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Überwachung, Bürgerrechte, Behörden, BRD Legitimität, Euromarkt, Europa, Gefahren, Gesundheitsgefahren, IQ, Lobby, Medien, Meinungsmanipulation, Partei-Einheitsbrei

Deutschland deine Drohnen

Deutschland deine Drohnen

Als Drohnen werden im allgemeinen unbemannte bzw. unbemenschte Fluggeräte bezeichnet. Also Flugzeuge, Hubschrauber, Quadrokopter usw., die ohne Besatzung, also ferngesteuert oder völlig autonom fliegen. Zum Teil werden die Drohnen von weit entfernt ferngesteuert- Beispiel: die Drohne fliegt und bombt in Pakistan, der “Pilot” sitzt in einem klimatisierten Raum irgendwo in den USA.
PolitikerInnen und Militärangehörige sprechen manchmal auch von UAV. Das ist die englische Bezeichnung für unbemannte Luftfahrzeuge und hört sich technischer und weniger schlimm an.

Zudem gibt es roboterhafte, vorprogrammiert handelnde oder ferngesteuerte Maschinen, die sich auf oder unter dem Wasser oder wie ein Auto, ein Tier oder Insekt fortbewegen – auch die werden häufig als Drohnen bezeichnet.

Drohnen werden vom Militär, von Polizei und Geheimdiensten zur Überwachung, Aufklärung, Krieg und für Hinrichtungen eingesetzt. Drohnen können aber auch zu ganz anderen Zwecken eingesetzt werden.

Inzwischen sind Arten und Anzahl von Drohnentypen unüberschaubar geworden. Sie werden von vielen Ländern hergestellt und in noch mehr Ländern aller Art eingesetzt.

Militärdrohnen werden immer häufiger dazu verwendet, in Gebieten, die keine Kriegsgebiete sind, Menschen mehr oder weniger “gezielt” zu beschießen und zu töten – ohne dass es eine Gerichtsverhandlung oder eine Chance zur Verteidigung oder Festnahme gegeben hat. Diese so genannten “extralegalen” Hinrichtungen verletzen wie jede andere Hinrichtung auch die Menschen- und Völkerrechte. Als Vorwand dient oft die unbewiesene und pauschale Behauptung, diese Menschen seien “Terroristen”.

Sind Drohnen nur schlecht?

Nein, überhaupt nicht. Es kann viel Spaß machen, mit Drohnen oder Flugmodellen zu arbeiten und zu spielen. Drohnen könnten bei Waldbrandgefahr zur Überwachung von Wäldern, für Vermessungsarbeiten, im Dienste der Feuerwehr für das Aufspüren von Giften bei Industrieunfällen oder zur Hilfe bei Erdbeben oder anderen Situationen sehr nützlich sein.

Mit dieser Nützlichkeit wird häufig argumentiert, wenn es um die Anschaffung von Drohnen geht. Ein Problem ist aber, dass viele Drohnen sowohl für hilfreiche und zivile als auch für militärische oder paramilitärische Zwecke eingesetzt werden können.

Was hat die Bundesregierung vor?

Drohnenangriff auf Demonstranten bald Realität?

Drohnenangriff auf Demonstranten bald Realität?

Die Bundeswehr benutzt (bislang angeblich nur bei Auslandseinsätzen) immer häufiger kleine aber auch immer größer werdende Drohnen zur Überwachung und Aufklärung – vermutlich auch als Mittel zur Zielerfassung für Angriffe mit Raketen oder Bomben. Bislang ist dieses ohne eine breite, öffentliche und kritische Diskussion geschehen. Die zuletzt mit Steuermitteln beforschte Kampfdrohne “Eurohawk” hat übrigens alleine 570 Millionen Euro gekostet!

Seit 2012 wird nun die Forderung immer lauter, der Bundeswehr auch bewaffnete Drohnen, so genannte “Kampfdrohnen” zu kaufen und diese einzusetzen. Ob die Entscheidung – trotz des durchschaubarem Wahlkampf-Manövers – noch vor oder nach der Bundestagswahl 2013 fallen wird, ist unklar – wir haben jedoch den Eindruck, als stünde längst fest, dass sie in den Köpfen so mancher Militärs und PolitikerInnen bereits gefallen ist. Dagegen wehren wir uns!

Und was spricht dagegen?

Mit Einkauf und Einsatz von Kampfdrohnen läuten die Militärs, auch der Bundeswehr ein neues Kapitel der Kriegsführung ein. Weniger tote “eigene” SoldatInnen erleichtern die Entscheidung, Kriegsgerät auch in kleineren Operationen oder für die gezielte Tötung einzelner Menschen einzusetzen. Eine demokratische Kontrolle darüber, ob und in welchem Zusammenhang Menschen getötet werden sollen, wird darin deutlich erschwert und eine kritische Öffentlichkeit faktisch verhindert. Der fatale Bombenangriff von Kunduz mit über hundert toten ZivilistInnen z.B. konnte trotz großen medialen Interesses nicht vollständig aufgeklärt werden – wie dies bei dem Einsatz von Kampfdrohnen aussehen wird, lässt sich erahnen.

Mit den Drohnenkriegen wird ein Paradigmenwechsel eingeleitet: Der Einsatz von Kampfdrohnen soll im fernen Ausland erfolgen. Weit weg von kritschem Journalismus und ohne effektive Kontrolle durch das Parlament. Wir setzen damit eine neue Rüstungsspirale in Gang und werden in Zukunft selber von diesen Systemen bedroht werden, von Drohnen, die von wem auch immer ferngesteuert werden und auf uns zielen. Nur eine weltweite Ächtung dieser Technik wird das verhindern können.

Wir möchten aber außerdem die offene Frage stellen: Warum muss die Bundeswehr überhaupt mit Angriffswaffen ausgerüstet werden? Und weiter: Aus welchem Grund führt die Bundeswehr in anderen Ländern Krieg? Ist der “Krieg gegen Terrorismus” tatsächlich ein Krieg und wer definiert, was wir als Terrorismus bezeichnen? Wird die Stabilität Deutschlands wirklich in Ländern wie Afghanistan und Mali verteidigt und wenn ja, zu welchem Preis? Und um wessen Stablität geht es überhaupt?

Geht es nur um Kampfdrohnen?

Nein. Die Umrüstung von unbewaffneten zu bewaffneten Drohnen ist in vielen Fällen aufgrund des modularen Aufbaus ihrer Systeme nicht das einzige bereits sich abzeichnende Problem. (Siehe auch: “Drohnen bei der Bundeswehr”)

Dazu kommt, dass auch unbewaffnete Überwachungsdrohnen häufig dazu eingesetzt werden, um Menschen und freiheitliche Bewegungen zu unterdrücken und zu terrorisieren. Sei es im fernen Pakistan, an den Außengrenzen der Festung Europa durch Frontex oder bei Demonstrationen und Protesten hier in Deutschland.

Was soll dieser Appell?

Wir fordern den klaren Entschluß von Bundestag und Bundesregierung, von Drohnen im Dienste von Krieg, Überwachung und Unterdrückung Abstand zu nehmen und sich für effektive Rüstungsexportverbote und ein Ende von Forschung und Entwicklung dieser Technologien einzusetzen. Wir können in Deutschland damit anfangen und ein klares Signal setzen. Zugleich müssen wir uns energisch für eine weltweite Ächtung dieser Systeme engagieren.

Dazu braucht es eine breite, offene und faire Diskussion anhand von Sachargumenten und frei von angeblichen Sachzwängen oder Zeitdruck. Wünschen wir uns eine Gesellschaft unter Drohnen? Wohin führen uns diese technologischen Entwicklungen?

Und warum soll ich unterschreiben?

Mit deiner Stimme kannst du ganz konkret ein kleines Zeichen setzen. Mit deinem Namen kannst du für den Appel ein- und geradestehen.

Der Text des Appells ist das Ergebnis einer intensiven Diskussion von Menschen aus ganz verschiedenen Zusammenhängen. Es ist der Kernkonsens, unter dem sich viele unterschiedliche Gruppen und Organisationen zusammenfinden, selbst wenn es darüber hinaus ganz unterschiedliche Perspektiven und Ansichten gibt.

Mit diesem Appell möchten wir ein klares Zeichen setzen, dass wir uns soweit einig sind und das Ende bzw. in Deutschland keinen Anfang von Kampfdrohnen verlangen. Auch in anderen Ländern haben sich die Initiativen zum Thema Drohnen aufgestellt und wir werden den Schulterschluß mit ihnen suchen. Das möchten wir und hiermit können wir einen ersten Beginn setzen. Viele Aktionen durch Viele müssen folgen.

Ist ein weltweites Verbot überhaupt durchsetzbar?

Das ist ganz sicher kein einfaches oder leicht erreichbares Ziel. Aber die Ächtung von Landminen und Streubomben haben gezeigt, dass so etwas möglich ist.

Drohnen im Einsatz bei der Polizei

Auf diesen Seiten gibt es Informationen zum Einsatz von Polizeidrohnen.

Polizeien in Deutschland

In Deutschland gibt es neben den jeweils eigenen Polizeien in jedem Bundesland (die Länderpolizeien) drei weitere Polizeien:

Derzeitiger Einsatz von Drohnen bei der Polizei

Quadrokopter-Drohnen, u.a.:

Aladin-Drohnen (von der Firma EMT Penzberg):

  • Bundespolizei

Fancopter-Drohnen (von der Firma EMT Penzberg):

  • Bundespolizei
  • Landespolizei Sachsen

Blick in die Zukunft

Anfang 2013 bekräftigte Bundesinnenminister Friedrich seine Absicht, in Zukunft vermehrt große Drohnen zu Überwachungszwecken in und über Deutschland einzusetzen. Derzeit werden Planungen und Schritte für eine große Ausweitung des Einsatzes von Drohnen vorgenommen:

Die Bundespolizei führt Versuche oder plant den Einsatz folgender Drohnen:

Blick über den Tellerrand

Drohnen werden von Polizeien in zunehmenden Maße dazu eingesetzt,

Die Polizei möchte Drohnen in Zukunft aber auch einsetzen,

Drohnen im Einsatz bei der Bundeswehr

Auf diesen Seiten gibt es Informationen zu Drohnen bei der Bundeswehr

Derzeit von der Bundeswehr eingesetzte Drohnen

Sortierung nach zunehmender Größe der Drohne:

Einen Überblick über die grobe Anzahl dieser Drohnen im Besitz der Bundeswehr bietet der folgende Ausschnitt aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage im Bundestag:

Auszug aus der Bundestags-Drucksache 17/12136

Auszug aus der Bundestags-Drucksache 17/12136

Wenn beteuert wird, hierbei handele es sich doch nur um “Aufklärungsdrohnen” und die Bundeswehr habe bislang noch gar keine Kampfdrohnen eingesetzt, so stimmt das nicht wirklich:

  • Die unbewaffnete KZO-Drohne (von Rheinmetall) kann im Verbund mit der bewaffneten Harop-Kamikazedrohne (von IAI) in Aufklärungs- und Angriffsgeschwader bilden. Das zeigt, dass Aufklärung/Überwachung von Töten nicht unbedingt zu trennen ist. (Über die Anschaffung dieser Kamikazedrohnen für die Bundeswehr wird schon seit 2010 diskutiert.)
  • Ein Spiegel-Beitrag vom 17.3.2013 berichtet darüber, dass sich die Bundeswehr in Afghanistan schon der Kampfdrohnen anderer Länder bedient, um mit diesen im ihrem Auftrag menschen töten zu lassen.
  • Übrigens hat die Bundeswehr schon heute Waffen in ihrem Arsenal, die man durchaus als autonome Killerautomaten verstehen kann: die “Smart 155″ von Rheinmetall.

Blick in die Zukunft

Der zuletzt angeschaffte Prototyp der Überwachungs- und Aufklärungsdrohne mit dem Namen “Euro Hawk” hat inklusive Zubehör bislang alleine 570 Millionen Euro gekostet, wie erst auf mehrfaches Nachfragen im Februar 2013 bekannt geworden ist. Mindestens vier weitere dieser Drohnen sollen nachbestellt werden. Es ist die größte Drohne, die irgend eine Militärmacht in Europa besitzt. Aufgrund seiner hochgerüsteten Technik, die das Belauschen, die Störung und die Manipulation von elektronischer Kommunikation ermöglicht, wird diese Drohne von Kritikern auch als “Datenstaubsauger” bezeichnet. Derzeit zieht dieses Automaten-Flugzeug mit 40m Spannweite und bis zu 8t Kerosin zu Probezwecken seine Runden über Deutschland (inklusive der Antworten zum Eurohawk via fragdenstaat.de) … Zu den aktuellen Entwicklung um das Anschaffungsprobleme des Eurohawk wird im dritten Kampagnen-Newsletter verwiesen.

Zudem wird seit 2012 wird Anschaffung von bewaffneten Drohnen für die Bundeswehr immer wieder laut gefordert – zumeist von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und vom Bundestags-Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus (FDP). Anfang 2013 wurde durch die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Partei “Die Linke” bekannt. Darin schreibt die Bundesregierung sehr deutlich, dass die bewaffnete Drohnen einsetzen (lassen) wird – der Eindatz hänge vom jeweiligen “Einsatzszenario” ab. Sehr deutlich wird weiterhin mitgeteilt, dass man über die Anschaffung neuer großer Drohnen nachdenke und dass diese die Möglichkeit zur Bewaffnung haben sollen. Im Neusprech des euphemistischen Diplomatendeutsch heisst das: “Fähigkeitserweiterung der Palette von Wirksystemen.”

Kurz vor dem presseöffentlichen Start dieser Kampagne wurde verkündet, dass man aus Gründen nunmehr zunächst nicht weiter über die Anschaffung weiterer bewaffneter und unbewaffneter Drohnen nachdenken wolle und angeblich erst im nächsten Jahr 2014 – also nach der Bundestagswahl! – entscheiden wolle, ob und was man weiter einkaufen wolle.

Angesichts der zeitlichen Zusammenhänge, angesichts der fadenscheinigen Gründe, die auf die wesentlichen Bedenken in unserer Gesellschaft überhaupt nicht eingehen und auch angesichts der bekannten über viele Jahre sich erstreckenden Abläufe bei Entwicklung und Herstellung von Drohnen dieser Art glauben wir nicht daran, dass dieses eine Abkehr von dem bisher verlautbaren Willen zum Einkauf von Kampfdrohnen bedeutet.

Am 1. April 2013 meldete “Die Welt”, dass die Bundeswehr sondiere, ob die bereits eingesetzten Heron-1-Drohnen mit Waffen nachgerüstet werden könnten.

Dazu auch lesenswert: Lühr Henken, EUROHAWK und die Gründe für ihre Ablehnung

Blick über den Tellerrand

Es ist wichtig zu wissen, wie die Verantwortlichkeit im Luftraum geregelt ist.

Bis zu einem Startgewicht von 150kg wird die Benutzung und die Erlaubnis von Drohnen über Deutschland durch deutsche Gesetze geregelt. Von der Öffentlichkeit so gut wie unbemerkt hat der Bundestag in einem flotten Gesetzgebungsverfahren um die Jahreswende 2011/2012 dafür gesorgt, dass diesen “kleinen” Drohnen eine eigene Klasse im Luftverkehrsgesetz eingerichtet wurde und damit die Voraussetzungen für den weitreichenden Einsatz autonomer Flugroboter geschaffen. Bei den Abstimmungen schien sich selbst die Opposition weitestgehend nicht im Klaren darüber gewesen zu sein, was mit der (in zum Teil debattenloser) Verabschiedung des komplexen und fast unüberschaubaren Gesetzespakets eigentlich beschlossen wurde. (Mehr Infos dazu hier.)

Für (“zivile”) Drohnen mit einem Startgewicht von mehr als 150kg ist jedoch die EU, genauer gesagt die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) mit Sitz in Köln zuständig. Im September 2012 wurde das erste mal öffentlich, dass die EU (vermutlich auch auf Druck der mächtigen Rüstungs- und Drohnenlobby) beabsichtigt, den EU-europäischen Luftraum auch für diese “schweren” Drohnen zu öffnen.

Drohnen aus deutscher Produktion

Die folgenden Auflistungen sind sehr wahrscheinlich nicht vollständig.
Hinweise für sinnvolle Ergänzungen nehmen wir gerne entgegen.

Hersteller von Aufklärungs- und Kampfdrohnen

EADS Cassidian Air Systems

Sitz
Manching, Friedrichshafen, Lemwerder, Lübeck

Produkte
Experimentaldrohne Barracuda, Entwicklung zur Kampfdrohne Talarion, Sagitta

Beteiligungen/Zusammenarbeit
Die Muttertochter EADS wird seit der letzten Strukturänderungsmaßnahmen im Frühjahr 2013 zu rund 15% von der DAIMLER AG gehalten, weitere 12% von der Bundesrepublik Deutschland. Beteiligung an Cassidian-Rheinmetall (s.u.)

Rheinmetall AG (bald: Rheinmetall Defence AG)

Sitz
Bremen, Jena, Ismaning und viele weitere Standorte in Deutschland zur Herstellung von Munition und anderen Rüstungsprodukten.

Produkte
Heron-Drohnen für die Bundeswehr (nicht Herstellung, aber Vermietung der von der israelischen IAI eingekauften 3-4 Drohnen), KZO-Drohne, DA 42 Opale, Zubehör für Kommunikation und Sensorik für Drohnen

Beteiligungen/Zusammenarbeit
EADS Cassidian (s.u.)

Cassidian-Rheinmetall

Sitz
Bremen

Produkte
Das Unternehmen befindet sich noch im Aufbau, soll aber hauptsächlich unbemannte Drohnen entwickeln und fertigen.

Beteiligungen/Zusammenarbeit
Ein neues Unternehmen, im Sommer 2012 gegründet. Anteile: 51% EADS Cassidian und 49% Rheinmetall Defence Electronics GmbH. Zu den Anteilen der Daimler AG und der Bundesrepublik Deutschland an EADS siehe oben.

EMT Penzberg

Sitz
Penzberg (Bayern) beim Starnberger See

Produkte
Mikado, Fancopter, Aladin, Luna, Luna NG, X-13, MUSECO

Beteiligungen/Zusammenarbeit
Drohnen für Polizeien, Grenztruppen, Militär

microdrones GmbH

Sitz
Siegen (Nordrhein-Westfalen)

Produkte
Quadrokopter verschiedener Baugrößen für Polizei und Paramlilitär (Chinese Armed Police Forces)

Beteiligungen/Zusammenarbeit/Einsatz
Intensive Zusammenarbeit mit Polizeibehörden in Deutschland, aber auch mit “chinesischen Elite-Polizei-Einheiten”. Einsätze nach eigenen Angaben u.a. für “Anti-Terror-Operationen”, “Überwachung feindseliger Demonstrationen”, “Grenz- und Küstenüberwachung” sowie “Überwachung von Massenveranstaltungen, internationaler Gipfeltreffen, Pop-Konzerten”. Weitere Zusammenarbeit mit Behörden und Unternehmen aus Norwegen, Polen, Russland, USA. Forschung zusammen mit: Fraunhofer IOSB, FH Nordwestschweiz, TU Dortmund, Uni Siegen, FH Frankfurt/Main, RWTH Aachen, Uni Bonn, Uni Münster, Hochschule Karlsruhe, Uni Rostock, TU Cottbus, Alpen-Adria-Uni Klagenfurt, Uni Hannover, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung, Ben Gurion Universität Israel, Universität Olsztyn, Uni Trier, ETH Zürich, Ing.Büro Alois Dhom in Budenheim.

Diehl BGT Defence

Sitz
Überlingen (Bodensee), Rostock, Frankfurt/Main, Nürnberg

Produkte
Camcopter (in Zusammenarbeit mit Fa. Schiebel aus Österreich), Promotion der US-Drohne Predator für die Bundeswehr, weitere Drohnentechnologie bei der Diehl Aerospace GmbH

Beteiligungen/Zusammenarbeit
seit 2007 Zusammenarbeit mit General Atomics “für das Marketing des Systems Predator B UAS in Deutschland”, Beteiligung an der GIWS zur Herstellung der Smart-155

OHB

Sitz
Bremen

Produkte
Experimentaldrohne Condor/ARDS, dieses Projekt wurde aber nach eigenen Angaben inzwischen aufgegeben. Eventuell Zubehör bzgl. Kommunikation und Sensorik für Drohnen.

Beteiligungen/Zusammenarbeit
Zusammenarbeit bezüglich von Drohnen mit der Stemme AG (s.u.)

Stemme AG

Sitz
Strausberg (Brandenburg)

Produkte
Unbemenschter Motorsegler “Sagem Patroller” zu Aufklärungszwecken, bislang nur als Prototyp gefertigt (S-10 bzw. S-15)

Beteiligungen/Zusammenarbeit
Zeitweise mit OHB Bremen

Festo

Sitz
Esslingen

Produkte
Eigene Abteilung “Bionic Learning Network” für Entwicklung und Bau von Experimental-Drohnen in Form und Aussehen von Vögeln (“smart Bird”), Libellen (“BionicOpter”) oder Roboterquallen (“Aquajellys”)

Beteiligungen/Zusammenarbeit
Zusammarbeit mit mehreren Universitäten: Massachusetts Institute of Technology, Cornell University, Delft University of Technology, Technische Universität Berlin, Universität Stuttgart, Universität Tübingen, Universität Bielefeld für angewandte Wissenschaften

GIWS – “Gesellschaft für intelligente Wirksysteme”

Sitz
Nürnberg

Produkte
Smart-155 Munition (keine Drohnen im eigentlichen Sinn, aber eine Waffe/Munition, die autonome Tötungsentscheidungen vornimmt und ausführt)

Beteiligungen/Zusammenarbeit
Gemeinschaftsunternehmen von Diehl und Rheinmetall

Zulieferer bzw. Komponenten für Drohnen

Northrop Grumman LITEF

Sitz
Freiburg/Breisgau

Produkte
Flug- und Lageregelungs- sowie Navigationssysteme

Beteiligungen/Zusammenarbeit
Northrop Grumman, dem US-amerikanischen Hersteller der Global Hawk-, Euro Hawk- und einer Reihe anderer Drohnen

MTU Aero Engines AG

Sitz
München

Produkte
Antriebe für Drohnen

Beteiligungen/Zusammenarbeit

Jenoptik AG

Sitz
Jena

Produkte
Optische Sensoren, Lasertechnik, Systeme zur Entfernungsmessung, Zielerfassung und Gefechtssimulation, optische Überwachungs- und Erfassungssysteme

Beteiligungen/Zusammenarbeit
Ein weiterer Teil der ehemaligen Jenoptik, nun als Jena-Optronik geführt, wurde 2010 abgespalten und an die EADS-Tochter Astrium ausgegliedert. Dort Fertigung von Multispektralkameras und Feuerleitsystemen.

Zeiss AG

Sitz
Oberkochen (bei Stuttgart)

Produkte
Videobrillen für Augmented-Reality-Anwendungen, z.B. im Einsatz zusammen mit Quadrokopter-Drohnen von microdrones

Beteiligungen/Zusammenarbeit
Ein großer Teil der Rüstungsproduktion zu optischen Überwachungs-, Erfassungs- und Zielsystemen (früher als Carl Zeiss Optronics GmbH firmiert) wurde in 2012 an EADS Cassidian verkauft und wird dort als Optronics Solutions geführt.

ESG GmbH

Sitz
München

Produkte
IT-Systeme (also Hard- und Software) für Militär-Drohnen

Beteiligungen/Zusammenarbeit
Zusammenarbeit mit Swiss UAV bzgl. Helikopter-Drohnen für Miltär und Polizei sowie Entwicklung eines “Unbemannten Missionsausrüstungsträgers” (UMAT).

 

Über monopoli

Nobody rules us but we ourselves.

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Deutschland deine Drohnen

  1. Reblogged this on Treue und Ehre.

    Verfasst von Runenkrieger11 | 31 Dezember, 2013, 12:28 pm

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NATO verlangt 2% des Haushaltes
für das Militär auszugeben,

das wären 65 Mrd. Euro jährlich
derzeitiger Militär-Etat: 36,6 Mrd.$
Militär-Etat USA 2015: 1839,53$
Militär-Etat Ger 2017:... 488,09$
Militär-Etat Rus 2015:... 466,44$
(Angaben pro Einwohner des Landes.)

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