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Big Brother Award 2014

14. Verleihung der BigBrotherAwards 2014

von Internationale Liga für Menschenrechte

Große Abendgala am Freitag, 11. April 2014, ab 18:00 bis 20:00 Uhr in Bielefeld, in der Hechelei im Ravensberger Park, Ravens- berger Park 1, 33607 Bielefeld

Am 11. April 2014 – 30 Jahre nach „1984“ – verleiht Digitalcourage e.V. im Rahmen einer großen Abendgala in Bielefeld die BigBrother- Awards, den Negativpreis an Unternehmen, Politiker oder Institutionen, die den Datenschutz im letzten Jahr in besonderem Maße mit Füßen getreten haben. Besonders spannend wird es in diesem Jahr – bei den ersten BigBrotherAwards seit Edward Snowdens Enthüllungen. Dass diese ein zentrales Thema sein werden, können wir wohl heute schon enthüllen.

Bereits zum 14. Mal verleiht Digitalcourage (vormals FoeBuD e.V.) die „Oscars für Datenkraken“ (Le Monde) in Bielefeld in den Kategorien Arbeitswelt, Verbraucherschutz, Wirtschaft, Politik, Technik sowie Verkehr. Außerdem wird es wieder einen „Neusprech-Award“ geben, der einen Begriff prämiert, der ähnlich der Sprache aus dem Roman „1984“ seine wahre Bedeutung verschleiert. Erstmals wird es dieses Jahr auch einen Positiv-Award geben.

Für die diesjährige Verleihung erreichten die Jury über 180 Nominierungen. Daraus haben die Mitglieder der Jury die „Gewinner“ ermittelt, die nächsten Freitag in Bielefeld vorgestellt werden. Wer am 11. April eine Trophäe erhalten wird, bleibt bis zur Verleihung „geheime Verschlusssache“.
Die Jury bilden in diesem Jahr Vertreter von Digitalcourage e.V., dem Chaos Computer Club (CCC), der Internationalen Liga für Menschenrechte (ILMR) und der Deutschen Vereinigung für Datenschutz (DVD).

Die Jury 2014
Die deutsche Jury zur Verleihung der BigBrotherAwards besteht aus Vertretern unabhängiger Bürgerrechts- und Datenschutz-Organisationen

Rena Tangens, padeluun, digitalcourage e.V.
Dr. Rolf Gössner, Internationale Liga für Menschenrechte [ILMR]
Sönke Hilbrans, Deutsche Vereinigung für Datenschutz e.V. [DVD]
Frank Rosengart, Chaos Computer Club e.V. [CCC]
Prof. Dr. Peter Wedde

Der Name „BigBrotherAwards“ ist George Orwells negativer Utopie „1984“ entnommen, in der der Autor bereits Ende der vierziger Jahre seine Vision einer totalitären Überwachungsgesellschaft entwarf.

Die BigBrotherAwards Deutschland wurden ins Leben gerufen, um die öffentliche Diskussion um Privatsphäre und Datenschutz zu fördern – sie sollen missbräuchlichen Umgang mit Technik und Informationen zeigen. Seit dem Jahr 2000 werden in Deutschland die BigBrotherAwards an Firmen, Organisationen und Personen verliehen, die in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen, Datenschutz und Bürgerrechte verletzen oder persönliche Daten Dritten zugänglich machen. Die BigBrotherAwards sind ein internationales Projekt: In bisher 19 Ländern wurden solch fragwürdige und bürgerrechtswidrige Praktiken mit diesen Negativpreisen „ausgezeichnet“.

BigBrotherAwards haben schon viel bewirkt: Sie machten die Datenschutzprobleme bei Kundenkarten bekannt und zeigten die Risiken von RFID-Chips. Schon lange vor den Skandalen bei Lidl, Telekom, Bahn und Co. wurden die BigBrotherAwards an diese Konzerne verliehen, für die Überwachung von Mitarbeitern und Kunden. Klar, dass auch Otto Schily und Wolfgang Schäuble, aber auch Hans-Peter Friedrich für die Einschränkung der Bürgerrechte mit diesem Preis bedacht wurden, aber auch mancher andere Innenminister und Behördenleiter des Bundes und der Länder und auch von EU-Institutionen.

Der Preis, die BigBrotherAward-Statue, ist eine Skulptur des Künstlers Peter Sommer. Sie zeigt eine Person, mit Bleiband gefesselt und durch eine Glasscheibe durchtrennt. Die Schrift auf dem Glas ist eine codierte Textstelle aus „Schöne Neue Welt“ von Aldous Huxley: Eine literarische Metapher der Unfreiheit der Menschen in einer technokratischen Konsumwelt und in einer Welt des globalen Datensammelns. Ein gutes Fotomotiv, ob mit oder ohne Prämierte, die den Mut haben, den Preis selbst abzuholen.

Prominente Preisträger wie Microsoft und Telekom haben den Preis schon persönlich entgegen nehmen lassen. Wir sind gespannt, ob und wer von den diesjährigen Preisträgern Gesicht zeigen wird.

Karten & weitere Information unter :
www.bigbrotherawards.de

VON: INTERNATIONALE LIGA FÜR MENSCHENRECHTE

 

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