hä? Dazu kommt das Deutschland einer der größten Waffenexporteure weltweit ist, 16 Mrd. Euro wurden 2011 allein mit Rüstungsprodukten verdient. Wo immer Menschen unterdrückt, ausgebeutet oder getötet werden, wir sind dabei. Vielleicht nicht persönlich, aber es sind deutsche Produkte die Opfer schaffen. Alle 14 Minuten stirbt im Schnitt ein Mensch durch eine Waffe von Heckler & Koch.

deutsche Waffenexporte

Trotzdem exportiert Deutschland weiterhin Waffen und Rüstungsgüter in alle Welt. Soviel zur friedlichen Bundesrepublik.
Wir verteidigen unsere Freiheit am Hindukush. Mal ehrlich, waren sie mal am Hindukush? Ich weiss eigentlich nicht was wir da so genau wollen. Aber nach der Aktion können wir sicher sein, das die uns da nicht mehr mögen. Die sind froh wenn sie von unserer „Freiheit“ befreit werden, was sie ja mit Anschlägen auf deutschen Soldaten durchaus klar sagen. Unsere Regierung hört nur nicht zu.

Aktuelle Einsätze der Bundeswehr

Weitere Informationen bietet auch http://www.bremerfriedensforum.de an.
“Auch in Bremen wird der Krieg vorbereitet und das Töten perfektioniert”, schreibt Pastor Martin Warnecke, Friedensbeauftragter der Bremischen Evangelischen Kirche, in seinem Grußwort. “Ungezählte Menschen haben durch in Bremen hergestellte Produkte ihr Leben verloren.”
Wir erinnern uns, wir reden über die Bundesrepublik Deutschland, das Land das sich am Hindukush seine Freiheit verteidigt, fragt sich nur von wessen Freiheit da geredet wird? Ich glaube nicht das man damit den Otto Normalverbraucher meint, der hat nämlich kein Interesse am Hindukush.

Dazu ein kleiner Satz der Occupy-Bewegung:
„Wenn der Krieg gegen die Armut ein echter Krieg wäre, würden wir endlich Geld hineinstecken.“

Interessant dazu ist vielleicht auch eine Aufstellung was Kriege so kosten, man hört ja nicht allzuviel darüber:

Kosten des Irak-Krieges ohne weitere Besetzungskosten:
GB: 3 Milliarden Pfund = 3,7 Milliarden Euro
USA: 79 Milliarden US-Dollar für den Krieg und seine Folgen, davon 62,6 Milliarden US-Dollar reine Kriegskosten
Seit Beginn des Krieges etwa 616 Milliarden US-Dollar (Stand vom 24. Juli 2008)
Laut Joseph Stiglitz belaufen sich die „wahren Kosten“ auf etwa 3 Billionen Dollar (Zeit-Artikel vom 26. Februar 2008)
Die Kriegs- und Besatzungskosten wurden 2004 auf ca. USD 4 Mrd. pro Monat geschätzt, wieviel davon auf Deutschland entfällt ist unbekannt.
Für den Amerikanischen Golfkonflikt 1990/91 trug Deutschland jedenfalls 17 Mrd. DM. Das sind verteilt auf jeden Bundesbürger ca. 108 Euro. Beim Irak-Krieg dürfte es etwa dreimal soviel sein und das ist noch viel zu gut gerechnet,
möglich wäre auch das 10fache.
Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr kostete laut Bundesverteidigungsministerium 1 Mrd. Euro pro Jahr, laut Berechnungen des DWI von 2010 aber 3 Mrd. Euro pro Jahr.
Kosten des Afghanistan-Einsatzes

Unsere Freiheit am Hindukush ist also ziemlich teuer erkauft. Geld das wir besser in der Befreiung aus der Armut investieren könnten.

Ein weiteres Ereignis, das es komischerweise nicht in die Mainstream Medien geschafft hat, ist der mysteriöse Raketenabschuss 2010 vor der Ostküste der USA. Ob das jetzt die Chinesen, die Russen oder die Amerikaner selber waren – all das bleibt Spekulation. Was man aber mit Sicherheit sagen kann, dass hinter dem Vorhang mächtig gekämpft wird.

Sie müssen sich das mal vorstellen – da wird DIREKT vor der Ostküste der USA eine nicht kleine Rakete ohne jegliche Ankündigung abgeschlossen und von einem Helikopter gefilmt und ein solches Ereignis schafft es noch nicht mal in die Mainstream-Medien? Unglaublich in welchen Zeiten wir leben!

Diese und weitere Informationen findet man auch in der Rüstungsbroschüre die sich besonders mit der Bremer Rüstungswirtschaft befasst, die etwa 7% der gesamten Rüstungsproduktion stellt.

Das Buch ist in der Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen, beim AStA der Uni Bremen, in einigen Buchhandlungen oder über Eva Böller/Ernst Busche, Telefon 0421/355816, Hartmut Drewes, Telefon 0421/6441470, zu beziehen. Bei Bestellung per E-Mail: info@bremerfriedensforum.de oder durch Einzahlung einer Schutzgebühr von 6 EUR (+ 1 EUR Porto) auf das Konto: Ekkehard Lentz, Postbank Hannover, Konto-Nr. 123268306, BLZ 25010030, (Stichwort Rüstungsbroschüre) wird das Buch direkt zugesandt.
Das Bild zum Buch: Rüstungsstandort an der Weser

Minderjährige und Armee

Wenn es ein Thema gibt das der DDR immerwieder unterstellt wird, dann ist es das sie angeblich bereits in der Schule Leute gedrillt haben.

Nunja dazu sei folgendes anzumerken: Es ist mehr als heuschlerisch der DDR einen Drill von Kindern zu unterstellen, gleichzeitig aber Bootcamps als Erziehungsmaßnahme zu fördern oder gar Realitiy-Shows wie „Ausgesetzt in der Wildnis“ zur Belustigung der Bevölkerung zu initiieren.
Wie jedes andere Land hat auch die DDR das Recht auf eine Armee zur Verteidigung ihrer Landesgrenzen und wie in jedem anderen Land versuchte es den Dienst an der Waffe auch mit einigen Vergünstigungen attraktiv zu machen. Doch in dieser Armee gab es weder Minderjährige noch mussten diese einen Kriegseinsatz im Ausland fürchten.

Ganz anders in der BRD:

Um den Bedarf an Soldaten zu decken, greift BRD-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen auch auf Minderjährige zurück. Diese werden sogar an der Waffe ausgebildet, wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken bestätigte. Allein im Jahr 2012 wurden danach 1216 freiwillig Wehrdienstleistende und Zeitsoldaten unter 18 Jahren eingestellt.

Die Linken-Verteidigungsexpertin Katrin Kunert warf der Bundesregierung deshalb eine „Doppelmoral“ vor, da die weltweiten Bemühungen gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten unter deutscher Federführung stünden. Wie aus den Angaben der Bundesregierung hervorgeht, werden im großen Stil bereits 16-jährige Mädchen und Jungen angeschrieben und auch Bewerbungen von 16- und 17-Jährigen entgegengenommen. So verzeichnete die Bundeswehr zum 10. Juni 2013 allein 48 Bewerber im Alter von 16 Jahren, die bereits an einer Tauglichkeitsuntersuchung teilgenommen hatten. Angesichts von der Leyens Absicht, die Bundeswehr familienfreundlicher zu machen, meinte Kunert, der beste Schutz für Familien wäre, „Minderjährige nicht mehr für militärische Zwecke zu rekrutieren“.
Quelle: Rheinische Post (ots), Linke

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für das Militär auszugeben,

das wären 65 Mrd. Euro jährlich
derzeitiger Militär-Etat: 36,6 Mrd.$
Militär-Etat USA 2015: 1839,53$
Militär-Etat Ger 2017:... 488,09$
Militär-Etat Rus 2015:... 466,44$
(Angaben pro Einwohner des Landes.)

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