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Poststraße
Anregung, Armut, Umwelt

Red Cloud & ihre Erben – die Rückkehr der Bisons

Existenzgründung durch Büffelzucht – Landnutzungsprojekte in der Pine Ridge Reservation in South Dakota (USA)

Indianervölkern wie den Sioux gehörte noch vor 200 Jahren fast ganz Nordamerika. Sie lebten im Einklang mit der Natur, durchstreiften auf der Fährte der Bisons die Prärie, schlugen dort ihre Zelte auf, wo die riesigen Herden wanderten. So lebten sie seit vielen Generationen – bis die Weißen kamen und systematisch begannen, die Welt der Indianer zu vernichten. Sie rotteten die Bisons nahezu aus, deren Jagd die Lebensgrundlage der Prärieindianer war. Sitting Bull, Crazy Horse oder Red Cloud gehörten zu den standhaftesten Widersachern der Weißen, ihre Namen sind Geschichte geworden. Die Nachfahren der stolzen Häuptlinge leben heute in Reservaten, die von bitterer Armut und sozialer Ungerechtigkeit geprägt sind. Und doch ist das Erbe von Sitting Bull und Red Cloud noch immer lebendig: Männer wie Henry Red Cloud, Ur-Ur-Enkel von Red Cloud, kämpfen heute für ein besseres Leben für sich und ihren Stamm.

Die Pine Ridge Reservation befindet sich im Südwesten des US-amerikanischen Bundesstaats South Dakota. Hier leben über 26.000 Oglala-Lakota auf einer Fläche von ca. 11.000 km². Pine Ridge zählt zu einer der ärmsten Regionen der USA: 80 Prozent der Indianer leben unterhalb der Armutsgrenze und die Arbeitslosenrate beträgt saisonal bis zu 80 Prozent. Viele Lakota besitzen zwar Land, doch fehlt ihnen meist das nötige Startkapital, um dieses selbst bewirtschaften und somit für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können. Derzeit sind über 60 Prozent des in Lakota Besitz befindlichen Landes durch das BIA zu weit unter den üblichen Marktpreisen liegenden Konditionen an weiße Farmer verpachtet. Diese Farmer betreiben meist extensive Rinderzucht, die zur Überweidung und Zerstörung des biologischen Gleichgewichts auf den Weidegebieten führt.

Village Earth, eine gemeinnützige Organisation aus den USA, unterstützt Lakota-Familien dabei, ihr Land aus den Pachtverträgen zu lösen, um sich eine eigene Existenz als Bisonzüchter aufzubauen. Weitere Existenzgründungsprojekte, wie z. B. Gartenbau und das Bereitstellen von Pensionen für Ökotourismus sind geplant.

Das Bisonzuchtprojekt bietet neben der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Lakota-Familien auch in ökologischer Hinsicht Vorteile: Im Gegensatz zu Rindern, haben Büffel gespaltene Hufe. Durch die Freilandhaltung wird der Boden der Weiden dadurch nicht festgestampft, sondern quasi „gepflügt“, wodurch sich Samen von Pflanzen ansiedeln können. Bodenfruchtbarkeit und Diversität des Ökosystems werden somit erhalten bzw. verbessert.
Der Bison ist seit Jahrtausenden auf der Prärie heimisch, er ist daher ökologisch wertvoll und verhindert die weitere Austrocknung der amerikanischen Prärie die unter den Hufen der Rinder allmählich zugrunde geht.

Village Earth und die Lakota-Familien, die an dem Projekt beteiligt sind, sorgen zudem für artgerechte Tierhaltung. Die Bisons sollen ausreichend große Weiden und somit genügend Auslauf haben. Auf einen Transport in einen Schlachthof wird verzichtet und stattdessen ein Aufpreis für eine mobile Schlachteinheit in Kauf genommen, um den Tieren unnötigen Stress zu ersparen. Das cholesterinarme Fleisch der Bisons kann somit als qualitativ hochwertiges Bio-Fleisch vermarktet werden.

Spendengelder werden u. a. für Workshops gebraucht, bei denen Familien dabei beraten werden, wie sie ihr Land aus den Pachtverträgen lösen können. Auch werden die Familien bei der Existenzgründung finanziell unterstützt. Bei bereits bestehenden Bisonzuchten müssen Kosten für die Zerlegung des Fleisches in einer Großmetzgerei, für Vakuumverpackung und Kühlung des Fleisches übernommen werden. Auch die Vermarktung des Fleisches (Marktstände, transportable Kühlgeräte und Werbekosten) muss finanziert werden. Darüber hinaus müssen bereits bestehende Bisonzuchten erweitert und ausreichend mit Wasser versorgt werden.

Über eine Spende würden wir uns sehr freuen

Bankverbindung:
Förderverein für bedrohte Völker e. V.
Stichwort: Lakota Landnutzungsprojekte (bitte unbedingt angeben!)
Kontonummer:. 7400201

Nähere Informationen bei:
Cornelia Bauer
Tel. 0 81 61- 9 35 34 01 NEU!!!
E mail: cornelia@villageearth.org
Websites:
redcloud.net.tc
a href=“http://villageearth.org“ target=“_blank“>Village Earth
BLZ 20010020
Postbank Hamburg

Organisierte Reisen gibt es auch unter dt. Führung bei
Singing Horse Trading Post
Die originale Singing Horse Trading Post ist 17 Meilen nördlich von Wounded Knee am Pine Ridge Indian Reservation beheimatet, der Heimat der Oglala Lakota Nation. Eingebettet zwischen den rollenden Hügeln und den Badlands Süd Dakotas ist Singing Horse Trading Post eine der ältesten Handelsstationen für Lakota arts & crafts der Indianerreservation. Sie wird derzeit von Rosie geführt einer ausgewanderten Deutschen die dort auch Pferdetouren ins Indianerreservat anbietet.

Singing Horse Trading Post
HC 49 Box 285
Porcupine, SD 57772
Phone (605) 455-2143
Fax (605) 455-1418

rosinginghorse@yahoo.com

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Nobody rules us but we ourselves.

Diskussionen

2 Gedanken zu “Red Cloud & ihre Erben – die Rückkehr der Bisons

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    Verfasst von christopher bello | 9 Juni, 2012, 4:52 am

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NATO verlangt 2% des Haushaltes
für das Militär auszugeben,

das wären 65 Mrd. Euro jährlich
derzeitiger Militär-Etat: 36,6 Mrd.$
Militär-Etat USA 2015: 1839,53$
Militär-Etat Ger 2017:... 488,09$
Militär-Etat Rus 2015:... 466,44$
(Angaben pro Einwohner des Landes.)

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