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Poststraße
Medizin, Wissenschaft

Medizin als Gesundheitsrisiko – Dunkelziffer unbekannt

Medizin wird zum Gesundheitsrisiko – immer mehr Risikomeldungen zu Medizinprodukten – Dunkelziffer unbekannt.
Die Anzahl der Risikomeldungen zu Medizinprodukten ist in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Wie aus der Antwort der Bundesregierung (17/9009) auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/8755) hervorgeht, lag die Zahl im Jahr 2011 bei insgesamt 6.138 gegenüber dem Jahr 2001 wo es 2/3 weniger, nämlich 2.019 Risikomeldungen gab.

Die Regierung bezieht sich in der Antwort auf Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vom 12. Januar 2012. Die BfArM schreibt darin, dass sie keine Erkenntnisse über die Anzahl nicht gemeldeter Vorkommnisse mit Medizinprodukten habe. „Rückmeldungen aus Gesprächen zwischen dem BfArM und Anwendern legen jedoch die Vermutung nahe, dass hier eine relativ große Dunkelziffer nicht gemeldeter Vorkommnisse besteht“, heißt es weiter.

Die Regierung schreibt weiter, sie sei nicht der Auffassung, dass der Skandal um schadhafte Brustimplantate des französischen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) zeige, dass die geltenden Kriterien für den Marktzugang und die Kontrolle von Medizinprodukten „grundsätzlich geändert werden müssen“. Vielmehr sei es notwendig, dass die geltenden rechtlichen Anforderungen an den Nachweis der Sicherheit und Leistungsfähigkeit von Medizinprodukten „stringent und innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes einheitlich beachtet werden“ müssen.

Zudem müssten die zuständigen Behörden und benannten Stellen von ihren Kontrollmöglichkeiten „umfassend Gebrauch machen“. In diesem Zusammenhang begrüßt die Regierung die Bestrebungen von EU-Kommissar John Dalli, „kurzfristig auf der Grundlage des geltenden Rechts die Anforderungen an die benannten Stellen zu vereinheitlichen und zu erhöhen und die Überwachungstätigkeiten der Behörden der EU-Mitgliedstaaten zu intensivieren“.

Na wer´s glaubt wird seelig. Die Antwort der Bundesregierung zeigt ja bereits das sie keinen Änderungsbedarf sieht, komme was da wolle. Insbesondere da die überwachende Behörde immer mehr an die Kette der Lobby gelegt wird und Kontrolleure die ersten sind, die der Staat sich spart, ist auch langfristig mit keiner Verschärfung zu rechnen. Sonst würde es Vater Staat nämlich auch unterbinden, das deutsche Pharmafirmen Indien mittlerweile als Paradies für riskante Patientenstudien nutzen, die dort den Patienten häufig ohne ihr Wissen untergejubelt werden.
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Aber mit den Lockerungen steigt eben auch die Risikobereitschaft der Firmen und ob dabei einer drauf geht? Bei den Gewinnen ist das ein lohnendes Geschäft. Schönen Gruß von ihren forschenden Pharmaunternehmen.

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Medizin als Gesundheitsrisiko – Dunkelziffer unbekannt

  1. Hat dies auf LichtWerg rebloggt.

    Verfasst von LichtWerg | 18 April, 2014, 1:21 pm

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