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Kapitalistische Ideologisierung der Eliten – wie genau funktioniert das?

In der Dezemberausgabe des Rotfuchs wurde auf der Titelseite dazu aufgerufen, dass die älteren ostdeutschen Sozialisten sich der jüngeren mehr annehmen sollten, nicht von ihnen erwarten, dass sie den gleichen Bedeutungskontext aufbauen wie sie selbst. Das wird von uns unterstützt. Wir möchten dazu einen Bbeitrag leisten, indem wir aufschlüsseln, welche Faktoren gerade für Studenten den geistigen Alltag bestimmen. Hochschulen sind ja staatliche Institutionen und damit sind sie kapitalistisch. Das bedeutet, dass die jungen Ostdeutschen in kapitalistischer Ideologie erzogen werden. 1990 wurden die geistigen Eliten der DDR in einem bisher nie da gewesenen Umfang, zumeist durch Westdeutsche, ersetzt. Damit wurde der Grundstein dafür gelegt, die Kultur der DDR, den herausragenden Beitrag an humanistischer Forschung, auszulöschen. Die heutigen Eliten, das sind ebenso junge Ostdeutsche, werden mit den im Folgenden aufgeführten verschiedenen Methoden in das kapitalistische System hineingezogen und können sich dem ohne die Hilfe der älteren Ostdeutschen nicht entziehen.

Kapitalistische Ideologisierung der Eliten funktioniert durch Zeitraub mit vollständiger, allumfassender Beschäftigung und Ablenkung. Das bedeutet nicht nur, das Spielerische in Kunst, Forschung und Wirtschaft zu hypen, es sind nicht nur Internet- und Handyspiele, die zerstreuen, es ist nicht nur der geschäftliche E-Mail-Verkehr nach Feierabend und es ist nicht nur die Spektakelkultur, die ständig nach „Neuem“ giert (das in Wirklichkeit nicht neu ist, nicht besser, sondern nur anders). Es ist nicht nur die Fokussierung auf die Form, die das ständige zeitaufwendige Herumgebastel an der oberflächlichen Erscheinung perfektionieren möchte und es bedeutet auch nicht nur, bei jedem größeren Kauf vorher zwei Wochen recherchieren zu müssen. Sondern es bedeutet auch – in der Wissenschaft, der Theorie – Zeitintervalle kurz zu halten, Zusammenhänge nur in kurzen Zeiträumen zu betrachten, Geschichtsvergessenheit und geschichtsferne Studenten zu fördern, die sich beständig um den „neuesten Schrei“ kümmern. Es bedeutet auch zu leugnen, dass in der Geschichte einmal in Gang gebrachte Ursache-Wirkungs-Ketten erst dann ihre Gültigkeit verlieren, wenn es dazu berechtigte Annahmen und Beweise gibt und nicht einfach dadurch, dass sie lange her sind. Oberflächliche Urteile sind in diesem System notwendig: einfaches Beispiel, sich mit jemandem vergleichen, der zu Hause arbeitet und sich selbst als genügend Frischluft bekommend, als umtriebig oder in Bewegung findend, obwohl man nur mit dem Auto zur Arbeit fährt und zurück. Typisches Urteil von Angestellten gegenüber Freiberuflern – wahrscheinlich kommt das oberflächliche Urteilen dadurch, dass die Leute allgemein zu viel um die Ohren haben und daher ständig auf Vorurteile angewiesen sind, damit sie zu den schnellen Handlungen in der Lage sind, die von ihnen abverlangt werden (das bedeutet: die sie vollziehen müssen, um ihre soziale und berufliche Stellung zu bewahren).

Kapitalistische Ideologisierung der Eliten funktioniert durch das Säen von Zweifeln und Hoffnungslosigkeit. Der Zweifel, indem man ihnen eintrichtert, man könne alles „so oder so“ sehen, Begriffe verlören ihre Eindeutigkeit, Möglichkeiten wären schöner als „Festschreibungen“, es gäbe keinerlei Gemeinsamkeiten zwischen Individuen und vor allem nicht die daraus resultierende gegenseitige Verantwortung füreinander. Hoffnungslosigkeit, indem man ihr Denken auf den Istzustand fixiert: es werden nur Fragen nach dem „was“ gestellt, nicht nach dem „warum“ – also dass es Ursache-Wirkungs-Ketten gibt, wird per se geleugnet. So wird natürlich auch in der Kunstwissenschaft nicht nach der Wirkungsweise von Kunst gefragt, sondern nur deren diverse Erscheinungsformen wie eine Perlenkette auf eine Schnur eines bestimmten Begriffs gereiht, z.B. zum Thema „Wunder“. Wehe, man macht etwas anderes: das wird nicht nur von den Hochschulprofessoren und Dozenten, sondern vor allem auch von deren ost-west-deutschen, folgsamen Studenten scharf sanktioniert oder einfach ignoriert. Ihre Ignoranz halten sie dabei für Toleranz. Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel, aber manchmal kommt es uns so vor, als würden die Ausnahmen immer weniger.

Kapitalistische Ideologisierung der Eliten funktioniert durch Menschenrechtsverletzungen. Die Ellenbogenmentalität produziert seelisch Kranke ohne Rückgrat, willenlos, verletzlich, wie Knetmasse sind sie gefügig, funktional auch dann, wenn sie sich für individuell oder selbstbestimmt halten (Bewusstsein schafft somit Sein, nicht andersherum, wie wir es für sinnvoller halten). Gerechtigkeit wird ebenso als „kann man so oder so sehen“ definiert, als individuelle Entscheidung, und damit abgeschafft. Bsp: während für uns ein Kuchen zwischen zwei Personen als gerecht geteilt 1/2:1/2 angesehen wird und alle sonstigen Eventualitäten situationsabhängig entschieden werden, wollen sie – ohne Handlung – alles detailliert theoretisch definieren (und hören nicht zu, wenn man ihnen das nicht genauso detailliert auf dem Tablett serviert, sodass sie nicht selbst denken müssen): kann ja sein, einer isst nicht gern Kuchen und möchte nichts, kann ja sein, der eine hat den Kuchen gebacken, die Zutaten bezahlt, kann ja sein, usw. Durch selbstverständliche, alltägliche Menschenrechtsverletzungen der Autoritäten wird Gerechtigkeit, also Gleichheit abgewertet: normalerweise wäre nach der Wende ein sinnvoller Weg gewesen, Freiheit und Gleichheit miteinander auszusöhnen (Wolfgang Engler), aber stattdessen wurde Gleichheit zugunsten einer rückschrittlichen Freiheit ausgelöscht. Diese Freiheit, die uns alle so anstinkt, ist deswegen keine Freiheit, weil es keine Freiheit ohne Gleichheit gibt. Rassismus wird verdreht: statt Faschismus, Xenophobie, Rassismus zu erkennen in ihrer hintergründigen Wirkungsweise: nämlich als ein Nichterkennen des Fremden, einer Angst vor dem Fremden, wird Xenophobie oberflächlich definiert: wer sich einer sozialen Gruppe, einer Kultur zugehörig fühlt und andere Kulturen von sich abgrenzt, wird als xenophob bewertet. Doch wer genau das tut, erkennt erst, was für gravierende Unterschiede in ihrer Denkweise und Logik andere Kulturen haben. Und die Unterschiede entwickeln und festigen sich gerade dann, wenn biologische Arten durch Hindernisse jeglicher Art voneinander abgegrenzt leben: durch eine sich unterscheidende Sprache, durch Ländergrenzen, Mauern, Kriege, Wirtschaftssituation u.a. Statt darauf zu achten, was gemeint ist, werden Aussagen auf ihren wörtlichen Inhalt reduziert: das hat für Neoliberale mehrere Vorteile; zum einen wird damit die als selbstverständlich erachtete Xenophobie fraglos geerdet – damit sehen sie sich im Recht, keine Ausländer einzustellen oder Kulturen aus anderen Ländern als ihnen unterlegen hinzustellen (interkulturelle Kompetenz bedeutet gerade, den eigenen Bedeutungskontext zu durchschauen und gleichsam fremde Bedeutungskontexte zu erkennen und anzuerkennen), zum anderen kann damit ganz unproblematisch das Recht auf Meinungsfreiheit ausgehebelt werden – denn wer keine präzise Sprache, keine Fachbegriffe nutzt, dem wird nach kurzer Zeit einfach gar nicht mehr zugehört, weil er sich beispielsweise für eine oder wenige der zahlreichen Definitionen des Begriffs „Kultur“ entscheidet, statt wie erwartet brav alle Definitionsmöglichkeiten auf der Begriffskette aneinanderzureihen und so schwammig wie handlungsunfähig den Zweifel zu huldigen und die eigene Entscheidung, die nun mal dem Handeln vorausgehen muss, zu leugnen und damit dem Bewusstsein und der Reflexion zu entziehen. Ganz problematisch ist in diesem Hinblick ebenso, dass Inhalte und Fachliches anhand des Eindrucks, der Sprache und des Scheins ausgewählt und bewertet werden. Das passiert nicht nur im persönlichen und beruflichen Zeitfenster, sondern es wird auch dazu ausgebildet, erzogen und es tradiert: d.h. die Fähigkeit, Inhalte und Fachliches von deren äußerer Oberfläche, des Ausdrucks, der Erscheinung, der Sprache, der Form abzuspalten wird nicht nur wegen eines fehlenden Fähigkeitenweitergebens ausgelöscht, sondern auch durch das Sanktionieren und Ignorieren derjenigen Analysen/Sichtweisen, die sich auf dieses Prinzip berufen.

Kapitalistische Ideologisierung der Eliten funktioniert durch den Glauben an Postpolitik. Eliten dienen in jedem System einem ganz bestimmten Zweck: sie würden sowohl ohne das System keine Funktion mehr haben als auch in einem anderen System wieder nach anderen Kriterien aussortiert werden. Postpolitik bedeutet, dass sie glauben, Politik wäre überholt oder unnütz. Sie glauben, Politik würde nicht funktionieren. Damit rechtfertigen sie z.B. auch, dass sie sich nicht umfassend und kritisch informieren müssen – sie achten weder auf Fakten noch auf Gerechtigkeit, weshalb also ein Verständnis der derzeitigen Weltlage nicht erreicht wird: es werden die vielfältigen Erscheinungsformen betrachtet, die man ihrer Meinung nach so oder so bewerten kann, aber die Fähigkeit, die Zusammenhänge zu erkennen auf der Basis des Nicht-Gelogenen (sie fragen sich nicht, wer lügt, weil sie denken, das ist nicht wichtig – so-oder-so-Prinzip), geht schon in meiner Generation verloren. Sie haben keine Probleme mehr. Sie haben keine Probleme, solange es ihnen gut geht und somit fehlt die Notwendigkeit zu erkennen, dass das Soziale erst wirklich egoistisch ist: sie wollen keinen Frieden erreichen, weil sie denken, solange sie selbst täglich in Frieden leben, ist fraglos Frieden. Also wie in den 1930ern muss erst jemand die Ausbeuter zusammenbomben, bis sie die Grenzen erkennen, die sie täglich handelnd überschreiten: indem sie Kriegsparteien wählen, indem sie Waffenhandel unterstützen, indem sie die Schokolade aus von Kindersklaven gepflückten Kakaobohnen essen, indem sie die Übermacht der Wirtschaft sowohl mit ihrem letzten Cent als auch bis zur letzten Körper- und Geisteskraft füttern. Und so wenig ich selbst glauben kann, dass Menschen so dumm sein können – sie sind es. Bei Fehlern der Politik frage niemand mehr nach der Ursache, nach dem genauen Grund, nach dem Auslöser für Probleme, hat neulich eine Studentin im Zug zu Recht konstatiert.

Kapitalistische Ideologisierung der Eliten funktioniert durch die Unterbindung von Aufrichtigkeit. Auch hier geht es darum zu verstehen, dass nicht nur das unaufrichtige Handeln selbst negative Effekte hat, sondern vor allem auch das Sanktionieren derjenigen, denen Aufrichtigkeit wichtiger als beispielsweise Höflichkeit ist. Aufrichtigkeit wird vermisst in Werbung und Vermarktung, in der Beziehung zwischen Autoritäten und den von ihnen Abhängigen, in der Wissenschaft, in Finanzierungsmodellen jeglicher Art, im Verhältnis der Politiker und ihrer Wähler, in den Medien und am wichtigsten und allerschlimmsten ist die fehlende Aufrichtigkeit der Menschen sich selbst gegenüber und die fehlende Förderung und Motivation dieser lebensnotwendigen Fähigkeit. Unterstützt wird das Problem dadurch, dass die Aufmerksamkeit der Studenten in den Bildungsinstitutionen durch Lehrkräfte auf die nach außen gerichteten Wirkweisen gerichtet wird. Wer dieser Denkweise nicht folgt, bekommt keinen Abschluss.

Kapitalistische Ideologisierung der Eliten funktioniert durch die Unterbindung jeglichen Grundwissens, durch die Verschleierung der Basis des gegenwärtigen Entwicklungsstands. Die Basis der gegenwärtigen Forschung wird grundsätzlich mit der nur im flüchtigen Augenblick gültigen Mode verwechselt. In der heutigen Arbeitsweise, die nur Quantität und Schnelligkeit belohnt, wird die Zeit, aber auch die für einen Konsens nötige, anstrengende soziale Interaktion für Grundlagenforschung gar nicht mehr aufgewendet, und wenn, dann fällt mir dazu das Beispiel der Rechtschreibreform ein: in den mindestens zehn Jahren Herumgeeier sind zig (Schulbuch-)Verlage in Konkurs gegangen, die ihre Bücher aufgrund der veränderten Rechtschreibung jährlich neu auflegen mussten, und auch jetzt kann das Ergebnis der Reform angesichts des Aufwands nicht überzeugen.

Was tun, wenn man der kapitalistischen Ideologie nicht erliegt? Gerade habe ich mit einem Selbstständigen aus Leipzig gesprochen, der mir von seinem Schlüsselerlebnis erzählte. Er arbeitete in den Neunzigern im Westen bei VW und hielt einmal das Band per Notbremse an, weil er eine Zigarette rauchen wollte. Die anderen Arbeiter waren aufgebracht und erbost darüber. Sie identifizierten sich mit dem Werk, obwohl sie nicht genug Gegenleistung für ihre Arbeit bekamen. Er sagte mir: „In dem Moment wurde mir klar: mit solchen Arbeitern kann man keine Revolution machen!“ Auch hier im Osten können wir jeden Tag erleben, wie die Arbeiter, die es sogar aufgrund ihrer Bildung und Erziehung besser wissen sollten, die Bildzeitung lesen und andere profitorientierte und angepasste Massenmedien konsumieren statt sich beispielsweise an den Linken zu orientieren, die ja als einzige ihre Interessen vertreten. Statt Selbstbewusstsein will man lieber Selbsterniedrigung, zu anderen bewundernd aufschauen – statt ihr eigenes Leben wollen sie lieber das Leben von anderen passiv mitleben. Auch die renommierten Eliten eignen sich nicht dazu, auf einen Umbruch hinzuarbeiten, wie oben beschrieben. Aus meiner Sicht ist die einzige Chance, die Stimmen der weiterhin wachen, aufmerksamen, aufrichtigen ostdeutschen (/-europäischen) Sozialisten zu sammeln und zu verbreiten. Außerdem halte ich es für wichtig, Macht zu erstreben, da sich die schafartige Masse, man kann sie auch Horde nennen oder Schwarm, ganz biologisch nach dem Mächtigsten richtet. Macht hat in diesem System zum Beispiel Geld, und wenn man mal darüber nachdenkt, ist es gar nicht so schwer, dieses Machtmittel zu erhalten und es gezielt einzusetzen. Es ist unglaublich wichtig, nicht nur national zu denken, das haben die Sozialisten seit jeher gewusst. Das gilt auch für uns. Wer reist, soll den Menschen von der UdSSR erzählen und sie neugierig machen, soll nicht die West-Tourismus-Attraktionen, sondern den Alltag der Kultur und auch die Untergründigen, die Aktivisten, die Alternativen suchen. Neben einigen Lösungsansätzen bleibt diese Frage momentan noch als Frage stehen, als Lösungssuche, denn uns an „dieses Dreckssystem“ anzupassen, wie es heute wieder ein Berliner Selbstständiger treffend bezeichnete, kommt für uns überhaupt nicht in Frage. Werner Eberlein, der sich der Aufgabe angenommen hat, „denen, die eines Tages zu neuen Ufern aufbrechen wollen, zu hinterlassen, welche Fehler sie meiden sollten und wieviel Mut und Charakter zu einem solchen [sozialistischen] Vorhaben gehört“, ist ein positives Beispiel. Es wäre auch zu fragen, ob man den Begriffsperlenkettendenkern nicht einfach ihre Form auftischen sollte, sprich nach Tucholskys Rat zu handeln: Wenn man die Leute erreichen will, muss man zuerst in ihrer Sprache mit ihnen kommunizieren. Viele von denen, die entweder die mediale oder die institutionelle Propaganda durchschauen, erkennen aber nicht, dass es zur Entwicklung nicht ausreicht, das Bestehende abzulehnen, kritisch zu hinterfragen oder nicht zu beachten, sondern man muss auch etwas haben, das einem den positiven Einfluss beschert, das bestätigt, fordert, abverlangt, das aufklärt, das die eigene Energie aufnimmt und zurückwirft, das sympathisch ist, bestätigt oder zum Nachdenken anregt, das die eigene Intelligenz fordert UND man muss auch Wege finden, die aufgeklärte Haltung zu verbreiten und zu tradieren. Das bedeutet: Um eine Tradierung der sozialistischen Ausrichtung der Wissenschaft und Kunst zu erwirken, ist die Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen nicht möglich. Kapitalistische Ansichten sind hier in der überwiegenden Mehrheit, d.h. abweichende Wertesysteme werden nicht wahrgenommen und haben keine signifikante Macht. Zudem ist die westdeutsche Kultur eher selbsterhaltend, d.h. resolut: sie verteidigt und stellt ihre Sichtweisen als allumfassend dar, nicht als eines der möglichen Wertesysteme auf der Erde. Also muss es darum gehen, für unsere Kinder unsere eigenen Institutionen zu schaffen: vom Kindergarten bis zur Hochschule. Das ist der Beitrag, den jüngere Sozialisten leisten könnten. Auf einen Umbruch hinzuarbeiten muss heißen, auf eine Zukunft nach einem Umbruch vorbereitet zu sein. Das gilt für die einfachsten Probleme ebenso wie für die komplexeren Zusammenhänge. Beispiel: ist es wirklich unumgänglich, dass Sozialismus nur durch Diktatur möglich ist – diese Frage meine ich ernst. Oder welches Wirtschaftssystem kann man verwenden, wenn eine Planwirtschaft zu steif ist? Oder wie ernährt man eine gewisse Masse an Leuten, wenn man sicherlich weiterhin von Kapitalisten blockiert wird? Wieviele Zugeständnisse muss man der CIA machen, die ihre Propaganda so gekonnt einsetzt, dass es die Menschen weder stört noch sie es merken? Diskussionen

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Diskussionen

7 Gedanken zu “Kapitalistische Ideologisierung der Eliten – wie genau funktioniert das?

  1. An den Herrn der Werte:
    „…Daher braucht Gerechtigkeit auch einen Wächter der den weniger Klugen zu ihrem Recht verhilft, indem er die Profite aller auf alle gleichmäßig verteilt.“ Ich nehme an das sind dann Sie

    Verfasst von alphachamber | 25 Februar, 2014, 5:09 pm
    • Falsch gedacht. Wir plädieren für Modelle in dem jeder eine Stimme hat, wer der Wächter ist, wie er Gerechtigkeit herstellt und in welcher Form er sicher stellt das jeder die gleichen Rechte bekommt.
      Das setzt vorraus das auch jene mitbestimmen die sich nicht in den Vordergrund drängeln, sei es durch prof. Medien oder durch lautes Schreien. Wenn du dir mal die Zeit nehmen würdest zu begreifen, das wir wirklich jeden befragen wollen würdest du vielleicht begreifen das dies die beste Art ist, echte Volksherrschaft herzustellen. Das setzt natürlich eine Begrenzung vorraus, insbesondere was Machtkonzentration und Meinungsmanipulation betrifft. Also genau das was der Kapitalismus als grenzenlose Wirtschafts- und Medienfreiheit verklärt, denn diese Freiheiten stehen ja nur den „Eliten“ zur Verfügung.

      Verfasst von monopoli | 25 Februar, 2014, 5:47 pm
  2. Hat dies auf Walter Friedmann rebloggt und kommentierte:
    Kapitalistische Ideologisierung

    Verfasst von walterfriedmann | 24 Februar, 2014, 5:51 am
  3. „Hochschulen sind ja staatliche Institutionen und damit sind sie kapitalistisch. Das bedeutet, dass die jungen Ostdeutschen in kapitalistischer Ideologie erzogen werden…“

    Verfasst von alphachamber | 23 Februar, 2014, 2:27 pm
    • Das ist korrekt. Es wäre ja schön, wenn du endlich anfangen würdest, über bessere Gerechtigkeitsmodelle nachzudenken statt dieses grenzenlose kapitalistische Modell – was am Ende nur das Recht des Stärkeren ist – als Gesellschaftsmodell zu proklamieren. Hier werden wir das nicht verlinken.
      Es gibt schon genug Verdummte die der sophistischen Rhetorik einer angeblich sozialen Marktwirtschaft innerhalb des Kapitalismus glauben und nicht wahr haben wollen, wie sie dabei immer mehr Rechte und Freiheiten verlieren. Unser Projekt zielt darauf ab, diese Gehirnverschmutzung zu beseitigen. Ein freier Markt produziert immer Verlierer weil nunmal nicht alle Menschen gleich klug sind. Wie auch, sie krabbeln ja nicht konkurrenzfähig aus den Windeln. Daher braucht Gerechtigkeit auch einen Wächter der den weniger Klugen zu ihrem Recht verhilft, indem er die Profite aller auf alle gleichmäßig verteilt.

      Verfasst von monopoli | 25 Februar, 2014, 5:00 pm
  4. Hat dies auf LichtWerg rebloggt.

    Verfasst von LichtWerg | 23 Februar, 2014, 12:52 am
  5. Hat dies auf Aussiedlerbetreung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Klau und nimm, das Andere regelt ein Systemrichter! Glück Auf, meine Heimat!

    Verfasst von Senatssekretär FREISTAAT DANZIG | 22 Februar, 2014, 11:53 pm

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Militär-Etat Rus 2015:... 466,44$
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