//
Poststraße
Armut, Geld, Gefahren, Gesundheitsgefahren, Sozialrechte, Bürgerrechte

Vom Armutsrenter und Hungerlöhnen

In Deutschland gibt es 20.5 Millionen Rentner. Der statistisch durchschnittliche Auszahlbetrag der Deutschen Rentenversicherung betrug im Jahre 2011 genau 698.- Euro.

Das heißt:
10 Millionen Rentner, das ist die Hälfte aller Rentner in Deutschland erhalten monatlich weniger als 698.- Euro an Rente ausbezahlt. Das ist das niedrigste Rentenniveau aller westeuropäischen Länder !
Und auch den Jungen geht es nicht besser, denn wer Jahrelang Niedriglohn erhält und unter 1600 Euro verdient, wird unweigerlich zum Armutsrenter.

armutsbericht_geschoent-dataDaraus ist daraus ersichtlich, dass die Mehrzahl der Betroffenen noch viel weniger Rente erhalten, weil sie Jahrelang Niedriglöhne bekamen.
Armutsrenten von 120 bis 210 Euro sind längst massenweise verbreitet und das erwartet auch die Arbeitnehmer die erst in 20 oder 45 Jahren in Rente gehen. Es ist kein Problem der Alten, es ist unser aller Problem.

Besonders Frauen und Niedriglöhner inklusive niedrig verdienende Selbstständige sind oft Empfänger von Renten mit denen sich nicht mal eine Wohnung mieten lässt, geschweige denn ein Altersheim oder gar einen würdevollen Lebensabend.

Die Gründe dafür mögen völlig unterschiedlich sein. Unterbrochene Karrieren, auch und insbesondere durch die Wende, Krankenzeiten, niedrigere Frauenlöhne, Arbeitslosigkeit, Kinder und lange Weiterbildungszeiten.
2 Millionen Selbständige haben zu wenig verdient, um Beiträge für die Rentenversicherung zu bezahlen und auch hier sind die Gründe vielschichtig. Doch das Ergebnis ist für alle gleich, viel zu geringe Renten von denen man nicht leben kann.

Rentner, die so niedrige Renten bekommen, stehen zu Tausenden vor den Suppenküchen und den Armuts-„Tafeln“ an, wo es sie gibt. Denn auf dem Land gibt es sie oft nicht.
Millionen Rentner haben Probleme das Geld für Lebensmittel oder für Zuzahlungen auf Medikamente aufzubringen. Tausende Rentner haben zu Hause Rezepte vom Arzt liegen, können aber die dringend benötigten Medikamente nicht von der Apotheke abholen, weil ihnen das Geld für die Zuzahlung fehlt. Auch sind hunderttausende Rentner nicht krankenversichert, weil sie das Geld für die Krankenkasse nicht haben.

Die so genannte „Grundsicherung“, von den Politikern immer als Allerheilmittel angepriesen, erweist sich als faules Ei, weil Millionen Betroffene von den Grundsicherungsämtern (ehemals Sozialämtern) aus vielerlei Gründen trotzdem nichts oder viel zu wenig bekommen.
Zudem ist es unmenschlich und völlig unsozial, wenn Millionen Menschen Rentner zu Ämtern gehen und um Geld betteln müssen, damit sie überhaupt überleben können. Das ist auch der Grund, warum eine sehr hohe Zahl von RentnerInnen erst gar nicht zum Grundsicherungsamt gehen.
Auch Rentner die auf Zeltplätzen in winzigen Wohnwagen leben sind keine Seltenheit mehr.

Wie viele Rentnerinnen und Rentner müssen ihre karge Rente mit Arbeit aufbessern?
Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE hat deshalb die Bundesregierung gefragt, wie viele Rentnerinnen und Rentner einem Mini-Job nachgehen. Die Antworten sind bedrückend.

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der minijobbenden Rentnerinnen und Rentner um 53 Prozent gestiegen. Werden auch die jenigen mitgezählt, die eine andere Erwerbstätigkeit mit einem Mini-Job kombinieren, sind es sogar 59 Prozent mehr minijobbende Alte.

Transparent von 1989

Ruhestand war gestern, malochen bis zum Tode heißt heute das Schicksal von immer mehr Rentnerinnen und Rentnern.
Ist das der Lebensabend den wir nach einem anstrengendem Leben unseren Eltern, Geschwistern und uns selbst zumuten?
Und ist es nicht so, das jene die am schwersten Arbeiten, nun auch am Längsten arbeiten sollen, weil die sogenannten Volksparteien sich eher vom Volk abschotten statt für das Volk zu arbeiten.
Ich habe den Satz der Merkel noch in den Ohren „Ich will Deutschland dienen“, was für ein Deutschland meinte sie, das der Ackermann und Geissens?

Das ist die erschreckende Folge einer vollkommen verfehlten Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik. Was Rot-Grün mit den Hartz- und Rentenreformen losgetreten hat, wollte Schwarz-Gelb offenbar nicht ändern und auch Schwarz-Rot hat keinerlei Anstalten unternommen, sich irgendwie mal für das Volk zu engagieren. Das ist ein gesellschaftspolitischer Skandal.

Diese Verarmungspolitik muss sofort beendet werden! Die Rente muss wieder den Lebensstandard sichern und zuverlässig vor Armut schützen. Deswegen müssen als Erstes die Kürzungsfaktoren gestrichen und die Rente ab 67 wieder zurückgenommen werden.

Dass Arbeitgeber die Hälfte der Beiträge „solidarisch“ bezahlen, ist ein Ammenmärchen. Das ist eine Lüge, die schon zu Bismarcks Zeiten von SPD und Gewerkschaften aufgetischt wurde, um die Arbeiter zu besänftigen. In Wahrheit zahlen Arbeitgeber einen einzigen Arbeitnehmer-Bruttolohn, von dem alle Abgaben geleistet werden. Jede Kürzung der Lohnnebenkosten ist daher eine direkte Lohnkürzung. Wenn nun höhere Beiträge für Rente gefordert werden, ohne gleichzeitig entsprechende Lohnerhöhung, ist das natürlich dann auch eine Lohnkürzung. Höhere Beiträge zur Rentenversicherung bedeuten also gleichzeitig eine Verschlechterung der Lebensbedingungen vor allem bei Geringverdienern.

Bei weniger als 10 Euro Stundenlohn kommt Altersarmut garantiert. Die Bundesregierung musste jetzt einräumen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Stundenlohn von mehr als zehn Euro brauchen, um im Alter nicht unter die Armutsgrenze zu geraten. Auf eine entsprechende Frage bestätigte das Arbeitsministerium, dass knapp 29 Entgeltpunkte nötig seien, um eine Rente in Höhe der Grundsicherung im Alter von 684 Euro monatlich zu erhalten. „Um dies bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden über 45 Jahre versicherungspflichtiger Beschäftigung hinweg zu erreichen, wäre rechnerisch ein Stundenlohn von rund zehn Euro erforderlich“, schreibt der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel in seiner. Eine zusätzliche Altersvorsorge sei hierbei aber nicht berücksichtigt. So könne beispielsweise mit einem Riester-Vertrag eine „deutlich höhere Gesamtversorgung“ erzielt werden.

Es ist jedoch äußerst fraglich, ob jemand mit einem Nettolohn von nicht einmal 1200 Euro noch irgendwas für die Rente anlegen kann. Und auch die Riester- und Rüruprenten erwiesen sich als Flopp um Arbeitnehmern noch mehr Geld aus die Tasche zu ziehen.

banksterBeim gegenwärtigen Lohnniveau erhält inzwischen jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte im Alter nicht mehr als 684 Euro monatlich und kommt damit in Altersarmut.
Nach meinen Recherchen und nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden erhält bereits jetzt jeder zweite von den insgesamt ca. 20 Millionen gesetzlich versicherten Rentnern weniger als 700 Euro Rente.

Inzwischen sieht wohl jeder eine riesige Altersarmut auf Deutschland zukommen. Grund sind die vielen 400-Euro-Jobs mit Hungerlöhnen von denen bereits heute 1 Mio Menschen betroffen sind.
Auch unsere unserer jungen Leute leben zunehmend mit Praktikantenlöhnen denn wenn man den Alten immer weniger gibt, kriegen die Berufsanfänger auch weniger. Das Netzwerk das Lehrlinge, Praktikanten und Berufsanfänger noch von ihren Eltern unterstützt werden, funktioniert schon lange nicht mehr.

Wenn Leute jeden Alters heute nicht mind. 1600 Euro brutto im Monat an Lohn erhalten, kommen sie im Alter auf jeden Fall unter dem Sozialhilfesatz.
Noch katastrophaler, wer 45 Jahre lang einen Minijob mit 400 Euro ausübt, der hat ab 67 dann einen Rentenanspruch von 139,90 Euro erwirtschaftet und es sind oft die Frauen die auf Teilzeit gehen um sich um die Kinder zu kümmern.

Selbst ein Anheben dieser Verdienstgrenze für Minijobber erzielt keinerlei Effekte. Mindestlöhne dürften nicht länger auf Stundenbasis, sondern müssen auf auf ein Mindestmonatsgehalt von mind. 1600 Euro angehoben werden und die Minijobgrenze auf ein Lohnniveau von 800 Euro angehoben werden.

Aber die Schwarzkitteln die ja Nächstenliebe predigen, sind nicht besser als die Priester die Wasser und Brot predigen und sich an Wein und Schinken laben.
Und auch die Sozialisten taugen zu nichts, dieses Pack hat nichts soziales mehr an sich, das ist nur noch ein Tarnung um die Menschen zu verblöden.

Dass Minijobber den Lohn steuer- und abgabenfrei bekommen, stimmt natürlich nicht, denn die 15 Prozent, die der Arbeitgeber pauschal an die Rentenversicherung bezahlt, sind im Prinzip ein Teil des Lohnes. Und natürlich kaufen auch Minijobber Lebensmittel die mit 19% MWSt. künstlich verteuert werden. Und das ist nicht die einzige Steuer die hinter den Preisen steckt.

Es gilt also, die Altersarmut zu beseitigen, die von heute und erst recht die von morgen und das geht nur über Anhebung der Renten, dem unweigerlich die Anhebung der Löhne folgen muss.
Schluss mit den Hungerlöhnen, Schluss mit den Armutsrenten, Schluss mit der Politik für Reiche.

Eine gewaltige Armutsexplosion kommt,  und in ihrem Schatten zeichnet sich bereits heute eine gewaltige Explosion von Hungerlöhnen ab.

Es ist allgemein bekannt, dass immer weniger Arbeitsplätze gebraucht werden, bedingt durch die moderne Technik, z.B. Roboter, Software usw.
Wo früher viele Buchhalter von Hand buchen mussten, macht das heute ein Computer in Sekunden. Überall entstehen immer mehr computergesteuerte Fertigungsanlagen, wo immer weniger Menschen zur Verrichtung der Arbeit gebraucht werden.

Wenn immer weniger Beitragszahler in das Umlagesystem einzahlen, reicht dass Geld nicht mehr, um anständige Renten zu bezahlen. Deshalb ist es richtig, Steuern zur Finanzierung der Renten heran zu ziehen.

Wenn viele Millionen Rentner über mehr Rente verfügen, können sie auch wieder die junge Generation unterstützen, zudem wird der Binnenkonsum in Deutschland steigen was zu mehr Einstellungen führt.
Nicht nur die Altersarmut wird damit beseitigt, sondern es profitieren auch die Arbeitnehmer, denn mit einem besseren Binnenmarkt werden sie auch wieder gebraucht und besser bezahlt.

Rentensysteme im Vergleich

Rentensysteme im Vergleich

Rentensysteme im Vergleich

Das Schweizer Modell wird vielfach für vorbildlich gehalten, aber auch das ist ein Trugschluss. Für die Rentenfinanzierung nicht eingeschlossen sind dort die Finanz- und Immobilienspekulationen, also jene Bereiche  in denen die höchsten Profite gemacht werden. Deshalb ist das Schweizer Modell nicht gerecht.

Besser ist das Dänische Rentensystem.
Dieses  Rentensystem errang gerade erneut den Sieg in einem internationalen Vergleich von 20 Nationen, den die Wirtschaftsberatung Mercer seit acht Jahren veranstaltet. Ihr Urteil: „Robust sei es“, loben die Forscher, „es liefere gute Ergebnisse“, sei „in hohem Maße integer“ und „insgesamt erste Klasse“.
Unser Rentensystem bewerteten die Forscher bescheiden, es gleiche dem von Brasilien und Mexiko. Sie attestieren dem deutschem Rentensystem „große Risiken“  und eine „fragliche Effizienz und Nachhaltigkeit“.

Die dänische Variante besticht durch eine einfache Dreiteilung:

  • garantierte staatliche Rente, die sogenannt „Folkepension“ plus
  • verpflichtende Betriebsrente, die sogenannte „Kapitalpension“ sowie
  • freiwillige Vorsorge.

Das erste starke Rückgrat ist die Volksrente „Folkepension“:
Sie ist für alle Dänen gleich hoch – unabhängig vom Einkommen oder gezahlten Beiträgen. 1500 Euro monatlich sind es aktuell, die jeder erhält, der zwischen seinem 15. Lebensjahr und Rentenbeginn mindestens 40 Jahre in dem Land zwischen Nord- und Ostsee gewohnt hat.
Alle sind dort abgesichert, Ausnahmen wie in Deutschland für Selbstständigen, Freiberuflern sowie Beamte gibt es dort nicht. Allein dadurch erreichen Rentner 34% des dänischen Durchschnittslohnes, in Deutschland sind es weniger als 20%.
Wer nicht 40 Jahre einzahlt muss Abschläge in Kauf nehmen. Ein Ehepaar von dem einer nur Halbtags arbeitete, kann mit etwa 2000 Euro rechnen. Das reicht dem Paar natürlich nicht.

Jetzt kommt die zweite Komponente ins Spiel:
Wer ein mittleres oder höheres Einkommen bezieht, muss mit der Kapitalpension vorsorgen. Oft ist sie Teil des Arbeitsvertrags, wobei Arbeitnehmer und Arbeitgeber zwischen fünf und zehn Prozent des Gehalts einzahlen. Bei den Anlagen handelt es sich meist um Investmentfonds und Staatspapiere mit variablem Risiko. Davor haben die Dänen überhaupt keine Angst, weil sie über die Jahre damit immer gut gefahren sind, selbst die Aktienverluste der Finanzkrise sind längst wieder aufgeholt. Eine massenhafte Abkehr von Aktien wie in Deutschland gab es dort nicht.

Das Ergebnis klingt beeindruckend: Mit der Kapitalpension kann man die „Folkepension“ dann mehr als verdoppeln. Somit kann unser Beispielpaar locker auf 3000 Euro kommen.

Es folgt der dritte Teil der dänischen Rentenmischung:
Die freiwillige Vorsorge. Auch hier sind die nördlichen Nachbarn fleißig am Ansparen. Vor allem in der höchsten Steuerklasse des Landes (Steuersatz 56 Prozent) versuchen viele zusätzlich für das Alter zu sparen, denn das drückt die Steuerlast erheblich.

Durch die für alle gleich hohe Grundsicherung sind die Leute auch viel motivierter als in Deutschland, noch etwas privat oder mit der Firma für die Altersvorsorge zu tun, weil sie es können.

Auch die Schweden haben das Rentenmodell 2003 umgestellt.
Hier tragen nun drei bzw. vier Säulen zur Rente bei. Im Versicherungssystem die Grundsicherung für alle, dazu ein Umlagesystem und als dritte Säule eine verpflichtende kapitalgedeckte Zusatzrente (Prämienpension) die der Kapitalrente der Dänen gleich kommt.
Für gut zwei Drittel der Arbeiter tragen zudem durch Tarifvertrag gesicherte betriebliche Zusatzrenten etwa zehn Prozent zur Rentenhöhe bei. Das Ergebnis ist eine Rente die bei 72,6% des schwedischen Durchschnittslohnes liegt.

Dänemark könnte eine gewisse Vorbildfunktion für Deutschland haben das gerademal 58% des Durchschnittslohnes erreicht und auch dieser Satz von 2013 müsste weiter nach unten korrigiert werden, denn vermutlich beträgt sie offiziell nur noch 56% und rechnen wir noch die statistische Schönrechnung weg, kämen wir auf 53%-52%, womit wir brasilianische Verhältnisse hätten.
Ein Problem des deutschen Rentensystems sind die Leistungspunkte.
Ausbildung, Wehrdienst, Ersatzdienst, Elternzeit, Pflege und tatsächlich eingezahlte Beiträge – alles wird mit kaum nachvollziehbaren Leistungspunkten belegt. Die Politik kann dieser Kriterien willkürlich und nachträglich verändern.
Rentenvorsorge mindert auch nicht den Lohnsteuersatz wie bei den Dänen. Die Belastung für den Arbeitnehmer, neben den hohen Lohnsteuern noch Zusatzrenten einzuzahlen oder Kapitalanlagen zu tätigen ist einfach zu hoch. Die Folge: Arbeitnehmer können nicht vorsorgen und sind auf Gedeih und Verderb dem Staat ausgeliefert, der immer dann besonders sparsam wird, wenn er dem Volke was geben soll.

Dazu kommt noch das der deutsche Rechnungshof regelmäßig die ineffiziente Verwaltung der Rentenpunkte und -Euros mit mehr als 25.000 Beschäftigten kritisiert. Zwar gibt es immer wieder Vorstöße eine Volksrente einzuführen, aber 1000 Euro oder (was sehr viel wahrscheinlicher ist), eine Volksrente von 800 Euro für 45 Beitragsjahre wird die Altersarmut nicht mildern, schon gar nicht die von Minijobbern, Leiharbeitern und Niedriglöhnern.

Deutschland könnte umsteigen, muss aber dafür eine Volksrente von 1600 Euro garantieren und die Betriebsrente obligatorisch machen, sodass sie nur auf ausdrücklichem Wunsch der Arbeitnehmer abgewählt werden kann.
Zum Vergleich, der durchschnittliche Lohn eines Angestellten beträgt 1735 Euro,
auch ein „gut verdiender“ Angestellter liegt nur 67 Euro über der minimalen Grundsicherung der Rente. Das ist wahrlich eine Katastrophe.

Es klingt wie ein Hohn, wenn Ex-SPD-Vorsitzender Müntefering vollmundig im September 2016 verkündet: Mit 600 Euro Rente ist man doch nicht arm!
Offenbar lebt der in einem ganz anderen Deutschland mit seinen 10.000 Euro Rente.

Vollmundig werden uns 2017 wieder Rentenversprechen gemacht.
Das Rentenniveau soll im Verhältnis einer durchschnittlichen Rente zum Durchschnittseinkommen der Beitragszahler bis 2030 nicht unter 43 Prozent sinken, der Beitragssatz nicht über 22 Prozent steigen – so tönt es von der SPD.

Aber die Wahrheit ist, wer nicht viel verdient, dem hilft das wenig. Momentan liegen die Beiträge zur Rente bei 18,7 Prozent, doch bis 2030 drohen harte Anhebungen. 22% wird nicht ausreichen.
Daher sah der Plan den Nahles Ende 2016 vorstellte, eine sogenannte doppelte Haltelinie vor: Also gesetzlich festzulegen, dass bestimmte Größen beim Niveau und den Beiträgen nicht über-, beziehungsweise unterschritten werden.
Doch die CDU verhindert dies – wie immer sind die Schwarzkittel der Superchristen nicht bereit, dem Volk den Lohn zu verschaffen den es zum Leben benötigt. Stattdessen importieren sie noch mehr Niedriglöhner und Leiharbeiter aus Kriegsgebieten und armen Nachbarländern.

spd_wahlplakat_20139Eine Angleichung der Ostrenten an das Westniveau wollen sie bis 2025 hinaus zögern. Die Solidarrente der von der Leyen ist auch vom Tisch. Nun prüft man eine solidarische Lebensleistungsrente, was immer das sein soll.

In einem Punkt können wir uns ganz sicher sein, 2030 werden mehr als 60% der Rentner Armutsrenter sein.

Die doppelte Haltelinie wird nicht mehr als eine der üblichen leeren Versprechen und Blendwerke sein.
Noch schlimmer ist das Konzept der überaus christlichen CDU/CSU. Die will das Rentenalter an die Lebenserwartung koppeln und die wird mit Sicherheit immer schöner gerechnet.
Am Ende kommt die Rente mit 70 oder sogar mit 75.
Und mit der Flexirente haben sich die Politbonzen der Parteien gleich noch einen Bonus auf ihre Vorstandssitze in diversen Unternehmen verschafft. Dort stehen sie nun bis ins hohe Alter auf der Gehaltsliste, obwohl sie in den Unternehmen nie wirklich gearbeitet haben. Der Dumme ist natürlich der alte Knacker der sich mit 65 als Pförtner, Putzhilfe oder Verkäufer bis zu seinem 75 Lebensjahr durchschlagen muss. Hier noch von Altersruhestand zu reden ist ein Witz.

Und deshalb ist es wichtig wieder und wieder den Finger in die Wunde zu legen, auch wenn die Lügenpresse behauptet „Rentner bekommen heute doppelt so lang Rente wie noch 1970“, dann soll sie doch bitte auch erwähnen das die Einkaufskörbe 2009 dreimal so teuer geworden sind wie 1970 (exakt 304,1 %).
1990 haben wir 60 Euro für das bezahlt, was heute 120 Euro kostet.
Nettoverbraucherpreise 1970: 155,7 DM
Nettoverbraucherpreise 2009: 473,5 DM
Deshalb wurde 2010 der Verbraucherpreisindex in Euro eingeführt der
2005 bei 100 Euro lag und
2010 bei 120 Euro lag und inzwischen bei
2015 bei 130 Euro liegt.

Mit anderen Worten, die Steigerung lag in nur 10 Jahren bei 30%.

Damit Menschen keine Angst vor Armut im Alter haben müssen, denn jeder wird mal alt. Niemand müsste im Alter bitterarm sein und vor Tafeln stehen. Das kann nur durch eine Grundrente für alle verhindert werden. Eine Rente die zum Leben reicht und dafür sind 1000 Euro nicht ausreichend, wenn schon ein Altersheim  im Monat minimum 1600 Euro (für einen Rentner ohne Pflegestufe) kostet.
Wer soll das noch bezahlen? Von was?

Wir können nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag warten.
Armutsrentner brauchen Renten die zum Leben reichen – sofort!

Advertisements

Über monopoli

Nobody rules us but we ourselves.

Diskussionen

2 Gedanken zu “Vom Armutsrenter und Hungerlöhnen

Trackbacks/Pingbacks

  1. Pingback: LIEBE oder UNTERGANG ? – Wake News Radio/TV | Mywakenews's Blog - 14 Februar, 2017

Was sagst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Archiv

NATO verlangt 2% des Haushaltes
für das Militär auszugeben,

das wären 65 Mrd. Euro jährlich
derzeitiger Militär-Etat: 36,6 Mrd.$
Militär-Etat USA 2015: 1839,53$
Militär-Etat Ger 2017:... 488,09$
Militär-Etat Rus 2015:... 466,44$
(Angaben pro Einwohner des Landes.)

Blog Stats

  • 704,094 hits
Follow monopoli on WordPress.com

Deutschland

Deutschland-DNA

RSS www.tlaxcala-int.org

  • Ein Fehler ist aufgetaucht - der Feed funktioniert zur Zeit nicht. Probiere es später noch einmal.

RSS Pravdatvcom

  • Ein Fehler ist aufgetaucht - der Feed funktioniert zur Zeit nicht. Probiere es später noch einmal.

RSS Lausitzer KlimaCamp

  • Ein Fehler ist aufgetaucht - der Feed funktioniert zur Zeit nicht. Probiere es später noch einmal.
%d Bloggern gefällt das: