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Alltag

News aus dem Baltikum

Lettland als Kinder-Einkaufsparadies

Rund 170 Kinder sind in im begeisterten Neu-Euro-Land Lettland im Jahr 2013 zur Adoption ins Ausland vermittelt worden, das geht aus aktuellen Zahlen des Sozialministeriums hervor.
Damit hat sich die Zahl im Lauf von fünf Jahren etwa verdoppelt. Beunruhigt ob dieser Entwicklung ist die liberale Tageszeitung Diena und wirft dem Staat vor, die Kinder aus finanziellen Gründen ihrem Umfeld zu entreißen:

Die Vermittlung von Adoptivkindern läuft in Lettland wie ein gutes Geschäft. Staatliche Organisationen stellen das ‘Produkt’ der Vermittlerorganisation zur Verfügung, sie organisieren ‘Shopping-Touren’ und im Fall einer Zusage werden die Dokumente schnell zusammengestellt.
Kleine Kinder ohne elterliche Fürsorge, die meistens schon in Pflegefamilien leben, werden innerhalb weniger Tage abgerissen wie eine Blume. Das Kind wird mit Süßigkeiten und Versprechungen verführt und gehört bald zum Eigentum der Familie, schließlich hat diese viel Geld in das Kind investiert.

Der Staat will diese Kinder nicht in unsere Gesellschaft integrieren, sondern sie so schnell wie möglich los werden – egal, wie. Das Kind ist eine unnötige Belastung und stört die Optimierung des Haushaltes.

Und es ist zu erwarten das der Handel dank des EU-Beitrittes nun noch besser läuft.
Gut vier Monate nach dem Beitritt Lettlands zur Euro-Zone sieht das Online-Portal Delfi eine begeisterte Zwischenbilanz:

Der Beitritt zur Euro-Zone war die größte Herausforderung nach dem Eintritt in die Europäische Union und der Überwindung der Wirtschaftskrise.

Offenbar hat man dort nichts von der Euro-Krise mitgekriegt.

Der Währungsübergang wurde in Lettland erfolgreich abgeschlossen und hat weder Unternehmern noch Kunden größere Schwierigkeiten bereitet.

Ja die Probleme kommen hinterher, wenn es heisst: „Zahlen“

Dabei hatten sich viele Letten zunächst gegen die Euro-Einführung ausgesprochen.

Und wurden wie überall im Euro-Land gegen ihren Willen EU-Mitglied.

97 Prozent aller Preise blieben unverändert und immer mehr Letten unterstützen die neue Währung. Das bedeutet, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Klingt wie das was man hier als Schlagzeilen lesen konnte, vermutlich haben sie nur Deutschland gegen Lettland ausgetauscht.

Währenddessen hat Lettland der NATO angeboten eine Militärbasis im Hafen von Liepaja zu platzieren, teilte der lettische Verteidigungsminister Raimonds Vejonis mit.

„Die Entscheidung, in Liepaja einen Hafen der Nato zu etablieren, wäre ein bedeutender Beitrag zur Wirtschaft der Stadt und generell Lettland als Ganzes“, sagt Raimonds Vejonis.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befinden sich im besagten Hafen Seestreitkräfte des lettischen Militärs.
Offenbar suchen die Lettland-Machthaber den Schutz der Nato, da sie sich ihres Volkes offensichtlich auch nicht ganz sicher sind.

Estland – der EU Musterschüler und die Realität

Seit der Krise in der Ukraine und den Entscheidungen der europäischen Zentralbank droht Estland die Stagnation.
Wir erinnern uns kurz an Lettland, wo man mit der EU die landesinterne Krise überwinden will und das nur 100 km weiter 🙂

Der estnische Analytiker Heido Vitsur von der LHV Bank nannte die Frühjahrsprognose des Finanzministeriums eher optimistisch als realitätsnah. Die Behörden senkten das erwartete wirtschaftliche Wachstum des Landes um 1,6 %.

Den Worten Heido Vitsur zufolge gibt es zwei Parameter, deren Einfluss auf die estnische Wirtschaft unmöglich einzuschätzen ist. Einer davon sind die Auswirkungen der ukrainischen Krise, der andere die Entscheidungen der europäischen Zentralbank. Die negativen Einflüsse beider Faktoren äußern sich im verlangsamtem Wachstum der estnischen Wirtschaft. Oder besser gesagt, in der ökonomischen Stagnation.

Laut Vitsur spiegelt sich ein solcher Trend jedoch momentan überall auf der Welt wider. Das zeige, dass die Welt unter Anspannung steht und bislang kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist.

Die Bank Swedbank hat in ihrer jüngsten Prognose das Wachstum des estnischen BIPs für 2014 um 1,8% nach unten korrigiert, hatten sie noch im Januar dieses Jahres ein Wirtschaftswachstum von 3% in Aussicht gestellt. Das ist eine Fehleinschätzung von mehr als 30%. Und es ist stark zu bezweifeln das sich der Handel mit der Ukraine überhaupt auf Estland ausgewirkt hat.

Für das nächste Jahr erwartet die Bank ein Wachstum des BIPs von 3%, im Januar diesen Jahres hieß es noch 3,7%.
Nunja, man darf wohl davon ausgehen das auch diese Zahl kräftig korrigiert werden muss – nach unten!

Pro-russische haben im April 2014 zwei Demonstrationen in Tallinn gehalten um ihre Solidarität mit der Krim und südöstlichen Regionen der Ukraine zum Ausdruck zu bringen, gleichzeitig ebenso „die Möglichkeit unterstützen“, ein separatistisches Referendum im Nordosten Estlands abzuhalten.

Estnische Behörden erwarten keine ausschreitenden Kundgebungen, schließlich gab es bisher keine Anzeichen dafür, dass derartige Spannungen auch in diesem Land gesät werden könnten.

„Es werden zwei Treffen in Tallinn stattfinden, organisiert von der Vereinigung „Russen in Estland“ , berichtete die russische Tageszeitung Izwestija.

„Das erste davon fand am 12. April vor der russischen Botschaft statt und das zweite am 20. April vor dem Parlament. Beim Letzteren haben die Organisatoren auf die Tatsache hingewiesen, dass die meisten estnischen Städte von Russen errichten worden sind oder auch Teile Russland selbst waren. Das betrifft vor allem Narva und Tallinn. Geplant war auch die Frage in den Raum zu stellen, ob ein Referendum zur Selbstbestimmung in Estland sinnvoll sei.“

Ganz offensichtlich sind auch die Esten nicht ganz so von der EU begeistert.

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Über monopoli

Nobody rules us but we ourselves.

Diskussionen

Ein Gedanke zu “News aus dem Baltikum

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

    Verfasst von Runenkrieger11 | 1 Juni, 2014, 2:36 pm

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NATO verlangt 2% des Haushaltes
für das Militär auszugeben,

das wären 65 Mrd. Euro jährlich
derzeitiger Militär-Etat: 36,6 Mrd.$
Militär-Etat USA 2015: 1839,53$
Militär-Etat Ger 2017:... 488,09$
Militär-Etat Rus 2015:... 466,44$
(Angaben pro Einwohner des Landes.)

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