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Sozialneid & Managergehälter

Sozialneid, wie Gerechtigkeitsempfinden zur Untugend umdefiniert wird

Manager und Presse nennen es gern Sozialneid aber Reichtum wird auf den Rücken von Armut erwirtschaftet, und deshalb ist es kein Sozialneid sondern eine Frechheit was Manager verdienen und was sie den Arbeitern und Angestellten bezahlen. Es gibt keine Rechtfertigung für solche Beträge, denn niemand ist so fleissig, das er auch nur annährénd solche einen Lohn verdient hätte?

Beispiel:
Das Team um Martin Winterkorn bezog im Jahr 2008 das 213-Fache der durchschnittlichen Personalkosten im Autokonzern.
Inzwischen ist es das 400fache der durchschnittlichen Personalkosten. Aber arbeitet dieses Team auch das 213fache oder gar das 400fache? Nein. Für sie geht offenbar regelmässig die Welt unter wenn die Gewerkschaften forderungen von 2% mehr Brutto stellen. In der selben Zeit genehmigen sie sich Gehaltssteigungen von wenigstens 5% bis über 40%.
Während ihr Durchschnittsgehalb bei 6,1 Mio liegt, sind es für gutverdienende Angestellte etwa 60.000 Euro, also 1 Hunderstel. Was genau macht die Manager hundertmal teurer als ihre besten Arbeiter? Produzieren sie etwa 100 Autos mehr? Nein, sie sind weder 100 mal klüger, noch 100 mal fleissiger, sondern nur 100 mal gieriger. Gehaltsunterschiede sollen Leistung honorieren und das wäre ja auch ok, aber diese Leistung bringen sie ja nicht. Daher sind diese Managergehälter unsozial. Und deshalb ist das auch kein Sozialneid oder eine Sozialneid-Debatte, es ist einfach nur eine Frechheit.
Sozialneid ist keine Untugend, sie ist das völlig natürliche Gerechtigkeitsempfinden der Menschen. Lassen sie sich das niemals einreden und empören sie sich über die Frechheiten die sich Neoliberale heraus nehmen. Sie haben mehr zu verdienen!

Vorstandsvergütung der Manager von Dax-Unternehmen

Firma Manager 2011 2010 2009
VW (8)(6) Martin Winterkorn 17,5 Mio 11,1 Mio 9,3 Mio
Deutsche Bank Josef Ackermann 9,0 Mio 9,6 Mio
Siemens Peter Löscher 9,0 Mio 7,2 Mio
Daimler Dieter Zetsche 9,6 Mio 8,8 Mio 4,3 Mio
RWE Jürgen Großmann 8,7 Mio 7,2 Mio
Linde Wolfgang Reitzle 8,0 Mio 6,2 Mio
BASF Jürgen Hambrecht 6,0 Mio 5,4 Mio 3,4 Mio
Eon Wulf Bernotat 5,3 Mio
Adidas Herbert Hainer 6,0 Mio 4,8 Mio 4,2 Mio
Henkel (4) Kasper Rorsted 6,0 Mio
BASF Kurt Bock (1) 6,0 Mio
Infineon (5) Peter Bauer 5,7 Mio
Bayer Marijn Dekkers (1) 5,0 Mio
Thyssen-Krupp Heinrich Hiesinger (1) 4,7 Mio
BMW Norbert Reithofer 4,3 Mio 2,6 Mio
EON Johannes Theyssen 4,2 Mio 4,5 Mio
Fresenius Medical Care (3) Ben Lipps 4,1 Mio
Telekom (2) René Obermann 4,0 Mio
MAN (6) Georg Pachta-Reyhofen 3,0 Mio
Merck (7) Karl-Ludwig Kley 2,5 Mio
Bayersdorf Thomas-B. Quaas 1,8 Mio
Commerzbank Martin Blessing 0,5 Mio
Durchschnitt 6,1 Mio

1) Diese Personen waren in den Geschäftsjahren 2010 oder 2011 nicht ganzjährig als Vorstandsvorsitzend tätig.
2) Ein Drittel des Netto-Bonus ist in Aktien der Deutschen Telekom zu investieren. Dies ist nicht in die Vergütung eingeflossen.
3) Einzelabschluss nach HGB; bisher keine Veröffentlichung des EPS für den Konzern.
4) Kein individualisierter Ausweis des aufgeschobenen Bonus.
5) Die Übergangszahlung als Ausgleich für das Fehlen einer auslaufenden MTI-Tranche in 2011 wurde dem Bonus zugerechnet.
6) Nebenleistungen in Grundvergütung enthalten.
7) Die Einmalzahlung im Zusammenhang mit dem Erwerb von Millipore wurde dem Bonus zugerechnet.
8) Der LTI entspricht dem ausbezahlten Wert.

Quelle: Towers Watson

Neuer internationaler Gehaltsspiegel erschienen: Global Financial Salary Guide 2010-2011

Finanzgehälter warten auf den Aufschwung
Der Blick auf ihre Lohnabrechnung dürfte deutsche Finanzexperten zur Zeit nicht glücklich machen: Die Gehälter der Zahlenspezialisten stagnieren im Vergleich zum letzen Jahr oder sind sogar leicht rückläufig. Dies ist ein Ergebnis des neuen Global Financial Salary Guide 2010-2011, den der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half in 19 Ländern erstellte. Der Gehaltsspiegel umfasst Gehaltsspannen und Aufgabenbeschreibungen für 16 Schlüsselpositionen – vom Buchhalter über den Controller bis zum Chief Financial Officer (CFO).

Die überraschend guten Wachstumsraten der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr schlagen sich nicht auf die Gehälter im Finanz- und Rechnungswesen nieder. In den meisten Unternehmen standen zuletzt Nullrunden auf der Tagesordnung, einige Fachkräfte müssen sogar Einbußen bei den Löhnen in Kauf nehmen.
Damit liegt die deutsche Lohnentwicklung im internationalen neoliberalen Trend.

Zitat: „Es ist unsere Klasse die gewinnt, die Klasse der Reichen, aber das sollte sie nicht.“ Warren Buffett, US Milliardär

Weltweit sorgen derzeit eingefrorene Gehälter für eine verhaltene Stimmung bei Finanzspezialisten. Lediglich ihre Kollegen in Dubai können sich über deutliche Zuwächse auf dem Lohnzettel freuen.
„Die Gehaltsentwicklung der Finanzexperten trägt ihrer wachsenden unternehmerischen Verantwortung nicht Rechnung“, konstatiert Birgit Hahn, Bundesgeschäftsführerin des Bundesverbands der Bilanzbuchhalter und Controller BVBC. „Gerade während der Finanzkrise wuchs die Bedeutung der Spezialisten für die Unternehmenszahlen.“

Erfahrung zahlt sich momentan nicht aus. Zu den Verlierern der letzten Gehaltsrunden gehören vor allem Fachkräfte mit längerer Berufserfahrung. So sank das Bruttogrundgehalt eines seit über 15 Jahren tätigen Buchhalters im Vergleich zum Vorjahr um etwa 14%. Controller und CFOs mit der gleichen Berufserfahrung hatten ebenfalls Einbußen zu beklagen. Ihre Gehälter verringerten sich durchschnittlich um zehn bzw. acht Prozent.

„Als Folge der Wirtschaftskrise bleiben Gehaltserhöhungen in den Unternehmen bis auf weiteres ein Fremdwort. Zwar springt die Konjunktur jetzt wieder an, doch reagieren die Löhne immer ein wenig zeitversetzt zur aktuellen Lage, da die Firmen sich erst wieder konsolidieren müssen, bevor sie ihre Mitarbeiter an den steigenden Umsätzen beteiligen können“, erläutert Sven Hennige, Managing Director Central Europe bei Robert Half International.

Diese Erklärungen haben Unternehmen und Unternehmensberater sowohl für die Zeit des Abschwungs, als auch für die Zeit des Aufschwungs parat. Sie finden immer Gründe, warum Gehaltserhöhungen ausbleiben müssen und verweisen immer auf ein nebulöses später. Konsolidierung geht in den meissten Fällen mit Outsourcing (Auslagerung von Risiko und auf Subunternehmen die niedrigere Gehälter zahlen) und Effektivitätssteigerung (damit verbunden sind Entlassungen und Umlegung der Arbeit der Entlassenen auf jene die ihren Job behalten einher).
Damit nähren sie eine Hoffnung die nie eintritt. Gehaltserhöhungen gibt es nämlich nur dann, wenn sie regelrecht von den empörten Mitarbeitern und Gewerkschaften gefordert werden, gewöhnlich so nach dem 3 oder 4 Streik.

„Aufgrund der aktuell günstigen Prognosen bin ich für das nächste Jahr optimistisch, dass zumindest ein weiterer Sinkflug der Löhne nicht zu befürchten steht. Schließlich profitieren die Unternehmen ja auch durch eine gestiegene Motivation und Loyalität der Mitarbeiter, wenn sie die Gehälter anheben.“

Auch hier bedient der Unternehmensberater Sven Hennige wieder die Hoffnung und appelliert zugleich an die Loyalität der Mitarbeiter. Und er bringt auch wieder sinkende Löhne in Erinnerung, damit nur ja keiner vergisst das er mal weniger verdient hat. Das Prinzip des Kapitalismus ist aber permanente Steigerung, d.h. theoretisch dürften Löhne niemals sinken, wenn Unternehmen immer mehr erwirtschaften. Das sie es trotzdem tun, liegt daran, das man bei den Angestellten und Arbeitern die Angst vor Arbeitslosigkeit schürt.

Weitere Informationen und den Global Financial Salary Guide 2010-2011 erhalten Sie direkt bei Robert Half Finance & Accounting: Robert Half International, Corporate Service Center Central Europe

Nach einer Studie geben sich Frauen mit weniger Lohn und Gehalt zufrieden als Männer

Frauen bekommen im Schnitt 23% weniger als Männer bei gleichem Job und gleicher Qualifikation.
Nach Angaben der Statistiker hat sich an der Verdienststruktur in den vergangenen Jahren nichts geändert.

„Die Ansprüche der Frauen an ihr Einkommen sind geringer als die der Männer“, schreiben die Verfasser der DIW-Studie. Dies erkläre sich dadurch, dass Vorstellungen über ein gerechtes Gehalt vor allem durch Vergleiche mit Menschen mit ähnlichen Merkmalen und in vergleichbaren Lebenslagen entstünden. Frauen verglichen sich in erster Linie mit anderen Frauen. Da diese häufig in sogenannten Frauenberufen mit niedrigerem Lohnniveau arbeiteten, richteten auch andere Frauen ihre eigenen Einkommenserwartungen daran aus und stellten deshalb etwa in Gehaltsverhandlungen niedrigere Forderungen als Männer es tun würden.
Gefragt, was sie als gerechten Lohn für ihre Arbeit empfinden würden, gaben Frauen Summen an, die rund 25% niedriger lagen als bei Männern. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor, die für alle Einkommensschichten und Branchen einbezieht. Dort heisst es wörtlich: „Das Einkommen, das Frauen für sich als gerecht ansehen, liegt sogar unter dem Einkommen, das die Männer real erzielen“, so die Forscher.
Letztendlich sind also Frauen selbst schuld. Na prima, von wegen Geschlechtergleichheit: Beim Thema Gehalt gilt sie noch nicht. Um mehr zu bekommen, sollten sie bei Gehaltsverhandlungen nicht bescheiden sein und das Thema ruhig von sich aus ansprechen. Man darf aber sicher sein, das dies der (meisst männliche) Arbeitgeber ganz anders sieht.

Unternehmen 2007 2008
Volkswagen 62 213
Metro 116 104
Linde 70 81
Siemens 70 71
E.on 62 67
Adidas 70 64
RWE 51 58
Deutsche Post 74 56
Fresenius Medical Care 70 55
Thyssen Krupp 55 52
Daimler 52 50
MAN 43 50
Henkel 55 47
Deutsche Lufthansa 39 46
Merck 80 44
BASF 47 39
Deutsche Telekom 35 39
Münchener Rück 31 38
Allianz 51 37
Bayer 34 35
Kali + Salz 26 34
SAP 42 32
Deutsche Postbank 20 28
Infineon Technologies 38 27
Commerzbank 25 25
Beiersdorf 29 22
Salzgitter 22 21
BMW 33 19
Deutsche Börse 17 17
Deutsche Bank 45 8
Quelle: Prof. J. Schwalbach, Humboldt-Universität Berlin 2009

Managergehälter: Was die Bosse verdienen – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/managergehaelter-was-die-bosse-verdienen_aid_479629.html

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Sozialneid & Managergehälter

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    Verfasst von Sethi north dakota | 18 Oktober, 2012, 6:00 am

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NATO verlangt 2% des Haushaltes
für das Militär auszugeben,

das wären 65 Mrd. Euro jährlich
derzeitiger Militär-Etat: 36,6 Mrd.$
Militär-Etat USA 2015: 1839,53$
Militär-Etat Ger 2017:... 488,09$
Militär-Etat Rus 2015:... 466,44$
(Angaben pro Einwohner des Landes.)

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