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Wissenschaftliche Ossikunde – made in BRD

Wissenschaftliche Ossikunde – made in BRD

Margot HoneckerDie DDR war groß, aber die Bundesrepublik ist größer. Und noch viel größer in der Zelebrierung geschichtspolitischer Kampagnen um den gelernten Bundesbürger so richtig zu verclickern, dass es sich nicht lohnt weiter als bis zur Nasenspitze zu denken.

In einer Art Gedächtnis- und Erinnerungsmarathon, dessen strahlende Sieger von vornherein fest steht, wetteifern die mit reichlich finanziellen Mitteln ausgestatteten Institutionen und Gedenkstätten sowie Geschichtsprofessoren und -doktoren, üblicherweise westdeutscher Prägung darum, wer denn nun das düsterste Bild der kleinen ach so bösen DDR zeichnen kann.
So haben denn diese Herren etwas erfunden, was man wohl nur als “Ossikunde” bezeichnen kann. Was so dabei herauskommt ist wirklich sagenhaft.

Auf der Strecke bleiben ermattet und genervt die Ostdeutschen, die allseits beäugt, bewertet und belehrt, sich nicht mehr wiedererkennen und im Innersten denken “Wer hat denen denn Auslauf gegeben.”

Der bereits unüberschaubaren Masse an Publikationen über die böse DDR sind in den letzten Jahren munter weitere unzählige Bücher hinzugefügt worden, die scheinbar alle Facetten des Lebens im einstigen Arbeiter- und Bauern-Staat ausleuchten. So viel Literatur gab’s noch nie über ein Land, zumal über ein solch Kleines wie die DDR.

Doch in ihrem verzweifelten Versuchen das Wesen der DDR-Bürger zu verstehen, mutieren dieser zu einer Art außerfriesisches graues Mäuschen, das per Alpträume den kapitalistischen Feudalherrn den puren Angstschweiß auf die Stirn treibt. So wird denn auch verständlich das bei jeder Regung dieser Unbequemen sogleich die dicke Medienkanone ausgepackt wird, um den DDR Bürger zur Strecke zu bringen.

Wir haben das mal ein bisschen gesichtet und waren schockiert wie so hoch dekorierte Professoren so einen unterirdischen Müll verfassen können. Auf zwei Bände sei hier beispielgebend aufmerksam gemacht, da sie den Anspruch eines Kompendium erheben. Zum einen das »Erinnerungsorte der DDR« von Martin Sabrow, 1954 in Kiel geboren und seit 2004 Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam; zum anderen ein Mauer-Band, herausgegeben von Klaus-Dietmar Henke, Jg. 1947, der von München über die Gauck-Behörde ins Direktorenamt am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung in Dresden gelangte.

Man wird einfach nicht das Gefühl los, als stehen sich da zwei Boxer gegenüber, die sich endlich mal herzhaft die Nase einschlagen, wer denn nun feudalkonform die kleine DDR am besten dämonisieren kann. Die DDR mutiert förmlich zum Kampfplatz der Erinnerungen, unzwar von Leuten die nie da gelebt haben. Und natürlich färbt das auch auf die Insassen ab, die üblicherweise die Rolle des dümmlichen Staatsbürgers besetzen.

Während Sabrow sich mit der Etikettierung der DDR als bloßem »Unrechtsstaat« nicht zufrieden geben will, gibt es für Henke keinen Zweifel, dass im Osten 40 Jahre lang »kommunistische Willkür« herrschte. Weshalb er denn auch in seiner Rezension dem Band des Zunftkollegen »nostalgische bis mulmige Reminiszenzen« unterstellt.
Runde eins geht glasklar an Henke.

Und der lässt nichts aus: Berlin-Krise, Ulbricht, MfS und »Fluchtverhinderung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe«.
moderne KriegerSabrow kontert mit sowjetischen Gulags, dem gelben Elend und die Allmacht der »führenden« und »immer Recht habenden« Partei.

Starke Worte von Einem der seit Jahrzehnten nur die Wahl hat, ob er gerade von Pest (CDU) oder Cholera (SPD) zur Ader gelassen wird.

Deutschland ein von der USA besetztes Land?Und just in diesem Moment betritt der US-amerikanischen Absolvent von Harvard und Yale und späterer Professor für Geschichte und Politologie der Universität Detroit Andrew J. Port den Ring und stellt aufgrund seiner Studienbesuche im post-sozialistischem Ausland auch gleich mal die Systemfrage:

“Die DDR existierte vier Jahrzehnte – länger als die Weimarer Republik und das Dritte Reich zusammen – und war also ein rätselhaft stabiler Staat, dessen Bestand dringend einer Erklärung bedarf.”

Und hier boxt sich Sabrow wieder in den Ring zurück, denn er legt schonmal die Antwort fest:

Für die rätselhafte Identifikation der DDR-Bürger mit »ihrem« Staat will Sabrow »die Konflikthaftigkeit und die innere Spannung des vielstimmigen Umgangs mit der schwierigen DDR-Vergangenheit« definieren.

Das bestreitet Henke vehement – offenbar schon aus Prinzip.

Der VorglaucklerWohl nur um die nächste Runde einzuleuten, punktet Sabrow mit prominenteren Namen wie der Vorgauckler und Ulrike Poppe und Henke stützt sich auf ein “wundervolles Team”, das sich der Gedenkstätte Berliner Mauer widmete.
Für beide Bände schrieb ein in Magdeburg lebender Amerikaner namens K. H. Jarausch.

Im Sabrow-Band reflektiert er den Umbruch 1989/90, bei Henke sinniert er über den Checkpoint Charlie.
So funktioniert Marktwirtschaft. Offenbar hat sich Jarausch geschäftstüchtig gleich an beide Seiten verkauft…

Also wird die winzige DDR in einem tripolaren Kräfteverhältnis neuer Westmächte zwischen Diktatur (Süddeutschland), Arrangement (Norddeutschland) und sozialer Spannung (Amerika) mal wieder neu verhandelt.
Machen wir uns keine Illusionen, das Ergebnis stand schon von vornherein fest. Man ist sich nur noch nicht darüber einig, auf welche Art genau dieses winzige Land denn böse war.

Die von seinen Kollegen gegebenen Theorien für dieses Stabilitätsphänomen waren ja bereits vielschichtig. Aber das befriedigten Port aber nicht. Mit dem molligem Gespür einer Flasche Portwein nahm sich der Professor mit Abschluss in Harvard University, Yale University und Institut d’Etudes Politiques für seine Analyse der Entwicklung der Arbeits- und Lebensverhältnisse den Kreis Saalfeld vor, den er in 10 Kapiteln abgewirtschaftet hat.

Er verweist die Behauptung, dass die DDR so stabil war, weil die Ostdeutschen so passiv und gehorsam seien, ins Reich der Legenden. Vielmehr kann er über zweieinhalb Jahrzehnte nachweisen, dass „viele Saalfelder – eingeschlossen Funktionäre der unteren Ebene und einfache SED-Mitglieder – sich den verschiedenen von Partei und Staat erhobenen Forderungen widersetzten, offen die Politik der SED kritisierten und ihre Missbilligung von unpopulären politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen zum Ausdruck brachten“ (S. 30).

Damit widerspricht er der bedeutend dämlicheren Theorie „dass sich Partei und Regierung der DDR zwar nicht durchgehend, aber über viele Jahre hinweg einer beachtlichen Popularität erfreuten.“ (Heinz Niemann, Meinungsforschung in der DDR, Köln 1993.)

Port distanziert sich auch von der bei einigen Forschern vertretenen Auffassung, dass die DDR jahrzehntelang vor dem Abgrund eines „latenten Bürgerkriegs“ zwischen Beherrschten und Herrschenden stand, zu vereinbaren. (Armin Mitter/Stefan Wolle, Die heile Welt der Diktatur. Alltag und Herrschaft in der DDR, 1971-1989, Berlin 1998.)

Doch wer nun glaubt jetzt ziehe endlich Hirn in die Diskussion ein, läuft Gefahr im geistigen Sumpf der neuen Westmächte abzusaufen.

In seiner bahnbrechenden Studie präsentiert Andrew Port eine überraschende Lösung für dieses Rätsel: Einerseits betont er die Bereitschaft der Funktionäre, Kompromisse einzugehen, sobald der Konsens innerhalb der Gesellschaft gefährdet schien, und zeigt damit, dass die DDR kein totalitärer Staat war. Andererseits war sie aber ebenso wenig eine solidarische Notgemeinschaft, sondern eine durch soziale Spannungen zersplitterte Gesellschaft, was Massenunruhen verhinderte und so gleichfalls zur Stabilität beitrug.“

So grausam war die DDRMit einer durch soziale Spannungen zersplitterte Gesellschaft kennt man sich in Amerika bestens aus.
Ach ja, die Straßenschlachten in Saalfeld wo wir uns vor lauter sozialen Spannungen gegenseitig an die Gurgel gegangen sind, hatten schon was für sich. Da konnten wir nicht auch noch Revolution machen….
Viele erinnern sich sicher noch an Dr. Martin Luther König wie er den Saalfeldern zurief: „I have a dream.“

Rein Zufällig rutschte uns auch noch das hier mit rein:

Gegenwärtiges Deutschland

Gegenwärtiges Deutschland

Wir haben uns gefragt, ob in einer Situation anhaltender rechter Entwicklungstendenz staatlicher Politik, der in der Krise noch einmal deutlich gewordenen Schwäche der Arbeiterbewegung, der Zersplitterung der politischen Strömungen der radikaldemokratischen und sozialistischen Bewegung, der Zeitpunkt günstig gewählt ist, über Perspektiven sozialistischer Politik in der BRD zu sprechen. (DAS ARGUMENT 98/1976, S. 561 Editorial, Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften, BRD 1976)

Und deshalb erteilen wir Port nochmal das Wort damit er noch was nachlegen kann:
Die Beziehungen zwischen und auch innerhalb der sozialen Schichten, Arbeiter, Bauern, Angestellte, waren „durch erhebliche Reibereien und grundsätzliche Spannungen“ gekennzeichnet.
Letztendlich waren es just diese Spannungen, die im Endeffekt ernsthafte Erschütterungen des Regimes von unten verhinderten und somit eine Erklärung für die vielen Jahren innenpolitischer Stabilität liefern.“ (S. 345-6).

Das Arschkriecher MerkelNaja, da wäre dann noch die rein physikalische Frage zu klären, ob das Arschkriechen beim Boss in unserem heutigem Deutschland nicht mehr Reibereien verursacht, als der Widerspruch eines DDR-Bürgers der sich als Besitzer des Staates versteht und daraus gewisse Besitzansprüche ableitet? Diese Frage könnte uns sicherlich das Merkel prima beantworten.

„Zu diesem Ergebnis konnte Port nur kommen, weil er in seinem Buch ..[blabla]..  nicht nur die vertikalen Beziehungen zwischen Staat und Gesellschaft berücksichtigt, sondern auch die horizontalen Beziehungen zwischen den DDR-Bürgern selbst.“ (Jörg Roesler, Leibniz-Sozietät Berlin, 2010)

Mit Ossi wär das nicht passiertDoch alles horizontale und vertikale analysieren hat wohl nicht geholfen, da macht sich das flache Bildungssystem bemerkbar.
Einen urkomischen Eindruck hinterlassen diese hochdekorierten Professoren und Doktoren auf jeden Fall,  immerhin stehen ja 15 Mio Ossis zur Verfügung die man einfach fragen könnte. Da wäre sicherlich mehr rausgekommen.

Interessant ist, das das Propaganda-Ministerium des KZ ZK der BRD (bpb, auch als Bundeszentrale für politische Bildung bekannt) der Darstellung von Port vollkommen widerspricht, wo sie doch in ihrer Propaganda Lehrmaterialien für die Schule dem noch minderjährigem Homo Konsumensis eindringlich erklärt, dass die Ossis grundsätzlich an “Duckmäusertum” leiden.
Das ganze „Jugendmagazin“ des bpb wird sodann aufgehüpscht durch ein paar abgehalfterte Bürgerrechtler der allerletzten Stunde, für die sich kaum noch anderweitige Verwertungsmöglichkeiten finden lassen.

Wir Ossis zeigen euch gern woran man Spitzel erkennt - an ihren LügenSo erklärt der bpb allen Ernstes:
„Dass die Schüler im Osten ihre demokratischen Rechte weniger wahrnehmen, hängt mit der Geschichte der Schülermitverwaltung in den beiden politischen Systemen zusammen. In der DDR entwickelte sich eine Autoritätsgläubigkeit, die Bürger mussten akzeptieren, dass sie sowieso keine Rechte haben, folglich war die Schülermitverwaltung auch kein autonomes Organ.“ Josef Kraus, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes

Natürlich fallen dem minderjährigen Rekruten bundesdeutscher Bildungsanstalten sofort die ach so autonomen Organe seiner Schülerverwaltung  in den 60 und 70 Jahren der BRD“  ein, oder etwa nicht? Na sowas.

Eine erfolgreiche Manipulation ist gegeben, wenn Ihnen jemand “seine” Wahrheit aufzwingen möchte, um sich hegemoniale Vorteile zu sichern, und Sie diese Vorgaben als “Ihre” Wahrheit, als “Ihr Wissen”, übernehmen. Dies ist immer leicht möglich, wenn Sie keine Vergleichsmöglichkeiten haben, weil sie waren ja nicht dabei.
konzerneWer dann die größte Medienmacht hat, Informationen zu verbreiten und ständig zu wiederholen, schafft so eine neue “Wahrheit” und neues “Wissen”, obwohl die Basis total verfälscht ist. Wie z.b. die Behauptung das die DDR pleite war. Jeder Blick in den Bilanzen beweist einen grundsoliden Staatshaushalt, für heutige Verhältnisse geradezu vorbildlich.
Finanzkrise, Rettungsschirm, Fiskalpakt? Mit Ossis wäre das wohl nicht passiert.
Aber die hat man ja aus allen gehobenen Positionen entfernt und das wird auch weiterhin so bleiben. Unsere lieben „wir sind ja ein Volk“-Bürger engagieren nämlich nur das eine Volk von drüben, unzwar inbesondere im Osten. Offenbar leiden sie unter der dressierten Zwangsvorstellung das die Bundesbürger zweiter Klasse ihre demokratischen Rechte weniger wahrnehmen, weshalb ihnen 25 Jahre später noch immer „gehilft“ werden muss.

Es ist also völlig irrelevant, ob etwas wahr ist oder erfunden, solange nur jeder “weiß”, das es “so” war, wie man es verbreitet. Dieses “Wissen” wird zu einem Teil der subjektiven Realität. Das “Wissen” ist damit “allgemeingültig” und eine “historische Tatsache”. Zu diesem Zweck unterhält auch die Konrad-Adelnauer-Stiftung, die sich gerade so erfolgreich um die Verhinderung der Freiheit in der Ukraine bemüht, ein umfangreiches Dossier über die DDR. Was zeigt, wieviel Geld im Lande nur zu einem Zweck kursiert, nur um der bundesdeutschen Volksherde klar zu machen, das Sozialismus schon aus Prinzip ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sei.

Informationen der Systempresse werden über Zentralen wie die dpa, Springerarchiv oder aus dem bpb oft nur in kleinen Portionen in die Presse eingeschleusst – zu Tausenden. Je mehr Artikel zu diesem Thema plaziert werden, desto größer die Wahrscheinlichkeit, das die Bevölkerung das für bare Münze nimmt.
Diese Zeitungen leben von der Verlinkung der User. Immer wenn sie einen guten Artikel verlinken, fördern sie 10 Hetzartikel.
Und wenn sie die Namen dieser Systempresse nennen, landen die ganz oben als Topresultat bei Google und verbreiten erneut Hetzartikel. So erschafft man Medienmacht…

Dabei gäbe es tausende unabhängige Blogger bei denen sie eine Meinung lesen können die zwar subjektiv aber nicht gekauft ist.

Anti-Spionage-Button gegen Spionage von NSA, CGHQ, Mossad und BND - Warnung: Diese Seite ist leider nicht frei von fremden Spionen.Angesichts von Agenda2010, NSA-Schnüffelei und Fiskalenteignung wird das auch immer logischer, nicht wahr? Und so wird der Bundesbürger fleissig darauf dressiert, jede DDR-Meinung mit der Schlagzeile von Bild nieder zu knüppeln, selbst dann wenn ihm das Wasser schon bis zur Halskrause steht. Sauft gefälligst als treue Kapitalisten ab.

Und wie böse der gemeine Ossi ist, wird auch durch folgende Aussage im bpb-„Jugendmagazin“ bestätigt, das seit sagenhaften 8 Jahren kostenlos an Schulen verteilt wird:

Mozambique’s MaGermans

Mozambique’s MaGermans

Im Osten ist die Wahrscheinlichkeit, als Dunkelhäutiger angegriffen zu werden, 25-mal höher als im Westen. Das liegt an den beiden früheren politischen Systemen. In der Bundesrepublik festigte sich die demokratische Kultur. In der DDR wuchsen die Menschen in einer Diktatur auf und sind damit auch heute noch viel anfälliger für autoritäre Probleme und rassistisches Gedankengut. Autoritäre Systeme bringen nun einmal autoritäre Persönlichkeiten hervor.
Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung

Hinweis: Die NPD zog 1988 zum ersten Mal in einen Landtag ein – in Westdeutschland und Westberlin. Aber das erwähnt man nicht. Dafür kramt man eine völlig an den Haaren herbei gezogene Behauptung hervor, die durch jede Statistik problemlos widerlegt werden kann.

Allein diese Darstellung ist eine Frechheit. Ein Blick in den Verfassungsschutzbericht 2012 zeigt, das diese Behauptung eine Lüge ist. Tatsächlich wird die Statistik von Übergriffe auf Ausländer allesamt von Westdeutschen alten Bundesländern angeführt. NRW, BW, Hessen, Bayern, Berlin, Rheinland-Pfalz usw…
393 Straftaten, 52x kam es zur Prügelei, ein Tötungsversuch, 0 Tote. Diese Zahlen stammen vom Juni 2013 und sind beim stat. Bundesamt einsehbar.

Und auch die Allgemeinbildung West lässt erheblich zu wünschen übrig:

Meine Oma dachte tatsächlich, die Ostdeutschen hätten auch 16 Jahre nach der Wiedervereinigung noch
nichts Genießbares in ihren Supermarktregalen stehen. Als ich nach Erfurt zog, gab sie mir deswegen eine Kiste voller Lebensmittel mit.  (kein Einzelfall)
Quelle: bpb, Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 42–43/2013)

„In der DDR existierte in der Tat eine Mangelwirtschaft.“ (Das nennt sich Bedarfswirtschaft !)
„Es gab nun mal nicht alles im Überfluss, folglich gingen die Menschen sparsam mit Lebensmitteln und sonstigen Produkten um.“ (Würde dem heutigem Bundesbürger recht gut zu Gesicht stehen)
„Doch die Tugend der Sparsamkeit verschwindet immer mehr, auch Ostdeutsche werden zunehmend verschwenderisch.
Allerdings wird in den neuen Bundesländern derzeit mehr Geld angelegt, um bessere Rücklagen zu haben.“ (Lüge, die Konten der Ossis sind meisstens leer.)
„Zu DDR-Zeiten hatten die meisten nicht genügend Geld, um für das Alter zu sparen.“
(Brauchten sie auch garnicht. Nachdem sie praktisch bestohlen wurden, werden sie zum zweiten Mal gemolken.)
„Das müssen sie jetzt nachholen.“
Udo Ludwig, Konjunkturforscher am Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (Arbeitgebernahe neoliberale Lobbybude)

„Klar gibt es Unterschiede zwischen Ossis und Wessis – aber das sind doch nur Kleinigkeiten.“
(z.b. Mindestlohn Ost, Tarifverträge Ost, Gehalt Ost, Aufstiegschancen Ost, teuren Strom Ost , solche Kleinigkeiten meint sie wohl)
„Als ich in Dresden lebte, habe ich gemerkt, dass die Menschen dort sparsamer sind.
Ein Beispiel: Ostdeutsche schmieren nicht dick Butter auf ihr Brötchen und belegen es dann mit
mehreren Scheiben Wurst und Käse gleichzeitig.“ (Und nicht vergessen, die fressen auch nicht soviel Grünzeug)
„Ich denke, das hängt mit der Erziehung zusammen. Wir sind nun mal in zwei verschiedenen Systemen aufgewachsen.
Im Westen regierte schon immer der Überfluss.“ (Insbesondere bei den Arbeits- und Obdachlosen, Altersheimen und Kindergärten)
„Im Osten hingegen gab es nur so viel, wie die Menschen benötigten – oft auch etwas weniger.“
(Oder mehr, z.b. Kindergärten. Tatsache ist, das der Osten einen generell höheren Fleisch und Käseverbrauch hat und hatte. Verschwenderisch waren wir nicht aber bei uns gab es zu jedem Essen Fleisch und Wurst, so arm war der Osten.)

Dazu stellt Sabrow fest:
Geschichte ist ein Instrument –  Geschichte ist formbar. Wie in der Vergangenheit liegende Ereignisse zu einer zusammenhängenden Erzählung verknüpft werden, ist zwangsläufig eine Konstruktion – und fällt je nach Standpunkt und Herangehensweise unterschiedlich aus. Entsprechend vielfältig sind die Versuche, historische Narrative für politische Zwecke zu instrumentalisieren.“

Und Sabrow schließt schonmal in vorrauseilendem Gehorsam gleich jegliche gedankliche Verbindung mit der BRD aus:
Doch dies blieben in der westdeutschen Geschichtswissenschaft nach bisherigem Kenntnisstand bloße Einzelfälle. Historische Instrumentalisierung in dem vorgestellten Sinn stellt im Selbstverständnis unserer Zeit hierzulande keine herausragende fachwissenschaftliche Bedrohung mehr dar, sondern grassiert vornehmlich in Ländern mit schwächeren demokratischen Traditionen.“

Also das muss man sich einrahmen, endlich mal ein Wissenschaftler der so richtig taub, blind und doof  für seine Umgebung ist. Von Chile bis Ukraine, die westdeutsche Geschichtswissenschaft fälscht munter ihre eigenen langjährigen Geschichtsfälschungs-Traditionen. Willkommen auf dem Boden der Tatsachen…

„Obwohl mit dem Untergang des sozialistischen Versuchs in Europa eine politische Schranke gegen Lohnsenkungen im Kapitalismus weggefallen ist, bleibt das Kapital gezwungen, auf diesem Gebiet nur allmählich und ausbalanciert (also vorsichtig und unmerklich) vorzugehen. Aber die Tendenz geht dahin, künftig auch hier die volle Freiheit für das Kapital zu erreichen, das heißt jegliche staatlichen Sicherungssysteme für die Verkäufer der Arbeitskraft (die “Lohn- und Gehaltsabhängigen”) zu beseitigen.
Der heuchlerische neoliberale ideologische Vorwand wird sein und bleiben: die Befreiung des Menschen von staatlicher und gewerkschaftlicher Bevormundung.“
(Quelle: Die Parteischule der SED, Projekte, Aufarbeitung und Rückblicke Ehemalige Lehrer an der PHS Karl Marx, ISBN 3-89819-236-9)

Die wirkliche Frage ist jedoch, wie lange kann dieser endliche Planet diese Befreiung von staatlicher Bevormundung überhaupt noch verkraften, bevor unsere Natur durch unbegrenzte unkontrollierte Vermüllung, Plünderung und Vergiftung einschliesslich der Genmanipulation aufgrund der grenzenlosen Gier seiner privaten globalen Zentralmonopole ganz vor die Hunde geht?

Und wie lange überleben das die Verkäufer ihrer Arbeitskraft, das man die Verluste solidarisiert und die Gewinne privatisiert.

Der Karren steckt doch schon im Dreck. Müssen wir wirklich alle erst absaufen um zu beweisen das wir gute Kapitalisten sind? Wäre es nicht an der Zeit mal darüber nachzudenken, wessen Freiheit wir hier verteidigen: die der 99% oder die der 1%, die sich eh alles unter dem Nagel reißen? Und wie schaffen wir den Kurswechsel?

Ist der „gemeine Wessi“ überhaupt noch resozialisierbar?
Ein Blick in die Gedankenwelt eines bundesdeutschen Hausdackels. Aber das beleuchten wir dann im nächsten Artikel.

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Über monopoli

Nobody rules us but we ourselves.

Diskussionen

3 Gedanken zu “Wissenschaftliche Ossikunde – made in BRD

  1. Ergänzung:
    Die NPD errang 1966 in Bayern 7,4% und zog mit 15 Mandaten in den Bayer. Landtag ein.

    Verfasst von Weber | 5 März, 2016, 8:16 pm
  2. Hat dies auf Politisches Marionettentheater rebloggt.

    Verfasst von monopoli | 8 April, 2014, 2:53 pm

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Militär-Etat Ger 2017:... 488,09$
Militär-Etat Rus 2015:... 466,44$
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