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17 Mrd. kostet schlampige Lebensmittel-Lobbyarbeit

Studie belegt: Der übermässige Zusatz an Zucker, Salz und Fett unserer Nahrungsmittelindustrie kostet dem Steuerzahler 17 Milliarden an Krankheitskosten

 
ArmutDer übermäßige Konsum von Zucker in der täglichen Nahrungsaufnahme wird als einer der Risikofaktoren von verschiedenen Krankheiten wie Karies, Diabetes und Übergewicht gesehen.

Die Deutschen essen zu süß, zu salzig und zu fett. Das ist nicht ihr Fehler, auch wenn man es ihnen einredet. Tatsächlich wird ihnen ja nur diese Nahrung angeboten und das ist das eigentliche Problem.

Die Folge sind Krankheiten wie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselstörungen, Karies aber auch diverse Krebserkrankungen. Forscher der Brain AG und der Universität Halle-Wittenberg haben in einer gemeinsamen Studie erstmals die Kosten solcher ernährungsbedingten Krankheiten analysiert.  Danach muss das deutsche Gesundheitswesen für die Folgen einer ungesunden Ernährung jährlich etwa 17 Milliarden Euro ausgeben.

Die Studie erschien im Fachjournal Plos One (2015, Online-Veröffentlichung) und wurde im Rahmen der strategischen Allianz NatLife 2020 durchgeführt, die durch  das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Viel ist meist nicht gut, ob beim Essen oder Sport. Diese allgemeine Faustregel ist nicht neu. Vor allem bei der Ernährung gibt es Stoffgruppen, die bei übermäßigem Konsum gesundheitsschädigend sind. Für die drei Bekanntesten – Zucker, Salz und Fett – gibt es daher von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sogar Verzehrempfehlungen.
Doch diese Orientierungswerte werden der aktuellen Studie zufolge jedoch deutlich zu hoch.

Am Gängelband des Geldes aus der Theaterversion des Films: Die fetten Jahre sind vorbei

Am Gängelband des Geldes
aus der Theaterversion des Films: Die fetten Jahre sind vorbei

Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Biotechnologie-Unternehmens Brain AG aus Zwingenberg stellten fest: Die Deutschen essen zu viel Zucker, Salz und Fett. Krankheiten in Folge dieser ungesunden Ernährung kosten dem Gesundheitswesen danach jährlich 16,8 Milliarden Euro. „Die Resultate haben uns in ihrer Höhe doch sehr überrascht. Dabei haben wir hier aktuell lediglich die direkten Behandlungskosten berücksichtigt“, so Mitautorin Katja Riedel von der Brain AG. Indirekte Kosten für Arbeitsausfall, Kuraufenthalte oder gar Invalidität flossen nicht mit ein und würden die Kosten sogar noch erhöhen.

Im Rahmen der Studie untersuchten die Wissenschaftler repräsentative Krankheitskosten und Verzehrdaten in Deutschland und errechneten  daraus, wie hoch die anteiligen Kosten eines unausgewogenen Konsums von Zucker, Salz und gesättigten Fetten sind.  Zugleich nahmen sie 22 Krankheitsbilder unter die Lupe, die auf eine ungesunde Ernährung zurückzuführen sind. Das Ergebnis: Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Karies, Stoffwechselstörungen wie Diabetes und Übergewicht sowie diverse Krebserkrankungen waren die Kostentreiber im Gesundheitswesen. „Die direkten Kosten von Krankheiten, die aufgrund eines Überverzehrs von Salz, Zucker und Fett entstehen können, sind substantiell. Ein deutliches Einsparpotential liegt jedoch auch in den bisher weniger beachteten Folgeerkrankungen und Folgekosten von Übergewicht und Diabetes“, resümiert Studienautor Toni Meier von der MLU.

Nunja eine gesetzliche Limitierung der Grenzwerte von Zucker, Salz und Geschmacksverstärkern würde helfen, aber die geltenden Regeln helfen vor allem Dingen einem – der Lebensmittelindustrie beim Absatz. Sie füttert die Menschen krank, in dem sie in jedem Laden den selben Dreck in neuer Verpackung verkaufen. Ganze 15 Lebensmittelhersteller beherrschen die gesamten Supermarktketten-Regale.
Ihre Motive und Methoden sind die Gleichen wie in der Tabakindustie und sie zielen nicht darauf ab die Menschen gesund zu erhalten. Sie sind nicht die Lösung, sondern das Problem.

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das wären 65 Mrd. Euro jährlich
derzeitiger Militär-Etat: 36,6 Mrd.$
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Militär-Etat Ger 2017:... 488,09$
Militär-Etat Rus 2015:... 466,44$
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