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Poststraße
Alltag

miese Vergleiche

1. Juni – Der internationale Kindertag, nein nicht der Westdeutsche sondern der Ostdeutsche.
Der war im Osten immer besonders schön und der Juni hat genau das richtige Wetter dafür, da wurden dann Wettbewerbe und Spiele veranstaltet z.B. Keulenweitwurf. Klingt nicht besonders aufregend, aber wenn eine ganze Schule auf dem Sportplatz ist, dann ist da ordentlich was los.
Grund genug für die Westpresse mal wieder ordentlich gegen die DDR zu hetzten.
In Westdeutschland wird das natürlich als „Kinderdrill“ dargestellt. Da spielt man mit Wasserpistolen, aber das ist kein „Drill“.

Wie gut das ich euch also darüber aufklären kann.

Auch heute lacht die Sonne und prompt hält es ZDF Info mal wieder für notwendig die Kinder des Kapitalismus zu unterwürfigen Arschkriechern zu dressieren, die eifrig ihre Sklavenfreiheit verteidigen. Von 9:45 bis 12:45 Uhr wird der Bundes-Dackel mit Stasi als „stay behind“ und „Gladio“ geprägt, dann folgen die „geheimen Operationen der Stasi“. Also nach meinen Erfahrungen war das eher ein „offenes Geheimnis“.
Der Sklave soll also lernen das die Geheimarmeen der Nato „Stasi“ heissen. Dafür werden lauter Pfarrer vor die Kamera gezerrt, die wahre Schauermärchen erzählen. Also spätestens seit Murkel und ihre Gaucklertruppe hab ich von Pfarrern die Schautze voll. Im Nachmittagsprogramm kriegen die Chinesen dann 2,5 Stunden lang ihr Fett weg.

Das erinnert mich an die „Zonen-Bären“ als die Taz in einem Anfall von DDR-Hass versuchte, möglichst viel böse Worte in einem Artikel über Tiere unterzubringen.

Die Geschichte dahinter: Am Köllnischen Park in Mitte gibt es einen Berliner Bärenzwinger von gerademal 480 qm Größe. Dieser entstand 1939 auf Wunsch der Nazis, die dort das Wappentier Berlins, den Bären präsentieren wollten. Vier Bären starben während des Krieges. Dieser Bärenzwinger wurde vom Tierpark mit jungen Bären besetzt, die dort heranwuchsen und einige Jahre später durch neue Jungbären ausgetauscht wurden, weil das Gehege von den Nazis viel zu klein gebaut worden war. So zogen dort die unzertrennlichen Braunbären Maxi und Schnute ein.
Maxi war leider ein Einzelkind und wurde gleich mit ihrer jungen Mutter auf diese Außenstelle gesetzt. Doch leider hatten Schnute und Maxi das Pech und wurden Wendekindern.
1990 kamen sie samt Anlage in Besitz des Stadtbezirkes Mitte. Nur hat der natürlich keinerlei Ausweichmöglichkeit zur Bärenhaltung. Also stellte man einfach nur Tierpfleger an und sah das Thema Bärenzwinger als erledigt an. Schnute und Maxi kamen nie wieder aus der Anlage raus, wie es zu DDR-Zeiten geplant worden war.
Inzwischen ist das ganze Naziding unter Denkmalschutz gestellt worden und so darf der Zwinger nicht erweitert werden. Deshalb protestiert der Tierschutz schon seit Jahren für die Umsiedlung der Bären in größeren Gehegen. Aber wie das so ist, was in der DDR schon längst erledigt wäre, wird in der BRD zu einem unlösbarem Dauerproblem.

Die taz nahm diese erneute Diskussion der Bären-Umsiedlung zum Anlass, mal wieder einen ihrer DDR-Vergleich anzubringen, der irgendwo zwischen lahm und dämlich einzuordnen war:

Schlagzeile: „Zonen-Bären hoffen auf Reisefreiheit“
„Seit ihrer Geburt in der DDR leben die beiden Bärinnen hinter einer Mauer in einem 480 Quadratmeter großen Zwinger…“

Was haben die beiden verbrochen?

Nun rechnen wir doch mal ein bisschen. Seit 1990 leben diese Bären in der BRD und sind im Besitz der Stadt Berlin.
Die Bärin Schnute war bei Erscheinen des Artikels 32 Jahre alt und lebt seit 24 in der BRD. Sie hat also gerademal acht Jahre ihres Lebens in der DDR verbracht. Bei 50 Lebensjahren war sie eine junge Dame.
Ihre Tochter, die Bärin Maxi war 27 Jahre alt und hat damit ganze vier Jahre ihrer Pupertät in der DDR verbracht, aber 21 Jahre in der BRD gelebt. Bis heute, 25 Jahre später hat sich an dieser Situation nichts geändert, sie wurden geradezu lebendig BRDigt oder anders gesagt „sie saßen ihr Leben lang im Westen hinter Gittern“.

Nunja, Maxi hat zwar den Osten, aber leider nicht den Westen überlebt.

Das heisst die Verweise auf Zone, DDR, Mauer und Reisefreiheit sind geradezu sensationell dämlich und machen deutlich wo genau das geistige Niveau der Systemtreuen Flaschenkinder anzusiedeln ist. Doch nun ist Maxi gestorben und Schnute vegetiert vereinsamt weiter in ihrem BRD eigenem Nazi-Denkmalschutz-Knast. Laut des überaus barmherzigen CDU-Stadtrates ist es Schnute aufgrund ihres Alters nicht mehr transportfähig. Dabei könnte sie noch knappe 20 Jahre vor sich haben.

Wir Ossis hätten da auch mal einen Vorschlag für künftige Schlagzeilen:

„Berliner Bär BRDigt – sie hofften vergebens auf Abschaffung der Residenzpflicht.“

Bevor man sich selbst — und man selbst ist natürlich das bessere Deutschland — von außen betrachtet, schaut man doch lieber auf den bösen Osten. Das birgt nicht die Gefahr, unrühmliche Dinge an sich zu entdecken.

Zum Beispiel das die Verordnung der Europäischen Union über die Einfuhr von Karamellbonbons 25.911 Worte umfasst. Wie kann man nur soviel über Karamellbonbons schreiben?

Aber einige dieser krampfhaften Vergleiche sind offenbar so naheliegend das nichtmal ein Ossi darauf kommt,
so titelte das Cicero-Magazinarium: „Alice Schwarzer – Der Erich Honecker des Feminismus“

Da wäre doch mal die Frage angebracht ob Erich Honecker nun die Alice Schwarzer der DDR war? Oder ist die „Emma“ das „Neue Deutschland“ und keiner hat´s gemerkt? War Erich wegen Steuerhinterziehung in Chile? Muss Alice Schwarzer Asyl in der Schweiz suchen, weil sie jetzt auf einer Ebene mit Uli Hoeneß steht? Was war der eigentlich in der DDR? Und sitzt der jetzt im Osten?  Fragen über Fragen.

Aber es geht noch dämlicher – passend zum internationalem Kindertag:

DDR macht Schule

Zwei aktuelle Beispiele zeigen wie mit zweierlei Maß geurteilt wird.

Im ersten Fall lässt eine Lehrerin aus Thüringen ein Theaterstück über die DDR aufführen. Das wird in der Weltscheisse ausgiebig kritisiert, indem man prompt die griffbereite „Opfer-Truppe“ ankarren lässt die man bei diversen Aufarbeitungs-Vereinen untergebracht hat. Zudem unterstellt man der Lehrerin einen „DDR-Tick“, hackt auf ihre Mitgliedschaft in der SED herum und stellt angesichts noch aktiver DDR-Lehrer die Systemfrage, ob die überhaupt geeignet sind die systemgerechte Dressur der künftigen Staatssklaven ordnungsgemäß durchzuführen. Na wenn´s nur mal mehr von diesen Ticks gäbe.

Die reißerische Schlagzeile der Weltscheisse: „Darf man im Schulunterricht DDR spielen?“
Wird mit dem scheinbar spielerischen Einsatz von DDR-Symbolen das Unrecht des SED-Regimes verharmlost? ..[ ]… Die Geschichtslehrerin hatte sich fotografieren lassen, wie sie im Rahmen eines Abiturprojektes mit ihrer Klasse im Blauhemd der DDR-Jugendorganisation FDJ posierte. Thüringens Kultusminister Christoph Matschie (SPD) kündigte eine Prüfung des Falles an. „DDR-Kitsch“ habe im Unterricht nichts zu suchen.

Das ist übrigens der selbe Matsche-Patsche-Pate, der seine Landsleute mit den Einheitsvertrag verhöckert und sich von Schaufle und Murkel hat über den Tisch ziehen lassen. Damit er die Klappe hält, wurde er mit dem Posten eines Ministers gekauft. Auch seine Partei hatte ein unterirdisches Ergebnis, was ihn zu einer Karriere bei der CDU verhalf.  Noch so ein Pfarrer im Gauckler-Kostüm.
Überhaupt hat dieser runde Tisch jede Menge Minister hervor gebracht. Murkel, Matschie, Platzeck – die Ja-Sager am runden Tisch haben sich ihre Posten bei Schaufle offenbar verdient.

Der zweite Fall ereignete sich an einem Gymnasium in Coburg.

Was in Thüringen angeblich „verharmlost“ wurde, wird vom Bayerischen Rundfunk für gut befunden,
Hier wurde an mehreren Tagen die DDR in der Schule nachgestellt und selbst das Tragen von FDJ-Hemden war da offenbar kein Problem.
Dabei wurde den Jugendlichen ein geradezu barbarisches DDR-Fantasie-Bootcamp fernab jeder Realität vorgeführt.
Passend dazu gabs Nährstangen (hä?) Kuchen mit Hammer und Sichel, Schlangestehen für Schmalzstulle und Butterbrot.
Also nee, wat is dat denn? Das ist unterste Schublade! Warum haben sie ihnen nicht gleich noch Nägel durch die Hände getrieben, damit das Blut rausspritzen kann.

matsche-patscheUnd für alle Wessis, wir hatten Stullenbüchsen, es gab verschieden Milchsorten (sogar ohne Schlange stehen) und eine Schulkantine mit warmen Essen. Der vorgeführte PA-Unterricht war völlig anders.
Fazit: In so einer Schule hätten die DDR-Mütter ihre Kinder garnicht hingeschickt. Die wären auf die Barrikaden gegangen.
Was da „gespielt“ wurde, ist sowas von Schwachfug, dafür gibts garkeine passenden Worte.

Wer sich das reinziehen will:

DDR-Unterricht laut Coburger Modell


gefeuerte DDR-Lehrerin auf Rachefeldzug

Aber natürlich bleiben das zwei komplett unterschiedliche Aktionen, die völlig unterschiedlich bewertet werden. Wo kommen wir denn sonst hin, wenn wir plötzlich Ähnlichkeiten zwischen Bayern und Thüringen sehen würden?/

Westpresse: Die bildungspolitischen Anstrengungen der SED waren von Anfang an darauf gerichtet, eine parteiloyale Machtelite zu rekrutieren. Voraussetzung für den Besuch der Abiturstufe war grundsätzlich eine vorzeigbare positive staatliche Gesinnung, die z. B. durch Mitgliedschaft in der FDJ nachgewiesen werden musste.

So ein Unsinn. Ich war studieren und wir hatten durchaus Studenten die nie Mitglied der FDJ oder der Pioniere waren. Die gab es übrigens auch in meiner Schule. Und wie meine Stasiakte beweist, war ich auch nicht gerade mit einer “vorzeigbaren positiv staatlichen Gesinnung” ausgestattet.

Was viele nicht wissen, die DDR war das Land mit der höchsten Alphabetisierungsrate Weltweit, nämlich 99,9%. Sie unterrichtete auch grundlegende Techniken wie Gartenarbeit, Umgang mit Werkzeugen und Schwimmen.
Deutschland hat heute 5 Mio Analphabeten. Die meissten sind Einwanderer, aber nicht alle. Schwimmen wird nicht unterrichtet, auch keine Gartenarbeit oder Umgang mit Werkzeugen. Die Folge: Erwachsene meiden jede Fähre weil sie glauben im Ernstfall zu ertrinken. Kanu fahren, Rafting oder auch nur mit einem Paddelboot im See angeln ist für sie unmöglich.

Aber zurück zur sozialistischen Bildung:
Dieses ganze kommunistische Blabla hing mir total zum Halse raus, womit ich übrigens nicht alleine war. Praktisch alle Freunde und Klassenkameraden waren eher abgeturnt und so klappten im Staatsbürgerkunde-Unterricht pünktlich mit dem Klingelzeichen alle die Ohren zu, suchten sich eine Ecke in ihrem Heft und fingen an zu malen. Man schrieb sich Zettelchen oder unterhielt sich flüsternd. Staatsbürgerkunde oder schlicht “Stabi” wie wir es nannten, wirkte eher wie ne Schlaftablette auf den “sozialistischen Jungbürger”. Dort fand man alles, nur eins ganz sicher nicht – begeisterte Kommunisten.

Aufgewacht sind wir eigentlich nur wenn wir über den Westen gesprochen haben. Dann konnte man zusehen wie sich die Lehrer immer mehr zurück zogen, weil sie eben nicht darüber reden sollten und so ließen sie die Schüler plappern, was dann irgendwie in Werbesprüche endete, bis das vom Lehrer ersehnte Klingeln ihn aus der misslichen Lage befreite. Natürlich gabs auch Lehrer die diese Gespräche abwürgten und dann gabs welche die holten Filme raus und wechselten so das Thema. Wir Schüler genossen es immer sehr unsere Lehrer zu provozieren. Also Unterwürfigkeit sieht sicher anders aus.

Tatsächlich wurden bis in die 70iger relativ stark darauf geachtet, das insbesondere auch Kinder aus Arbeiterfamilien studieren konnten. Die Plätze gingen daher bevorzugt an “linientreue” Familien. Aber in den 80igern hatte praktisch jeder die Chance zu studieren, natürlich nur, wenn es die gewünschten Studienplätze auch gab. Im anderen Falle studierte man das nächstliegende Fach (man lenkte um) und wechselte sobald ein Platz frei wurde, in sein Wunschgebiet über. Alternativ versuchte man es ein Jahr später wieder oder studierte per Abendschule/Fernstudium. Es stand jedem frei wie er es machte. Das war und ist nicht viel anders als heutzutage.
Das ganze kann man auch hier nachlesen: Studieren in der DDR

Ein Studienplatz zu kriegen war also im Osten nicht schwerer als im Westen – nur eben ohne Gebühren.
Erwähnt sei vielleicht noch das im Osten 1972 genau 43% der Studenten aus Arbeiterfamilien kamen,
im Westen waren es 6%. Zu verdanken war dies einer Regel die den Arbeiterkindern bessere Chancen auf einem Studienplatz einräumte. Akademikerkinder studierten dann meisst über den zweiten Bildungsweg. Der Zugang zu Bildung wurde also auch ihnen nicht verwehrt – auch wenn das heutzutage behauptet wird.

Aber wir wollen ja hier mal die Wahrheit erzählen, also schauen wir uns mal ein paar Kritiken an.

Ein Ossi schrieb in einer Zeitung:
Allerdings wurde das Bildungswesen von der SED ideologisch straff auf Linie gehalten. Das ging bis in die Bewertung der Leistungen. Berufsoffiziersbewerber wurden zum Abitur durchgewunken, während man diskussionsfreudigen Schülern wegen “politischer Unreife” der Zugang verwehrte. Von den männlichen Abiturienten wurde selbstverständlich eine “freiwillige” Verpflichtung zum dreijährigen Militärdienst erwartet, ohne die die gewünschte Studienzulassung schwierig gewesen wäre.

Naja so ganz falsch ist das nicht, aber auch nicht ganz richtig. Jeder Staat bevorzugt linientreue Schüler auf seine Weise – auch der Westen. Da wird das freiwillige Engagement oder die soziale Stellung der Eltern schonmal zur “Zugangsvorraussetzung”. Natürlich nicht offensichtlich. Tatsächlich ist die Zahl der studierenden Arbeiterkinder im Westen eine Minderheit an den Universitäten, während in der Oberschicht fast jeder studiert. Der Grund dafür – studieren kostet hier Geld. Im Osten war das Studium grundsätzlich kostenlos. Auch Bafög gab es.

“Straff auf Linie” zu unterrichten, hatte entsprechende Reaktionen der Schüler zur Folge und selbst dem eifrigste Lehrer beschleicht angesichts einer kollektiv schlafenden Schulklasse das komische Gefühl, Selbstgespräche zu führen. Es blieb ihm also nichts weiter übrig als die “straffe Linie” aufzulockern.

Erwartet wurde von den Jungs natürlich schon das sie sich freiwillig 3 Jahre zur Armee verpflichten, aber ein Zwang?
Also Jungs nun bleibt mal auf dem Teppich! Nur der Wehrdienst von 18 Monaten war Pflicht für alle Jungs.
Leute, wir waren ein winziges Land mit einer relativ großen Armee. Jede Menge Spione aller anderen Nationen waren hier unterwegs und neugierig, was wir so hinter unserer Mauer machen.

Klar hat man den Berufssoldaten und den langen Wehrdienst in der DDR attraktiver gemacht. Auch im Westen wirbt die Bundeswehr mit Ausbildung und Studium. Die ist also nicht viel anders. Nur ist das im Osten eben immer böse und im Westen immer gut. Seht ihr wie man da manipuliert?
So ein Studium ist da ein gutes Argument. Natürlich stiegen die Chancen auf den Studienplatz, aber ein Verbot des Studierens, sowas gab es nicht. Das ist gelogen – pure Propaganda um das sozialistische Bildungssystem zu verzerren.

In meiner überaus großen Verwandtschaft haben fast alle studiert und keiner von denen war 3 Jahre zur Armee. Natürlich haben sie auch versucht meine Verwandten für 3 Jahre Armee zu werben, naja ohne Erfolg.

Übrigens macht man das heute noch so, Armeen werben immer mit ihren guten Aussichten und Bildungsmöglichkeiten. Nur das sie heute auch in Kriege ziehen um “Deutschland am Hindukush” verteidigen. Ähm, wo in Deutschland liegt eigentlich der Hindukush?

Und das Berufsoffiziersbewerber durchgewunken wurden, also dem dürfte so mancher Berufsoffizier widersprechen.
Die haben auch lernen müssen, genau wie jeder andere.
Es mag sein das man da mal ein Auge mehr zu drückte, aber im großem und ganzem war das durchaus noch gerecht. Ghostwriter hatten die jedenfalls nicht, wie es in der CDU offenbar üblich ist.
Plagiate – der nächste bitte

Ach ja und um es zu erwähnen, wir waren regelmässig “politisch unreif”, das war so der übliche Lehrercode um zu sagen, das die halt öfter mal aufmüpfig waren. Das ist etwa vergleichbar mit dem Code den Arbeitgeber in Zeugnissen reinschreiben, also “gesellschaftlich aktiv” als Umschreibung für intensive Partygänger usw.

Die Lehrer mussten alle halbe Jahre ein paar Sätze zu jedem Schüler aufs Halbjahreszeugnis schreiben. Die sollten halt ermahnen aber nicht abwerten. Also haben sich Standartfloskeln entwickelt, die heute ziemlich dämlich klingen. Wir haben uns regelmässig darüber amüsiert, Nachteile hatten wir dadurch nicht.

Ein weiterer Ossi schrieb:
Der Unterricht sei leider fern jeder Realität, die anderen waren ja alle “die Klassenfeinde”. Im Wehrkundeunterricht ist man über die Sturmbahn gekrochen (in der regulären Schulzeit) oder im ESP – Einführung in die sozialistische Produktion – lernte man wie man Geld ohne zu arbeiten verdient. Immer mit beiden Beinen auf festem sozialistischen Grund. Ist das in Ihren Augen bodenständig genug ?
80% der Lehrer an der EOS waren Mitglied er SED, davon waren 50% Zuträger bei der Stasi. Ich rede hier wohlgemerkt nicht von den Schülern.

Auch dazu lässt sich einiges bemerken.
Als erstes, Schulunterricht ist wohl überall fern jeder Realität. Und man hat auch im Westen die Kommunisten als Klassenfeinde hingestellt. Übrigens war auch Angela Merkel auf der EOS und nicht nur das, sie war auch an der Kaderschmiede in Moskau und wurde vor der Villa Havemann fotografiert. Das werden sie jedoch im Web nicht finden, denn erstaunlicherweise ist die Vergangenheit der Genossin Merkel spurlos verschwunden, unzwar auch aus Schweizer und Österreichischen Internet.

 

Alles Grau in Grau

Ich erinnere mich daran wie eine Schulklasse aus dem Westen mal Ostberlin besuchte.
Sie stolperten aus dem Bus und schienen auf das Schlimmste gefasst zu sein.
Die waren völlig verblüfft, offensichtlich schienen sie zu erwarten das wir in Einheitsgrau und Stechschritt herum laufen. Was hat man denen wohl in der Schule erzählt?
PS: Neulich kamen Auswanderer aus Brasilien nach Deutschland zurück. Ihr Eindruck: “Deutschland ist wirklich sehr trist, blass und grau.”
DDR Musiker die im Westen Konzerte gaben, schilderten in einer Doku über die DDR Kulturszene: “diese ganze Werbung im Westen nervte uns so sehr, das wir froh waren wieder nach Hause zu kommen, wo man nicht permanent zum Kaufen genötigt wurde.”

Hey Leute, wacht auf, wir hatten Punks, Popper, Hippies, Neue Deutsche Welle, Breakdance, Rock, Heavy Metal, ihr habt uns praktisch per Fernsehn die große Welt nach Hause geliefert. Wir waren also auch auf den neusten Stand.
Unsere Jugend war genauso durchgeknallt wie drüben. Nur haben wir das alles selbst geschneidert und gebastelt, da gabs keine Geschäfte um das Zeug hochglanzverpackt zu kaufen. Aber wir waren da sehr kreativ.
In mancher Hinsicht war die Jugendkultur freier als drüben, aber das wird euch ja nie erzählt.

Der Vergleich von Schulsystemen Ost und West wird in Westmedien grundsätzlich verzerrt.
Schlagworte wie “Kinderarbeit” und “Linientreue” verstellen völlig den Blick auf die Wahrheit. Schaut man sich die Resultate an, kommt da etwas ganz anderes heraus und das wäre durchaus wissenschaftlich belegbar.
Solche Studien werden aber nicht gefördert, nicht publiziert und sind nicht erwünscht. Der Westen weiss sehr wohl das er dabei ganz mies abkacken würde, denn das einfachere Bildungssystem des Ostens war ihm überlegen.
Natürlich hat man dort nicht die “soziale Marktwirtschaft” oder “Ordoliberalismus” unterrichtet, sondern Owens, Herder, Kant, Marx und Engels.
Das “die Produktionsmittel dem Volk der DDR gehörten”, unterrichtete man auch nicht im Westen.
Dort bringt man den Leuten bei, das es nicht zwei Klassen, sondern 3 Schichten gibt, eine Arme, Mittlere und Reiche.

Und weil da die Unterschiede immer noch zu gross sind, erfand man das Pyramiden-Modell mit 5 und das Schichtenmodell mit 7 Klassen. Nun waren die Unterschiede schon bedeutend kleiner. Aber da die Unterschiede zwischen Arm und Reich immer größer wurden, musste auch das Schichtenmodell weiter aufgestockt (neudeutsch “entwickelt”) werden, also ist man inzwischen bei 9 bis 12 Schichten.
Da gibt es dann z.b. die Aufstocker, armen Deutschen und die armen Migranten (Einwanderer) die natürlich ganz unten sind. Dann erfindet man ein Lohnabstandsgebot, das die Billiglohnarbeiter von den armen Deutschen trennt.
Das gibts zwar nicht, aber klingt wie ein Gesetz. Man muss es nur so darstellen.
Und so funktioniert die ganze Westdeutsche Wirtschaftsökonomie-Theorie. Grecoanglisierter Blödsinn.

    Man nehme etwas und hackt es in so kleine Stücke bis sich sämtliche Unterschiede klein reden lassen. Und dann führt man einen sagenhaften Feldzug gegen das kleinste Problem, was man allerdings auch nicht löst. Und so kommt es das man in 60 Jahren bundesdeutscher Politik noch immer an den gleichen Problemen kämpft die nicht etwa kleiner, sondern immer größer werden. Aber sie wissen ja jetzt, wie man Probleme in der Bundesrepublik bekämpft, durch wortreiches Zerkleinerungsgequatsche.

Marx definiert es klar und einfach, die einen erarbeiten die Werte, die anderen bereichern sich an den Arbeitenden.
Aber ich würde mich auch mit drei Klassen anfreunden, man ist ja flexibel.
Was ich jedoch ablehne, ist die Schichtenvermehrung. Das ist Wirtschaftswissenschaftlicher Blödsinn verpackt in grecoanglisierten Worten.

Auch der Zustand von Schulgebäuden im Osten und Westen war 1990 sehr verschieden.
Ob eine Klasse mit nur 20 Kinder in einer heruntergekommenen Schule, wirklich besser ist als eine Klasse mit 30 Schülern in einem regelmässig renovierten Schulgebäude? Mit Asbest wurde übrigens auch im Westen gebaut – auch Schulen und Computer gabs in den 1990igern auch nicht in Westschulen. Taschenrechner gabs auf beiden Seiten. Der Osten hatte sogar ein speziellen Schultaschenrechner auf dem Markt.
Wirklich vergleichen lässt sich daher nur die Allgemeinbildung. Und hier zeigt sich, die Schüler Ost waren durchweg in allen Entwicklungsstufen den Schülern West vorraus. Aber mit der Wende sank die Allgemeinbildung dramatisch. Heute ist der Osten genauso verdummt wie der Westen.
Weniger Schüler bedeutet eben nicht bessere Bildung, obwohl es durchaus hilfreich ist.
Und genauso ist es mit dem Arbeitsmarkt, gute Bildung garantiert keinen Job, denn jeder arbeitslose Akademiker beweisst es und davon gibt es viele!

Bildung schafft keine Arbeit, sie löst nicht die Probleme des Arbeitsmarktes.

Es ist vielmehr so, das wir inzwischen so viel Technik erfunden haben, das wir diese Arbeiter garnicht mehr brauchen! Und da wir immer mehr Menschen werden und immer bessere Technik, wird es zwangsläufig immer mehr Menschen geben die keine Arbeit finden. 1950 gab es durch den Krieg Arbeitermangel, 1970 hatte man schon 2 Mio Arbeitslose, 2005 waren es 5 Mio. Und dann kam man auf die brilliante Idee die Arbeitslosigkeit umzudefinieren. Man rechnete also einfach 2 Mio raus die man in 1-Euro-Jobs, Umschulungen und sonstigem usw. steckte und schon war man auf 3 Mio Arbeitslose.
Das war das Wunder.
Und damit das Wunder anhält, schuf man Möglichkeiten Arbeitslose in Jobs zu zwingen, von denen sie nicht leben können. Leiharbeit, Mini- Midijobs und Zeitarbeiter. So wurden die sogenannten Aufstocker geschaffen, die man genauso wie Arbeitslose drangsaliert. Über 3 Mio haben wir inzwischen. Das nennt sich “Fordern und Fördern”.
Nur fördert es nichts.

Was ihr jedoch nicht wisst, ist auch was bei euch so alles los war. Wir haben uns die Mühe gemacht und am Ende dieser Seite mal einige Dinge eures Bildungssystems in Deutschland und Österreich aufgezeigt.

“Entführt, eingesperrt, entrechtet, gefoltert, vergewaltigt, zwangsmedikamentiert, für Humanexperimente benutzt, als Arbeitskräfte ausgenutzt, verkauft, ermordet.
Ob Kirche oder private Erzieher, Aufseher, sie waren mehr oder weniger alle gleich, in ihrer Perfidie, wie sie diese kleinen Seelen benutzten, ausnutzten, brachen, verheizten, ähnlich trockenem Holz im Winter.”

Das sind nicht unsere Worte, sondern das berichten Heimkinder im Westen über ihre Schulzeit. Diese Berichte gehen bis in die 80iger. Aber auch in Schulen war und ist bis heute einiges im Argen. Von mangelhaften Schulgebäuden mal ganz abgesehen.
Wir sollten nicht darauf vertrauen das dies vorbei ist! Schaut genau hin. Wer Kinder so behandelt, ist ein Verbrecher!

Im Osten wurden alle Lehrer und Heime, die Kinder schlecht behandelt hatten, schon in den 50igern zur Rechenschaft gezogen, unzwar umgehend und mit der vollen Wucht des Gesetzes. Jeder Genosse im Osten hätte solche Zustände umgehend bei der Partei gemeldet und die hätte da aufgeräumt. Lehrer die 1950 noch Schüler züchtigten, wurden von den Eltern verprügelt. Denen wurden diese Art von Lehrmethoden ziemlich schnell abgewöhnt. Seit dem Ausrufen der DDR war der Schutz aller Kinder Programm – ausnahmslos.

Das Lehrsystem der DDR duldete keinerlei körperliche Übergriffe an Schülern. Wenn DDR Schüler darüber klagen, liegt es daran, das sie keinen Vergleich haben, was bei ihren Altersgenossen im Westen zur selben Zeit üblich war.
Für die DDR waren Kinder die Zukunft und so wurden sie auch beschützt und erzogen. Die “Kinderarbeit” diente dem sammeln von Erfahrung und war dem Alter angemessen. In der Grundschule hieß das Schulgarten-Unterricht. In der Mittelschule “Werken” (also Handarbeit mit Säge, Feile und Bohrer) mit gelegentlichem “Subotnik” (Pflege von Grünanlagen) und in der Oberklasse “Produktive Arbeit” (Einführung in die sozialistische Produktion).
Das ist meilenweit von Kinderarbeit entfernt. Es war keine Ausbeutung, das ist gelogen!

Und es geht noch weiter.
Für die DDR war es selbstständig das sich Eltern auch mal von ihren Kindern erholen müssen und Kinder auch gerne mal was neues erleben. Also schuf man neben umfangreichen Ferienangeboten für Kinder und Familien vor Ort auch Reiseangebote wie Betriebs-Ferienlager und sogenannte Pionierlager.
So kam es das zu Ferienzeiten, üblicherweise die Sommerferien, jedes zweite Kind für 2 Wochen in so ein Ferienlager fuhr. Davon gab es hunderte über ganz Deutschland verstreut. Sie spielten, wanderten, feierten dort. Einige waren Zeltcamps, andere waren außerhalb der Ferien normale Urlaubsheime. Manche sahen eher wie die Bettenburgen in Mallorca aus, andere eher wie niedliche Pensionen. Die Ferienzeit war ein bisschen wie Völkerwanderung. Der Norden fuhr in den Süden oder man fuhr in die befreundeten Länder nach Ungarn, Polen, Tschechien, Slovakei, Slowenien oder Bulgarien. Und es gab sogar Ferienlager für Kinder im Ausland.
Die Gesamtzahl der Besucher der Pionierrepublik Webelinsee und Altenhof wird auf etwa 400.000 geschätzt und wurde bereits 1952 eingeweiht. Ihrer Gestaltung lehnte sich weitgehend am sowjetischen Allunions-Pionierlager Artek auf der Krim an. Zu den vielfältigen Einrichtungen auf dem Lagergelände gehörten unter anderem eine Kinderkrippe, eine Polytechnische Oberschule, Sporthallen, Cafés und eine mongolische Jurte.
Während der Lagerdurchgänge (je 6 Wochen) außerhalb der Schulferien hielten sich jeweils etwa 1.000 Thälmannpioniere gleichzeitig auf dem Gelände auf. Es galt als besondere Auszeichnung die u.a. auch die gute Frau Merkel genoss.

Paramilitärischer Drill oder Lüge?

Die oft zitierten “paramilitärische Spiele”, waren sogenannte Manöverspiele, Nachtalarme und Verdunklungsübungen.
Generell muss man aber sagen, das dies zum üblichen Unterhaltungsprogramm der Ferienlager gehörte.
Paramilitärisch sind also Pumpgun-Spiele mit Farbkugeln oder Wasserpistolen. Aber sowas gab es im Osten noch nicht.
Die Manöverspiele waren eher Verstecken und Orientierungslauf, Schnitzeljagden und es wurde oft noch per Hand abgeklatscht. Dazu kamen Sportliche Aufgaben wie ein Hindernisparcour oder Weitwurfübungen.
Die Nachtalarme waren Feuerwehralarme. Man simulierte einen Brand und übte das geordnete Verlassen der Gebäude, die sich dann auf dem Appellplatz sammelten. Dort wurde dann die Zeit gestoppt und durchgezählt ob keiner fehlte.
Da ein Brand in einem Kinderferienlager sehr gefährlich werden kann, waren solche Feuerwehrübungen auch in Schulen, auf Schiffen und sogar in Betrieben gelegentlich angesetzt. Verdunkelungsübungen gingen auf Kriegserfahrungen zurück.
Während des 2. WK. waren erleuchtete Ziele gut für Bomber auszumachen, also wurden sämtliche Fenster verhangen. Das nennt sich Verdunkelung. Das viel dann später weg und wurde durch den Bau von Rauchfiltern für vermeintliche Gasangriffe ersetzt. Die wurden dann mit Binden und Zellstoff gebaut. Im Grunde genommen eine Reaktion auf die zunehmende atomare Gefahr insbesondere durch die Stationierung von Atomwaffen in West und Ost (Amerikanische Pershing-Raketen z.B.).

Kurzer Überblick: Als der CIA-Agent Reagan 1967 Gouverneur von Kalifornien wurde setzte er sich umfangreich gegen Bolschewismus ein. Während seiner Amtszeit nahmen die Proteste gegen den Vietnamkrieg auch in Kalifornien zu. Als Gouverneur war Reagan bekannt für seine harte Haltung gegenüber Demonstranten.
Als er 1981 Präsident der USA wurde, initiierte er ein gigantisches Aufrüstungsprogramm und positionierte sich als Antikommunist und Hardliner gegen den Ostblock. Sein Ziel war es Russland tot zu rüsten. Das letztendlich zu einer Verschuldung der DDR, da die Sowjetunion die Erdölpreise anhob um beim Wettrüsten mitzuhalten.
Erst als ihm 1987 ein Film vorführte was die Auswirkungen eines Atomkrieges wären, war er so geschockt, das er das Wettrüsten einstellte. Und so kam es zum Abrüstungsvertrag von 1987 über die in Europa stationierten nuklearen Mittelstreckenraketen.
Von 1969 bis Juli 1983 befand sich u.a. eine Pershing IA-Flugkörperstellung der 81. Field Artillery der US Army in Inneringen in Baden-Württemberg mit neun einsatzbereiten Flugkörpern, bestückt mit atomaren Gefechtsköpfen.
Die 79 deutschen Pershing IA wurden von der Luftwaffe in zwei Geschwadern betrieben, in den Flugkörpergeschwadern (FKG) 1 in Landsberg und 2 in Geilenkirchen. Jeweils eine Staffel wurde in ‘QRA’-Bereitschaft (Quick Reaction Alert) gehalten. Da die Bundeswehr nicht über nukleare Waffen verfügen durfte, waren für die Pershing im Rahmen der Nuklearen Teilhabe unter US-Bewachung stehende amerikanische Sprengköpfe vorgesehen.
Die Sowjetunion führte ab 1975 mehrere neue ballistische Mittelstreckenraketen vom Typ SS-20 ein.
Im Vergleich zur SS-20 war zwar sowohl Sprengkraft als auch Reichweite der Pershing-II deutlich kleiner, aber durch Aufstellungsort und Reichweite war das Bedrohungsszenario klarer definiert: Osteuropa bis einschließlich Moskau. In Verbindung mit der hohen Genauigkeit sah die Sowjetunion in den Pershing-II-Raketen Waffen für einen atomaren Erst- bzw. Enthauptungsschlag.
Nach 1981 begann man in Westdeutschland mit der Stationierung der Pershing-II-Mittelstreckenraketen, die innerhalb der NATO-Staaten nur in der Bundesrepublik Deutschland erfolgte und 1985 abgeschlossen war. Die Pershing II wurde nur US-Truppen im Rahmen der NATO in Westdeutschland zugeteilt, die Luftwaffe der deutschen Bundeswehr behielt weiterhin die Pershing IA. Die USA unterhielten drei mit Pershing-II ausgerüstete Raketenartilleriebataillone, die dem 56th Field Artillery Command in Schwäbisch Gmünd unterstanden, sowie zusätzlich ein Depot ungefähr in der Mitte. Jeweils eine von vier Batterien eines Bataillons befand sich in ständiger Einsatzbereitschaft im sogenannten QRA-Status (Quick Reaction Alert).
Insgesamt befanden sich 120 Pershing-II-Mittelstreckenraketen in der Bundesrepublik Deutschland.
Gegen dessen Stationierung protestierte die westdeutsche Friedensbewegung Anfang der 1980er Jahre genauso heftig wie die Ostdeutschen gegen die Stationierung von SS-20.
Die meissten der Raketensysteme wurden ab 1987 bis 1989 ausgemustert und bis 1991 zerstört.
Altenhof
Die Darstellung das hier permanent Kinder paramilitärisch gedrillt wurden, ist völliger Schwachsinn, denn tatsächlich gab es vielfältige Aktivitäten wie Ausflüge, Neptunfest, Nachtwanderungen mit Geisterstunde, Sportfeste, Lagerfeuer und ähnliches.
Üblicherweise organisierte man es so, dass jedes Kind mal in den Genuß jeder Veranstaltung kam, also 1 Manöver, 1 Nachtalarm, 1 Neptunfest, 1 Sportfest und auch 1 Nachtwanderung. Man hat also ein richtiges Unterhaltungsprogramm organisiert das die Zeit ausfüllte und wenn neue Kinder kamen, begann man wieder von vorn.
Die meissten Kinder hatten viel Spass in den Ferienlagern und hatten sich entsprechend viel zum Schulbeginn zu erzählen.
Das einzig wirklich traurige Kapitel daran, waren die vielen Tränen des Heimwehs. Kinder die zum ersten Mal ins Ferienlager fuhren bekamen schlichtweg Heimweh nach ihren Eltern. Und die Erzieher, so wurden die Aufsichtspersonen genannt, bemühten sich nach Kräften alle Tränen zu trocknen.

Wir haben euch hier mal eine kleine Auswahl von Pionierlagern zusammengetragen:
1. Pionierrepublik “Wilhelm Pieck” Webelinsee
– 1/2 Pionierrepublik “Wilhelm Pieck” Altenhof
– 1/3 Pionierrepublik “Ernst Thälmann” Berlin Wuhlheide, bekannt als FAZ
2. Pionierlager “Maxim Gorki” Wilhelmsthal
3. Pionierlager “Palmiro Togliatti” Chemnitz Einsiedel
4. Pionierlager “Kliment Woroschilow” Templin
5. Pionierlager “Soja Kosmodemjanskaja” Stolberg/Harz
6. Pionierlager “Kim Il Sung” Prerow
7. Pionierlager “Klement Gottwald” Papstdorf
8. Pionierlager “La Pasionaria” Waren/Müritz
9. Pionierlager “Edgar Andre” Göhren
10. Pionierlager “Fritz Heckert” Lenz, Malchow
11. Pionierlager “Hermann Matern” Raila
12. Pionierlager “Mathias Thesen” Boltenhagen
13. Pionierlager “Grete Walter” Sebnitz
14. Pionierlager “Heinrich Rau” Groß Köris
15. Pionierlager “Philipp Müller” Weißwasser
16. Pionierlager “Hans Kahle” Beichlingen
– 16/2 – Pionierlager “Hans Kahle ” Cramon Cramonshagen,Nordwestmecklenburg
17. Pionierlager “Lilo Herrmann” Bad Saarow-Pieskow
18. Pionierlager “Alexander Matrossow” Söritzsee
19. Pionierlager “Felix Dzierzynski” Bad-Saarow
– 19/2 Pionierlager “Felix Dzierzynski” Dehmsee
20. Pionierlager “A.S.Makarenko” Brodowin
21. Pionierlager “Friedrich Engels” Bertingen
22. Pionierlager “Lyssenko” Cramon
23. Pionierlager “Wilhelm Florin” Prebelow
24. Pionierlager “Georgi Dimitroff” Schloß Zschorna
– 24/2 Pionierlager “Georgi Dimitroff” Prora-Rügen
25. Pionierlager “Wilhelm Pieck” Schneeberg
26. Pionierlager “Waldemar Estel” Seehausen
27. Pionierlager “Helmut Just” Biesenthal
28. Pionierlager “Nikolai Ostrowski” Eckartsberga
29. Pionierlager “Clara Zetkin” Limbach-Oberfrohna
30. Pionierlager “M. I. Kalinin” Gräbendorf/ Frauensee
31. Pionierlager “Th. Münzer” Rathsfeld
– 31/2 Rathsfeld/Kyffh.
32. Pionierlager “Alexej Maressjew” Markgrafenheide
33. Pionierlager “Werner Seelenbinder” Güntersberge/Harz
34. Pionierlager “Rosa Luxemburg” Seifhennersdorf
35. Pionierlager “Boleslaw Bierut” Ahlbeck
36. Pionierlager “Rudi Arndt” Oybin
37. Pionierlager “Wladimir Majakowski” Grünheide/Auerbach
38. Pionierlager “Karl-Liebknecht” Zwickau, Windberg
39. Pionierlager “Karl Marx” Bad Schmiedeberg
40. Pionierlager “Karl Marx” Crispendorf (Wismut)
41. Pionierlager “Tschoibalsan” Petzow Grelle
42. Pionierlager “German Titow” Karlshagen (NVA)
43. Pionierlager “Georgi Dimitroff” Prora Friedrichroda
44. Pionierlager “Erich Weinert” Friedrichsbrunn
45. Pionierlager “Gheorghiu-Dej” Straußberg/Wolkramshausen, Kreis Nordhausen
46. Pionierlager “Ernst Thälmann” Kriebstein (Wismut)
47. Pionierlager “General Swierczewski-Walter” Gräbendorf
48. Pionierlager “Maurice Thorez” Arendsee
49. Pionierlager “Junge Garde” Truckenthal (GT)
50. Pionierlager “HO CHI MINH” Wittstock / Kulmühle
51. Pionierlager “Kurt Bürger” Parchim
52. Pionierlager “Bruno Kühn” Bollmannsruh
– 52/2 Pionierlager “Bruno Kühn” Oberhof
53. Pionierlager “Magnus Poser” Remschütz
54. Pionierlager “Ernst Thälmann” Bertingen
55. Puionierlage “Gustav Hübner” Schneeberg
56. Pionierlager “Mao Tse Tung” in Beichlingen
57. Pionierlager “Martin Andersen Nexö” Graal-Müritz
58. Pionierlager “Junge Generation” Truckenthal
59. Pionierlager “Hanno Günter” Gottesberg
60. Pionierlager “Oleg Koschewoi” in Massanei bei Waldheim bzw. (ab 1956) in Zschorna
61. Pionierlager “Mitschurin” im Wetteratal, Post Raila über Schleiz
62. Pionierlager “Raymonde Dien” Trassenheide
63. Pionierlager “Mathias Thesen” Tarnewitz
64. Pionierlager “Kim-Ir-Sen” Prerow
65. Pionierlager “Fritz Heckert” Plauer See
66. Pionierlager “Klement Woroschilow” Hammelspring
67. Pionierlager “Alexander Matrosow” Störitzsee
68. Pionierlager “Werner Seelenbinder” Bolz
69. Pionierlager “Max Reichpietsch” Kühlungsborn

Wehrkunde Unterricht – Militarisierung von Schülern?

Titelbild Titanic - Schießbefehl für Kinder

Dieser Wehrkundeunterricht wird ja auch regelmässig als Armeedrill dargestellt. So ein Unsinn.
Tatsächlich war es mehr ein Abenteuerspielplatz. Über eine Sturmbahn zu robben war eher eine sportliche Herausforderung. Mit einer Kampfausbildung oder Drill hat das wenig zu tun, zumal die “Sturmbahn” nur aus einer Holzwand und ein paar Gummireifen bestand. Die waren nichtmal halb so peinlich wie die Holzkeulen im Gymnastikunterricht. Die waren wirklich peinlich…

Die meissten von uns waren durchaus glücklich, wenn die Schule gelegentlich mal Wehrkunde auf den Plan setzte, denn ein Abenteuerspielplatz war allemal beliebter als Mathematik. Waffenkunde – also an sowas kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern. Naja ich hab mal nen Russenpanzer vorbei fahren gesehen. Zählt das auch?

Und ehrlich gesagt, wenn es nach uns gegangen wäre, hätten sie ruhig öfter mal Wehrkunde auf den Stundenplan setzen können. Das war aber nur 2 mal im Jahr drauf, unzwar ab der 8. Klasse, also 6 mal in 3 Jahren.

Unser Marschieren war wohl eher ein “synchronisiertes Herumlatschen” und wir hatten unseren Spaß daran
unsere Lehrer in die Verzweiflung zu treiben. Die waren übrigens genauso unprofessionell wie wir als “Rekruten des Sozialismus”. Im Ernstfall wären wir eher Nieten gewesen. Ein echter Soldat war da weit und breit nicht zu sehen.
Soldaten die von Kindern Blumen bekommen, das sind bestenfalls gestellte Fotos für den Sozialismus.

In einigen Schulen des Westens gibts da weitaus mehr Drill, insbesondere in den Eliteschulen. Und überhaupt, heutzutage kann man das sogar als Freizeitvergnügen buchen. Kampftraining, Panzerfahren sogar Kampfflieger, wer das nötige Kleingeld hat, kann sich den Spass gönnen. Ich schätze Paintball ist auch um einiges rabiater.

Paramilitärische Ausbildung in der BRD

Sicherlich hat man ihnen viel über die böse DDR erzählt, aber gewöhnlich lässt man die Paramilitärische Ausbildung der BRD gern unter dem Tisch fallen. Viel ist darüber ja nicht bekannt, das ist also nur die Spitze des Eisberges.

Kennen sie eigentlich den Bund deutscher Jugend (BDJ)? So nannte sich eine antikommunistische rechte Jugendorganisation im Westen. Anfang mitte der 50iger wurden der BDJ und dessen Teilorganisation Technischer Dienst wegen „Beteiligung an einer Geheimorganisation“ (Partisanenausbildung) als rechtsextreme Organisation verboten. Kurz darauf wurde diese Form der Partisanenausbildung vom BND wiederbelebt und ist Teil des Stay-behind-Netzwerkes das bis in die 1990iger Jahre aktiv im Westen war. Es ist zu erwarten das einige rechte Neonazi-Organisationen weiterhin vom CIA und BND als Stay-behind-Gruppe gegen Kommunisten aktiv sind. Darauf deuten auch die vielfältigen Verflechtungen von BND mit Neonazis hin.

Zitat aus dem Sendescript des ZDF:

“Waldmichelbach in Hessen. In diesem Haus trainierte ein CIA-Agent in den 50er Jahren eine Stay-behind-Truppe. Der sogenannte Bund Deutscher Jugend übte mit Waffen den Partisanenkrieg, führte Listen mit Feinden, die im Kriegsfall interniert werden sollten. Dieter von Glahn, ein früherer NS-Geheimdienstoffizier, war damals Funktionär der rechtsgerichteten Truppe. Von Glahns Truppe wollte unter anderem den damaligen Bremer SPD-Bürgermeister Wilhelm Kaisen internieren und den SPD-Bundestagsabgeordneten Herbert Wehner. Die CIA rekrutierte für Stay-behind weitere Nazis, wie den ehemaligen SS-Hauptsturmführer Adolf Supper. Die Amerikaner bezeichneten ihn als „fanatischen Nazi“, konnten den Funkexperten aber dennoch gut gebrauchen. Ziel war es eine amerikanische Machtübernahme in Osteuropa und der UdSSR zu unterstützen.”
Stay-behind geheime Krieger des BND

Einer der bekanntesten Rekrutierer für den BDJ war der SS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, bekannt als “Schlächter von Lyon”.

Beim Eintrag in das Vereinsregeister am Amtsgericht in Frankfurt 1950 wurde ein Vereinsvermögen von 1,7 Millionen DM angegeben, was auf massive Unterstützung schliessen lässt.
Nach Eigendarstellungen des BDJ war die Gesamtmitgliederzahl im September 1950 16.000, Anfang 1951 17.500.
Landesverbände bestanden in Bayern, Bremen, Franken, Hamburg/Schleswig-Holstein, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Württemberg-Baden.

Insgesamt wurden drei Quellen der Fremdfinanzierung identifiziert, neben US-Dienststellen (insbesondere CIA) und Industriekreisen auch Bundesbehörden. So erhielt der BDJ vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen 1952 rund 20.000 DM, 25% der monatlichen Gesamteinnahmen.

Der Historiker Ernst Nolte schätzte den BDJ als „eine antikommunistische Organisation, in der ehemalige Offiziere, ehemalige Nationalsozialisten und auch einige Kommunisten sich zusammengefunden hatten, um ein Gegengewicht gegen die in den frühen Fünfzigerjahren sehr starke und aktive FDJ (DDR-Organisation) zu bilden“.
Wikipeda zum Bund deutscher Jugend

Es ist allerdings zu bezweifeln ob da wirklich Kommunisten unter den Rechten waren. Vermutlich ist das wieder eine idiologische Verzerrung von Nazis die kommunistische Organisationen unterwandern sollten. Eine ähnliche Unterwanderung ist auch in der SPD erfolgt. Die Strukturen wurden später direkt vom BND übernommen wo  Bundeswehr-Angehörige für das Stay-behind-Netzwerk ausgebildet wurden.

Kinderarbeit im Osten – pure Ausbeutung

Auch den ESP-Unterricht (Einführung in die sozialistische Produktion, auch PA – Produktionsarbeit genannt) der übrigens erst ab der 8. Klasse auf dem Lehrplan stand, fand ich eigentlich recht interessant. Ich hab für Puma und Black & Decker gearbeitet, ausserdem Kartoffeln geerntet, Erdbeere und Äpfel, ich war mal in einem Schweinestall und in einem Kuhstall. Also alle 14 Tage mal von 8 bis 14 Uhr in der Produktion zu arbeiten hat mir nicht geschadet. Im Gegenteil ich wusste was die Leute leisten, es hat mein Wissen bereichert und genau dazu hat es auch gedient. Natürlich haben wir nicht gelernt unternehmerisch zu denken. Das Unternehmertum stand nirgends auf dem Lehrplan. Es ist viel eher mit einem Praktikum vergleichbar, eins das alle 14 Tage mal stattfand.

Es war es ja durchaus auch im Westen üblich, das man Kinder gelegentlich mit an seinen Arbeitsplatz nahm, beim Bauern war das der Kuhstall oder das Feld, bei Krämern der Laden und Kumpel nahmen ihre Kinder auch schonmal in Bergwerken unter die Erde mit. Ich bezweifle das je einer von denen Geld gesehen hat.

Natürlich kann man das auch als Kinderarbeit oder als pure Ausbeutung hinstellen, aber ich kenne keinen der sich als ausgebeutet oder als Kinderarbeiter empfunden hat und dem das irgendwie geschadet hat.
Das im Westen aber durchaus Kinderarbeit bis zum heutigen Tage geduldet wird, zeigen gelegentliche Berichte in der Presse wo dt. und globale Konzerne offen wegen Kinderarbeit angegriffen werden. Der Unterschied ist, diese Kinder sind weit weit weg und ihre Arbeitsbedingungen sind oftmals katastrophal.

ESP war die Fortsetzung des Werkens, im Werken haben wir z.B. gelernt Vogelhäuser zu bauen, zu sägen und zu feilen und in ESP haben wir die Umsetzung in Produktionsbetriebe gesehen. Die Arbeitsplätze wurden teilweise sogar für Schüler eingerichtet und ich denke die Arbeiter hatten auch ihre Abwechslung mit uns Kinder.
Und noch was sei erwähnt, die DDR hat das Prügeln von Kindern in der Schule bereits 1950 abgeschafft, im Westen war das durchaus noch Gang und Gäbe. Erst in den 60igern wurde es dort ebenfalls verboten. Ein interessanter Bericht warum das abgeschafft wurde, findet ihr am Ende dieser Seite unter den Kindheitserlebnissen des Bildungssystem West.

Kinderausflug des Zeltlager der evangelischen LandesKirche Hessen-Nassau im Jahr 1961

Das Lehrer der höheren Schulen Mitglied der SED waren, mein Gott, heutzutage braucht man ein CDU-Parteibuch um Karriere zu machen. Natürlich legte man Wert auf linientreue Lehrer, schliesslich bilden sie die Jugend des Landes aus, es wäre ziemlich dämlich dort Leute arbeiten zu lassen die nicht zum Staat stehen.

Das hat die DDR nicht erfunden, das war schon immer so in jedem Land. Der Westen duldet auch keine Linken im Lehrdienst oder im Beamtendienst.
Aber rein rechnerisch, wären 50% Zuträger der Stasi gewesen hätte die Stasi nur noch aus EOS-Lehrern bestanden. Warscheinlich hatte jede EOS ihren Stasispitzel, die waren ja nicht umsonst so verhasst.

Aber grundsätzlich muss man mal die Kirche im Dorf lassen, ein kleines Rechenbeispiel macht das deutlich.
Man schätzt heute das es bestenfalls 100.000 IM´s gab, (warscheinlich ist das auch ne Übertreibung der Westpresse) die natürlich damals alles mit der Hand schrieben. Vermutlich wäre jeder Geheimdienst damit völlig überfordert. Man kann also davon ausgehen, das die Stasi garnicht genug Leute hatte um sie alle auszuwerten.
Das Arbeitsamt hat 42 Mio Datensätze über die Bürger Deutschlands und 700.000 Mitarbeiter die u.a. auch Informanten decken – unzwar auf Weisung der Nürnberger Behörde. Wohlgemerkt das sind keine staatsfeindlichen Aktivitäten, sondern Vermieter von Wohnungen, Familienangehörige, Arbeitslose, Asylbewerber. Jeder zweite Bundesbürger hat ne Akte dort. Das nenn ich ne Stasi-Behörde!
Jobcenter und ihre Spitzel

Die meissten dieser Berichte der DDR wurden wohl nur der Ordnung halber abgeheftet, ohne das da irgendwas passierte. Wir Deutschen sind ja bekannt dafür das wir alles in Akten penibel abheften.

Erst wenn die Leute auffällig wurden, hat man sie genauer durchleuchtet. Ich denke man war sich durchaus bewusst das auch Neid oder persönliche Abneigung in den Berichten der IM´s mit einfloss. Nett waren die in den seltensten Fällen. Die Stasi war verhasst und deswegen war eine der Grundforderungen der Bürger sie aufzulösen.
Das haben wir auch getan – die Bundesregierung hat umgehend mit dem Einheitsvertrag die Akten beschlagnahmt und weigert sich bis heute diese zu vernichten – trotz der gültig gewordenen Gesetzgebung der DDR.
Noch schlimmer – sie perfektionierte sogar die Stasimethoden und wendet sie heute gegen alle Bundesbürger an.
Initiative “Du bist Terrorist”

Das Schulsystem Ost

Insgesamt gesehen war das Bildungsniveau sehr hoch, da Bildung nicht auf eine Oberschicht begrenzt war und auch die schwachen Schichten gefördert wurden. Förderunterricht, Nachhilfe, Arbeitsgemeinschaften und Hort mit Hausaufgabenbetreuung, sowas gab es praktisch an jeder Schule. Somit war das ganze Niveau insgesamt weitaus höher als heutzutage im Westen. Natürlich hatten wir damals keine Computer, Handys oder Taschenrechner. Die kamen erst in den späten 80igern und wurden dann aber auch nach und nach Standart – ganz wie im Westen.

Ein gutes Beispiel für unser Schulsystem ist jedoch unsere Kanzlerin, die kam nämlich aus einer christlichen Familie, ihr Vater war Pfarrer. Damit hätte sie nach gängigem Vorurteil des Westens nicht studieren dürfen. Sie hat aber studiert und nicht nur das, sie hat sogar im Ausland studiert, nämlich bei den roten Freunden in Moskau – der Kaderschmiede der Kommunisten schlechthin. Dahin haben es nur jene geschafft die besonders rot reden konnten. Frau Merkel hat das Talent das sie nicht nur super rot, sondern auch ultra schwarz reden kann. Und falls grün modern wird, wäre sie sicher auch darin Spitze. Die Frau ist wie eine Wetterfahne, immer mit der Nase in Windrichtung. Wieviel Leichen sie hinterlässt, auch darüber kann man nur spekulieren aber es sind nicht weniger als zu Hitlers Zeiten.
Die werden nur nicht ermordet sondern verhungern einfach aufgrund von Merkels Weltwirtschaftspolitik, unzwar pro Jahr 51 Mio Menschen. (Hitler Größenwahn fielen in 12 Jahren rund 56 Mio Menschen zum Opfer.)

Und sie war auch nicht die einzige Staatspräsidentin die das DDR-Schulsystem genossen hat. Auch eine chilenische Staatspräsidentin hat das ostdeutsche Bildungswesen “überlebt” und es bis zur ersten Frau im Land geschafft. Seit dem verändert sich in Chile vieles zum positiven. Diese Frau hat nämlich im Gegensatz zu Merkel den Sozialismus schätzen gelernt.

Die Alphabetisierungsquote der DDR lag bei 99,9% laut CIA. Die Bundesrepublik hat 5 Mio Analphabeten, also Menschen die nicht lesen und Schreiben können. Und wir haben auch noch Kinder aus Nicaragua, Angola, Mosambique, Kuba, Venezuela, Chile, Vietnam und vielen anderen Ländern Lesen und Schreiben gelernt und sie ausgebildet. Das war unsere Form der Entwicklungshilfe.

Erwähnenwert ist auch das alle Kinder im Osten Schwimmunterricht hatten. Es war für mich sehr schockierend zu hören wieviel Nichtschwimmer es im Westen gibt. In den Gebirgen hatten sie sogar Skiunterricht im Rahmen der Sportstunden. Im Flachland lag dafür zu wenig Schnee. Auch Gartenarbeit stand auf dem Stundenplan. Dort wurden dann Obst, Bohnen oder Tomaten in kleinen Schulgärten gepflanzt und es gab auch Exkursionen ins Moor z.b. oder in besondere Biotope, in Museen, nach Buchenwald ins KZ oder auch Schulwandertage, Schulsporttage mit Wettkämpfen und auch Kindertage wurden gefeiert mit Clowns oder Schulvorführungen. Unsere Lehrer haben sich öfter mal was einfallen lassen.
Sogar unsere Wehrausbildung war beliebt. Wir haben es durchaus genossen, mal mit Luftgewehren auf Scheiben zu schießen, den Weitwurf mit Holzgranaten-Immitate oder diese GST-Kampfanzüge zu tragen und so zu tun als wären wir ne Platoon-Einheit der US Kavallerie. Aber das war´s dann auch schon wieder mit der ganzen Tiefenpsychologie. Wir hätten uns genauso für Cowboy und Indianer oder für Ballerspiele am PC begeistert. Die Vorstellung des Westens über den Drill an DDR Schulen ist völlig absurd.

Auch ein beliebtes Vorurteil, hier in einer Wissenschaftlichen Arbeit wieder und wieder bis zum Abwinken zitiert:

“Während sich im Westen das emanzipatorische Ziel der Erziehung zur individuellen Mündigkeit durchsetzte, dominierte im sowjetischen Bildungssystem die Erziehung zu Unterordnung, zu Gehorsam und zur Einordnung in das Kollektiv.”

Hier zitiert von
– Michael Staack: West-östliche Bildungskooperation in der Republik Belarus
– Klaus Erdmann/Heinz Theisen: Der west-östliche Hörsaal. Interkulturelles Lernen zwischen Ost und West
– auch den Beitrag von Tobias Knubben im gleichen Band
– und Matthias Bürgel: Internationale Hochschulkooperation(em) zwischen Ost und West

Man darf davon ausgehen, das man das noch weitere 200 Jahre zitiert wird, ohne das sich irgendeiner dieser Autoren jemals fragt ob das überhaupt stimmt!

Denn hätte uns das Bildungssystem, oder auch das der Sowjetunion oder anderer Osteuropäischen Länder derart “unterwürfig” erzogen, hätten wir wohl keine Erfolge vorzuweisen, ja nicht einmal eine Revolution zustande gebracht. Und wie immer sei auch hier darauf verwiesen, das gleich mehrere Präsidenten u.a. von Chile und anderen Süd- und Lateinamerikanischen-, GUS- und sowie zahlreichen Ostblockstaaten, befreundeten Nationen und nicht zuletzt die Kanzlerin Merkel ja dieses “unterwürfige” Bildungsystem in vollen Zügen kostenlos genossen haben. Man kann diese Führungspersonen wohl kaum als unterwürfig eingeordnete Kollektivmitglieder bezeichnen.

Ich glaube auch nicht das ich als besonders “unterwürfig” rüberkomme. Schon weil ich die Frechheit besitze, das zu schreiben was ich erlebt habe, wo das doch so garnicht dem Bild entspricht das man heute in den Schulen lehrt. Natürlich war ich nur an einer normalen Schule, nicht an einer Schule für Schwererziehbare, die Mopeds geklaut haben und daher so furchtbar unter der DDR gelitten haben um sich nun als “Opfer des DDR-Regimes” zu präsentieren und den Leuten zu erzählen “Torgau ist lebenslänglich”.
Solidarität empfinde ich jedoch mit den Kindern die von Pfarrern missbraucht wurden. Nur sind das die “Opfer der Bundesrepublik” die nach einer kurzen Entrüstung der Presseöffentlichkeit schnell wieder vergessen werden.
Wie die Bundesrepublik damit umgeht, kann man hier nachlesen.
Aber klar DDR schlecht – Bundesrepublik gut.

Es ist ein typisches Vorurteil, das durch das ständige Zitieren keinesfalls wahrer wird. Doch wie anders man einst über die DDR sprach zeigt wohl dieser 3sat Bericht von 1972, der sich im zweiten Teil auch zum Thema Bildung äußert.
Im Spiegel online äußerte sich ein Leser folgendermaßen:

Von 1972 bis 1984 hatte ich in der DDR die Schulbank zu drücken.
Ein paar Vergleiche mit der Schulsituation meiner Kinder heute:

– Staatsbürgerkunde: damals ein obligatorisches ‘Muss’, hat weder dem Staat noch den Schülern was gebracht.
Heute: ersetzt durch Religion / Ethik, ist besser

– Geschichte: Vermittlung einer völlig anderen Geschichtsauffassung, als derzeit.
Meine Meinung: Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte.

– Naturwissenschaften: damals eine solide Ausbildung für alle
Heute: Gute Lehrer sind Glückssache, Erfolg hängt viel mehr vom Engagement der Eltern ab

– Lehrplan: damals einheitlich, Umzug ohne Probleme.
Heute: Chaos auf Bundesebene

– Zustand der Schulen: damals OK.
Heute: verglichen mit der allgemeinen Leistungsfähigkeit der Gesellschaft, EIN JAMMERZUSTAND

– Förderschulen: gab es auf Kreisebene für Sprachen und Naturwissenschaften kostenlos
Heute: eher bedingt, in der Regel mit Mehrkosten für die Eltern verbunden

– Arbeitsgemeinschaften, Ferienbetreuung, etc.: damals jede Menge
Heute: kein Geld für Extras

– Schulessen, Hortbetreuung : damals war es besser als heute
Heute: schlechter

Der Westen hat bis heute nicht begriffen, das sein Kapitalismus sämtliche Vordenker und Führer des Kommunismus erzogen und ausgebildet hat. Der Kapitalismus hat den Kommunismus regelrecht erschaffen, Marx und Engels haben davon geträumt die Welt besser zu machen. Ne Mauer kam darin ürigens nicht vor.
Lenin lebte überwiegend im Exil in der Schweiz, nachdem sein älterer Bruder (ein Student des Zaren) nach einem Attentat auf den Zaren hingerichtet wurde. Sein älterer Bruder wollte den Zar stürzen.
Sein kleiner Bruder Lenin stürzte ihn und wurde der Gründer des ersten kommunistischen Staates der Welt. Es ist kaum anzunehmen das irgendwer von denen Kommunismus in einer Schule gelernt hat.

Kommunismus ist der völlige gesellschaftliche Gegenentwurf zum Kapitalismus. Eine Alternative. Erdacht von Menschen die den Kapitalismus ablehnen. Wo es keinen Kapitalismus gibt, ist auch kein Kommunismus notwendig.

Und der Gegenentwurf zur sozialen Marktwirtschaft (was ein gemäßigter Kapitalismus ist) ist der Sozialismus (als eine Art gemäßigter Kommunismus)

Otto Grotewohl, erster Präsident der DDR saß im Braunschweig für die SPD im Landtag. Er war u.a. 1945 einer der Gründer der SPD in Deutschland – nicht im Osten, sondern im Westen, in Braunschweig!

Walter Ulbricht und Gustav Stresemann wohnten im selben Haus in Leipzig. Gustav Stresemann wurde der Reichskanzler der Weimaer Republik, Ulbricht wurde Vorsitzender des Zentralkomitees der SED und leitete den Sozialistischen Aufbaukurs der DDR ein.

Die DDR hatte Fehler, sie war nicht perfekt, sie war nur der Versuch einer besseren Welt, aber sie war nicht böse.

Diese Welt hat 40 Jahre funktioniert. Doch statt daraus zu lernen, negiert der Westen die DDR und betitelt ihn als Unrechtsstaat. Er löscht die Kommentare der Ossis im Internet und präsentiert euch “Opfer des DDR-Regimes” unzwar regelmässig, damit ihr nur ja nicht vergesst wie böse die DDR war. Inzwischen gehen ihm offenbar die Opfer aus, das er jetzt schon Motorraddiebe als “DDR-Opfer” präsentieren muss.
Seine eigenen Opfer, die hat er schon nach dem Drucken des Artikels vergessen, die verschwinden in Archiven, die werden niemals gezählt, sondern eiskalt abserviert.
Man malt den Kindern heute in der Schule ein Bild des Grauens vom bösen Unrechtsstaat DDR der Kinder ans Fließband stellt, Kriegsunterricht an Schulen, unterwürfige Zombis, ja sogar im Kindergarten sollen angeblich Kinder schon gedrillt worden sein – so ein Quatsch, so ein Schwachsinn. Das ist totale Propaganda.

Bei einem Fall standen mir ja die Haare zu Berge.
Eine Kindergärtnerin aus dem Osten fing 1992 in Bayern in einem Dorf eine neue Stelle an, da haben die bayrischen Mütter eine regelrechte Hetzjagd veranstaltet, damit ihre Kinder nicht von ihr “gedrillt” werden.
Das nenn ich Indoktrination!

Sie hat dann die Arbeitsstelle gewechselt und in einem Nachbardorf angefangen. Dort bekam sie eine “Aufsicht” die kontrollieren sollte was sie mit den Kindern so anstellt.
Ergebnis: Die bayrischen Kinder sind weder kleine Kommunisten geworden, noch laufen sie im Stechschritt nach Hause. Im Gegenteil, inzwischen leitet sie den Kindergarten und hat dort zur Freude der Eltern auch das eine oder andere aus dem “bösen Osten” eingeführt, das die Kinder schonmal das eine oder andere Lernen.

Fakt ist jedoch: Jedes System hat Grenzen, der Westen genau wie der Osten.
Der Osten hat seine Staatsfeinde bestraft und der Westen tut das auch.

Auch im Westen gab und gibt es bis heute ein Berufsverbot für Kommunisten als Lehrer oder überhaupt im öffentlichen Dienst zu arbeiten.
Der Radikalenerlass

Und zum Nachlesen:
Manfred Histor: Willy Brandts vergessene Opfer, Geschichte und Statistik der politisch motivierten Berufsverbote in Westdeutschland 1971–1988. Ahriman Verlag, 1999, ISBN 3-922774-07-5

Der Westen lehrt all das nicht in der Schule, er möchte die Erinnerung daran ausmerzen,
deswegen schreiben wir für euch auf, wie es wirklich war.
Und wenn diese Seiten verschwinden, hat man uns dafür verhaftet.

Die Voelmy-Studie zur zehnklassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule der DDR

Voelmy¹ hat es schon 1964 erkannt: Die DDR-Bildung war der BRD-Bildung weit überlegen. Denn die Voelmy-Studie beweist, daß zehn Jahre polytechnischer Unterricht die DDR-Schüler keineswegs zu sozialistischen Robotern abgestumpft haben. Die jungen Ostdeutschen waren vielmehr ihren westdeutschen Altersgenossen weit voraus: Sie besaßen mehr schöpferische Initiative und Selbständigkeit, die sie befähigten, im Berufsleben wendiger zu agieren und zu reagieren. Voelmy stieß bei seiner Analyse auf “keinen Beweis für die Behauptung, daß alles unterrichtliche Geschehen vornehmlich von politischen Motiven her begründet und gesteuert wird”. Er hat es sogar rechnerisch belegen können: die 13-jährigen DDR-Schüler waren bereits weiter als ein westdeutscher Abiturient.

Die westdeutschen Pädagogen hätten von ihren DDR-Kollegen vieles lernen können, doch zwei Hindernisse standen dem entgegen: die westdeutschen Lehrer wollten vom ostdeutschen Lehrkörper nichts lernen und der Staat hat 1990 nicht geschaut, dass man für ein fortschrittlicheres gemeinsames Deutschland die ostdeutsche Bildung übernimmt und durch westdeutsche Vorzüge ergänzt und weiter verbessert.

Versuchen wir also eine rückblickende, persönliche Bestandsanalyse. Es ist nicht so einfach, pauschale Unterschiede zur Bildung zu erklären. Denn schließlich hängt vieles auch individuell von der Lehrkraft ab.

Bildung selbst ist auch nicht pauschal. Sie findet an vielen unterschiedlichen Institutionen statt. Es gibt Krippen, Kindergärten, Grundschulen, Haupt-,Real-,Gesamt-,Mittel-,Haupt-&Realverbundsschulen usw. und Gymnasien, dann gibt es Fachabitur, Fachhochschulen, Berufsschulen, die betriebliche Ausbildung, Universitäten, Akademien, Kunst-,Musik-,Sport-, Schauspielhochschulen…
Diese beiden Abhängigkeiten sollten beweisen, wie schwer es ist, zumal ohne Qualifikation, in angemessener Kürze über Staats- und Systemunterschiede von Bildung zu sprechen.

Ein Versuch:

Wesentlich für den Erfolg osteuropäischer und ehemaliger DDR-Bildung halte ich, dass sie nie fragt: wer kann etwas am besten? Sondern sie fragt immer: wie können wir ALLEN so viel wie möglich beibringen?

Dazu gehört, dass Grundlagen, Grundsätzliches, das alle wissen müssen, an allen Ausbildungsstätten Standard ist. Man findet also keine Kunsthochschule, die nicht JEDEM Studenten die Bedienung der wichtigsten Techniken zeigt oder JEDEM Studenten die wichtigsten Eckpunkte der Kunstgeschichte beibringt, natürlich in den relevanten Zusammenhängen.

Für JEDEN Studenten wird eine handwerkliche Ausbildung in den wichtigsten Techniken Zeichnen, Malerei, Bildhauerei, Drucktechniken, Foto, Video, Computergrafik vorgesehen. Das gehört in den ersten Studienjahren zu den Pflichtveranstaltungen. Mit dem Vordiplom hat also jeder Student wesentliche handwerkliche und intellektuelle Fähigkeiten, die ihn für seinen Beruf qualifizieren. Danach ist er frei, denn gerade in der Kunst darf man nicht so viel vorgeben.

Anders an einer deutschen Kunsthochschule. Es ist unmöglich, Unterricht in allen Fächern zu bekommen. Entweder gibt es überhaupt keine regulären Kurse oder die Zeiten überschneiden sich, es gibt extrem begrenzte Plätze (z.B. 20/1000 Studenten können pro Jahr am Siebdruck teilnehmen), für jede Veranstaltung muss man sich extra und vor allem schnell anmelden, Angebote in der Kunstgeschichte sind zusammenhangslose Vorlesungen zu speziellen Themen, die die jeweiligen Dozenten gerade interessieren. Was der Einzelne dabei lernt, ist den Lehrenden völlig gleichgültig, und das Interesse, ALLEN eine solide Ausbildung zu ermöglichen, ist überhaupt nicht vorhanden! Es wird nur gefragt: Wer kann’s am besten? Und die mangelhafte Fähigkeit der Lehrenden, die Studenten zu motivieren, wird durch Wettbewerbe ausgeglichen.

Das ist nur eines von Millionen von Beispielen, die ich am liebsten nennen möchte. Die Probleme speziell im Vergleich der Kunsthochschulen sind nämlich noch gering gemessen an den Unterschieden in der Schulbildung oder an normalen Universitäten.

Hier noch ein paar Differenzen in den Lehrmethoden, in der Herangehensweise beim Unterrichten, denn auch die unterscheiden sich sehr.

  • Kindergarten und Grundschule werden als Orte der gesellschaftlichen Erziehung begriffen. Entsprechend hoch angesehen sind Erzieher. Sie erhalten eine hochkarätige Ausbildung. Es wird verstanden, dass es immer Ideologie gibt und die Frage nur lautet: welche. In Deutschland wird Ideologie geleugnet und ist daher umso schlimmer vorhanden.
  • Schule lehrt kritisches Denkvermögen und Kreativität, und zwar so gut wie ALLEN Schülern, nicht nur einzelnen. In der weiterführenden Schule geht es vor allem um Textanalyse, das heißt Leseverständnis, in Mathe um Aufgabenverständnis. Es wird verstanden: wer die Aufgabe/den Text nicht kapiert, hat schon verloren.Im westdeutschen Bildungsverständnis formuliert man keine Bedeutungsunterschiede – etwa, welche Fähigkeiten wichtiger sind als andere. Die Schüler sollen es selbst und untereinander herausfinden und landen damit in der Kommunikationsfalle: Kommunikation ist wichtiger als logisches Denkvermögen und Fertigkeiten. Auf lange Sicht führt das in eine gesellschaftliche Katastrophe.
  • Man begreift, dass Zusammenhänge wichtiger sind als Fakten, dass Fragen wichtiger sind als Antworten. Entsprechend wird vermittelt.
  • Fragen zu bevorzugen bedeutet vor allem das Herauskristallisieren von wichtigen und für interdisziplinäre Zusammenhänge bedeutsamen Fragestellungen. Ein Diskurs über Qualität ist auf permanent hinterfragbaren Konsens gerichtet.
  • Die Wissenschaft orientiert sich in ihrer Wertschätzung nicht daran, ob die Fragestellung eines Werkes NEU ist, sondern ob sie RELEVANT ist. Westdeutsche halten so eine Richtung für eine Einschränkung der persönlichen Freiheit. Allein, eine abschließende Interpretation, eine Deutung des Seins, ist simpel unumgänglich, weil die Menschen Geschichte nicht gegenwärtig entwickeln können ohne der vorhergehenden Sinn beizumessen, und zwar nach Lage und Ausrichtung einen verschiedenen (das wird allzu oft vernachlässigt).
  • Der Lehrende weiß, dass Inhalte erst durch Wiederholung verstanden werden können. Inhalte ohne Wiederholung sind verloren oder Zeitverschwendung.
  • Es wird nicht vom Lernenden erwartet, für seine eigene Leistung verantwortlich zu sein. Verantwortlich für die Lernerfolge des Lernenden ist zu 95% der Lehrende. Er muss die Schwächen erkennen und jedem Lernenden zeigen, wie er seine Schwächen behebt.
  • Weil der Anspruch in Ost ist, JEDEM Lernenden zu Erfolg zu verhelfen, können Osteuropäer und Ostdeutsche besser mit der vorhandenen Zeit umgehen. Sie verstehen es effizienter, welche Inhalte für ALLE relevant sind und welche Inhalte INDIVIDUELL verschieden wichtig sind. Inhalte, die für alle relevant sind, werden entsprechend an alle gemeinsam vermittelt, während interessenabhängige Inhalte mit Einzelnen besprochen werden. In West ist das oft andersherum bzw. wird die Frage nach Effizienz gar nicht gestellt.
  • Didaktik wird nicht als störend begriffen sondern als unverzichtbarer Bestandteil der Lehre. Didaktik bedeutet die Fähigkeit der Lehrenden, die Lernenden höchstmöglich zu motivieren.
  • Höchstmögliche Motivation der Lernenden ergibt sich aus der individuell richtig anzuwendenden Mischung aus Lob und Kritik, aus Vorgaben und Freiheiten, aus Fragen und Antworten (die der Lehrende vorgibt). Dazu muss der Lehrende psychologisches Gespür haben.
  • Psychologisches Gespür aber fehlt den Westdeutschen absolut. Westdeutschen fehlt das Verständnis, wie sich ein Mensch aus Individualität und Teil einer Gemeinschaft zusammensetzt.

Es ist unabdingbar für eine funktionierende Gesellschaft, dass man in der Bildung nicht nach dem besten Individuum fragt, sondern nach dem Besten für Alle. Eine Demokratie funktioniert nur, wenn die Mehrheit der Bevölkerung auch in der Lage ist, die gegenwärtig ablaufenden Ereignisse kritisch wahrzunehmen. Die derzeitige Bildungslage in Deutschland ist ergo eine staatliche Gefahr.

¹Voelmy, Willi: Polytechnischer Unterricht in der zehnklassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule der DDR seit 1964. Verlag Moritz Diesterweg, Frankfurt.

Die bundesdeutsche Geschichtsfälschung

Wie massiv falsch jedoch die Darstellung der DDR in den Medien West betrieben wird, zeigt auch dieses wirklich grandiose Beispiel der negativen Geschichtsdarstellung, was die Nachbildung einer DDR-Schulrealität sein soll.

Dazu ist folgendes zu sagen:

Die jungen Pioniere war eine Organisation deren Mitglieder zwischen 6 und 10 Jahre alt waren, also 1. bis 3. Klasse. Sie trugen zu besonderen Feiertagen (z.b. Geburtstag der DDR) eine weise Bluse mit dem Emblem der Jungpioniere am linken Arm und ein blaues Halstuch. Nur zu diesen Tagen und auch nur zur ersten Stunde nach dem Fahnenappell wurde der Unterricht mit dem Spruch der jungen Pioniere “Seid bereit – immer bereit” begonnen unzwar ohne Trommeln, was sich wohl sehr störend auf den Unterricht anderer ausgewirkt hätte.
Ein Theater-Effekt dieser “Rekonstruktion”.

Der Spruch bezieht sich auf die Bekenntnisse (Statuten) der Jungen Pioniere das sie immer bereit sind, ihre Bekenntnisse auch umzusetzen, die da wären:

      Wir Jungpioniere lieben unsere Deutsche Demokratische Republik.
      Wir Jungpioniere lieben unsere Eltern.
      Wir Jungpioniere lieben den Frieden.
      Wir Jungpioniere halten Freundschaft mit den Kindern der Sowjetunion und aller Länder.
      Wir Jungpioniere lernen fleißig, sind ordentlich und diszipliniert.
      Wir Jungpioniere achten alle arbeitenden Menschen und helfen überall tüchtig mit.
      Wir Jungpioniere sind gute Freunde und helfen einander.
      Wir Jungpioniere singen und tanzen, spielen und basteln gern.
      Wir Jungpioniere treiben Sport und halten unseren Körper sauber und gesund.
    Wir Jungpioniere tragen mit Stolz unser blaues Halstuch.

Ganz offensichtlich ein richtig schlimmes Bekenntnis, oder?

Im Grunde genommen war es nicht viel anders als auf kirchlichen Internaten oder den sogenannten Knabenschulen/Mädchenschulen, wo man sich stattdessen zu den 10 Geboten bekennt.
Ansonsten gab es Abzeichen zu erringen, z.b. Schwimmabzeichen, Feuerwehrabzeichen und Sportabzeichen in drei Stufen.
Dazu kommen Ausflüge, Exkursionen z.b. um Blätter zu trocknen oder Naturbiotope zu entdecken oder Museumsausflüge und Ausflüge zur dt. Geschichte z.b. in KZ-Lagern. Und es gab eben auch Rituale wie das hissen der Fahne beim Fahnenappell oder das Singen von Pionierliedern, wozu dann auch diese dargestellte Meldung gehörte, die eigentlich nicht in der Schulstunde, sondern beim Fahnenappell üblich war.
Ähnliche Rituale wie den Fahnenappell gab es auch in Kinderferienlagern – die Ostvariante vom Pfadfinderlager.

Und wie bei Kindern zwischen 6 und 10 Jahren üblich, ist da auch noch der Stolz auf das Tragen von Insignien und die kindliche Begeisterung weit verbreitet, die allerdings mit den Jahren abnimmt. Naja man wird halt klüger.

Schaut man sich mal auf Schulen um, wo Schuluniformen getragen werden, so findet man dort ähnliche Rituale einschliesslich irgendwelcher Bekenntnisse, Meldungen an Lehrer und Uniformen. In gewisser Weise werden diese Bekenntnisse weltweit eher halbherzig von den Schülern nachgeplappert, und so war es eben auch im Osten.
Man kann es linientreu oder auch Drill nennen, aus Sicht der Schüler ist das immer Heucherlei.

Die Begeisterung für solche Ritale erreichen gewöhnlich mit 16 Jahren ihren absoluten Tiefpunkt, denn dann rebellieren Jugendliche gegen eingefahrene Rituale, daher hatten ältere Schüler der FDJ nur noch einen sehr relaxen Umgang mit diesen Regeln. Gegen die Regeln wurde dann auch regelmässig verstoßen, da sich die Jugendlichen beim Fahnenappel meisst unauffällig in Luft auflösten. Sie “verdünnisierten” sich.

Auch die dargestellte “Ablehnung der BRD” und die Antwort die einem angeblichen Drittklässler in den Mund gegeben werden, sind genauso schwachsinnig wie die “Überredungskünste” der Lehrerin. Ein Drittklässler wäre geistig noch garnicht in der Lage so zu reden, falls er nicht zufällig ein Genie ist.

Ich habe durch Umzüge mehrere sehr unterschiedliche Schulen im Osten besucht und nicht einmal eine vergleichbare Szene erlebt – auch dort wo die Mitgliedschaft in Pionierorganisationen abgelehnt wurde.

evangelisches KinderMisbrauchsLager am Edersee1961, Morgenapell der Kirchen-Opfer. Die Kinder-Sünder knien im SündenPranger, links am Bildrand der Diakon, der sie nachts tröstete

evangelisches KinderMisbrauchsLager am Edersee1961
Morgenapell der Kirchen-Opfer. Die Kinder-Sünder knien im SündenPranger und finden es zum Teil noch lustig. Links am Bildrand der Diakon, der sie nachts tröstete, mehr dazu unter http://www.barth-engelbart.de/?p=1824

Und das man mit Drittklässlern über Waffen redet? Also Waffen waren weder für Drittklässler noch für alle anderen Schulklassen Lehrstoff. Daher ist auch nicht verwunderlich das zahlreiche Ossis dieser Darstellung widersprechen, die natürlich alle Ostalgiker sein müssen, unzwar alle 16 Mio. Jedenfalls glauben das dumme Leute.

Tatsächlich wurden auch Diskussionen über den Westen geführt, Westliche Werbeslogans waren genau wie Westjeans wohl auf jedem Schulhof präsent und nicht wenige kamen mit Farbstiften oder Füllern aus dem Westen zum täglichen Unterricht. Die Lehrer hätten reichlich zu tun gehabt, um das alles bei den Schülern einzusammeln.
Tatsächlich waren die so normal wie heute Taschenrechner oder Handys.

Diese Darstellung initiiert vom Spiegel ist also nichts anderes als pure Propaganda, die nie für Jugendliche von 16 Jahren und schon garnicht für Kinder der dritten Klasse Realität war. Das deren Begeisterung vorhersehbar unterirdisch ausfiel, dürfte von vornherein klar sein.
Dazu kommt eine “Lehrerin” die aus “familiären Gründen” den DDR-Schuldienst verlassen hat. Man darf wohl annehmen, das ihr die DDR die Lehrerlaubnis entzogen hat, was sie wohl nie verwunden hat. So hat sie bei Spiegel TV eine passende Bühne gefunden um ihre 5 min Ruhm zu bekommen. Was dort dargestellt wird, entsprach nie der Realität, sie ist einfach nur idiotisch.

Andersrum muss man sich vor Augen halten, wie die Eröffnungsrituale eine katholischen Schule auf Schüler der DDR in den 80iger Jahren gewirkt hätten. Sicherlich haben diese Lehrer mehr zu tun gehabt mit dem Einsammeln von Walkmans die damals im Westen zur Grundausrüstung aller Schüler gehörte.
Die Reaktion der “Ossis” wäre sicher annährend die gleiche – negativ abstoßend.

Hier mal ein paar Rituale des Westens:
Wenn man dann noch erwähnt das gerade an katholischen Schulen Schüler sogar missbraucht wurden oder Sexualstraftäter in die Schulgebäude gelangen konnten, sollte man schonmal ins Grübeln kommen. Insbesondere auch darüber, das diese Opfer sehr schnell wieder “vergessen” werden unzwar lebenslänglich.

Hier noch ein paar Pionier-”Kampflieder”, wir wollen es ja nichts verheimlichen, schon garnicht wie wir “gedrillt” wurden. Ok, das mag vielleicht nicht jedermanns Geschmack treffen, aber mit 6, 8 oder 10 Jahren sieht man viele Dinge noch positiv optimistisch.
Die Schul-GMBH – Bildung für Kriecher

Zwei Schüler im Westen mussten leider feststellen, das ihr Lehrstoff den wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht. Eigentlich Peanuts, denn sie hatten ja recht. Doch statt einen Fehler zuzugeben, hält man an falschem Wissen fest, verteidigt es auf Teufel komm raus. Und nicht nur das, infolgedessen wurden sie auch noch abgemahnt.

Da sie diese Ungerechtigkeit nicht so einfach akzeptierten, forschten sie weiter und entdeckten zahlreiche Beispiele für Indoktrination und der systematischen Vorbereitung von Schulkindern auf ihr Leben als braver treudoofer kritikloser Bundesbürger, der zwar Vermögen erwirtschaftet, es aber nie selbst ausgeben wird. Dabei sprechen sie nicht etwa von den indoktrinierten Schülern im Osten, sondern vom Schulsystem West.

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Von Mythen & Märchen XII – Bildung

„In der DDR durfte jeder studieren“

Westpresse: Die bildungspolitischen Anstrengungen der SED waren von Anfang an darauf gerichtet, eine parteiloyale Machtelite zu rekrutieren. Voraussetzung für den Besuch der Abiturstufe war grundsätzlich eine vorzeigbare positive staatliche Gesinnung, die z. B. durch Mitgliedschaft in der FDJ nachgewiesen werden musste.

So ein Unsinn. Ich war studieren und wir hatten durchaus Studenten die nie Mitglied der FDJ oder der Pioniere waren. Die gab es übrigens auch in meiner Schule. Und wie meine Stasiakte beweist, war ich auch nicht gerade mit einer “vorzeigbaren positiv staatlichen Gesinnung” ausgestattet, oder anders gesagt, mir fehlte der Glauben an die SED.
Was viele nicht wissen, die DDR war das Land mit der höchsten Alphabetisierungsrate Weltweit, nämlich 99,9%. Sie unterrichtete auch grundlegende Techniken wie Gartenarbeit, Umgang mit Werkzeugen und Schwimmen.
Deutschland hat heute 5 Mio Analphabeten. Die meissten sind Einwanderer, aber nicht alle. Schwimmen wird nicht unterrichtet, auch keine Gartenarbeit oder Umgang mit Werkzeugen. Die Folge: Erwachsene meiden jede Fähre weil sie glauben im Ernstfall zu ertrinken. Kanu fahren, Rafting oder auch nur mit einem Paddelboot im See angeln ist für sie unmöglich.

Aber zurück zur sozialistischen Bildung:
Dieses ganze kommunistische Blabla hing mir total zum Halse raus, womit ich übrigens nicht alleine war. Praktisch alle Freunde und Klassenkameraden waren eher abgeturnt und so klappten im Staatsbürgerkunde-Unterricht pünktlich mit dem Klingelzeichen alle die Ohren zu, suchten sich eine Ecke in ihrem Heft und fingen an zu malen. Man schrieb sich Zettelchen oder unterhielt sich flüsternd. Staatsbürgerkunde oder schlicht “Stabi” wie wir es nannten, wirkte eher wie ne Schlaftablette auf den “sozialistischen Jungbürger”. Dort fand man alles, nur eins ganz sicher nicht – begeisterte Kommunisten.

Aufgewacht sind wir eigentlich nur wenn wir über den Westen gesprochen haben. Dann konnte man zusehen wie sich die Lehrer immer mehr zurück zogen, weil sie eben nicht darüber reden sollten und so ließen sie die Schüler plappern, was dann irgendwie in Werbesprüche endete, bis das vom Lehrer ersehnte Klingeln ihn aus der misslichen Lage befreite. Natürlich gabs auch Lehrer die diese Gespräche abwürgten und dann gabs welche die holten Filme raus und wechselten so das Thema. Wir Schüler genossen es immer sehr unsere Lehrer zu provozieren. Also Unterwürfigkeit sieht sicher anders aus.

Tatsächlich wurden bis in die 70iger relativ stark darauf geachtet, das insbesondere auch Kinder aus Arbeiterfamilien studieren konnten. Die Plätze gingen daher bevorzugt an “linientreue” Familien. Aber in den 80igern hatte praktisch jeder die Chance zu studieren, natürlich nur, wenn es die gewünschten Studienplätze auch gab. Im anderen Falle studierte man das nächstliegende Fach (man lenkte um) und wechselte sobald ein Platz frei wurde, in sein Wunschgebiet über. Alternativ versuchte man es ein Jahr später wieder oder studierte per Abendschule/Fernstudium. Es stand jedem frei wie er es machte. Das war und ist nicht viel anders als heutzutage.
Das ganze kann man auch hier nachlesen: Studieren in der DDR

Ein Studienplatz zu kriegen war also im Osten nicht schwerer als im Westen – nur eben ohne Gebühren.
Erwähnt sei vielleicht noch das im Osten 1972 genau 43% der Studenten aus Arbeiterfamilien kamen,
im Westen waren es 6%. Zu verdanken war dies einer Regel die den Arbeiterkindern bessere Chancen auf einem Studienplatz einräumte. Akademikerkinder studierten dann meisst über den zweiten Bildungsweg. Der Zugang zu Bildung wurde also auch ihnen nicht verwehrt – auch wenn das heutzutage behauptet wird.

Aber wir wollen ja hier mal die Wahrheit erzählen, also schauen wir uns mal ein paar Kritiken an.

Ein Ossi schrieb in einer Zeitung:
Allerdings wurde das Bildungswesen von der SED ideologisch straff auf Linie gehalten. Das ging bis in die Bewertung der Leistungen. Berufsoffiziersbewerber wurden zum Abitur durchgewunken, während man diskussionsfreudigen Schülern wegen “politischer Unreife” der Zugang verwehrte. Von den männlichen Abiturienten wurde selbstverständlich eine “freiwillige” Verpflichtung zum dreijährigen Militärdienst erwartet, ohne die die gewünschte Studienzulassung schwierig gewesen wäre.

Naja so ganz falsch ist das nicht, aber auch nicht ganz richtig. Jeder Staat bevorzugt linientreue Schüler auf seine Weise – auch der Westen. Da wird das freiwillige Engagement oder die soziale Stellung der Eltern schonmal zur “Zugangsvorraussetzung”. Natürlich nicht offensichtlich. Tatsächlich ist die Zahl der studierenden Arbeiterkinder im Westen eine Minderheit an den Universitäten, während in der Oberschicht fast jeder studiert. Der Grund dafür – studieren kostet hier Geld. Im Osten war das Studium grundsätzlich kostenlos. Auch Bafög gab es.

“Straff auf Linie” zu unterrichten, hatte entsprechende Reaktionen der Schüler zur Folge und selbst dem eifrigste Lehrer beschleicht angesichts einer kollektiv schlafenden Schulklasse das komische Gefühl, Selbstgespräche zu führen. Es blieb ihm also nichts weiter übrig als die “straffe Linie” aufzulockern.

Erwartet wurde von den Jungs natürlich schon das sie sich freiwillig 3 Jahre zur Armee verpflichten, aber ein Zwang?
Also Jungs nun bleibt mal auf dem Teppich! Nur der Wehrdienst von 18 Monaten war Pflicht für alle Jungs.
Leute, wir waren ein winziges Land mit einer relativ großen Armee. Jede Menge Spione aller anderen Nationen waren hier unterwegs und neugierig, was wir so hinter unserer Mauer machen.

Klar hat man den Berufssoldaten und den langen Wehrdienst in der DDR attraktiver gemacht. Auch im Westen wirbt die Bundeswehr mit Ausbildung und Studium. Die ist also nicht viel anders. Nur ist das im Osten eben immer böse und im Westen immer gut. Seht ihr wie man da manipuliert?
So ein Studium ist da ein gutes Argument. Natürlich stiegen die Chancen auf den Studienplatz, aber ein Verbot des Studierens, sowas gab es nicht. Das ist gelogen – pure Propaganda um das sozialistische Bildungssystem zu verzerren.

In meiner überaus großen Verwandtschaft haben fast alle studiert und keiner von denen war 3 Jahre zur Armee. Natürlich haben sie auch versucht meine Verwandten für 3 Jahre Armee zu werben, naja ohne Erfolg.

Übrigens macht man das heute noch so, Armeen werben immer mit ihren guten Aussichten und Bildungsmöglichkeiten. Nur das sie heute auch in Kriege ziehen um “Deutschland am Hindukush” verteidigen. Ähm, wo in Deutschland liegt eigentlich der Hindukush?

Und das Berufsoffiziersbewerber durchgewunken wurden, also dem dürfte so mancher Berufsoffizier widersprechen.
Die haben auch lernen müssen, genau wie jeder andere.
Es mag sein das man da mal ein Auge mehr zu drückte, aber im großem und ganzem war das durchaus noch gerecht. Ghostwriter hatten die jedenfalls nicht, wie es in der CDU offenbar üblich ist.
Plagiate – der nächste bitte

Ach ja und um es zu erwähnen, wir waren regelmässig “politisch unreif”, das war so der übliche Lehrercode um zu sagen, das die halt öfter mal aufmüpfig waren. Das ist etwa vergleichbar mit dem Code den Arbeitgeber in Zeugnissen reinschreiben, also “gesellschaftlich aktiv” als Umschreibung für intensive Partygänger usw.

Die Lehrer mussten alle halbe Jahre ein paar Sätze zu jedem Schüler aufs Halbjahreszeugnis schreiben. Die sollten halt ermahnen aber nicht abwerten. Also haben sich Standartfloskeln entwickelt, die heute ziemlich dämlich klingen. Wir haben uns regelmässig darüber amüsiert, Nachteile hatten wir dadurch nicht.

Ein weiterer Ossi schrieb:
Der Unterricht sei leider fern jeder Realität, die anderen waren ja alle “die Klassenfeinde”. Im Wehrkundeunterricht ist man über die Sturmbahn gekrochen (in der regulären Schulzeit) oder im ESP – Einführung in die sozialistische Produktion – lernte man wie man Geld ohne zu arbeiten verdient. Immer mit beiden Beinen auf festem sozialistischen Grund. Ist das in Ihren Augen bodenständig genug ?
80% der Lehrer an der EOS waren Mitglied er SED, davon waren 50% Zuträger bei der Stasi. Ich rede hier wohlgemerkt nicht von den Schülern.

Auch dazu lässt sich einiges bemerken.
Als erstes, Schulunterricht ist wohl überall fern jeder Realität. Und man hat auch im Westen die Kommunisten als Klassenfeinde hingestellt. Übrigens war auch Angela Merkel auf der EOS und nicht nur das, sie war auch an der Kaderschmiede in Moskau und wurde vor der Villa Havemann fotografiert. Das werden sie jedoch im Web nicht finden, denn erstaunlicherweise ist die Vergangenheit der Genossin Merkel spurlos verschwunden, unzwar auch aus Schweizer und Österreichischen Internet.

 

Alles Grau in Grau

Ich erinnere mich daran wie eine Schulklasse aus dem Westen mal Ostberlin besuchte.
Sie stolperten aus dem Bus und schienen auf das Schlimmste gefasst zu sein.
Die waren völlig verblüfft, offensichtlich schienen sie zu erwarten das wir in Einheitsgrau und Stechschritt herum laufen. Was hat man denen wohl in der Schule erzählt?
PS: Neulich kamen Auswanderer aus Brasilien nach Deutschland zurück. Ihr Eindruck: “Deutschland ist wirklich sehr trist, blass und grau.”
DDR Musiker die im Westen Konzerte gaben, schilderten in einer Doku über die DDR Kulturszene: “diese ganze Werbung im Westen nervte uns so sehr, das wir froh waren wieder nach Hause zu kommen, wo man nicht permanent zum Kaufen genötigt wurde.”

Hey Leute, wacht auf, wir hatten Punks, Popper, Hippies, Neue Deutsche Welle, Breakdance, Rock, Heavy Metal, ihr habt uns praktisch per Fernsehn die große Welt nach Hause geliefert. Wir waren also auch auf den neusten Stand.
Unsere Jugend war genauso durchgeknallt wie drüben. Nur haben wir das alles selbst geschneidert und gebastelt, da gabs keine Geschäfte um das Zeug hochglanzverpackt zu kaufen. Aber wir waren da sehr kreativ.
In mancher Hinsicht war die Jugendkultur freier als drüben, aber das wird euch ja nie erzählt.

Der Vergleich von Schulsystemen Ost und West wird in Westmedien grundsätzlich verzerrt.
Schlagworte wie “Kinderarbeit” und “Linientreue” verstellen völlig den Blick auf die Wahrheit. Schaut man sich die Resultate an, kommt da etwas ganz anderes heraus und das wäre durchaus wissenschaftlich belegbar.
Solche Studien werden aber nicht gefördert, nicht publiziert und sind nicht erwünscht. Der Westen weiss sehr wohl das er dabei ganz mies abkacken würde, denn das einfachere Bildungssystem des Ostens war ihm überlegen.
Natürlich hat man dort nicht die “soziale Marktwirtschaft” oder “Ordoliberalismus” unterrichtet, sondern Owens, Herder, Kant, Marx und Engels.
Das “die Produktionsmittel dem Volk der DDR gehörten”, unterrichtete man auch nicht im Westen.
Dort bringt man den Leuten bei, das es nicht zwei Klassen, sondern 3 Schichten gibt, eine Arme, Mittlere und Reiche.

Und weil da die Unterschiede immer noch zu gross sind, erfand man das Pyramiden-Modell mit 5 und das Schichtenmodell mit 7 Klassen. Nun waren die Unterschiede schon bedeutend kleiner. Aber da die Unterschiede zwischen Arm und Reich immer größer wurden, musste auch das Schichtenmodell weiter aufgestockt (neudeutsch “entwickelt”) werden, also ist man inzwischen bei 9 bis 12 Schichten.
Da gibt es dann z.b. die Aufstocker, armen Deutschen und die armen Migranten (Einwanderer) die natürlich ganz unten sind. Dann erfindet man ein Lohnabstandsgebot, das die Billiglohnarbeiter von den armen Deutschen trennt.
Das gibts zwar nicht, aber klingt wie ein Gesetz. Man muss es nur so darstellen.
Und so funktioniert die ganze Westdeutsche Wirtschaftsökonomie-Theorie. Grecoanglisierter Blödsinn.

    Man nehme etwas und hackt es in so kleine Stücke bis sich sämtliche Unterschiede klein reden lassen. Und dann führt man einen sagenhaften Feldzug gegen das kleinste Problem, was man allerdings auch nicht löst. Und so kommt es das man in 60 Jahren bundesdeutscher Politik noch immer an den gleichen Problemen kämpft die nicht etwa kleiner, sondern immer größer werden. Aber sie wissen ja jetzt, wie man Probleme in der Bundesrepublik bekämpft, durch wortreiches Zerkleinerungsgequatsche.

Marx definiert es klar und einfach, die einen erarbeiten die Werte, die anderen bereichern sich an den Arbeitenden.
Aber ich würde mich auch mit drei Klassen anfreunden, man ist ja flexibel.
Was ich jedoch ablehne, ist die Schichtenvermehrung. Das ist Wirtschaftswissenschaftlicher Blödsinn verpackt in grecoanglisierten Worten.

Auch der Zustand von Schulgebäuden im Osten und Westen war 1990 sehr verschieden.
Ob eine Klasse mit nur 20 Kinder in einer heruntergekommenen Schule, wirklich besser ist als eine Klasse mit 30 Schülern in einem regelmässig renovierten Schulgebäude? Mit Asbest wurde übrigens auch im Westen gebaut – auch Schulen und Computer gabs in den 1990igern auch nicht in Westschulen. Taschenrechner gabs auf beiden Seiten. Der Osten hatte sogar ein speziellen Schultaschenrechner auf dem Markt.
Wirklich vergleichen lässt sich daher nur die Allgemeinbildung. Und hier zeigt sich, die Schüler Ost waren durchweg in allen Entwicklungsstufen den Schülern West vorraus. Aber mit der Wende sank die Allgemeinbildung dramatisch. Heute ist der Osten genauso verdummt wie der Westen.
Weniger Schüler bedeutet eben nicht bessere Bildung, obwohl es durchaus hilfreich ist.
Und genauso ist es mit dem Arbeitsmarkt, gute Bildung garantiert keinen Job, denn jeder arbeitslose Akademiker beweisst es und davon gibt es viele!

Bildung schafft keine Arbeit, sie löst nicht die Probleme des Arbeitsmarktes.

Es ist vielmehr so, das wir inzwischen so viel Technik erfunden haben, das wir diese Arbeiter garnicht mehr brauchen! Und da wir immer mehr Menschen werden und immer bessere Technik, wird es zwangsläufig immer mehr Menschen geben die keine Arbeit finden. 1950 gab es durch den Krieg Arbeitermangel, 1970 hatte man schon 2 Mio Arbeitslose, 2005 waren es 5 Mio. Und dann kam man auf die brilliante Idee die Arbeitslosigkeit umzudefinieren. Man rechnete also einfach 2 Mio raus die man in 1-Euro-Jobs, Umschulungen und sonstigem usw. steckte und schon war man auf 3 Mio Arbeitslose.
Das war das Wunder.
Und damit das Wunder anhält, schuf man Möglichkeiten Arbeitslose in Jobs zu zwingen, von denen sie nicht leben können. Leiharbeit, Mini- Midijobs und Zeitarbeiter. So wurden die sogenannten Aufstocker geschaffen, die man genauso wie Arbeitslose drangsaliert. Über 3 Mio haben wir inzwischen. Das nennt sich “Fordern und Fördern”.
Nur fördert es nichts.

Was ihr jedoch nicht wisst, ist auch was bei euch so alles los war. Wir haben uns die Mühe gemacht und am Ende dieser Seite mal einige Dinge eures Bildungssystems in Deutschland und Österreich aufgezeigt.

“Entführt, eingesperrt, entrechtet, gefoltert, vergewaltigt, zwangsmedikamentiert, für Humanexperimente benutzt, als Arbeitskräfte ausgenutzt, verkauft, ermordet.
Ob Kirche oder private Erzieher, Aufseher, sie waren mehr oder weniger alle gleich, in ihrer Perfidie, wie sie diese kleinen Seelen benutzten, ausnutzten, brachen, verheizten, ähnlich trockenem Holz im Winter.”

Das sind nicht unsere Worte, sondern das berichten Heimkinder im Westen über ihre Schulzeit. Diese Berichte gehen bis in die 80iger. Aber auch in Schulen war und ist bis heute einiges im Argen. Von mangelhaften Schulgebäuden mal ganz abgesehen.
Wir sollten nicht darauf vertrauen das dies vorbei ist! Schaut genau hin. Wer Kinder so behandelt, ist ein Verbrecher!

Im Osten wurden alle Lehrer und Heime, die Kinder schlecht behandelt hatten, schon in den 50igern zur Rechenschaft gezogen, unzwar umgehend und mit der vollen Wucht des Gesetzes. Jeder Genosse im Osten hätte solche Zustände umgehend bei der Partei gemeldet und die hätte da aufgeräumt. Lehrer die 1950 noch Schüler züchtigten, wurden von den Eltern verprügelt. Denen wurden diese Art von Lehrmethoden ziemlich schnell abgewöhnt. Seit dem Ausrufen der DDR war der Schutz aller Kinder Programm – ausnahmslos.

Das Lehrsystem der DDR duldete keinerlei körperliche Übergriffe an Schülern. Wenn DDR Schüler darüber klagen, liegt es daran, das sie keinen Vergleich haben, was bei ihren Altersgenossen im Westen zur selben Zeit üblich war.
Für die DDR waren Kinder die Zukunft und so wurden sie auch beschützt und erzogen. Die “Kinderarbeit” diente dem sammeln von Erfahrung und war dem Alter angemessen. In der Grundschule hieß das Schulgarten-Unterricht. In der Mittelschule “Werken” (also Handarbeit mit Säge, Feile und Bohrer) mit gelegentlichem “Subotnik” (Pflege von Grünanlagen) und in der Oberklasse “Produktive Arbeit” (Einführung in die sozialistische Produktion).
Das ist meilenweit von Kinderarbeit entfernt. Es war keine Ausbeutung, das ist gelogen!

Und es geht noch weiter.
Für die DDR war es selbstständig das sich Eltern auch mal von ihren Kindern erholen müssen und Kinder auch gerne mal was neues erleben. Also schuf man neben umfangreichen Ferienangeboten für Kinder und Familien vor Ort auch Reiseangebote wie Betriebs-Ferienlager und sogenannte Pionierlager.
So kam es das zu Ferienzeiten, üblicherweise die Sommerferien, jedes zweite Kind für 2 Wochen in so ein Ferienlager fuhr. Davon gab es hunderte über ganz Deutschland verstreut. Sie spielten, wanderten, feierten dort. Einige waren Zeltcamps, andere waren außerhalb der Ferien normale Urlaubsheime. Manche sahen eher wie die Bettenburgen in Mallorca aus, andere eher wie niedliche Pensionen. Die Ferienzeit war ein bisschen wie Völkerwanderung. Der Norden fuhr in den Süden oder man fuhr in die befreundeten Länder nach Ungarn, Polen, Tschechien, Slovakei, Slowenien oder Bulgarien. Und es gab sogar Ferienlager für Kinder im Ausland.
Die Gesamtzahl der Besucher der Pionierrepublik Webelinsee und Altenhof wird auf etwa 400.000 geschätzt und wurde bereits 1952 eingeweiht. Ihrer Gestaltung lehnte sich weitgehend am sowjetischen Allunions-Pionierlager Artek auf der Krim an. Zu den vielfältigen Einrichtungen auf dem Lagergelände gehörten unter anderem eine Kinderkrippe, eine Polytechnische Oberschule, Sporthallen, Cafés und eine mongolische Jurte.
Während der Lagerdurchgänge (je 6 Wochen) außerhalb der Schulferien hielten sich jeweils etwa 1.000 Thälmannpioniere gleichzeitig auf dem Gelände auf. Es galt als besondere Auszeichnung die u.a. auch die gute Frau Merkel genoss.

Paramilitärischer Drill oder Lüge?

Die oft zitierten “paramilitärische Spiele”, waren sogenannte Manöverspiele, Nachtalarme und Verdunklungsübungen.
Generell muss man aber sagen, das dies zum üblichen Unterhaltungsprogramm der Ferienlager gehörte.
Paramilitärisch sind also Pumpgun-Spiele mit Farbkugeln oder Wasserpistolen. Aber sowas gab es im Osten noch nicht.
Die Manöverspiele waren eher Verstecken und Orientierungslauf, Schnitzeljagden und es wurde oft noch per Hand abgeklatscht. Dazu kamen Sportliche Aufgaben wie ein Hindernisparcour oder Weitwurfübungen.
Die Nachtalarme waren Feuerwehralarme. Man simulierte einen Brand und übte das geordnete Verlassen der Gebäude, die sich dann auf dem Appellplatz sammelten. Dort wurde dann die Zeit gestoppt und durchgezählt ob keiner fehlte.
Da ein Brand in einem Kinderferienlager sehr gefährlich werden kann, waren solche Feuerwehrübungen auch in Schulen, auf Schiffen und sogar in Betrieben gelegentlich angesetzt. Verdunkelungsübungen gingen auf Kriegserfahrungen zurück.
Während des 2. WK. waren erleuchtete Ziele gut für Bomber auszumachen, also wurden sämtliche Fenster verhangen. Das nennt sich Verdunkelung. Das viel dann später weg und wurde durch den Bau von Rauchfiltern für vermeintliche Gasangriffe ersetzt. Die wurden dann mit Binden und Zellstoff gebaut. Im Grunde genommen eine Reaktion auf die zunehmende atomare Gefahr insbesondere durch die Stationierung von Atomwaffen in West und Ost (Amerikanische Pershing-Raketen z.B.).

Kurzer Überblick: Als der CIA-Agent Reagan 1967 Gouverneur von Kalifornien wurde setzte er sich umfangreich gegen Bolschewismus ein. Während seiner Amtszeit nahmen die Proteste gegen den Vietnamkrieg auch in Kalifornien zu. Als Gouverneur war Reagan bekannt für seine harte Haltung gegenüber Demonstranten.
Als er 1981 Präsident der USA wurde, initiierte er ein gigantisches Aufrüstungsprogramm und positionierte sich als Antikommunist und Hardliner gegen den Ostblock. Sein Ziel war es Russland tot zu rüsten. Das letztendlich zu einer Verschuldung der DDR, da die Sowjetunion die Erdölpreise anhob um beim Wettrüsten mitzuhalten.
Erst als ihm 1987 ein Film vorführte was die Auswirkungen eines Atomkrieges wären, war er so geschockt, das er das Wettrüsten einstellte. Und so kam es zum Abrüstungsvertrag von 1987 über die in Europa stationierten nuklearen Mittelstreckenraketen.
Von 1969 bis Juli 1983 befand sich u.a. eine Pershing IA-Flugkörperstellung der 81. Field Artillery der US Army in Inneringen in Baden-Württemberg mit neun einsatzbereiten Flugkörpern, bestückt mit atomaren Gefechtsköpfen.
Die 79 deutschen Pershing IA wurden von der Luftwaffe in zwei Geschwadern betrieben, in den Flugkörpergeschwadern (FKG) 1 in Landsberg und 2 in Geilenkirchen. Jeweils eine Staffel wurde in ‘QRA’-Bereitschaft (Quick Reaction Alert) gehalten. Da die Bundeswehr nicht über nukleare Waffen verfügen durfte, waren für die Pershing im Rahmen der Nuklearen Teilhabe unter US-Bewachung stehende amerikanische Sprengköpfe vorgesehen.
Die Sowjetunion führte ab 1975 mehrere neue ballistische Mittelstreckenraketen vom Typ SS-20 ein.
Im Vergleich zur SS-20 war zwar sowohl Sprengkraft als auch Reichweite der Pershing-II deutlich kleiner, aber durch Aufstellungsort und Reichweite war das Bedrohungsszenario klarer definiert: Osteuropa bis einschließlich Moskau. In Verbindung mit der hohen Genauigkeit sah die Sowjetunion in den Pershing-II-Raketen Waffen für einen atomaren Erst- bzw. Enthauptungsschlag.
Nach 1981 begann man in Westdeutschland mit der Stationierung der Pershing-II-Mittelstreckenraketen, die innerhalb der NATO-Staaten nur in der Bundesrepublik Deutschland erfolgte und 1985 abgeschlossen war. Die Pershing II wurde nur US-Truppen im Rahmen der NATO in Westdeutschland zugeteilt, die Luftwaffe der deutschen Bundeswehr behielt weiterhin die Pershing IA. Die USA unterhielten drei mit Pershing-II ausgerüstete Raketenartilleriebataillone, die dem 56th Field Artillery Command in Schwäbisch Gmünd unterstanden, sowie zusätzlich ein Depot ungefähr in der Mitte. Jeweils eine von vier Batterien eines Bataillons befand sich in ständiger Einsatzbereitschaft im sogenannten QRA-Status (Quick Reaction Alert).
Insgesamt befanden sich 120 Pershing-II-Mittelstreckenraketen in der Bundesrepublik Deutschland.
Gegen dessen Stationierung protestierte die westdeutsche Friedensbewegung Anfang der 1980er Jahre genauso heftig wie die Ostdeutschen gegen die Stationierung von SS-20.
Die meissten der Raketensysteme wurden ab 1987 bis 1989 ausgemustert und bis 1991 zerstört.
Altenhof
Die Darstellung das hier permanent Kinder paramilitärisch gedrillt wurden, ist völliger Schwachsinn, denn tatsächlich gab es vielfältige Aktivitäten wie Ausflüge, Neptunfest, Nachtwanderungen mit Geisterstunde, Sportfeste, Lagerfeuer und ähnliches.
Üblicherweise organisierte man es so, dass jedes Kind mal in den Genuß jeder Veranstaltung kam, also 1 Manöver, 1 Nachtalarm, 1 Neptunfest, 1 Sportfest und auch 1 Nachtwanderung. Man hat also ein richtiges Unterhaltungsprogramm organisiert das die Zeit ausfüllte und wenn neue Kinder kamen, begann man wieder von vorn.
Die meissten Kinder hatten viel Spass in den Ferienlagern und hatten sich entsprechend viel zum Schulbeginn zu erzählen.
Das einzig wirklich traurige Kapitel daran, waren die vielen Tränen des Heimwehs. Kinder die zum ersten Mal ins Ferienlager fuhren bekamen schlichtweg Heimweh nach ihren Eltern. Und die Erzieher, so wurden die Aufsichtspersonen genannt, bemühten sich nach Kräften alle Tränen zu trocknen.

Wir haben euch hier mal eine kleine Auswahl von Pionierlagern zusammengetragen:
1. Pionierrepublik “Wilhelm Pieck” Webelinsee
– 1/2 Pionierrepublik “Wilhelm Pieck” Altenhof
– 1/3 Pionierrepublik “Ernst Thälmann” Berlin Wuhlheide, bekannt als FAZ
2. Pionierlager “Maxim Gorki” Wilhelmsthal
3. Pionierlager “Palmiro Togliatti” Chemnitz Einsiedel
4. Pionierlager “Kliment Woroschilow” Templin
5. Pionierlager “Soja Kosmodemjanskaja” Stolberg/Harz
6. Pionierlager “Kim Il Sung” Prerow
7. Pionierlager “Klement Gottwald” Papstdorf
8. Pionierlager “La Pasionaria” Waren/Müritz
9. Pionierlager “Edgar Andre” Göhren
10. Pionierlager “Fritz Heckert” Lenz, Malchow
11. Pionierlager “Hermann Matern” Raila
12. Pionierlager “Mathias Thesen” Boltenhagen
13. Pionierlager “Grete Walter” Sebnitz
14. Pionierlager “Heinrich Rau” Groß Köris
15. Pionierlager “Philipp Müller” Weißwasser
16. Pionierlager “Hans Kahle” Beichlingen
– 16/2 – Pionierlager “Hans Kahle ” Cramon Cramonshagen,Nordwestmecklenburg
17. Pionierlager “Lilo Herrmann” Bad Saarow-Pieskow
18. Pionierlager “Alexander Matrossow” Söritzsee
19. Pionierlager “Felix Dzierzynski” Bad-Saarow
– 19/2 Pionierlager “Felix Dzierzynski” Dehmsee
20. Pionierlager “A.S.Makarenko” Brodowin
21. Pionierlager “Friedrich Engels” Bertingen
22. Pionierlager “Lyssenko” Cramon
23. Pionierlager “Wilhelm Florin” Prebelow
24. Pionierlager “Georgi Dimitroff” Schloß Zschorna
– 24/2 Pionierlager “Georgi Dimitroff” Prora-Rügen
25. Pionierlager “Wilhelm Pieck” Schneeberg
26. Pionierlager “Waldemar Estel” Seehausen
27. Pionierlager “Helmut Just” Biesenthal
28. Pionierlager “Nikolai Ostrowski” Eckartsberga
29. Pionierlager “Clara Zetkin” Limbach-Oberfrohna
30. Pionierlager “M. I. Kalinin” Gräbendorf/ Frauensee
31. Pionierlager “Th. Münzer” Rathsfeld
– 31/2 Rathsfeld/Kyffh.
32. Pionierlager “Alexej Maressjew” Markgrafenheide
33. Pionierlager “Werner Seelenbinder” Güntersberge/Harz
34. Pionierlager “Rosa Luxemburg” Seifhennersdorf
35. Pionierlager “Boleslaw Bierut” Ahlbeck
36. Pionierlager “Rudi Arndt” Oybin
37. Pionierlager “Wladimir Majakowski” Grünheide/Auerbach
38. Pionierlager “Karl-Liebknecht” Zwickau, Windberg
39. Pionierlager “Karl Marx” Bad Schmiedeberg
40. Pionierlager “Karl Marx” Crispendorf (Wismut)
41. Pionierlager “Tschoibalsan” Petzow Grelle
42. Pionierlager “German Titow” Karlshagen (NVA)
43. Pionierlager “Georgi Dimitroff” Prora Friedrichroda
44. Pionierlager “Erich Weinert” Friedrichsbrunn
45. Pionierlager “Gheorghiu-Dej” Straußberg/Wolkramshausen, Kreis Nordhausen
46. Pionierlager “Ernst Thälmann” Kriebstein (Wismut)
47. Pionierlager “General Swierczewski-Walter” Gräbendorf
48. Pionierlager “Maurice Thorez” Arendsee
49. Pionierlager “Junge Garde” Truckenthal (GT)
50. Pionierlager “HO CHI MINH” Wittstock / Kulmühle
51. Pionierlager “Kurt Bürger” Parchim
52. Pionierlager “Bruno Kühn” Bollmannsruh
– 52/2 Pionierlager “Bruno Kühn” Oberhof
53. Pionierlager “Magnus Poser” Remschütz
54. Pionierlager “Ernst Thälmann” Bertingen
55. Puionierlage “Gustav Hübner” Schneeberg
56. Pionierlager “Mao Tse Tung” in Beichlingen
57. Pionierlager “Martin Andersen Nexö” Graal-Müritz
58. Pionierlager “Junge Generation” Truckenthal
59. Pionierlager “Hanno Günter” Gottesberg
60. Pionierlager “Oleg Koschewoi” in Massanei bei Waldheim bzw. (ab 1956) in Zschorna
61. Pionierlager “Mitschurin” im Wetteratal, Post Raila über Schleiz
62. Pionierlager “Raymonde Dien” Trassenheide
63. Pionierlager “Mathias Thesen” Tarnewitz
64. Pionierlager “Kim-Ir-Sen” Prerow
65. Pionierlager “Fritz Heckert” Plauer See
66. Pionierlager “Klement Woroschilow” Hammelspring
67. Pionierlager “Alexander Matrosow” Störitzsee
68. Pionierlager “Werner Seelenbinder” Bolz
69. Pionierlager “Max Reichpietsch” Kühlungsborn

Wehrkunde Unterricht – Militarisierung von Schülern?

Titelbild Titanic - Schießbefehl für Kinder

Dieser Wehrkundeunterricht wird ja auch regelmässig als Armeedrill dargestellt. So ein Unsinn.
Tatsächlich war es mehr ein Abenteuerspielplatz. Über eine Sturmbahn zu robben war eher eine sportliche Herausforderung. Mit einer Kampfausbildung oder Drill hat das wenig zu tun, zumal die “Sturmbahn” nur aus einer Holzwand und ein paar Gummireifen bestand. Die waren nichtmal halb so peinlich wie die Holzkeulen im Gymnastikunterricht. Die waren wirklich peinlich…

Die meissten von uns waren durchaus glücklich, wenn die Schule gelegentlich mal Wehrkunde auf den Plan setzte, denn ein Abenteuerspielplatz war allemal beliebter als Mathematik. Waffenkunde – also an sowas kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern. Naja ich hab mal nen Russenpanzer vorbei fahren gesehen. Zählt das auch?

Und ehrlich gesagt, wenn es nach uns gegangen wäre, hätten sie ruhig öfter mal Wehrkunde auf den Stundenplan setzen können. Das war aber nur 2 mal im Jahr drauf, unzwar ab der 8. Klasse, also 6 mal in 3 Jahren.

Unser Marschieren war wohl eher ein “synchronisiertes Herumlatschen” und wir hatten unseren Spaß daran
unsere Lehrer in die Verzweiflung zu treiben. Die waren übrigens genauso unprofessionell wie wir als “Rekruten des Sozialismus”. Im Ernstfall wären wir eher Nieten gewesen. Ein echter Soldat war da weit und breit nicht zu sehen.
Soldaten die von Kindern Blumen bekommen, das sind bestenfalls gestellte Fotos für den Sozialismus.

In einigen Schulen des Westens gibts da weitaus mehr Drill, insbesondere in den Eliteschulen. Und überhaupt, heutzutage kann man das sogar als Freizeitvergnügen buchen. Kampftraining, Panzerfahren sogar Kampfflieger, wer das nötige Kleingeld hat, kann sich den Spass gönnen. Ich schätze Paintball ist auch um einiges rabiater.

Paramilitärische Ausbildung in der BRD

Sicherlich hat man ihnen viel über die böse DDR erzählt, aber gewöhnlich lässt man die Paramilitärische Ausbildung der BRD gern unter dem Tisch fallen. Viel ist darüber ja nicht bekannt, das ist also nur die Spitze des Eisberges.

Kennen sie eigentlich den Bund deutscher Jugend (BDJ)? So nannte sich eine antikommunistische rechte Jugendorganisation im Westen. Anfang mitte der 50iger wurden der BDJ und dessen Teilorganisation Technischer Dienst wegen „Beteiligung an einer Geheimorganisation“ (Partisanenausbildung) als rechtsextreme Organisation verboten. Kurz darauf wurde diese Form der Partisanenausbildung vom BND wiederbelebt und ist Teil des Stay-behind-Netzwerkes das bis in die 1990iger Jahre aktiv im Westen war. Es ist zu erwarten das einige rechte Neonazi-Organisationen weiterhin vom CIA und BND als Stay-behind-Gruppe gegen Kommunisten aktiv sind. Darauf deuten auch die vielfältigen Verflechtungen von BND mit Neonazis hin.

Zitat aus dem Sendescript des ZDF:

“Waldmichelbach in Hessen. In diesem Haus trainierte ein CIA-Agent in den 50er Jahren eine Stay-behind-Truppe. Der sogenannte Bund Deutscher Jugend übte mit Waffen den Partisanenkrieg, führte Listen mit Feinden, die im Kriegsfall interniert werden sollten. Dieter von Glahn, ein früherer NS-Geheimdienstoffizier, war damals Funktionär der rechtsgerichteten Truppe. Von Glahns Truppe wollte unter anderem den damaligen Bremer SPD-Bürgermeister Wilhelm Kaisen internieren und den SPD-Bundestagsabgeordneten Herbert Wehner. Die CIA rekrutierte für Stay-behind weitere Nazis, wie den ehemaligen SS-Hauptsturmführer Adolf Supper. Die Amerikaner bezeichneten ihn als „fanatischen Nazi“, konnten den Funkexperten aber dennoch gut gebrauchen. Ziel war es eine amerikanische Machtübernahme in Osteuropa und der UdSSR zu unterstützen.”
Stay-behind geheime Krieger des BND

Einer der bekanntesten Rekrutierer für den BDJ war der SS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, bekannt als “Schlächter von Lyon”.

Beim Eintrag in das Vereinsregeister am Amtsgericht in Frankfurt 1950 wurde ein Vereinsvermögen von 1,7 Millionen DM angegeben, was auf massive Unterstützung schliessen lässt.
Nach Eigendarstellungen des BDJ war die Gesamtmitgliederzahl im September 1950 16.000, Anfang 1951 17.500.
Landesverbände bestanden in Bayern, Bremen, Franken, Hamburg/Schleswig-Holstein, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Württemberg-Baden.

Insgesamt wurden drei Quellen der Fremdfinanzierung identifiziert, neben US-Dienststellen (insbesondere CIA) und Industriekreisen auch Bundesbehörden. So erhielt der BDJ vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen 1952 rund 20.000 DM, 25% der monatlichen Gesamteinnahmen.

Der Historiker Ernst Nolte schätzte den BDJ als „eine antikommunistische Organisation, in der ehemalige Offiziere, ehemalige Nationalsozialisten und auch einige Kommunisten sich zusammengefunden hatten, um ein Gegengewicht gegen die in den frühen Fünfzigerjahren sehr starke und aktive FDJ (DDR-Organisation) zu bilden“.
Wikipeda zum Bund deutscher Jugend

Es ist allerdings zu bezweifeln ob da wirklich Kommunisten unter den Rechten waren. Vermutlich ist das wieder eine idiologische Verzerrung von Nazis die kommunistische Organisationen unterwandern sollten. Eine ähnliche Unterwanderung ist auch in der SPD erfolgt. Die Strukturen wurden später direkt vom BND übernommen wo  Bundeswehr-Angehörige für das Stay-behind-Netzwerk ausgebildet wurden.

Kinderarbeit im Osten – pure Ausbeutung

Auch den ESP-Unterricht (Einführung in die sozialistische Produktion, auch PA – Produktionsarbeit genannt) der übrigens erst ab der 8. Klasse auf dem Lehrplan stand, fand ich eigentlich recht interessant. Ich hab für Puma und Black & Decker gearbeitet, ausserdem Kartoffeln geerntet, Erdbeere und Äpfel, ich war mal in einem Schweinestall und in einem Kuhstall. Also alle 14 Tage mal von 8 bis 14 Uhr in der Produktion zu arbeiten hat mir nicht geschadet. Im Gegenteil ich wusste was die Leute leisten, es hat mein Wissen bereichert und genau dazu hat es auch gedient. Natürlich haben wir nicht gelernt unternehmerisch zu denken. Das Unternehmertum stand nirgends auf dem Lehrplan. Es ist viel eher mit einem Praktikum vergleichbar, eins das alle 14 Tage mal stattfand.

Es war es ja durchaus auch im Westen üblich, das man Kinder gelegentlich mit an seinen Arbeitsplatz nahm, beim Bauern war das der Kuhstall oder das Feld, bei Krämern der Laden und Kumpel nahmen ihre Kinder auch schonmal in Bergwerken unter die Erde mit. Ich bezweifle das je einer von denen Geld gesehen hat.

Natürlich kann man das auch als Kinderarbeit oder als pure Ausbeutung hinstellen, aber ich kenne keinen der sich als ausgebeutet oder als Kinderarbeiter empfunden hat und dem das irgendwie geschadet hat.
Das im Westen aber durchaus Kinderarbeit bis zum heutigen Tage geduldet wird, zeigen gelegentliche Berichte in der Presse wo dt. und globale Konzerne offen wegen Kinderarbeit angegriffen werden. Der Unterschied ist, diese Kinder sind weit weit weg und ihre Arbeitsbedingungen sind oftmals katastrophal.

ESP war die Fortsetzung des Werkens, im Werken haben wir z.B. gelernt Vogelhäuser zu bauen, zu sägen und zu feilen und in ESP haben wir die Umsetzung in Produktionsbetriebe gesehen. Die Arbeitsplätze wurden teilweise sogar für Schüler eingerichtet und ich denke die Arbeiter hatten auch ihre Abwechslung mit uns Kinder.
Und noch was sei erwähnt, die DDR hat das Prügeln von Kindern in der Schule bereits 1950 abgeschafft, im Westen war das durchaus noch Gang und Gäbe. Erst in den 60igern wurde es dort ebenfalls verboten. Ein interessanter Bericht warum das abgeschafft wurde, findet ihr am Ende dieser Seite unter den Kindheitserlebnissen des Bildungssystem West.

Kinderausflug des Zeltlager der evangelischen LandesKirche Hessen-Nassau im Jahr 1961

Das Lehrer der höheren Schulen Mitglied der SED waren, mein Gott, heutzutage braucht man ein CDU-Parteibuch um Karriere zu machen. Natürlich legte man Wert auf linientreue Lehrer, schliesslich bilden sie die Jugend des Landes aus, es wäre ziemlich dämlich dort Leute arbeiten zu lassen die nicht zum Staat stehen.

Das hat die DDR nicht erfunden, das war schon immer so in jedem Land. Der Westen duldet auch keine Linken im Lehrdienst oder im Beamtendienst.
Aber rein rechnerisch, wären 50% Zuträger der Stasi gewesen hätte die Stasi nur noch aus EOS-Lehrern bestanden. Warscheinlich hatte jede EOS ihren Stasispitzel, die waren ja nicht umsonst so verhasst.

Aber grundsätzlich muss man mal die Kirche im Dorf lassen, ein kleines Rechenbeispiel macht das deutlich.
Man schätzt heute das es bestenfalls 100.000 IM´s gab, (warscheinlich ist das auch ne Übertreibung der Westpresse) die natürlich damals alles mit der Hand schrieben. Vermutlich wäre jeder Geheimdienst damit völlig überfordert. Man kann also davon ausgehen, das die Stasi garnicht genug Leute hatte um sie alle auszuwerten.
Das Arbeitsamt hat 42 Mio Datensätze über die Bürger Deutschlands und 700.000 Mitarbeiter die u.a. auch Informanten decken – unzwar auf Weisung der Nürnberger Behörde. Wohlgemerkt das sind keine staatsfeindlichen Aktivitäten, sondern Vermieter von Wohnungen, Familienangehörige, Arbeitslose, Asylbewerber. Jeder zweite Bundesbürger hat ne Akte dort. Das nenn ich ne Stasi-Behörde!
Jobcenter und ihre Spitzel

Die meissten dieser Berichte der DDR wurden wohl nur der Ordnung halber abgeheftet, ohne das da irgendwas passierte. Wir Deutschen sind ja bekannt dafür das wir alles in Akten penibel abheften.

Erst wenn die Leute auffällig wurden, hat man sie genauer durchleuchtet. Ich denke man war sich durchaus bewusst das auch Neid oder persönliche Abneigung in den Berichten der IM´s mit einfloss. Nett waren die in den seltensten Fällen. Die Stasi war verhasst und deswegen war eine der Grundforderungen der Bürger sie aufzulösen.
Das haben wir auch getan – die Bundesregierung hat umgehend mit dem Einheitsvertrag die Akten beschlagnahmt und weigert sich bis heute diese zu vernichten – trotz der gültig gewordenen Gesetzgebung der DDR.
Noch schlimmer – sie perfektionierte sogar die Stasimethoden und wendet sie heute gegen alle Bundesbürger an.
Initiative “Du bist Terrorist”

Das Schulsystem Ost

Insgesamt gesehen war das Bildungsniveau sehr hoch, da Bildung nicht auf eine Oberschicht begrenzt war und auch die schwachen Schichten gefördert wurden. Förderunterricht, Nachhilfe, Arbeitsgemeinschaften und Hort mit Hausaufgabenbetreuung, sowas gab es praktisch an jeder Schule. Somit war das ganze Niveau insgesamt weitaus höher als heutzutage im Westen. Natürlich hatten wir damals keine Computer, Handys oder Taschenrechner. Die kamen erst in den späten 80igern und wurden dann aber auch nach und nach Standart – ganz wie im Westen.

Ein gutes Beispiel für unser Schulsystem ist jedoch unsere Kanzlerin, die kam nämlich aus einer christlichen Familie, ihr Vater war Pfarrer. Damit hätte sie nach gängigem Vorurteil des Westens nicht studieren dürfen. Sie hat aber studiert und nicht nur das, sie hat sogar im Ausland studiert, nämlich bei den roten Freunden in Moskau – der Kaderschmiede der Kommunisten schlechthin. Dahin haben es nur jene geschafft die besonders rot reden konnten. Frau Merkel hat das Talent das sie nicht nur super rot, sondern auch ultra schwarz reden kann. Und falls grün modern wird, wäre sie sicher auch darin Spitze. Die Frau ist wie eine Wetterfahne, immer mit der Nase in Windrichtung. Wieviel Leichen sie hinterlässt, auch darüber kann man nur spekulieren aber es sind nicht weniger als zu Hitlers Zeiten.
Die werden nur nicht ermordet sondern verhungern einfach aufgrund von Merkels Weltwirtschaftspolitik, unzwar pro Jahr 51 Mio Menschen. (Hitler Größenwahn fielen in 12 Jahren rund 56 Mio Menschen zum Opfer.)

Und sie war auch nicht die einzige Staatspräsidentin die das DDR-Schulsystem genossen hat. Auch eine chilenische Staatspräsidentin hat das ostdeutsche Bildungswesen “überlebt” und es bis zur ersten Frau im Land geschafft. Seit dem verändert sich in Chile vieles zum positiven. Diese Frau hat nämlich im Gegensatz zu Merkel den Sozialismus schätzen gelernt.

Die Alphabetisierungsquote der DDR lag bei 99,9% laut CIA. Die Bundesrepublik hat 5 Mio Analphabeten, also Menschen die nicht lesen und Schreiben können. Und wir haben auch noch Kinder aus Nicaragua, Angola, Mosambique, Kuba, Venezuela, Chile, Vietnam und vielen anderen Ländern Lesen und Schreiben gelernt und sie ausgebildet. Das war unsere Form der Entwicklungshilfe.

Erwähnenwert ist auch das alle Kinder im Osten Schwimmunterricht hatten. Es war für mich sehr schockierend zu hören wieviel Nichtschwimmer es im Westen gibt. In den Gebirgen hatten sie sogar Skiunterricht im Rahmen der Sportstunden. Im Flachland lag dafür zu wenig Schnee. Auch Gartenarbeit stand auf dem Stundenplan. Dort wurden dann Obst, Bohnen oder Tomaten in kleinen Schulgärten gepflanzt und es gab auch Exkursionen ins Moor z.b. oder in besondere Biotope, in Museen, nach Buchenwald ins KZ oder auch Schulwandertage, Schulsporttage mit Wettkämpfen und auch Kindertage wurden gefeiert mit Clowns oder Schulvorführungen. Unsere Lehrer haben sich öfter mal was einfallen lassen.
Sogar unsere Wehrausbildung war beliebt. Wir haben es durchaus genossen, mal mit Luftgewehren auf Scheiben zu schießen, den Weitwurf mit Holzgranaten-Immitate oder diese GST-Kampfanzüge zu tragen und so zu tun als wären wir ne Platoon-Einheit der US Kavallerie. Aber das war´s dann auch schon wieder mit der ganzen Tiefenpsychologie. Wir hätten uns genauso für Cowboy und Indianer oder für Ballerspiele am PC begeistert. Die Vorstellung des Westens über den Drill an DDR Schulen ist völlig absurd.

Auch ein beliebtes Vorurteil, hier in einer Wissenschaftlichen Arbeit wieder und wieder bis zum Abwinken zitiert:

“Während sich im Westen das emanzipatorische Ziel der Erziehung zur individuellen Mündigkeit durchsetzte, dominierte im sowjetischen Bildungssystem die Erziehung zu Unterordnung, zu Gehorsam und zur Einordnung in das Kollektiv.”

Hier zitiert von
– Michael Staack: West-östliche Bildungskooperation in der Republik Belarus
– Klaus Erdmann/Heinz Theisen: Der west-östliche Hörsaal. Interkulturelles Lernen zwischen Ost und West
– auch den Beitrag von Tobias Knubben im gleichen Band
– und Matthias Bürgel: Internationale Hochschulkooperation(em) zwischen Ost und West

Man darf davon ausgehen, das man das noch weitere 200 Jahre zitiert wird, ohne das sich irgendeiner dieser Autoren jemals fragt ob das überhaupt stimmt!

Denn hätte uns das Bildungssystem, oder auch das der Sowjetunion oder anderer Osteuropäischen Länder derart “unterwürfig” erzogen, hätten wir wohl keine Erfolge vorzuweisen, ja nicht einmal eine Revolution zustande gebracht. Und wie immer sei auch hier darauf verwiesen, das gleich mehrere Präsidenten u.a. von Chile und anderen Süd- und Lateinamerikanischen-, GUS- und sowie zahlreichen Ostblockstaaten, befreundeten Nationen und nicht zuletzt die Kanzlerin Merkel ja dieses “unterwürfige” Bildungsystem in vollen Zügen kostenlos genossen haben. Man kann diese Führungspersonen wohl kaum als unterwürfig eingeordnete Kollektivmitglieder bezeichnen.

Ich glaube auch nicht das ich als besonders “unterwürfig” rüberkomme. Schon weil ich die Frechheit besitze, das zu schreiben was ich erlebt habe, wo das doch so garnicht dem Bild entspricht das man heute in den Schulen lehrt. Natürlich war ich nur an einer normalen Schule, nicht an einer Schule für Schwererziehbare, die Mopeds geklaut haben und daher so furchtbar unter der DDR gelitten haben um sich nun als “Opfer des DDR-Regimes” zu präsentieren und den Leuten zu erzählen “Torgau ist lebenslänglich”.
Solidarität empfinde ich jedoch mit den Kindern die von Pfarrern missbraucht wurden. Nur sind das die “Opfer der Bundesrepublik” die nach einer kurzen Entrüstung der Presseöffentlichkeit schnell wieder vergessen werden.
Wie die Bundesrepublik damit umgeht, kann man hier nachlesen.
Aber klar DDR schlecht – Bundesrepublik gut.

Es ist ein typisches Vorurteil, das durch das ständige Zitieren keinesfalls wahrer wird. Doch wie anders man einst über die DDR sprach zeigt wohl dieser 3sat Bericht von 1972, der sich im zweiten Teil auch zum Thema Bildung äußert.
Im Spiegel online äußerte sich ein Leser folgendermaßen:

Von 1972 bis 1984 hatte ich in der DDR die Schulbank zu drücken.
Ein paar Vergleiche mit der Schulsituation meiner Kinder heute:

– Staatsbürgerkunde: damals ein obligatorisches ‘Muss’, hat weder dem Staat noch den Schülern was gebracht.
Heute: ersetzt durch Religion / Ethik, ist besser

– Geschichte: Vermittlung einer völlig anderen Geschichtsauffassung, als derzeit.
Meine Meinung: Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte.

– Naturwissenschaften: damals eine solide Ausbildung für alle
Heute: Gute Lehrer sind Glückssache, Erfolg hängt viel mehr vom Engagement der Eltern ab

– Lehrplan: damals einheitlich, Umzug ohne Probleme.
Heute: Chaos auf Bundesebene

– Zustand der Schulen: damals OK.
Heute: verglichen mit der allgemeinen Leistungsfähigkeit der Gesellschaft, EIN JAMMERZUSTAND

– Förderschulen: gab es auf Kreisebene für Sprachen und Naturwissenschaften kostenlos
Heute: eher bedingt, in der Regel mit Mehrkosten für die Eltern verbunden

– Arbeitsgemeinschaften, Ferienbetreuung, etc.: damals jede Menge
Heute: kein Geld für Extras

– Schulessen, Hortbetreuung : damals war es besser als heute
Heute: schlechter

Der Westen hat bis heute nicht begriffen, das sein Kapitalismus sämtliche Vordenker und Führer des Kommunismus erzogen und ausgebildet hat. Der Kapitalismus hat den Kommunismus regelrecht erschaffen, Marx und Engels haben davon geträumt die Welt besser zu machen. Ne Mauer kam darin ürigens nicht vor.
Lenin lebte überwiegend im Exil in der Schweiz, nachdem sein älterer Bruder (ein Student des Zaren) nach einem Attentat auf den Zaren hingerichtet wurde. Sein älterer Bruder wollte den Zar stürzen.
Sein kleiner Bruder Lenin stürzte ihn und wurde der Gründer des ersten kommunistischen Staates der Welt. Es ist kaum anzunehmen das irgendwer von denen Kommunismus in einer Schule gelernt hat.

Kommunismus ist der völlige gesellschaftliche Gegenentwurf zum Kapitalismus. Eine Alternative. Erdacht von Menschen die den Kapitalismus ablehnen. Wo es keinen Kapitalismus gibt, ist auch kein Kommunismus notwendig.

Und der Gegenentwurf zur sozialen Marktwirtschaft (was ein gemäßigter Kapitalismus ist) ist der Sozialismus (als eine Art gemäßigter Kommunismus)

Otto Grotewohl, erster Präsident der DDR saß im Braunschweig für die SPD im Landtag. Er war u.a. 1945 einer der Gründer der SPD in Deutschland – nicht im Osten, sondern im Westen, in Braunschweig!

Walter Ulbricht und Gustav Stresemann wohnten im selben Haus in Leipzig. Gustav Stresemann wurde der Reichskanzler der Weimaer Republik, Ulbricht wurde Vorsitzender des Zentralkomitees der SED und leitete den Sozialistischen Aufbaukurs der DDR ein.

Die DDR hatte Fehler, sie war nicht perfekt, sie war nur der Versuch einer besseren Welt, aber sie war nicht böse.

Diese Welt hat 40 Jahre funktioniert. Doch statt daraus zu lernen, negiert der Westen die DDR und betitelt ihn als Unrechtsstaat. Er löscht die Kommentare der Ossis im Internet und präsentiert euch “Opfer des DDR-Regimes” unzwar regelmässig, damit ihr nur ja nicht vergesst wie böse die DDR war. Inzwischen gehen ihm offenbar die Opfer aus, das er jetzt schon Motorraddiebe als “DDR-Opfer” präsentieren muss.
Seine eigenen Opfer, die hat er schon nach dem Drucken des Artikels vergessen, die verschwinden in Archiven, die werden niemals gezählt, sondern eiskalt abserviert.
Man malt den Kindern heute in der Schule ein Bild des Grauens vom bösen Unrechtsstaat DDR der Kinder ans Fließband stellt, Kriegsunterricht an Schulen, unterwürfige Zombis, ja sogar im Kindergarten sollen angeblich Kinder schon gedrillt worden sein – so ein Quatsch, so ein Schwachsinn. Das ist totale Propaganda.

Bei einem Fall standen mir ja die Haare zu Berge.
Eine Kindergärtnerin aus dem Osten fing 1992 in Bayern in einem Dorf eine neue Stelle an, da haben die bayrischen Mütter eine regelrechte Hetzjagd veranstaltet, damit ihre Kinder nicht von ihr “gedrillt” werden.
Das nenn ich Indoktrination!

Sie hat dann die Arbeitsstelle gewechselt und in einem Nachbardorf angefangen. Dort bekam sie eine “Aufsicht” die kontrollieren sollte was sie mit den Kindern so anstellt.
Ergebnis: Die bayrischen Kinder sind weder kleine Kommunisten geworden, noch laufen sie im Stechschritt nach Hause. Im Gegenteil, inzwischen leitet sie den Kindergarten und hat dort zur Freude der Eltern auch das eine oder andere aus dem “bösen Osten” eingeführt, das die Kinder schonmal das eine oder andere Lernen.

Fakt ist jedoch: Jedes System hat Grenzen, der Westen genau wie der Osten.
Der Osten hat seine Staatsfeinde bestraft und der Westen tut das auch.

Auch im Westen gab und gibt es bis heute ein Berufsverbot für Kommunisten als Lehrer oder überhaupt im öffentlichen Dienst zu arbeiten.
Der Radikalenerlass

Und zum Nachlesen:
Manfred Histor: Willy Brandts vergessene Opfer, Geschichte und Statistik der politisch motivierten Berufsverbote in Westdeutschland 1971–1988. Ahriman Verlag, 1999, ISBN 3-922774-07-5

Der Westen lehrt all das nicht in der Schule, er möchte die Erinnerung daran ausmerzen,
deswegen schreiben wir für euch auf, wie es wirklich war.
Und wenn diese Seiten verschwinden, hat man uns dafür verhaftet.

Die Voelmy-Studie zur zehnklassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule der DDR

Voelmy¹ hat es schon 1964 erkannt: Die DDR-Bildung war der BRD-Bildung weit überlegen. Denn die Voelmy-Studie beweist, daß zehn Jahre polytechnischer Unterricht die DDR-Schüler keineswegs zu sozialistischen Robotern abgestumpft haben. Die jungen Ostdeutschen waren vielmehr ihren westdeutschen Altersgenossen weit voraus: Sie besaßen mehr schöpferische Initiative und Selbständigkeit, die sie befähigten, im Berufsleben wendiger zu agieren und zu reagieren. Voelmy stieß bei seiner Analyse auf “keinen Beweis für die Behauptung, daß alles unterrichtliche Geschehen vornehmlich von politischen Motiven her begründet und gesteuert wird”. Er hat es sogar rechnerisch belegen können: die 13-jährigen DDR-Schüler waren bereits weiter als ein westdeutscher Abiturient.

Die westdeutschen Pädagogen hätten von ihren DDR-Kollegen vieles lernen können, doch zwei Hindernisse standen dem entgegen: die westdeutschen Lehrer wollten vom ostdeutschen Lehrkörper nichts lernen und der Staat hat 1990 nicht geschaut, dass man für ein fortschrittlicheres gemeinsames Deutschland die ostdeutsche Bildung übernimmt und durch westdeutsche Vorzüge ergänzt und weiter verbessert.

Versuchen wir also eine rückblickende, persönliche Bestandsanalyse. Es ist nicht so einfach, pauschale Unterschiede zur Bildung zu erklären. Denn schließlich hängt vieles auch individuell von der Lehrkraft ab.

Bildung selbst ist auch nicht pauschal. Sie findet an vielen unterschiedlichen Institutionen statt. Es gibt Krippen, Kindergärten, Grundschulen, Haupt-,Real-,Gesamt-,Mittel-,Haupt-&Realverbundsschulen usw. und Gymnasien, dann gibt es Fachabitur, Fachhochschulen, Berufsschulen, die betriebliche Ausbildung, Universitäten, Akademien, Kunst-,Musik-,Sport-, Schauspielhochschulen…
Diese beiden Abhängigkeiten sollten beweisen, wie schwer es ist, zumal ohne Qualifikation, in angemessener Kürze über Staats- und Systemunterschiede von Bildung zu sprechen.

Ein Versuch:

Wesentlich für den Erfolg osteuropäischer und ehemaliger DDR-Bildung halte ich, dass sie nie fragt: wer kann etwas am besten? Sondern sie fragt immer: wie können wir ALLEN so viel wie möglich beibringen?

Dazu gehört, dass Grundlagen, Grundsätzliches, das alle wissen müssen, an allen Ausbildungsstätten Standard ist. Man findet also keine Kunsthochschule, die nicht JEDEM Studenten die Bedienung der wichtigsten Techniken zeigt oder JEDEM Studenten die wichtigsten Eckpunkte der Kunstgeschichte beibringt, natürlich in den relevanten Zusammenhängen.

Für JEDEN Studenten wird eine handwerkliche Ausbildung in den wichtigsten Techniken Zeichnen, Malerei, Bildhauerei, Drucktechniken, Foto, Video, Computergrafik vorgesehen. Das gehört in den ersten Studienjahren zu den Pflichtveranstaltungen. Mit dem Vordiplom hat also jeder Student wesentliche handwerkliche und intellektuelle Fähigkeiten, die ihn für seinen Beruf qualifizieren. Danach ist er frei, denn gerade in der Kunst darf man nicht so viel vorgeben.

Anders an einer deutschen Kunsthochschule. Es ist unmöglich, Unterricht in allen Fächern zu bekommen. Entweder gibt es überhaupt keine regulären Kurse oder die Zeiten überschneiden sich, es gibt extrem begrenzte Plätze (z.B. 20/1000 Studenten können pro Jahr am Siebdruck teilnehmen), für jede Veranstaltung muss man sich extra und vor allem schnell anmelden, Angebote in der Kunstgeschichte sind zusammenhangslose Vorlesungen zu speziellen Themen, die die jeweiligen Dozenten gerade interessieren. Was der Einzelne dabei lernt, ist den Lehrenden völlig gleichgültig, und das Interesse, ALLEN eine solide Ausbildung zu ermöglichen, ist überhaupt nicht vorhanden! Es wird nur gefragt: Wer kann’s am besten? Und die mangelhafte Fähigkeit der Lehrenden, die Studenten zu motivieren, wird durch Wettbewerbe ausgeglichen.

Das ist nur eines von Millionen von Beispielen, die ich am liebsten nennen möchte. Die Probleme speziell im Vergleich der Kunsthochschulen sind nämlich noch gering gemessen an den Unterschieden in der Schulbildung oder an normalen Universitäten.

Hier noch ein paar Differenzen in den Lehrmethoden, in der Herangehensweise beim Unterrichten, denn auch die unterscheiden sich sehr.

  • Kindergarten und Grundschule werden als Orte der gesellschaftlichen Erziehung begriffen. Entsprechend hoch angesehen sind Erzieher. Sie erhalten eine hochkarätige Ausbildung. Es wird verstanden, dass es immer Ideologie gibt und die Frage nur lautet: welche. In Deutschland wird Ideologie geleugnet und ist daher umso schlimmer vorhanden.
  • Schule lehrt kritisches Denkvermögen und Kreativität, und zwar so gut wie ALLEN Schülern, nicht nur einzelnen. In der weiterführenden Schule geht es vor allem um Textanalyse, das heißt Leseverständnis, in Mathe um Aufgabenverständnis. Es wird verstanden: wer die Aufgabe/den Text nicht kapiert, hat schon verloren.Im westdeutschen Bildungsverständnis formuliert man keine Bedeutungsunterschiede – etwa, welche Fähigkeiten wichtiger sind als andere. Die Schüler sollen es selbst und untereinander herausfinden und landen damit in der Kommunikationsfalle: Kommunikation ist wichtiger als logisches Denkvermögen und Fertigkeiten. Auf lange Sicht führt das in eine gesellschaftliche Katastrophe.
  • Man begreift, dass Zusammenhänge wichtiger sind als Fakten, dass Fragen wichtiger sind als Antworten. Entsprechend wird vermittelt.
  • Fragen zu bevorzugen bedeutet vor allem das Herauskristallisieren von wichtigen und für interdisziplinäre Zusammenhänge bedeutsamen Fragestellungen. Ein Diskurs über Qualität ist auf permanent hinterfragbaren Konsens gerichtet.
  • Die Wissenschaft orientiert sich in ihrer Wertschätzung nicht daran, ob die Fragestellung eines Werkes NEU ist, sondern ob sie RELEVANT ist. Westdeutsche halten so eine Richtung für eine Einschränkung der persönlichen Freiheit. Allein, eine abschließende Interpretation, eine Deutung des Seins, ist simpel unumgänglich, weil die Menschen Geschichte nicht gegenwärtig entwickeln können ohne der vorhergehenden Sinn beizumessen, und zwar nach Lage und Ausrichtung einen verschiedenen (das wird allzu oft vernachlässigt).
  • Der Lehrende weiß, dass Inhalte erst durch Wiederholung verstanden werden können. Inhalte ohne Wiederholung sind verloren oder Zeitverschwendung.
  • Es wird nicht vom Lernenden erwartet, für seine eigene Leistung verantwortlich zu sein. Verantwortlich für die Lernerfolge des Lernenden ist zu 95% der Lehrende. Er muss die Schwächen erkennen und jedem Lernenden zeigen, wie er seine Schwächen behebt.
  • Weil der Anspruch in Ost ist, JEDEM Lernenden zu Erfolg zu verhelfen, können Osteuropäer und Ostdeutsche besser mit der vorhandenen Zeit umgehen. Sie verstehen es effizienter, welche Inhalte für ALLE relevant sind und welche Inhalte INDIVIDUELL verschieden wichtig sind. Inhalte, die für alle relevant sind, werden entsprechend an alle gemeinsam vermittelt, während interessenabhängige Inhalte mit Einzelnen besprochen werden. In West ist das oft andersherum bzw. wird die Frage nach Effizienz gar nicht gestellt.
  • Didaktik wird nicht als störend begriffen sondern als unverzichtbarer Bestandteil der Lehre. Didaktik bedeutet die Fähigkeit der Lehrenden, die Lernenden höchstmöglich zu motivieren.
  • Höchstmögliche Motivation der Lernenden ergibt sich aus der individuell richtig anzuwendenden Mischung aus Lob und Kritik, aus Vorgaben und Freiheiten, aus Fragen und Antworten (die der Lehrende vorgibt). Dazu muss der Lehrende psychologisches Gespür haben.
  • Psychologisches Gespür aber fehlt den Westdeutschen absolut. Westdeutschen fehlt das Verständnis, wie sich ein Mensch aus Individualität und Teil einer Gemeinschaft zusammensetzt.

Es ist unabdingbar für eine funktionierende Gesellschaft, dass man in der Bildung nicht nach dem besten Individuum fragt, sondern nach dem Besten für Alle. Eine Demokratie funktioniert nur, wenn die Mehrheit der Bevölkerung auch in der Lage ist, die gegenwärtig ablaufenden Ereignisse kritisch wahrzunehmen. Die derzeitige Bildungslage in Deutschland ist ergo eine staatliche Gefahr.

¹Voelmy, Willi: Polytechnischer Unterricht in der zehnklassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule der DDR seit 1964. Verlag Moritz Diesterweg, Frankfurt.

Die bundesdeutsche Geschichtsfälschung

Wie massiv falsch jedoch die Darstellung der DDR in den Medien West betrieben wird, zeigt auch dieses wirklich grandiose Beispiel der negativen Geschichtsdarstellung, was die Nachbildung einer DDR-Schulrealität sein soll.

Dazu ist folgendes zu sagen:

Die jungen Pioniere war eine Organisation deren Mitglieder zwischen 6 und 10 Jahre alt waren, also 1. bis 3. Klasse. Sie trugen zu besonderen Feiertagen (z.b. Geburtstag der DDR) eine weise Bluse mit dem Emblem der Jungpioniere am linken Arm und ein blaues Halstuch. Nur zu diesen Tagen und auch nur zur ersten Stunde nach dem Fahnenappell wurde der Unterricht mit dem Spruch der jungen Pioniere “Seid bereit – immer bereit” begonnen unzwar ohne Trommeln, was sich wohl sehr störend auf den Unterricht anderer ausgewirkt hätte.
Ein Theater-Effekt dieser “Rekonstruktion”.

Im Grunde genommen war es nicht viel anders als auf kirchlichen Internaten oder den sogenannten Knabenschulen/Mädchenschulen, wo man sich stattdessen zu den 10 Geboten bekennt.
Ansonsten gab es Abzeichen zu erringen, z.b. Schwimmabzeichen, Feuerwehrabzeichen und Sportabzeichen in drei Stufen.
Dazu kommen Ausflüge, Exkursionen z.b. um Blätter zu trocknen oder Naturbiotope zu entdecken oder Museumsausflüge und Ausflüge zur dt. Geschichte z.b. in KZ-Lagern. Und es gab eben auch Rituale wie das hissen der Fahne beim Fahnenappell oder das Singen von Pionierliedern, wozu dann auch diese dargestellte Meldung gehörte, die eigentlich nicht in der Schulstunde, sondern beim Fahnenappell üblich war.
Ähnliche Rituale wie den Fahnenappell gab es auch in Kinderferienlagern – die Ostvariante vom Pfadfinderlager.

Und wie bei Kindern zwischen 6 und 10 Jahren üblich, ist da auch noch der Stolz auf das Tragen von Insignien und die kindliche Begeisterung weit verbreitet, die allerdings mit den Jahren abnimmt. Naja man wird halt klüger.

Schaut man sich mal auf Schulen um, wo Schuluniformen getragen werden, so findet man dort ähnliche Rituale einschliesslich irgendwelcher Bekenntnisse, Meldungen an Lehrer und Uniformen. In gewisser Weise werden diese Bekenntnisse weltweit eher halbherzig von den Schülern nachgeplappert, und so war es eben auch im Osten.
Man kann es linientreu oder auch Drill nennen, aus Sicht der Schüler ist das immer Heucherlei.

Die Begeisterung für solche Ritale erreichen gewöhnlich mit 16 Jahren ihren absoluten Tiefpunkt, denn dann rebellieren Jugendliche gegen eingefahrene Rituale, daher hatten ältere Schüler der FDJ nur noch einen sehr relaxen Umgang mit diesen Regeln. Gegen die Regeln wurde dann auch regelmässig verstoßen, da sich die Jugendlichen beim Fahnenappel meisst unauffällig in Luft auflösten. Sie “verdünnisierten” sich.

Auch die dargestellte “Ablehnung der BRD” und die Antwort die einem angeblichen Drittklässler in den Mund gegeben werden, sind genauso schwachsinnig wie die “Überredungskünste” der Lehrerin. Ein Drittklässler wäre geistig noch garnicht in der Lage so zu reden, falls er nicht zufällig ein Genie ist.

Ich habe durch Umzüge mehrere sehr unterschiedliche Schulen im Osten besucht und nicht einmal eine vergleichbare Szene erlebt – auch dort wo die Mitgliedschaft in Pionierorganisationen abgelehnt wurde.

evangelisches KinderMisbrauchsLager am Edersee1961, Morgenapell der Kirchen-Opfer. Die Kinder-Sünder knien im SündenPranger, links am Bildrand der Diakon, der sie nachts tröstete

evangelisches KinderMisbrauchsLager am Edersee1961
Morgenapell der Kirchen-Opfer. Die Kinder-Sünder knien im SündenPranger und finden es zum Teil noch lustig. Links am Bildrand der Diakon, der sie nachts tröstete, mehr dazu unter http://www.barth-engelbart.de/?p=1824

Und das man mit Drittklässlern über Waffen redet? Also Waffen waren weder für Drittklässler noch für alle anderen Schulklassen Lehrstoff. Daher ist auch nicht verwunderlich das zahlreiche Ossis dieser Darstellung widersprechen, die natürlich alle Ostalgiker sein müssen, unzwar alle 16 Mio. Jedenfalls glauben das dumme Leute.

Tatsächlich wurden auch Diskussionen über den Westen geführt, Westliche Werbeslogans waren genau wie Westjeans wohl auf jedem Schulhof präsent und nicht wenige kamen mit Farbstiften oder Füllern aus dem Westen zum täglichen Unterricht. Die Lehrer hätten reichlich zu tun gehabt, um das alles bei den Schülern einzusammeln.
Tatsächlich waren die so normal wie heute Taschenrechner oder Handys.

Diese Darstellung initiiert vom Spiegel ist also nichts anderes als pure Propaganda, die nie für Jugendliche von 16 Jahren und schon garnicht für Kinder der dritten Klasse Realität war. Das deren Begeisterung vorhersehbar unterirdisch ausfiel, dürfte von vornherein klar sein.
Dazu kommt eine “Lehrerin” die aus “familiären Gründen” den DDR-Schuldienst verlassen hat. Man darf wohl annehmen, das ihr die DDR die Lehrerlaubnis entzogen hat, was sie wohl nie verwunden hat. So hat sie bei Spiegel TV eine passende Bühne gefunden um ihre 5 min Ruhm zu bekommen. Was dort dargestellt wird, entsprach nie der Realität, sie ist einfach nur idiotisch.

Andersrum muss man sich vor Augen halten, wie die Eröffnungsrituale eine katholischen Schule auf Schüler der DDR in den 80iger Jahren gewirkt hätten. Sicherlich haben diese Lehrer mehr zu tun gehabt mit dem Einsammeln von Walkmans die damals im Westen zur Grundausrüstung aller Schüler gehörte.
Die Reaktion der “Ossis” wäre sicher annährend die gleiche – negativ abstoßend.

Hier mal ein paar Rituale des Westens z.b. Beten und bei Pfadfindern

Wenn man dann noch erwähnt das gerade an katholischen Schulen Schüler sogar missbraucht wurden oder Sexualstraftäter in die Schulgebäude gelangen konnten, sollte man schonmal ins Grübeln kommen. Insbesondere auch darüber, das diese Opfer sehr schnell wieder “vergessen” werden unzwar lebenslänglich.

Hier noch ein paar Pionier-”Kampflieder”, wir wollen es ja nichts verheimlichen, schon garnicht wie wir “gedrillt” wurden. Ok, das mag vielleicht nicht jedermanns Geschmack treffen, aber mit 6, 8 oder 10 Jahren sieht man viele Dinge noch positiv optimistisch.
Die Schul-GMBH – Bildung für Kriecher

Zwei Schüler im Westen mussten leider feststellen, das ihr Lehrstoff den wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht. Eigentlich Peanuts, denn sie hatten ja recht. Doch statt einen Fehler zuzugeben, hält man an falschem Wissen fest, verteidigt es auf Teufel komm raus. Und nicht nur das, infolgedessen wurden sie auch noch abgemahnt.

Da sie diese Ungerechtigkeit nicht so einfach akzeptierten, forschten sie weiter und entdeckten zahlreiche Beispiele für Indoktrination und der systematischen Vorbereitung von Schulkindern auf ihr Leben als braver treudoofer kritikloser Bundesdackel der zwar Vermögen erwirtschaftet, es aber nie selbst ausgeben wird. Dabei sprechen sie nicht etwa von den indoktrinierten Schülern im Osten, sondern vom Schulsystem West.

Im Osten gab auch eine ausgeprägte Diskussionskultur im Osten und die machte nicht vor dem Thema BRD halt.
Es war durchaus möglich und üblich mit seinen Chef zu diskutieren, versucht das im Westen und ihr seid euren Job los.
Es gibt jede Menge Storys wo die “Doktrin der SED” groß und breit propagiert wird und wer glaubt das wir das alle „toll“ fanden ist total auf dem Holzweg.

Deswegen war die Abschaffung der Stasi, Reisefreiheit und Meinungsfreiheit eine der Grundforderung der
DDR-Bürger und ihrer Demonstrationen von 1989.

Heute sind wir wieder an dem Punkt an dem wir den Überwachungsstaat abschaffen sollten. Indeed, Acta, BND, Chipkarten, Geocaching, Vorratsdatenspeicherung, Ausländerdatei. Und das ist nur ein Bruchteil der Wahrheit.

Kindheitserlebnisse im Schulsystem West:

Erschütternde Dokumentationen gibt es insbesondere über Heime im Westen. Das betrifft nicht nur Deutschland sondern auch Österreich.
Dort wurden Kinder für Versuchszwecke mit Malaria und anderen Krankheiten infiziert, mit Hormonen behandelt, systematisch zu Huren ausgebildet, von Pfarrern missbraucht, regelrecht für Sexdienste angeboten usw. Und das ist bis in die 80iger Jahre auch belegt.
Entführt, eingesperrt, entrechtet, gefoltert, vergewaltigt, zwangsmedikamentiert, für Humanexperimente benutzt, als Arbeitskräfte ausgenutzt, verkauft, ermordet – so schildern es die Heimkinder selbst.
Die Reaktion der Politiker auf Publikationen dieser Art war die Verfolgung der Autoren und Regisseure. Der Verbot der Filme und Bücher. Es wurde verschwiegen, gelogen, unter dem Teppisch gekehrt – bis heute sind die Taten ungesühnt, die Opfer haben nie eine Wiedergutmachung erfahren. Das ist die dunkle Seite des Bildungssystem West, der Demokratie, der Freiheit, des angeblich so viel besserem System.

Österreich: Missbraucht und Misshandelt

Eine erschütternde Dokumentation stammt von Kurt Langbein. Er recherchierte und interviewte glaubwürde Menschen die in staatlichen Kinderheimen und Sozialstationen arbeiteten und zum ersten Mal über das erzählen was sie dort erlebten.
Die Phönix-Dokumentation darüber ist auch beim Sender zu beziehen.

Auch der Autor Hans Weiss schrieb ein Buch unter dem Titel “Tatort Kinderheim”, das im Herbst 2012 erschien.

Tatort Kinderheim: Ein Untersuchungsbericht
Autor: Hans Weiss
Preis: EUR 18,90
Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Deuticke Verlag (24. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3552061983
ISBN-13: 978-3552061989
Link: Amazon Angebot

Folter, Vergewaltigung und Missbrauch statt liebevoller Erziehung – schockierende Vorfälle in Kinderheimen und Internaten aus der jüngeren Vergangenheit dringen langsam an die Öffentlichkeit. Jährlich wachsen in Österreich rund 11.000 Kinder in Pflegefamilien, Wohngemeinschaften, Heimen und Kinderdörfern auf. Bis Mitte der 1980er Jahre waren viele Heime wie Gefängnisse organisiert, in denen Kinder geschlagen und gefoltert wurden. Wer sich wehrte, kam in die Kinderpsychiatrie. Hans Weiss, bekannt für seine sorgfältigen Recherchen, hat konkrete Berichte und Fälle zusammengetragen und eine aufrüttelnde Reportage über ein großflächiges Verbrechen gegen die Menschlichkeit geschrieben.

Empfohlen sei auch die Webseite der ehemaligen Heimkinder Österreichs Wir Heimkinder, wo die ehemaligen Heimkinder auf ihr Schicksal aufmerksam machen.

Auch eine Analyse der Autoren Irmtraut Karlsson, Rosemarie Fischer, Irmtraut Goessler-Leirer und Claudia Halletz von 1975 unter dem Titel “Verwaltete Kinder” zeigt den Umfang von Missbrauch.
Verwaltete Kinder, Endbericht 1975
Organisationssoziologische Analyse von Heimen für Kinder und Jugendliche im Bereich der Stadt Wien.
Jänner 1975 von Irmtraut Karlsson.

Hans Weiss schreibt:
Erzählt werden sollen genau die Geschichten, von denen die Öffentlichkeit keine Ahnung hat, keine Vorstellung, welches Ausmaß von Missbrauch und Übergriffen, welche Leiden da geschaffen wurden.
Alles unter dem Deckmantel der “Erziehung”, der “guten Absicht”, diese gefährdeten jungen Menschen, viele noch Kinder, auf einen erfolgreichen Weg zu bringen, sie fit für’s Leben zu machen.

Wir alle wissen, wie es endete, in welchem Horror viele dieser Kinder “erwachsen” werden mussten, welche Leiden geschaffen, anstatt vermieden wurden. Wieviel menschliches Leid, auf allen Ebenen, hier von unschuldigen Kindern erduldet werden musste – sie hatten keine Chance.

Wir wollen AUFRÜTTELN, nicht einschläfern !

Wir wollen die Aufmerksamkeit erregen, wir wollen, dass dieser Staat weiss, dass die Bürger erfahren, was er getan hat, dieser Staat, mit seinen faschistoiden Bütteln, den Schergen der Macht und wie das ausgesehen hat, in all den schmutzigen Details…

Ob Kirche oder private Erzieher, Aufseher, sie waren mehr oder weniger alle gleich, in ihrer Perfidie, wie sie diese kleinen Seelen benutzten, ausnutzten, brachen, verheizten, ähnlich trockenem Holz im Winter.

Und AUFRÜTTELN, das wollen wir nicht nur so im Vorbeigehen, halb laut, gemurmelt, voll der Komplexe, in die man Opfer gejagt hat.

Wir wollen es ganz laut AUSSPRECHEN und wiederholen, in reichen Bildern, in allen Details, in allen Gefühlen, die uns da über die Leber krochen und uns, in vielen Fällen, nie mehr losgelassen haben.

Die Geister dieser Vergangenheit, sie leben noch immer und in den Nächten kommen sie oft zurück, um uns – noch immer – mit ihren eisigen Händen zu umklammern. Diese Gefühle werden nicht alt. Die Monster haben ihre Fratzen behalten.

Das daraus hervorgegangene Leiden ist noch nicht zu Ende.
Es endet erst, wenn der Leidende sein Leben beendet hat und wie viele dieser Opfer haben, auch aus genau diesen Gründen, ihr Leben bereits gelassen, bevor sie es jemals leben konnten, ihr Leben.

Nie mehr wieder, sollte Kindern solches angetan werden, das ist die Bestrebung.
Wobei wir ganz genau wissen, dass auch heute das Leiden weiter produziert wird, auch heute leiden Kinder in solchen “Einrichtungen”, vielleicht nicht mehr ganz so offensichtlich, wie damals, aber trotzdem.
Aufmerksamkeit schaffen !!

Man nennt es heute zwar nicht mehr “schwarze Pädagogik”, aber die Perfidie, mit der kleine Seelen unglücklich gemacht werden, ist nach wie vor existent, in unseren Heimen, hier, dort, jetzt und heute.

Wir möchten AUFRÜTTELN !

Deutschland: Der Opfer von Missbrauch in den evangelischen Landeskirchen Baden und Hessen-Nassau / Kurhessen-Waldeck

Veröffentlicht am 25. Juni 2012 von Hartmut Barth-Engelbart, Selbsthilfe-Organisation SODOM, Freidenker Hartmut Barth-Engelbart

Es sind jetzt bei Manchen schon über 50 Jahre vergangen und vieles schwärt offenwundig im Untergrund. Beziehungen sind zerbrochen. Ehen gescheitert, Kinder und Partnerinnen belastet bis zum Zusammenbruch. Bei den Einen mehr, bei Anderen weniger. Wir haben vieles verdrängt, vieles hat der Alltag unter sich begraben. Wir haben uns in Arbeit geflüchtet.

Wir wollen nicht zu Salzsäulen erstarren, wenn wir zurückschauen.

Wir haben traumatisiert, stigmatisiert, von Angstattacken und Albträumen gequält lange Zeit nicht zurückgeschaut und sind deshalb erstarrt, wie es uns das Alte Testament von Lots Weib andersherum erzählt. Man hat uns die Sexualität verteufelt, Erotik mit ErosCentern gleichgesetzt, die unsere Peiniger(innen) im Brustton christlicher Überzeugung und Tugendhaftigkeit vehement bekämpften, während sie sich an uns schadlos hielten, im Gegensatz zur Eroscenter-Kundschaft zum Nulltarif.

Wenn wir uns jetzt in SODOM wiederfinden, brechen wir ein von unseren ErsatzGöttern und Zieh-und Züchtigungs- und Unzüchtigungsvätern und -müttern ehern gesetztes Tabu: wir schauen zurück und erkennen und können uns so vielleicht von ihren unheilvollen Schatten und immer wiederkehrenden Übergriffen befreien …

SODOM steht erst ganz am Anfang. Wir hoffen auf Unterstützung durch Mit-Leidensgenossinnen, was sowohl die psychologische Begleitung, die rechtliche Beratung und die organisatorischen Fragen betrifft. Wie können wir uns treffen und gleichzeitig die Anonymität wahren, wie können die, die sich outen, die öffentlich berichten, anklagen, auf öffentlicher Bitte um Entschuldigung bestehen und Wiedergutmachung fordern, sich rechtlich absichern ? Fragen zur Verjährung sind zu klären, engagierte Journalisten zu finden und Quotensteigerungfetischisten á la SPIEGEL-BILD &Co. abzuwehren.

SODOM will Gesprächstherapien anstoßen, vermitteln, selbst organisieren. – Angesichts der Schwere der Traumatisierungen und unterschiedlicher Stabilität der Missbrauchsopfer sind Gruppengespräche wahrscheinlich eher die Ausnahme. Wir stellen uns vor, dass SODOM zunächst wie ein anonymes Kontaktforum arbeitet, das durch Gesprächspartner-innen -Vermittlung Hilfe zur Selbsthilfe leistet und Kontakte zu psychologischer Begleitung anbietet/ anbahnt.

Die hier skizzierten Ziele/Zwecke kann SODOM nur erreichen, wenn sich alle Betroffenen und Engagierten an das Gebot der Selbstbestimmung halten: die Opfer bestimmen ob und wie, wie laut oder leise und wem gegenüber sie sich äußern ….

Die in Amt und “Würden” eingesetzten Vertreter der evangelischen Landeskirchen in Baden und Hessen haben unsere Einsamkeit, Hilfsbedürftigkeit, soziale Abhängigkeit ausgenutzt, unser Zutrauen missbraucht, uns unsere kindliche und pubertäre Erotik erwürgt und vergewaltigt, uns unsere schönsten Blütenträume zertreten und unser Kinder- und Jugendparadies in ihr SODOM und Gomorra verwandelt. Dass wir begannen unsere Sexualität zu entdecken, das haben unserer Peiniger als Todsünde gebrandmarkt, uns zum Teil öffentlich dafür abgekanzelt und sich danach heimlich an uns vergriffen.

Unser SODOM war früherotisch lustvoll paradiesisch, sie haben es in eine Hölle verwandelt und uns zeitlebens gezeichnet.

Wir wollen uns unser SODOM wieder zurückholen.

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Ach ja, fast hätte ich es vergessen: damit die Arbeit von SODOM nicht umsonst ist, braucht SODOM auch etwas Geld und da SODOM noch kein fiskalisch anerkannt gemeinnütziger Verein ist, gibts für Spenden auch keine steuermindernden Spendenquittungen. Wer SODOM trotzdem mit Spenden unter die noch schwachen Arme greifen will kann die gerne unter dem Stichwort SODOM auf mein Konto-Nr. 1140086 bei der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG BLZ 506 616 39 einzahlen

Mit einem dreifach lauten VerGELDsGott als DANKESCHÖN

Hartmut Barth-Engelbart
HaBEbuechnerei@web.de

SODOM = Selbsthilfe-Organisation Der Opfer von Missbrauch in den evangelischen Landeskirchen Baden und Hessen-Nassau / Kurhessen-Waldeck

 

 

Great Britain ist nicht die DDR
… furzt heißt es bei sternfurz.de in einem Artikel über die Olympischen Spiele 2012 und noch skurriler klingt die Erklärung im Artikel selbst: „Leere Sitze sollen mit Militär gefüllt werden. Wir sind zur DDR geworden.“
So wird ein Twitter-Beitrag zitiert. Im Original lautet er:
Die DDR war ja auch berüchtigt dafür, Stadionplätze aufzufüllen, damit die Aufnahmen im Fernsehen gut aussehen …

East Side Gallery

Da haben wir den Salat: Die Debatte um die Berliner East Side Gallery mauserte sich ganz unerwartet zu einer Debatte über den Umgang mit der DDR– und Nachwende-Geschichte, der nicht einmal David Hasselhoff etwas anhaben konnte. Seltsam, dass erst jetzt Godwin’s Law (Stasi-Edition) zuschlägt: Denn Maik Uwe Hinkel, der Immobilien-Investor an der Gallery, soll Inoffizieller Mitarbeiter bei der Stasi gewesen zu sein.

Ein Stasi-Mann, der die Mauer einreißen will, um Luxuswohnungen zu bauen. Menschen aus demokratischen Ländern der ganzen Welt, die die Mauer stehen lassen wollen. Es hat sich wohl einiges geändert in den letzten Jahren. Eine Konstante aber ist geblieben: Mit dem IM-Vorwurf kann man immer noch erschrecken.

SPD (Unternehmensberatung, CSU)

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat eine Parallele zwischen dem Wahlkampfmotto der SPD „Das Wir entscheidet“ und einer SED-Losung gezogen. In einer dpa-Meldung wird er folgendermaßen zitiert:

Unter dem Motto ‚Vom Ich zum Wir‘ verloren bis 1960 in der damaligen DDR 400 000 Bauern ihre Eigenständigkeit, 15.000 Bauern flohen in den Westen, 200 wählten den Freitod. […] Es besorgt mich dieses Maß an mangelndem Geschichtsbewusstsein, dass wir schon vergessen haben, was passiert, wenn das Kollektiv Vorrang hat vor der einzelnen Persönlichkeit.

Doch warum in die Vergangenheit schweifen? „Vom ‚Ich‘ zum ‚Wir‘“ wird auch in der Unternehmensberatung als Schlagwort genutzt. Schließlich sollen ja alle an einem Strang ziehen. Das weiß auch die CSU und hat das Wertebündnis Bayern vor einem Monat unter das Motto „Vom Ich zum Wir“ gestellt.

Das heißt also: Die CSU ist wie die SED. Sapperlot!

Stiftung Preußischer Kulturbesitz mag ihre DDR-Bauten nicht
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz legt unterschiedliche Maßstäbe beim Erhalt ihrer Gebäude an. So lässt sie in der Staatsbibliothek derzeit ausschließlich Räume modernisieren und restaurieren, die als „historisch“ gelten. Das heißt: Räume aus dem Originalbau von 1913 zählen dazu — Veränderungen, die in der DDR durchgeführt wurden, sind hingegen ausgeschlossen und müssen mit veralteter Ausstattung auskommen. Nikolaus Bernau schreibt dazu in der Berliner Zeitung:

Doch unter Denkmalschutz steht nicht ein wie auch immer gearteter „Original“-Bau, sondern der Ist-Zustand. Gerade die Berliner Denkmalpflege besteht sonst darauf, dass die historischen „Schichten“ eines Gebäudes erkennbar bleiben müssen.

Dass die Restaurationspolitik der Stiftung insgesamt auf den Ausschluss ostdeutscher Architektur abzielt, könne an verschiedenen Stellen beobachtet werden. Und Bernau macht darauf aufmerksam, dass dies für Bauten der westdeutschen Moderne nicht gelte:

West-Berliner Museums– und Bibliotheksgestaltungen aus der Nachkriegszeit werden nämlich, wenn sie nicht funktionslos wurden, durchaus gepflegt, von der Staatsbibliothek Hans Scharouns über die Neue Nationalgalerie Mies van der Rohes bis hin zum Kunstgewerbemuseum Rolf Gutbrodts.

Wie sieht eigentlich die Stiftung Preußischer Kulturbesitz selbst ihre Aufgabe?

Der Reichtum der Stiftung verpflichtet zur gewissenhaften Bewahrung und Besitzsicherung. […] Welche Rolle Deutschland künftig kulturell spielt, wird davon abhängen, wie kompetent es intellektuell und institutionell mit seiner kulturellen Überlieferung umgeht.

Mehmet Scholls Jacke

Jetzt wird es doch ein wenig absurd: Mehmet Scholl soll eine „Erich-Hoenecker-Gedächtnisjacke“ getragen haben. Das hat zumindest das Fußball-Magazin „11Freunde“ beobachtet und deshalb die Pressesprecherin des Berliner DDR-Museums interviewt.

Aber bevor die Enttäuschung groß ist: Die „Erich-Hoenecker-Gedächtnisjacke“ ist einfach nur eine Jacke, wie sie der Staatsratsvorsitzende getragen haben sollen könnte. Sagt „11Freunde“, das Fachmagazin für DDR-Mode.

Philipp Rösler

„Was Rösler versucht, hat schon bei Honecker nicht geklappt. […] Wer ein Wunschbild von der Gesellschaft entwirft, das mit der Realität der Leute nichts zu tun hat, scheitert.“

So Monika Heinold, grüne Finanzministerin von Schleswig-Holstein.

Langweilig. Denn der HonRösler-Vergleich wurde bereits 2011 von der FDP-Basis gezogen. Und im vergangenen November kam die Reihe Armutsbericht/FDP/Honecker auch schon in der heute-Show vor. Aber was soll man machen: Honecker und Realitätsverlust sind ja quasi synonyme Begriffe.

Angela Merkel

Ich als Ossi darf so was sagen: Das Wahlergebnis [von Angela Merkel auf dem CDU-Parteitag] war ja fast so wie bei Erich Honecker, fast 100%. Und dass die beide Ossis sind, will ich jetzt gar nicht als Vergleich heranziehen. Sondern: Was man bei der Regierung Merkel sieht, was man bei dieser Bundeskanzlerin sieht: Sie hat genau wie Erich Honecker den Kontakt zum Alltag der Leute, den Kontakt zur wirklichen Realität verloren.

Katrin Göring-Eckardt auf dem Landesparteitag der Grünen NRW zur Bundestagswahl 2013 am 7.12.2012 (im Video ab Minute 2:33)

Merke:

Nur Ossis dürfen Ossis mit Ossis vergleichen Oder Staatsratsvorsitzende mit Bundeskanzlern. Oder Saarländer mit Hamburgerinnen. Oder Äpfel mit Birnen.
Herkunft schlägt Parteizugehörigkeit, denn: Ein Vergleich von Merkel mit Helmut Kohl wäre vielleicht ähnlich (un)sinnig gewesen. Aber: Der ist als Rheinland-Pfälzer nun mal definitiv kein Ossi.
So ein Vergleich wäre bei den Grünen gar nicht möglich. Na ja, vielleicht doch. Claudia Roth kann schließlich alles.

Alice Schwarzer

Einige Vergleiche sind offenbar so naheliegend, dass ich alleine nie darauf gekommen wäre. Dies ist so ein Fall, denn die Zeitschrift Cicero betitelt einen Kommentar:

Alice Schwarzer: Der Erich Honecker des Feminismus

Tja, was soll man da argumentativ gegen setzen? Ist dann Erich Honecker die Alice Schwarzer der DDR? Und die Emma das neue Neue Deutschland? War Erich wegen Steuerhinterziehung in Chile und muss Alice Asyl in der Schweiz suchen, weil sie jetzt auf einer Ebene mit Uli Hoeneß steht? Was war der eigentlich in der DDR?
Fragen über Fragen. Und keine Antworten.

Zahniges

Nein, sowas: Da sind die Ostdeutschen doch tatsächlich einmal den Westdeutschen voraus. Denn die Krankenkasse Barmer GEK hat den „Zahnreport“ vorgestellt. Ganz neue Erkenntnis: Die Menschen im Osten gehen häufiger zu Zahnärztinnen und Zahnärzten. Eine Erklärung gibt es natürlich auch gleich dazu:

Menschen aus der ehemaligen DDR kümmerten sich mehr um ihre Zähne, weil dort in Kindertagesstätten und Horten viel Wert auf Zahnpflege gelegt worden sei, vermutet der Vizechef der Barmer GEK, Rolf-Ulrich Schlenker.

Das ist natürlich schön. Denn das ist nicht nur besser für die Gesundheit, sondern auch für den Geldbeutel:

Tatsächlich sind die Gesamtausgaben der Krankenkassen für Kronen und anderen Zahnersatz in den neuen Ländern deutlich niedriger als im Westen. Zudem zeigen die Zahlen der Barmer GEK, dass die Ostdeutschen im Fall der Fälle weniger aus der eigenen Tasche zuzahlen.

Äh, Moment: Wenn den zahnbewussten Ossis ihre Gesundheit dermaßen wichtig ist, sollten die doch bei der Behandlung nicht sparen. Vielleicht gibt es doch noch einen ganz einfachen Grund dafür?

Die Ostdeutschen wählen lediglich den preiswerten Standard, weil sie sich nicht mehr leisten wollen oder können. Kassen-Vorstand Schlenker tippt auf Letzteres: „Hier zeigt sich ein Wohlstandsgefälle.“

Tja, da kann man noch so viel Prägung und Erfahrung aus Kindertagesstätten und Horten mitbringen: Mehr Geld gibt’s dadurch auch nicht. Oder vielleicht ist ein häufiger Zahnarztbesuch einfach die bessere Methode, noch mehr Kosten zu vermeiden? Ich kann mich gerade nicht entscheiden, ob eine 25 Jahre alte Prägung oder aktuelle finanzielle Sorgen wichtiger sind …

DDR macht Schule in Thüringen und Bayern

Wie sollte angemessen mit der DDR im Schulunterricht umgegangen werden? Zwei aktuelle Beispiele gehen da völlig unterschiedlich heran:

Im ersten Fall lässt eine Lehrerin ein Theaterstück über die DDR aufführen. Das wird in der Weltscheisse ausgiebig kritisiert, indem man prompt die gesamte Showbühne der Opfer auftanzen lässt und der Lehrerin einen „DDR-Tick“ verpasst. Na wenns nur mal mehr von diesen Ticks gäbe.

Reißerische Schlagzeile der Weltscheisse: Darf man im Schulunterricht DDR spielen?
Wird mit dem scheinbar spielerischen Einsatz von DDR-Symbolen das Unrecht des SED-Regimes verharmlost? Ein Vorfall an einem Suhler Gymnasium hat eine politische Kontroverse über diese Frage ausgelöst. Die Geschichtslehrerin Heidemarie S. hatte sich fotografieren lassen, wie sie im Rahmen eines Abiturprojektes mit ihrer Klasse im Blauhemd der DDR-Jugendorganisation FDJ posierte. Thüringens Kultusminister Christoph Matschie (SPD) kündigte eine Prüfung des Falles an. „DDR-Kitsch“ habe im Unterricht nichts zu suchen.

In einem öffentlichen Protestbrief an Matschie schrieb der ehemalige politische Häftling und Regionalbeauftragte der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, Joachim Heise, dass ihm angesichts der Fotos der Suhler Abiturienten „der Atem gestockt“ habe. Zugleich wies er den Ausdruck „DDR-Kitsch“ des Kultusministers zurück. Heise: „Verharmlosender kann das Fehlverhalten von Heidemarie S. nicht benannt werden.“ Auch der Leiter der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, zeigte sich „entsetzt über den unkritischen Umgang mit der SED-Diktatur“ an der thüringischen Schule. Die Lehrerin selbst gab in einem Schreiben an Knabe allerdings an, die Gedenkstätte mit Schülern ihrer früheren Schule mehrfach besucht zu haben.

Das ist übrigens der selbe Matschie der da nur sitzt weil er am Runden Tisch die Rechte seiner Landsleute zum persönlichem Aufstieg geopfert hat.

Im zweiten Fall wird an mehreren Tagen die DDR in der Schule nachgestellt. Das wird im Bayerischen Rundfunk für gut befunden:

Fall 1 geschah an einem Gymnasium in Suhl unter Anleitung einer Lehrerin mit DDR-Vergangenheit bzw. „DDR-Tick“, wie es im Artikel heißt. Sie hatte sich im Blauhemd der FDJ fotografieren lassen.
Fall 2 ereignete sich an einem Gymnasium in Coburg, die Schülerinnen und Schüler hatten dafür mit Zeitzeugen gesprochen. Verkauft wurden Kekse mit Hammer und Sichel.

Aber natürlich bleiben das zwei komplett unterschiedliche Aktionen, die völlig unterschiedlich bewertet werden müssen. Wo kommen wir denn sonst hin, wenn wir plötzlich Ähnlichkeiten zwischen Bayern und Thüringen sehen würden?

Und dann werden gleich noch alle Ossi-Lehrer schlecht gemacht, damit die Schüler auch ja richtigen Hass auf die DDR lernen.

Für Aufregung hatte unlängst auch eine Lesung an einer Sekundarschule in Stendal in Sachsen-Anhalt gesorgt. Der Autor Roman Grafe hatte dort aus einem seiner Bücher über DDR-Unrecht vorgetragen. Daraufhin hätte eine Lehrerin ihm vor den Schülern vorgeworfen, sein Vortrag sei „nicht objektiv“ gewesen. Er erlebe bei seinen Lesungen immer wieder, dass „Lehrer ungeniert die SED-Diktatur verklären“, sagte Grafe der „Zeit“.

Wie sich die BRD die DDR vorstellt – also Hölle pur.

Fränkische Schüler simulieren DDR-Alltag

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Über monopoli

Nobody rules us but we ourselves.

Diskussionen

5 Gedanken zu “miese Vergleiche

  1. Hat dies auf framereport rebloggt und kommentierte:
    Hier etwas Leselektüre für alle, bei denen Vorurteile zum Deckmantel geworden sind, um ihre eigene Lebenslüge zu tarnen.

    Verfasst von framereport | 26 Juli, 2016, 10:33 am
  2. … ich kann da nur zu sagen, „So in etwa habe ich meine DDR-Zeit auch erlebt – zumindest sah das bei mir oben an der Ostseeküste (früher Bezirk Rostock) ähnlich aus.“

    Der Kragen platzen könnte mir immer, wenn mir einer von diesen Besserwissern, die 89 im Westen im weichen Sessel zugesehen haben, wie wir die Mauer umgekippt haben, erklären wollen, wie mein Leben in der DDR war.

    Wer „DDR“ nicht selber live erlebt – gelebt und überlebt hat weiß rein gar nichts über die DDR!

    Und nur Verwandte in der DDR oder mal drüben gewesen, zählt überhaupt nicht.

    Verfasst von framereport | 26 Juli, 2016, 10:27 am
    • Genauso ist es. Diese Bevormundung was wir zu denken haben geht inzwischen allen Ossis auf den Keks. Die Wessis sollen erstmal vor ihrer eigenen Türe kehren bevor sie unser Land beschmutzen. Am besten schmeissen wir diesen Haufen wieder raus, dann haben wir endlich die Freiheit für die wir auf die Straße gingen, statt diesen US-Vasallenstaat mit seiner Staats-Schnüffelei.

      Verfasst von monopoli | 26 Juli, 2016, 10:48 pm

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  1. Pingback: miese Vergleiche – Pholym - 25 Juli, 2016

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derzeitiger Militär-Etat: 36,6 Mrd.$
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Militär-Etat Ger 2017:... 488,09$
Militär-Etat Rus 2015:... 466,44$
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