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Wetten ich hab recht?

Psychologie und Propaganda

Hier geht es darum, den Menschen zu verstehen zu geben, wie Propaganda und Meinungsmache funktioniert und zur Manipulation eingesetzt wird.

Alle die schon mal versucht haben Leute mit Fakten zu überzeugen wissen, wie schwer es ist, ihre Meinung zu ändern. Eine Forschungsstudie zeigt: Menschen ändern nur sehr selten ihre Meinung, wenn sie mit neuen Fakten konfrontiert werden. Oft halten sie stur und steif an dem fest, was sie glauben.

Es passiert nicht das was man meint. Einsicht wäre ja wenn man nüchtern und objektiv darüber nachdenken würde, sich den Fehler eingesteht und die neuen Tatsachen akzeptiert. Man ändert also sein Weltbild.

Glaubenskrieger

Die Studie der Universität von Michigan belegt jedoch das Gegenteil.
Wir haben eine bestimmte Meinung und wenn wir mit Fakten – die dem widersprechen – konfrontiert werden, dann glauben wir noch fester an sie. Wir verteidigen sie sogar eifrig. Wir „feuern zurück“.
Das Phänomen nennt sich „Backfire“ und spielt eine wichtige Rolle, wie wir über unsere Meinung formen.

Statt offen nach Informationen zu suchen, die entweder unsere Meinung bestätigen oder widersprechen, suchen Menschen nur das raus, was sie sowieso schon glauben. Sie filtern geradezu die Widersprüche aus. Sie ignorieren gegenteilige Tatsachen.

Die Studie Religion ist Opium fürs Volkhat gezeigt, Menschen identifizieren sich inbrünstig mit Ihrem Glauben und gehen dabei eine emotionale Bindung ein, die ihre ganze Identität und Moralvorstellung formt. Egal wie die Fakten sind.

Ein typisches Beispiel ist:
Alleine die Tatsache, dass der Westen im Irak einen Krieg führt, bewegt die Menschen dazu eine Rechtfertigung dafür zu finden.
Sie möchten daran glauben, das der „freie und zivilisierte Westen“ Soldaten dort hinschickt um etwas Edles und Gutes zu tun. Um die armen Menschen im Irak zu befreien. Der „freie und zivilisierte Westen“ handelt mit aller besten Absichten.
So können sie die Kriegsverbrechen, die dort in unserem Namen passieren völlig ausblenden. Sie wollen sie gar nicht wissen. So kommen sie mit ihrer Realität klar. Alles passt zusammen.
Sie bauen sich eine Welt auf, die auf falschen Informationen beruht.
Das Wesen des Kapitalismus

Wenn man ihnen sagt: „der Grund für den Krieg war eine Lüge, Saddam Hussein hatte keine Massenvernichtungswaffen“, dann klammern sie sich trotzdem an ihre Meinung, der Krieg sei gerechtfertigt. Man muss den armen unterdrückten Menschen doch helfen.

Selbst wenn man ihnen sagt: „Präsident Bush hat selber zugegeben sie fanden keine Atomwaffen und er wusste es schon vorher, er hat bewusst gelogen“, dann weichen sie nicht einen Millimeter von ihrer festgelegten Meinung ab.
Sie verurteilen nicht den Krieg, nicht den Mann, der die Krieger in den Irak sandte, sondern suchen eine andere Rechtfertigungen.
Die Standartantwort wäre: „Saddam Hussein war ein böser Diktator und musste sowieso weg.“
Oder sie fragen sogar ganz naiv: „aber warum soll Bush sonst den Krieg befohlen haben?“

Folter in Abu Ghraib

Folter in Abu Ghraib

Und wenn man ihnen zeigt, welche Verbrechen die Soldaten aus dem Westen getan haben. Wie sie Araber in Abu-Ghuraib gefoltert haben.
Selbst dann ist nie der Westen am Krieg schuld, sondern nur der anwesende Soldat, der natürlich bestraft werden muss.

Das Entsetzen ist echt, aber das führt nicht zu der Einsicht das der Krieg falsch sei.
Sie blenden völlig aus, das man solche Gefängnisse hätte niemals einrichten dürfen.

Sie fahren wie auf einer Autobahn, von dem sie nicht runterkommen, egal was man ihnen an Tatsachen präsentiert. Der Tross rollt immer weiter.
Das gleiche Phänomen erleben Autofahrer die sich verfahren. Oft fahren sie 50 Kilometer bis sie endlich zugeben können, das sie sich verfahren haben und dann brauchen sie nochmal 50 km um eine Abfahrt zu finden.
Oder auch Hobbyhandwerker die keine Ahnung haben und solange reparieren bis alles futsch ist. Und dann schieben sie die Schuld auf den, der das gekauft hat, meisstens die arme Frau. Die wird dann erstmal für inkompetent erklärt.
Aber das ist kein typisch männliches Phänomen, Frauen sind da genauso, das kann man an Ehestreitigkeiten locker nachweisen. Sie schmeisst den ganzen Haushalt und er sitzt rum. Sie stichelt dann so lange herum, bis der entnervte Göttergatte die Flucht ergreift oder sich der Hausarbeit ergibt.
Im schlimmsten Fall puschen sich die beiden Kontrahenten gegenseitig hoch, weil jeder Recht haben will.

Um zu verstehen, warum Menschen Entschuldigungen für schlechte Politik suchen, zeigt die Studie, es handelt sich bei ihrem Motiv hauptsächlich um Angst.
Angst um ihren Glauben an das Amt des Präsident, er sei doch eine Respektsperson,
Angst davor das ihr Staat doch nicht so gut ist wie sie immer glaubten.
Sie klammern sich daran, das ihr Staat demokratisch, ehrlich und gerecht sei und nur gute Absichten hat. Dieses Weltbild darf nicht angekratzt werden.
Sie haben Angst davor, dass ihre Sicht der Dinge falsch ist. Das ihr Urteilsvermögen versagt hat.
Tatsachen, die dieses Weltbild zerstören, mögen sie noch so überzeugend sein, werden einfach ignoriert und damit eleminiert.

„Die Idee dahinter, es ist eine Schwäche einzugestehen, das man falsch liegt, das man Fehler gemacht hat, das man Leichtgläubig einem Lügner aufgesessen ist“ sagt der Politwissenschaftler Brendan Nyhan, der Leiter der Studie.
Dieses Phänomen des „Backfire“ ist ein natürlicher Verteidigungsmechanismus, um die kognitive Dissonanz zu vermeiden.“

Unter kognitive Dissonanz versteht man den Unterschied zwischen dem, was man tagtäglich sieht und dem was man glaubt.

Der Mensch lebt in einem natürlichen Harmoniebestreben. Die reale Welt und der Glaube an diese Welt müssen harmonieren. Wenn sie allerdings belogen wurden und sie glaubten an diese Lüge, (die nicht Wahrheit entspricht), ist das eine Schwäche – ihre Schwäche. Es entsteht eine geistige Disharmonie.
Um das wieder in Einklang zu bringen, erklären sie die Lüge zur Wahrheit und suchen nun Beweise die diese Wahrheit untermauert.

Die meisten von uns glauben, unsere Meinung würde durch rationales Denken und durch Abwägung der Fakten geformt. Wir Menschen sind intelligent und vernünftig genug, um das zu erkennen.
Leider stimmt das nicht.
Zwar erkennen wir sehr wohl, das etwas nicht stimmt, aber wir sind emotional auf der anderen Seite.

Im Grunde genommen sind wir eher emotional gesteuert. Und unsere Emotionen streben immer nach Harmonie.
Wir zwingen also unseren Verstand auf den Bauch zu hören und den Emotionen zu folgen, weil die Welt können wir nicht ändern. Die Lösung ist, wir passen unserem Verstand dem Bauchgefühl an. Folglich hat der Bauch recht und unsere Weltsicht stimmt wieder. Wir haben uns nicht geirrt, wir haben Recht.

In der Realität bauen wir uns so eine Meinung auf, die im völligem Widerspruch zu den Tatsachen stehen kann. Das ist keine Anpassung mehr, sondern eine völlige Verdrehung der Fakten ins Gegenteil.

Statt dass unsere Meinung auf alle Fakten basiert, akzeptieren wir nur jene Fakten, die unsere Meinung bestätigen. Und die restlichen Fakten biegen wir uns zurecht, damit sie noch besser zu unserer Meinung passen. Das führt dazu, das wir sogar falsche Fakten akzeptieren, weil sie unsere Meinung bestärken.

Diese Verstärkung sorgt nun dafür, dass wir nun völlig überzeugt sind, Recht zu haben und noch weniger irgendwelche anderen Tatsachen akzeptieren. Unser Gegenüber ist völlig chancenlos uns vom Gegenteil zu überzeugen, da kann er machen was er will.

Dieser Effekt wird durch die Informationsflut verstärkt, die neben sehr guter Information, auch viele Gerüchte, Desinformation und Unwahrheiten bietet. Mit anderen Worten, es war noch nie so leicht völlig falsch zu liegen und gleichzeitig das Gefühl zu haben, total im Recht zu sein.

Ein gutes Beispiel dafür ist die böse DDR und die gute Bundesrepublik. Menschen im Westen sind damit aufgewachsen. Sie haben daran noch nie gezweifelt, wieso auch, es gab ja nie Anlass dazu.

Als die Mauer aufging, besorgte sich der Westen sämtliche Unterlagen der DDR und das waren Millionen. Und dann fing er an jede Schweinerei zu publizieren und er fand immer mehr. Die böse DDR wurde immer böser und böser. Es gab haufenweise Fakten die das ganz offensichtlich belegen.

Aber den Vergleich mit der Bundesrepublik zieht er nicht. Wenn Ossis die ja nun wirklich den Vergleich ziehen können, ihm dies vorführen, dann rastet der gelernte Wessi vollkommen aus. Er macht komplett dicht, als würde ihm einer ein rotes Tuch vor das Gesicht halten.

Es entsteht eine Disharmonie zwischen seinem Herz, was natürlich für seine Heimat schlägt, und den Verbrechen die seine Regierung begeht.
Also blendet er die Verbrechen seiner Regierung aus und ist mit Verstand und Herz in der Heimat.
Deswegen ist Merkel und Gauck plötzlich auch kein Wessi, sondern böse Ossis, die angeblich „Sozialismus“ einführen.

Nicht die von ihm akzeptierte CDU ist daran schuld, die zweifellos zu 99,8% aus Wessis besteht, sondern er entschuldigt das Handeln der CDU mit den 0,2% Ossis, weil Merkel und Gauck Ossis sind.
Und dann findet er durch die Presse reichlich Fakten die belegen, das die DDR nur zu dem Zweck existierte Menschen zu schaden. Und dann findet man in Merkels Vergangenheit noch das sie irgendwann mal „sozialistisch“ war. Das bestätigt doch alles, oder?

Sein Weltbild ist jetzt wieder in Harmonie. Die DDR ist böse, seine Heimat ist gut und die arme CDU leidet unter dem linken „Sozialismus“ von Merkel. Wie absurd diese Behauptung ist, merkt er garnicht.

Dabei ging es in dem Vergleich garnicht um seine Heimat, sondern darum, wie Deutschland regiert wird.
Wenn er neutral nach den Fakten urteilt, ist ja die DDR garnicht mehr so böse. Im Gegenteil, er müsste die BRD verurteilen und das inkl. der CDU und Merkel.

Aber das kann er nicht akzeptieren, weil sein ganzes Weltbild nicht mehr stimmen würde.
Und was macht er? Er stellt sich hinter „seine“ CDU. Schuld sind die Linken, der Osten, die DDR und deren Merkel.

Das führt soweit das Forscher selbst die Fakten fälschen. Sie beschäftigen von vornherein nur Wessis die mit einem westlich geprägtem Weltbild aufgewachsen sind. Und die unterstellen jeder Handlung der DDR eine grundsätzlich negative Motivation.

Und dann kommt ein kleiner Ossi und sagt: „das war aber ganz anders.“
Da flippen sie aus und beschimpfen den Ossi wüst, werfen ihm Fakten vor, die sie nie mit ihrer Bundesrepublik vergleichen. Er sei ein Ostalgiker der Unrecht verherrlichen würde, der zu blöd sei die Demokratie zu verstehen, der indoktriniert sei oder gar bei der Stasi. Das Totschlagargument schlechthin.
Sie erschaffen also eine Lüge indem sie dem ollen Ossi alles Negative unterstellen.

Wenn sie uns nicht glauben, gehen sie mal in ein Forum und schreiben sie rein „Die DDR war ein gerechter Staat“. Ich garantiere ihnen sie werden verbal von sämtlichen Wessis verprügelt, denn das passt nicht in ihr Weltbild.

Titelbild Titanic - Schießbefehl für Kinder

Titelbild der Titanic – Schießbefehl für Kinder

Ein anderes Beispiel:
Mythos: In der DDR wurden Kinder zum Kindergarten/zur Schule geschickt, um gedrillt zu werden.
Überlegen sie sich das mal genau? Glauben sie wirklich das DDR-Mütter das zulassen würden?

In der DDR waren Kindergärtnerinnen viel besser ausgebildet, schon die Anforderungen waren viel höher, sodaß die frühkindliche Förderung bereits im Kindergarten Standart war.

Man brachte ihnen z.B. bei zu teilen, „das jetzt der kleine Florian dran ist, mit den Bauklötzern zu spielen, weil der Florian ja solange gewartet hat. Und der kleine Sven muss deswegen nicht weinen, weil der Florian hat auch nicht geweint.“

Das ist so das Niveau des angeblichen Drill im Kindergarten. Mehr kann man von einem Dreijährigem wohl kaum erwarten.

Und das zieht sich durch sämtliche Bereiche der DDR. Im Westen scheint man der Meinung zu sein, das das ganze Volk ununterbrochen jede Handlung in Beziehung zu Marx und Lenin gemacht hat unzwar in vorbildlicher Planerfüllung für eine SED-Elite die sich am Volk bereichert hat.

Zwischenfrage, warum sind diese SED-Eliten dann keine Millionäre?
Wo bitte sind die ganzen Ost-Millionäre und Ost-Milliardäre?
Und noch was, wo sind die Ost-Milliarden heute?

Und was schreibt die Systempresse? „Das sich die alten SED-Kader bereichert haben.“
Das ist zwar völlig irrational, wird aber als richtig angesehen.

An diesen Fragen sehen sie also, das irgendwas nicht stimmen kann. Es ist unlogisch.
Wer sich wirklich bereichert hat, waren die Wessis und just nach der Wende schwamm die CDU plötzlich in Geld. Erst als der CDU-Spendenskandal ans Licht kam, merkte man wieviel Geld die haben. Aber niemand in diesem Staat fragt sich, woher das kommt. 60 Tonnen DDR-Gold sind auf der Fahrt von der DDR-Staatsbank zur Bundesbank spurlos verschwunden. Die Abrechnung der Treuhand stimmt vorn und hinten nicht.

Und das zieht sich durch alle Bereiche. Der Westen scheut den Vergleich mit der DDR, weil dann merkt er ja, wieviel da gelogen wurde. Das gefährdet sein Weltbild. Man manipuliert ihn längst und er fährt immer weiter auf dieser Autobahn.

Sie verteidigen ihre Heimat, aber was sie wirklich verteidigen, sind die Lügen ihrer Regierung, ihre Verbrechen, ihre miesen kleinen Tricks um alles zu vertuschen.

Sie verteidigen pures Unrecht, die völlige Enteignung des gesamten DDR-Volkes, 16 Millionen Menschen.

Das ist total unlogisch und unmoralisch.
Sie gewinnen garnichts, im Gegenteil, sie verlieren nur, nämlich die Wahrheit und damit die Möglichkeit aus Fehlern zu lernen.

Egal was man also an gegenteiligen Fakten bringt, der Glaube ist unerschütterlich, denn die Gläubigen haben das emotionale Gefühl, sie tun was Gutes, indem sie die böse DDR so richtig verteufeln. Und da sie ja all ihre Akten haben und ganze Institute die diese nach Unrecht durchforsten und das dann gigantisch aufblähen, durchkauen, wiederkauen, aufwärmen, ausweiden, ist der Vorrat an Fakten über die böse DDR unerschöpflich. Da bleibt nichts Anständiges mehr übrig.

Im Gegenteil, jetzt glauben sie auch noch, sie hätten den armen Ossis geholfen. Die sollen doch gefälligst froh sein das ihnen jemand geholfen hat.
Was ihnen niemand sagt, ist das der Osten durch diese Hilfe nahezu seine gesamte Industrie verloren hat. Das er völlig verarmt ist und aufgrund des westlichen Gier auf Jahrzehnte nicht in der Lage ist, das wieder aufzuholen was der Westen in nur 5 Jahren „Hilfe“ zerstört hat. Jeder neutrale Wirtschaftsexperte weiss aber die schreiben darüber nicht weil das selbst ihrem Weltbild widerspricht. Sie sind eben auch nur Menschen.

Und so ignoriert die Bevölkerung auch Kleinigkeiten.
Das z.B. die Kindererziehung in der BRD auch nicht anders abläuft, das die frühkindliche Förderung vielleicht sogar schlechter sein könnte. All das widerspricht ihrem Weltbild und wird ignoriert.
Das die Kindererzieher z.B. länger ausgebildet und psychologisch geschult wurden, um Entwicklungsprobleme frühzeitig zu erkennen und den Kindern zu helfen, das passt nicht in ihr Weltbild.
Dann frag ich mich doch, wie die Ein-Euro-Jobber in den Kindergärten in das Weltbild passt? Ihre Ausbildung ist gleich Null. Eigentlich sind sie garnicht ausgebildet um Kinder zu betreuen, aber die Realität sieht oft anders aus. Auch das ignorieren sie.

Sie informieren sich nicht und es interessiert sie auch nicht. Sie haben kein schlechtes Gewissen oder Unrechtsgefühl, sie haben Recht. Und sie sind damit nicht allein.

So eine Einstellung haben sogar Wissenschaftler, von denen man erwartet und die dazu ausgebildet werden, sachlich, neutral und objektiv ihre Forschung zu betreiben.
Was ist dann erst von der durchschnittlichen Bevölkerung zu erwarten?

Wir haben also 65 Mio Rechthaber und 16 Mio die deshalb alle kein Recht haben dürfen. 
Das passt nicht in das Weltbild der 65 Mio Rechthabern. Und was glauben sie wer dabei gewinnt?

Was die Studie auch heraus gefunden hat, Selbstachtung oder ein Mangel davon, hat viel damit zu, wie bereit man ist neue Information aufzunehmen. Menschen im Westen glauben gern, dass sie Selbstachtung haben.
Dabei krauchen sie vor Arbeitgebern, Chefs, Behörden und Offiziellen.
Sie sind nicht halb so selbstbewusst wie sie glauben. Sie schreien nur lauter.

Je bedrohter die Menschen sich fühlen, je weniger werden sie abweichende Meinungen und Fakten die ihr Weltbild verändern, akzeptieren. Sie sind leicht kontrollierbar und leicht zu manipulieren.
Das erklärt warum Regierungen davon profitieren, die Leute in Angst zu versetzen.
Die Panikmache über eine bevorstehende Terrorgefahr in Deutschland ist ein gutes Beispiel dafür.
So viel dazu, wie Meinung und Glauben funktioniert.

Nun zur Frage, wie überzeugt man Menschen überzeugt?

Am Anfang steht man vor einer Mauer des Widerstandes. Alles was sie sagen wird negativ ausgelegt.
Also sollten sie die Antworten gleich mitliefern. Sie nehmen ihm den Wind aus den Segeln,
indem sie ihm eine bunte Auswahl allgemein gültiger Antworten liefern.

Man muss sie dazu ermuntern, ihre eigene Antwort in Frage zu stellen.
Das kann man mit Fakten die der allgemeinen Logik offensichtlich völlig widersprechen.
Nichts wird sie mehr überzeugen wie das was sie selbst erkennen.
Fragende sind niemals dumm oder doof, weil sie ja Fragen stellen. Weil sie ja bemüht sind über den Tellerrand blicken. Weil sie die bisherige Welt so nicht hinnehmen.

Und indem man selbst zugibt, sich auch mal geirrt zu haben (was ja meisst auch der Wahrheit entspricht), erlaubt man auch Anderen sich zu irren. Fehler sind menschlich, es ist ok Fehler zu haben.
Für Einige ist das eine völlig neue Erfahrung.

Wenn man sich gut und selbstsicher fühlt, weil man Fehler machen darf, wird man auch mutiger mal was neues zu probieren. Wenn man sich jedoch bedroht fühlt, macht man die Schotten dicht.

Der Überzeugende muss also runter von „seinem Podest des besseren Wissens“ und sich
zu seinem Gegenüber auf den Boden seiner Realität bequemen, um dann mit ihm gemeinsam den Berg der Erkenntnis zu erklimmen.

Und man sollte sich auch daran erinnern, das man ja auf der selben Seite steht.
Wir sind alle Suchende und niemand hat die Wahrheit gepachtet.
Man reicht ihnen hilfreich die Hand und kooperiert. Die Keule schwingen ist kontraproduktiv.
Und wer weiss, wenn man dann gemeinsam am Baum des Wissens schüttelt, fällt so manche gute Frucht herunter. Jeder hat einen Kopf zum Mitdenken. Die Maschine muss nur erstmal in Gang kommen.

Leider sind wir alle nicht perfekt. Menschen haben nunmal Probleme, mit ihren Schwächen zu leben.
Es ist uns peinlich, das man einem derartigen Irrtum aufgesessen ist.
Und das man derart leichtgläubig offensichtliche Widersprüche übersehen hat, stellt uns ja als reichlich dumm dar. Und keiner will dumm da stehen.

Ertragen sie Rückschläge mit Humor, die Lüge wurde nicht an einem Tag erschaffen.
Und mit Humor ist eine Niederlage (und manche empfinden es so) auch besser zu ertragen. Wir kochen alle nur mit Wasser. Ein bisschen Satire ist gut, um die Absurdität gewisser Aussagen darzustellen.
Erkenntnis braucht seine Zeit. Geben sie sich und anderen viel Zeit.

Jemanden für dumm zu erklären, oder gar zu beschimpfen, weil man ihn nicht überzeugen kann, führt niemals zum Erfolg. Wenn ich einen Hund verprügle, folgt er mir auch nicht.

Erwarten sie nie das sie jemanden überzeugen können.
Nehmen sie die Menschen so wie sie sind, mit all ihren Fehlern.

Und dann öffnet sich das Tor ganz alleine, wir müssen die Bastion nicht erstürmen.

Kleine Anregungen mit denen der Ansprechpartner selber darauf kommt, das da was nicht stimmt, sind wie ein Aha-Erlebnis. Und dann wird er neugierig was denn dahinter steckt. Er selbst wird suchen und sie müssen ihm dabei nur mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Niemand will von einem allwissenden Oberlehrer belehrt werden, der den Gegenüber einschüchtert.
Man untergräbt ja seine Autorität und wer das tut, respektiert ihn nicht. Er schlägt ihm die Nase vor der Tür zu.

Viele Menschen treffen ihre Entscheidungen basierend auf Emotionen und falschen Annahmen. Die Erfahrung zeigt, die Fakten garnicht so wichtig sind um jemanden zu überzeugen.
Wichtiger ist die Art und Weise wie man die Fakten präsentiert. Manchmal kann ein Schock ein Aha-Erlebnis sein und manchmal muss man sich mit winzigen Schritten zufrieden geben. Jeder Mensch hat da ein anderes Tempo.

Kleine Gruppe von Leuten die nichts glauben, egal was man ihnen erzählt, sind Zeitverschwendung und sollte man links liegen lassen. Sie bestätigen sich selbst nach dem Motto, es kann nicht sein was nicht sein darf. Genauso gut könnte man gegen die Wand reden.

Diskussionen

4 Gedanken zu “Wetten ich hab recht?

  1. Schon vor vielen Jahren war das youtube Video „Germany, made by CIA“ sehr aufschlussreich und prägend. Von da an konnte man mir erzählen, was man wollte – ich war informiert und gegen Lügen gewappnet.

    Verfasst von ReiHe44 | 10 März, 2017, 9:16 pm
  2. Klaus Linnenbrügger: Unfaßbar ,was für ein Speichellecker doch die Bundesregierung ist.Wir werden jetzt alle Bundeskanzlerin dann werden wir nicht mehr abgehört oder wie ?

    Verfasst von Klaus Linnenbrügger | 23 Januar, 2014, 4:51 pm
  3. Klaus Linnenbrügger:Zu Psychologie und Propadanda.Das Parteien wie die CDU und die SPD solche Nummer seit Jahrzehnten durchziehen und demnoch immer wieder gewählt werden,lässt wirklich auf eine unfassbare Dummheit des Wähler schließen.

    Verfasst von Klaus Linnenbrügger | 22 Januar, 2014, 7:24 pm
    • Ja. Leider erkennt das Volk auch nicht die absolute Volksfeindlichkeit der CDU, die zwar vorgibt christlich zu sein,
      aber tatsächlich ihr Volk verrät um es Amis und Briten regelrecht auszuliefern. In diesem Sinne ist auch die neuste Vertuschung der NSA-Totalüberwachung durch neue Skandälchen zu sehen.

      Verfasst von monopoli | 22 Januar, 2014, 10:01 pm

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Militär-Etat Ger 2017:... 488,09$
Militär-Etat Rus 2015:... 466,44$
(Angaben pro Einwohner des Landes.)

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