//
Poststraße
Amerika, Armut, Lobby

Obama – kniet David vor den Wallstreet-Goliath?

EU-US Voodoo Politik
Wahrlich ein einfaches Erbe hat Obama nicht empfangen als er antrat um Amerika zu verändern. Zäh waren die Schritte und viele die ihm in Berlin zugejubelt haben, ließen ihn schnell wieder fallen. Was sie jedoch nicht bedacht haben, war die ungeheure Stärke der Republikaner, die so ziemlich alles versuchen, um Obama zu Fall zu bringen. Sie blockieren nicht nur die Gesundheitsreform, sondern auch notwendige Arbeitsmarktgeformen, höhere Steuern usw. Dazu kommt der unseelige Krieg, den Obama schnellst möglich beenden wollte und die Teaparty-Bewegung die sich scheinheilig hinter Parolen versteckt, die auf dem ersten Blick garnicht schlecht wirken. Tatsächlich ist diese Organisation nur zu einem Zweck aktiv, Obama zu stürzen und seine Reformen rückgängig zu machen. Dahinter stecken die Wirtschaftsbosse der Republikaner, denn was sie am meisten fürchten ist wahr geworden, ein Präsident der endlich mal fürs Volk kämpft.
Sie riskierten sogar die Zahlungsunfähigkeit der USA, nur um Obama zu stürzen. Das hat Obama nicht nur erheblich geschadet, sondern zwingt ihm auch zum Wohle des Volkes Zugeständnisse zu machen, die gegen seine eigene Überzeugung sind, denn nur so bekommt er sozialere Gesetze durch den Kongress. Ihn fallen zu lassen ist pure Dummheit. Selbst Helden brauchen angesichts dieser Probleme Zeit. Obama steht wenn auch nicht öffentlich, so doch mit den Herzen hinter den Demonstranten der OccupyWallstreet. Was Amerika derzeit erlebt ist keine Auflehnung gegen Obama sondern Wut auf die Banker, jenen die hinter den Republikanern stehen.
Sollte also tatsächlich ein Republikaner gewinnen, gewinnt auch die Wallstreet, es wäre nur eine amerikanische Ausgabe der Merkel. Die Abwertung Amerikas ist die Abwertung der Profitelite für Obamas sozialere Politik, organisiert und gesteuert von der Wallstreet. Das System der USA ist nicht anders als bei uns, entweder Demokrat oder Republikaner, eine linke Alternative sind da leider nicht vorhanden.

Doch schauen wir uns doch mal die Zahlen in Amerika an.
Bei 14 Millionen Arbeitslosen, einer Quote von 9,1 Prozent Arbeitslosigkeit, einer Staatsverschuldung von 14 Billionen Dollar und ein schwaches Wachstum der Wirtschaft steht Barack Obama im nächsten Jahr vor der Wiederwahl. Entsprechend wird der Wahlkampf von einem einzigen Thema beherrscht: Jobs.
Die acht Kandidaten, die 2012 gegen Obama antreten wollen, haben mittlerweile alle ihre Wirtschaftsprogramme vorgelegt, in denen sie sich an radikalen Vorschlägen überbieten. Wie sie das Land wieder flott kriegen wollen.
Die Hälfte davon ist pure Augenwischerei.
Im Prinzip entspricht die Ausgangslage etwa dem von Westdeutschland. Vermutlich ist sie auch etwas geschönt. Es ist also kein Wunder das sich selbst Milliardäre lustig über ihre Strohpuppen im Kongress machen. So ließ z.b. der amerikanische Milliardär Warren Buffett ein paar richtig interessante Sätze fallen wie:
„Meine Freunde und ich sind von einem milliardärfreundlichen Kongress verhätschelt worden.“
Und fordert im August 2011 höhere Steuern für seinesgleichen.
Trotzdem bekämpfte die Machtelite im Kongress das Besteuerungsvorhaben von Obama so massiv, das Obama der Kragen platzte als er sein Steuervorhaben im September 2011 vor dem Kongress verteidigte: „Es ist kein Klassenkampf, wenn ein Hedgefondsmanager denselben Steuersatz zahlt wie ein Klempner.“
Und auch das drückte Warren Buffett schon vor Jahren so aus:
„Es herrscht Klassenkampf, und es ist meine Klasse, die Klasse der Milliardäre die gewinnt, aber das sollte sie nicht.“

Obama hat das Pech das in seinem Kongress diese Klasse die Oberhand hat. Das er überhaupt etwas erreicht ist praktisch schon eine Heldentat.

Zugunsten Obamas wirkte sich vor allem aus, dass er kurz vor Weihnachten eine Verlängerung der niedrigen Lohnsteuer durchgesetzt hat. Nach zähem Streit mit den Republikanern verabschiedete der Kongress am Freitag die 33 Milliarden Dollar teure Maßnahme. Der Satz von 4,2 Prozent gilt nun bis Ende Februar und soll bis dahin neu verhandelt werden.
Die Republikaner hoffen so, ihm im Februar durch Blockadepolitik zu schaden.
2012 wird es darauf ankommen ob Obama es nochmal schafft sich durchzusetzen, denn nur auf diesem Weg ist die Wende langfristig zu realisieren. Die Republikaner werden alles daran setzen dies zu verhindern.

Seine Gegner im US-Wahlkampf 2012:
Mitt Romney, Republikaner, ein typischer Finanzlobbyist & Profiteur der Armen, fordert Unternehmersteuern runter, Marktfreiheit rauf, im Prinzip das gleiche wie Merkel und der CDU/FDP-Club. Wer ihn wählt, wählt einen Hedgefond-Manager zum wichtigsten Präsidenten der Welt. Das wird auch den europäischen Neoliberalen Auftrieb verschaffen und weitere Armut erzeugen.

Michele Bachmann, Republikanerin, noch eine extrem gefährliche Frau, sie will die Unternehmersteuern auf nur noch 9% senken. Das ist schon fast ne Schenkung. Umweltvorschriften sollen auch verschwinden.

Herman Cain, Republikaner, eigentlich ein Unternehmer der Fastfood-Industrie. Sein Programm ist unausgegoren und ungerecht. Im Grunde genommen kann man das ganze auch knicken.

Jon Huntsman, Republikaner, sein zwölfseitiges Papier mit dem Titel „A Time to Compete“ ist das Radikalste: Nur noch drei Steuersätze soll es geben, 8, 14 und 23 Prozent. Wie bei den anderen soll die Unternehmenssteuern gesenkt werden (auf 25 Prozent) und der Staat auf Abgaben auf Kapitalerträge verzichten. Klingt nicht nur wie Westerwelle´s FDP Programm, sondern ist hoffendlich genauso erfolglos. Wer da wohl dahinter steht?

Newt Gingrich, Republikaner, „Jobs and Prosperity Plan“ („Plan für Arbeitsplätze und Wachstum“) nennt Newt Gingrich sein Wirtschaftsprogramm. Darin will der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses unter anderem noch weiter mit den Steuern herunter als seine Konkurrenten: Die Unternehmenssteuern etwa sollen auf 12,5 Prozent sinken, die Kapitalertragssteuer soll verschwinden. Amerikanern, die ihre Steuererklärung auf einer Postkarte abgeben, sollen eine Flat Tax von 15 Prozent wählen können – schließlich würde das Milliarden sparen. Mit Speck will er Mäuse fangen, nur wird dabei der einfache Bürger auf der Strecke bleiben.
„Nehmt erst einmal ein Bad, und sucht euch dann einen anständigen Job!“ Ende November 2011 hat er einige praktische Tipps für Aktivisten der Occupy-Bewegung parat.

Rick Santorum, Republikaner tritt nur mit einem Programm an, nämlich sämtliche Änderungen Obamas rückgängig zu machen.

Rick Perry, Republikaner, auch der texanische Gouverneur hat kürzlich sein Wirtschaftsprogramm vorgelegt. Darin fordert der Schönling unter anderem eine freiwillige Flat Steuer von 20 Prozent für Arbeitnehmer. Die Unternehmenssteuern sollen auf 20 Prozent sinken, die Kapitalertrags- und Erbschaftssteuern verschwinden. Das kennen wir schon von Merkel und Schröder, nur genützt hat es garnichts. Die Staatsquote will er auf 18 Prozent des Bruttoinlandsproduktes drücken und jährlich 100 Milliarden Dollar im Haushalt einsparen. Interventionen der Notenbank lehnt Perry ab. Ferner will Perry viele Regulierungen der Behörden abschaffen, unter anderem Umweltauflagen. Schließlich sollten US-Konzerne die heimischen Öl- und Gasvorkommen ausbeuten.

Ron Paul, Republikaner, er will vor allen Dingen die Macht der FED brechen und zum guten alten Goldstandart zurück kehren. Der Ansatz ist sicher nicht falsch, aber wirklich verändern wird er das System auch nicht. Zumindestens hat er wenigstens ein Konzept, aber Amis wählen nach Aussehen und da hat er schlechte Karten.

Von den vorgestellten republikanischen Kandidaten dürfte Ron Paul und Rick Perry am gefährlichsten werden. Wirklich mies wird es den Amerikanern gehen wenn Michele Bachmann die Ziellinie überquert. Dann kann man davon ausgehen, das die Arbeitslosenquote auf 20% steigen wird. Man kann den Amis nur raten klug zu entscheiden, denn wenn sie es nicht tun, kriegen sie auch das Merkel-System und dann können sie sich warm anziehen.

Zum Abschluss noch ein Zitat von Warren Buffett zum Thema Verantwortung von Unternehmern:
„Wenn du zu den glücklichsten 1 Prozent der Menschheit gehörst, schuldest du es dem Rest der Menschheit, dir Gedanken über die anderen 99 Prozent zu machen.“

Dem möchte ich hinzufügen, wenn du von 99% der Menschheit profitiert hast, bist du der Menschheit 98% schuldig, die du der Menschheit zurückzugeben hast. Almosen sind kein Ersatz für Anstand.

Hoffen wir das es nicht soweit kommt, in diesem Sinne OBAMANOS

Über monopoli

Nobody rules us but we ourselves.

Diskussionen

3 Gedanken zu “Obama – kniet David vor den Wallstreet-Goliath?

  1. It was first broadcast in 1984, aged nursing school in new york just 58.
    In the 1960s she moved with her family. Watching a dog sleep is something of a
    lift. Typically this is five or more years of experience in networking or programming.
    Do not put me in a small glass meeting area, off the main room.
    Never mind that outside the small enclave
    in the clubhouse with a 67 and finish in a share of second
    place.

    Verfasst von arnoldojackson | 9 Mai, 2013, 4:26 am
  2. Der Werdegang Obamas erinnert stark an die Präsidentschaft Jimmy Carters von 1976-1981. Carter trat auch mit einem Programm an das wirtschaftliche Reformen und eine Umverteilung zugunsten ärmerer Schichten sowie den Kampf gegen die Rassendiskriminierung vorsah.
    Außenpolitisch sollte die Durchsetzung von Menschenrechten das Primat vor wirtschaftlichen Interessen haben mit SALT II ein Schritt in Richtung atomarer Abrüstung gemacht werden.
    In den Jahren bis 1979 wurden auch Schritte in dieser Richtung unternommen,gegen Argentinien und andere lateinamerikanische Diktaturen wurde ein Waffenembargo verhängt,SALT II wurde unterschrieben,es gab Schritte zur Normalisierung der Beziehungen zu den sozialistischen Staaten.
    Das Waffenembargo betreffend:Dieses wurde bemerkenswerterweise von der damaligen BRD massiv unterlaufen.
    In Carters letztem Amtsjahr geriet dieser durch Ereignisse wie die Botschaftsbesetzung in Teheran oder den Afghanistan-Feldzug der UdSSR immer stärker unter den Druck außen-und innenpolitischer Falken so daß er viele Maßnahmen zurücknehmen,dazu gehörte die Nichtratifizierung des SALT II-Abkommens.
    Unter anderem übte auch Bundeskanzler Schmidt Druck aus um die Aufstellung von Mittelstreckenraketen in der BRD durchzusetzen.
    Am Ende kam es zu einem radikalen Meinungsumschwung zugunsten der Neo-Cons in den USA,deren „Mann“ Ronald Reagan wurde 1981 Präsident.

    Verfasst von Hans-Georg Stoll (@hans0163) | 28 Dezember, 2011, 10:06 am
    • Und der hat die wirtschaftliche Situation der Amis nur verschlechtert. Den Rüstungsetat verdoppelt und nicht zu vergessen, er war FBI-Agent, wieder so eine Parallele zu Merkel und ihrer geheimnen Stasi-Karriere.

      Verfasst von monopoli | 11 Januar, 2012, 11:15 pm

Was sagst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Archiv

NATO verlangt 2% des Haushaltes
für das Militär auszugeben,

das wären 65 Mrd. Euro jährlich
derzeitiger Militär-Etat: 36,6 Mrd.$
Militär-Etat USA 2015: 1839,53$
Militär-Etat Ger 2017:... 488,09$
Militär-Etat Rus 2015:... 466,44$
(Angaben pro Einwohner des Landes.)

Blog Stats

  • 943.440 hits
Follow monopoli on WordPress.com

Deutschland

Deutschland-DNA

RSS www.tlaxcala-int.org

  • Ein Fehler ist aufgetaucht - der Feed funktioniert zur Zeit nicht. Probiere es später noch einmal.

RSS Pravdatvcom

  • Ein Fehler ist aufgetaucht - der Feed funktioniert zur Zeit nicht. Probiere es später noch einmal.

RSS RT Deutsch

  • Ein Fehler ist aufgetaucht - der Feed funktioniert zur Zeit nicht. Probiere es später noch einmal.

RSS Lausitzer KlimaCamp

  • Ein Fehler ist aufgetaucht - der Feed funktioniert zur Zeit nicht. Probiere es später noch einmal.

RSS Christliche Leidkultur

  • Ein Fehler ist aufgetaucht - der Feed funktioniert zur Zeit nicht. Probiere es später noch einmal.
%d Bloggern gefällt das: