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Belgrad ruft zu einer Welt der Gleichen auf

Belgrad ruft zu einer Welt der Gleichen auf

Zum Gedenken an den 15. Jahrestag des Beginns des illegalen NATO-Aggressionskrieges gegen die Föderale Republik Jugoslawien kamen über 500 Wissenschaftler, Experten und Friedenskräfte, einschließlich meiner Person Neil Clark, in der Hauptstadt Serbiens zusammen.

Bild: Das jugoslawische Verteidigungsministerium wurde nicht wieder aufgebaut, nachdem es durch Raketenangriffe im April 1999 während der NATO-Bombardements von Serbien, einschließlich des Kosovo, zerstört worden ist. (AFP Photo)

Die internationale Konferenz „Globaler Frieden gegen Globale Intervention und Imperialismus“, organisiert vom Belgrader  „Forum für eine Welt der Gleichen“, fand vom 21.-24.03.2014 statt. Die Zusammenkunft wurde mit einer Photoausstellung im Sawa-Zentrum eröffnet, welche die humanitären, wirtschaftlichen und Umweltschäden aufzeigte, die ein Resultat der 78-tägigen NATO-Bombardements waren.

Unter dem Vorwand einer „humanitären“ Intervention, den nicht existierenden „Völkermord“ zu stoppen, töteten und verwundeten NATO-Bomben Tausende von Menschen. Eines der barbarischsten Verbrechen war eine Attacke auf einen Konvoi von Kosovo-Albanern, für die die westlichen Militärs zuerst jugoslawische Truppen verantwortlich machen wollten und bei dem 73 Menschen getötet worden sind.

Die Fotografien waren ein erschütterndes Zeugnis davon, was eine „humanitäre“ Intervention in der Praxis bedeutet.Gleich zu Beginn machten die Sprecher des Forums darauf aufmerksam, dass der Krieg gegen Jugoslawien kein isolierter Konflikt war, sondern der erste einer Reihe von imperialistischen Aggressionskriegen, geführt von den USA, um nach der Auflösung der Sowjetunion ihre wirtschaftliche und militärische Dominanz auf dem ganzen Erdball zu errichten.

Jedes strategisch wichtige Land in der Welt, das nicht die „richtige“ Regierung hat, mit anderen Worten, welches wünscht, seine nationale Unabhängigkeit und Souveränität zu erhalten, ist eine Zielscheibe für Destabilisierung und „Regimechange“ durch die USA und ihre Alliierten, wie das auch der kürzliche Coup in der Ukraine zeigte, bzw. der Umsturzversuch in Venezuela.

Der Krieg gegen Jugoslawien war, mit den Worten von Klaus Hartmann vom Verband der Freidenker in Deutschland gesprochen, ein „Türöffner“, welcher nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion den Weg frei machte für neue illegale Kriege und Interventionen. Vor 15 Jahren war der Rubikon überschritten, als die Westmächte nach dem 2. Weltkrieg unter der verlogenen Theorie einer „humanitären Intervention“ die Tür aufstießen und  wieder Kriege begannen, die gegen das Völkerrecht gerichtet und keinerlei internationale Rechtfertigung hatten, einen souveränen Staat anzugreifen.

So wie Dr. Armand Clesse, der Direktor des Luxemburger Institutes für Europäische und Internationale Studien ausdrückte, war der Angriff auf Jugoslawien darauf gerichtet ,,den Willen derer zu brechen, die den globalen Hegemon nicht anerkennen. Die NATO wollte den Serben eine Lektion erteilen und andere warnen, was mit denen passiert, falls sie sich wehren.

Bild: Ein albanischer Flüchtling vom Kosovo schaut auf seine zerstörte Küche, nachdem er am 22.Juni 1999 nach Hause kam ( in der Nähe von Orahovac)

David McKee vom Kanadischen Friedenskongress beschrieb die Doktrin der „Responsibility to Protect“-„Verantwortung zu schützen“– als ein modernes imperialistisches Äquivalent für die „Last des weißen Mannes“.
Nichts Neues und „Progressives“ gibt es in der R2P-Doktrin, die nur ein koloniales Projekt  in der Kleidung des 21. Jahrhunderts ist.

Mario Franssen von der belgischen Gruppe Intal wies auch auf einige historische Hintergründe hin und unterstrich, dass die NATO von Beginn an darauf zielte, die Sowjetunion in Schach zu halten. Als diese Anfang der 1990-iger verschwand, brauchten die Imperialisten eine neue Rechtfertigung für ihre Interventionen.“Von da an wurde die NATO vom Imperialismus ausdrücklich dafür genutzt, die Souveränität und jedwede Form der Demokratie zu unterminieren.“

Die neue Rhetorik- Kampagne war dann die „humanitäre Intervention, welche mit dem Angriff auf Jugoslawien im Jahre 1999 begann.“
Die Bombardements auf Jugoslawien waren auch bahnbrechend in anderen Hinsichten.

Die US-Schriftstellerin Diana Johnstone, die Autorin des Buches A Fools‘ Crusade („Ein Kreuzzug der Blinden“) zeigte auf, wie es den USA gelang, die westlichen Linken dazu zu bewegen, den 1999 Krieg zu unterstützen. Sie sagte, die Serben wurden als „Schweine“ bezeichnet, um zu testen, wie die neue Technik der Desinformation, der Verleumdung und Propaganda, sowie der  Teilung funktioniert, die man dann erneut bei westlichen Versuchen zur Destabilisierung und für Regimewechsel anwenden kann. „Die westlichen Politiker sprechen von ‚unseren Werten‘, aber unter meinen Werten steht Wahrhaftigkeit, die sicherlich nicht unter ihren Werten ist“, sagte sie. „Sie glauben mehrheitlich nicht an eine Welt der Gleichen“. Es ist sicher unschwer für irgend jemanden, die Aussage des Westens über „Wahrhaftigkeit“ in Frage zu stellen, der das im Gedächtnis hat, was seit 1999 passiert ist.

Die „Große Lüge“ 1999 war, dass die jugoslawischen Streitkräfte Völkermord an den Kosovo-Albanern verübt hätten.
Im Jahre 2003 war die „Große Lüge“, dass der Irak den Frieden der Welt mit Massenvernichtungswaffen bedrohte.
Im Jahre 2011 war die „Große Lüge“, dass die libyschen Streitkräfte Massaker an Zivilisten in Bengasi verübten. Die letzte „Große Lüge“, die von den westlichen Eliten in die Welt gesetzt wird, ist die einer russischen „Invasion“ auf der Krim mit Präsident Putin als der letzte “offizielle Feind“, der als „Neuer Hitler“ bezeichnet wird.

Vor jedem Krieg kommen die Kriegslügen, aber während die meisten Leute akzeptieren, dass wir von unseren Politikern über den Irak belogen wurden, gibt es noch viele, sogar solche, die sich als Kriegsgegner definieren, nicht verstehen wollen, dass die gleiche Art von Lügen vor den Bombardements von Jugoslawien verbreitet wurden.

Die unabhängige Forscherin June Kelly von Irland hat sich mit den Lügen der westlichen Politiker befasst, die vor der Militärintervention in Umlauf gesetzt wurden. Sie beschrieb den Prozess, wie der „Feind“ dämonisiert wurde mit dem Endziel, ein „Marionettenregime zu installieren, um sich der Naturressourcen dieses feindlichen Staates zu bemächtigen.“

Die Menschen unserer Welt bezahlen für die von den USA geführten Kriege. Die Menschen bezahlen mit Blut. Sie bezahlen mit Geld in Form von gestiegenen Steuern und Lohnkürzungen, sagte sie.

In einer anderen Rede, die sich ebenso mit der westlichen Verlogenheit beschäftigte, sagte Duarte Alves von der portugiesischen kommunistischen Jugend, dass der Angriff auf Jugoslawien zeigte, die westliche Propaganda des Kalten Kriegs sei „nichts anderes als eine Lüge“.

Die imperialistischen Mächte hatten gesagt, dass mit dem Wegfall der Sowjetunion „ein neuer Weltfrieden“ entstehen würde, aber in Wirklichkeit geschah genau das Gegenteil mit einem Krieg nach dem Krieg. Das Ende des „kalten Krieges“ führte in Wirklichkeit zu einer Ära von „heißen Kriegen“.

Während viele Delegierte auf die ökonomischen Faktoren hinter den modernen Kriegen hinwiesen, klärte uns Professor Dr. Jean Bricmont, der belgische Akademiker und Autor, über die Rolle von zwei bedeutenden Gruppen auf, von denen Gewalt ausgeht: „Was zum Kriege drängt, das ist eine Kombination von Ideologie und Aktion: den zionistischen Neo-Konservativen auf der rechten Seite und den liberalen Interventionisten auf der linken Seite.“ Detailliert beschrieb er das weiträumige Zusammengehen zwischen dem „humanitären“ Interventionismus und der Unterstützung für Israel.

Bild: Rauchwolken über dem lokalen Gebäude des Roten Kreuzes, das letzte Nacht, am 29.03.1999, durch einen Luftangriff der NATO im Zentrum von Kosovos Hauptstadt Pristina zerstört wurde.

Das gab mir zu denken: während ich mir  Zionisten vorstellen konnte, die einer „humanitären Intervention“ entgegentreten, wie z.B. der britische Journalist Peter Hitchens, konnte ich keinen einzigen prominenten Unterstützer für die „humanitäre Intervention“ finden, der nicht gleichzeitig Zionist war.

Das könnte erklären, warum es keine Aufrufe von den R2P-Anhängern zu einer militärischen „Intervention“ gegen Israel gab, als seine Streitkräfte Gaza während der Operation Gegossenes Blei Ende 2008 und Anfang 2009 bombardierten, während die gleichen Leute im Vordergrund der Aufrufe zu einer „Intervention“ gegen Jugoslawien im Jahre 1999 standen, als die dortigen Behörden ihre eigene „Anti-Terror“-Operationen im Kosovo betrieben.

Zusammen mit anderen Rednern prangerte Professor Bricmont die Doppelmoral der westlichen Außenpolitik an: „Was ins Auge fällt, ist, dass praktisch alle westlichen Regierungen und Medien den Coup in der Ukraine gut heißen, während sie das Eingreifen Russlands auf der Krim als sezessionistische Tendenzen und Einmischung Russlands in die inneren Angelegenheiten der Ukraine brandmarken, ohne die Absurdität dieser Positionen nach Kosovo, Afghanistan, dem Irak, Libyen, Syrien und ihrer eigenen Intervention in der Ukraine zu realisieren,“ erklärte er.

Natürlich möchte die Kriegslobby, dass die Menschen glauben, dass die NATO-Bombardierungen von Jugoslawien, die US-geführten Invasionen von Afghanistan und dem Irak, der NATO-Krieg gegen Libyen, der vom Westen unterstützte Terrokrieg gegen Syrien, der ökonomische Krieg gegen den Iran, die Destabilisierung von Venezuela und der letzte Coup in der Ukraine alles separate Ereignisse sind.

Die Serienkriegstreiber haben nichts dagegen, wenn Journalisten in einzelnen Artikeln die Invasion im Irak anprangern ( solange sie schreiben, dass es ein „Fehler“ war), aber die imperialen Wahrheitsapostel und Elite-Torhüter haben etwas dagegen, wenn man den Krieg gegen Jugoslawien anprangert, welcher der „gute“ Krieg der NATO zu sein hat.

In meiner Rede erklärte ich, warum die Tatsache, dass man verhinderte, dass die Wahrheit über den Balkan herauskommt und verlogene Nachrichten darüber verbreitete, was im Kosovo 1999 passierte, einschließlich die Dämonisierung von Präsident Milosevic und seine Gleichstellung mit Adolf Hitler, sowohl für die Neocons als auch für ihre pro-Krieg pseudo-linken Alliierten so wichtig war.
Wenn Menschen einmal verstehen, dass das, was wir seit 1999 erleben, keine Zahl von einzelnen Kriegen ist, sondern Schlachten im selben anhaltenden Krieg, dann werden die Serienkriegstreiber in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Aus diesem Grunde attackieren sie diejenigen von uns, die über Jugoslawien schreiben und die Wahrheit darüber erzählen, weil sie  meiner Meinung nach die Menschen davon abhalten sollen, die dominante pro-NATO-Schilderung zu hinterfragen. Die Neoliberalen und die pro-Krieg Pseudolinken, die die Militärintervention gegen Afghanistan, den Irak, Libyen, die Bewaffnung der „Rebellen“ in Syrien und die israelischen Angriffe auf den Libanon und Gaza unterstützten , welche zum Tod von über 1 Million Muslims führten, haben, wenn man über den Balkan spricht, die Stirn zu sagen, dass sie die „humanitären“ Beschützer der Muslime sind.
Aber die  “pro-Muslim“ und anti-serbische Linie auf dem Balkan diente nur der imperialen Agenda, die Föderale Republik von Jugoslawien zu zerstören, ein unabhängiges sozialistisches Land, das der Globalisierung widerstand und kein Mitglied der EU, oder NATO sein wollte.
Ich erklärte den Zuhörern, dass wir auf der antiimperialistischen Seite die Menschen daran erinnern müssen, wie die westlichen Kriege von den Neocons und der Pseudolinken unterstützt wurden, welche mit dem Bombardements von 1999 begannen und die Tod und Zerstörung für Millionen von Menschen rund um den Globus mit sich brachten.

In diesem Zusammenhang erinnerte Professor Dr. Andreas Griewank aus Deutschland die Konferenzteilnehmer daran, dass Madeline Albright, die damalige US-Staatssekretärin während des „humanitären“ Krieges der NATO gegen Jugoslawien im Fernsehen den Tod von einer halben Million Kinder aufgrund der Sanktionen gegen den Irak gerechtfertigt hatte. Brauchen wir wirklich von diesen Menschen Moralpredigten über eine „serbische Aggression“?
Fünfzehn Jahre nach den NATO-Bombardements und 13 Jahre nach der vom Westen finanzierten „Revolution“, welche Milosevic und die Sozialistische Partei entmachtete, ist es für die Mehrheit der Werktätigen in Serbien schwer, das tägliche Leben zu meistern. Der preisgekrönte Filmemacher Boris Malagurski beschrieb uns, was mit Serbien passierte, seitdem die Wirtschaft „umgestaltet“  wurde um an das westliche Kapital angepasst zu werden und eine neoliberale Politik durch sogenannte „demokratische„ Regierungen eingeführt wurde.
Eine große Anzahl von Privatisierungen führte zu einer hohen Arbeitslosigkeit, die gegenwärtig bei 34 % liegt. Serbien zu einer „Marktwirtschaft“ zu entwickeln, bewirkte reiche Gewinne für die westlichen Multinationalen, aber keine guten Resultate für die serbische Arbeiterklasse, deren Jugend Mühe hat, eine Arbeit zu finden.

Bild: Ein Arbeiter vor den Resten der vormaligen chinesischen Botschaft während des Bombardements in Belgrad, am 10. November 2010.Während der NATO-Offensive gegen Jugoslawien haben US-Kriegsflugzeuge am 7. Mai 1999 die chinesische Botschaft in Belgrad zerbombt, wobei 3 Chinesen getötet wurden, was zu Protesten vor der US-Botschaft in Beijing führte.

Nach 2 Tagen exzellenter, anregender Reden und tiefgehender Analysen eine Arbeitsgruppe, der ich selbst angehörte, wurde gebildet, um die Schlussdeklaration des Belgrad-Forums zu formulieren.

Hier sind einige der Hauptpunkte des Schlussdokuments

Die NATO-Aggression gegen die Föderale Republik von Jugoslawien war ein Krieg gegen einen unabhängigen souveränen europäischen Staat unter grober Verletzung der Grundprinzipien des internationalen Rechts.

  • Der Angriff auf Jugoslawien war ein Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlichkeit und eine fundamentale Verletzung des internationalen Rechts. Serbien hat das Recht, Gerichtsverfahren gegen die NATO-Mitgliedstaaten einzuleiten und Bezahlungen für die Kriegsschäden in Serbien und Montenegro einzuklagen, als auch Schadensausgleiche für Einzelpersonen, die durch die Aggression Schäden erlitten haben, einzufordern.
  • Der Krieg gegen Jugoslawien war der Wendepunkt hin zu einem globalen Interventionismus, die Praxis einer fundamentalen Verletzung der internationalen Rechtsordnung und der Negation der Rolle der UNO. Er diente folgerichtig als Modell für einen Interventionismus in einer Reihe von anderen Fällen wie in Afghanistan, dem Irak. Libyen, Mali und anderen.* die Teilnehmer drückten ihre volle Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität von Serbien aus, einschließlich der Resolution von Kosovo und Metohija in Übereinstimmung mit der Resolution 1244 des Sicherheitsrates der UNO.
  • Die Teilnehmer begrüßten die Feststellung der UNO-Generalversammlung, welche das Jahr 2014 zum internationalen Jahr der Solidarität mit den Menschen in Palästina erklärte. Sie wiesen Pläne und Aktionen zurück, die auf die Destabilisierung der Bolivarischen Republik von Venezuela zielen und brachten ihre Solidarität mit dem venezolanischen Volk zum Ausdruck. Sie unterstützen dessen tapfere Anstrengungen, um Freiheit, Stolz und Souveränität von Venezuela zu bewahren, sowie den Willen, über seine Zukunft selbst zu entscheiden. Die Teilnehmer brachten ihre Befriedigung zum Ausdruck, dass die Menschen auf der Krim ihr Recht auf Selbstbestimmung wahr genommen haben, das in der Wiedervereinigung mit Russland zum Ausdruck kam.
  • Die Teilnehmer verurteilten die westlichen Versuche einer Rehabilitierung des Faschismus und die Versuche, Kommunismus mit dem Nazismus gleichzusetzen.
  • Die Teilnehmer widmeten besondere Aufmerksamkeit der weltweiten ökonomischen kapitalistischen Krise, die nicht nur zu einer sozial nicht hinnehmbaren Umschichtung, sondern auch zu einer künstlich geschaffenen Schuldenkrise führt. Die Konferenz brachte ihre Unterstützung für die Volksprotestbewegungen dagegen zum Ausdruck.
  • Die globale ökonomische Krise kann nicht durch das existierende System gelöst werden, sondern nur durch Überwindung des neoliberalen Konzepts und der Entwicklung eines neuen humanen Systems der sozialen Gerechtigkeit, der Gleichheit und eines besseren Lebens für alle Völker und Nationen auf dem Erdball.
  • Die Konferenz erklärte, dass nur für eine Welt, frei von der Dominanz des Imperialismus und Militarismus, eine Chance besteht, eine verheerende Kriegskatastrophe zu vermeiden.
  • Es ist absolut unakzeptabel und widerspricht dem internationalem Recht, dass eine regionale Macht wie die NATO und die EU als Ersatz für den UN-Sicherheitsrat etabliert wird.

In seiner Abschlussrede sagte der frühere Außenminister von Jugoslawien und der Präsident des Belgrad Forums, Zivadin Jovanovic, dass die NATO-Aggression nicht auf den Balkan beschränkt war, sondern zu einer globalen Aggression geworden ist.
Wir leben schon im 3. Weltkrieg, der von denen geführt wird, dessen Interessen im Kampf gegen die Gleichheit von allen liegen. Wir haben für die Globalisierung des Friedens kämpfen.

Am 24. März haben die Konferenzteilnehmer der Opfer der NATO-Aggression vor 15 Jahren gedacht, indem sie Kränze an Gedenksteinen niederlegten, einschließlich des Monuments für die durch die NATO-Aggression vor 15 Jahren ermordeten Kinder bei einem Angriff auf den Tasmajdan Park.

Ich frage mich, ob irgendjemand, der diese unschuldigen Opfer der mörderischen geplanten “humanitären“ NATO-Attacke von 1999 zu verantworten hat, daran gedacht hat.

Lassen Sie mich zum Schluss noch einige persönliche Eindrücke von diesem inspirierenden Treffen machen, welches der wahre Geist von Egalitarismus des Belgrader Forums der Gleichen und die Menschen, die daran teilnahmen, auf mich gemacht haben. Als ich mich während der Eröffnung des Belgrader Forums am Sonnabend im Konferenzsaal setzte, fand ich mich wieder neben einer charmanten freundlichen Frau, welche sich mir höflich vorstellte und sagte, dass sie Dia aus Venezuela sei.

Wir saßen den ganzen ersten Tag nebeneinander und sie ging sogar nach draußen, als ich ein wenig Luft schnappte, um mir zu sagen, dass ich an der Reihe wäre, um zu sprechen.  Am folgenden Morgen verkündete der Vorsitzende, dass es ihm eine große Ehre sei, mitzuteilen, dass die nächste Rednerin die venezolanische Botschafterin in Serbien sei. Dia stieg zum  Podium hinauf und gab darüber Auskunft, dass ihr Land durch die gleichen imperialistischen Kräfte bedroht ist, die Jugoslawien angegriffen haben.

Das ganze Wochenende, sogar nachdem sie ihre Rede gehalten hatte, saß Dia zusammen mit den Teilnehmern und hörte aufmerksam zu, was die anderen Teilnehmer berichteten: Ich kann mir nicht einen Botschafter von Großbritannien, oder irgendeines westlichen Staates vorstellen, der ähnlich respektvoll und bescheiden aufgetreten wäre.

Die Haltung von Zivadin Jovanovic war genauso beeindruckend. Er ist ein Mann, der der frühere Außenminister Jugoslawiens war und der sich mit jedermann unterhielt, der das ganze Wochenende erreichbar war,  der im Konferenzraum saß und zum Schluss dem Jugendforum Platz machte.
In seiner Schlussansprache dankte er den Dolmetschern für ihre Arbeit und kümmerte sich darum, ob genug Erfrischungsgetränke da waren. Herr Jovanovics Sorge um andere war das ganze Wochenende spürbar.

Man sollte sich erinnern, Dia Nader ist die Botschafterin eines Landes (Venezuela), das von den westlichen Eliten dämonisiert wird und Herr Jovanovic war der Außenminister einer Regierung, welche durch die gleiche Clique dämonisiert wurde. Ich glaube nicht, dass ihre westlichen Gegenspieler, die der Welt ihre eigene Bedeutsamkeit durch „Demokratie“ und „Zivilisation“ durch NATO-Bombardements zum Ausdruck bringen, sich auf eine so demokratische und zivilisierte Weise verhalten würden.

Noch ein Schlusspunkt.

https://i2.wp.com/www.beoforum.rs/en/images/stories/activities/conferences/nato-aggression-2014/w000031.jpgWir hören von den westlichen Politikern eine Menge über die so genannte „internationale Gemeinschaft“, welche in Wirklichkeit die USA und ihre engsten Verbündeten einschließt.Aber was wir in Belgrad hatten, das war ein Treffen der wirklichen „internationalen Gemeinschaft“.
Über die Ansichten, die auf der Konferenz geäußert wurden, hört man nicht so viel in den westlichen Mainstreammedien, aber sie existieren und ich glaube, dass sie von der Mehrheit der Menschen auf diesem Planeten geteilt werden. Es wird wirklich Zeit, dass wir unsere eigenen Leute wählen und zusammenarbeiten, eine wirkliche Welt der Gleichen aufzubauen.

Quelle: tlaxcala-int.org von Neil Clark übersetzt von  Brigitte Queck  herausgegeben von  Fausto Giudice
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Diskussionen

2 Gedanken zu “Belgrad ruft zu einer Welt der Gleichen auf

  1. Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

    Verfasst von Arcturus | 30 März, 2014, 8:22 pm
  2. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

    Verfasst von Runenkrieger11 | 30 März, 2014, 6:25 pm

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