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Verblödungsmedien

TV – Fluch oder Segen

TV – Fluch oder Segen

Ausgespäht

Ausgespäht

Kein Medium hat dermaßen großen Einfluß wie die „Weitsicht“, die schon lange meist in den Wohnzimmern mit ihrer regelmäßigen Berieselung für alle mögliche und unmögliche „Unterhaltung“ sorgt. Das Fernsehen, im Englischen television, aus dem Griechischen tele (τ ῆ λε) für weit und dem Lateinischen Visio für auf Sicht, somit ein zweisprachig zusammengesetztes Wort, welches Constantin Perskyi im Jahre 1900 bereits auf der Pariser Weltausstellung prägte, konnte in seiner Entwicklung bis zum tatsächlichen, einsetzbaren Endprodukt nur durch einzelne Erfindungen entstehen.

Mit anderen Worten, es gibt nicht den Erfinder des Fernsehens. Im wesentlichen waren an der Gesamtentwicklung des Fernsehens Alexander Bain, Wladimir Kosmitsch Sworykin, Ferdinand Braun, Jonathan Zenneck, Max Dieckmann, G. Glage, Boris Rosing, John Logie Baird ( der im übrigen als Erfinder des ersten Videorekorders zu betrachten ist, und das bereits in den späten 1920iger Jahren) und Kenjiro Takayanagi beteiligt. Diese Entwicklung, die im Jahre 1843 mit Alexander Bain begonnen hatte, fand ihren großen Höhepunkt mit dem ersten regelmäßigen Fernsehprogramm der Welt, welches am 22. März 1935 durch den Berliner Fernsehsender Paul Nipkew zum ersten mal stattfand.

3x täglich pure Kraft dann klappts auch mit der Merkel-Clique

3x täglich pure Kraft dann klappts auch mit der Merkel-Clique

So ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß dieses Medium, welches Hans Magnus Enzensberger völlig berechtigt als belangloses oder gegenstandsloses Trancemittel bezeichnete, sich im Alltag etabliert hat. Viel zu raffiniert sind diese visuellen Möglichkeiten geworden, die obendrein durch eine wesentlichere Tontechnik verbessert wurden, wenn wir uns der anfänglich kratzendkrächzenden Mißtöne aus den eingebauten Lautsprechern in den Fernsehgeräten erinnern. Aber das scheint den Fernsehentwicklern noch nicht genug zu sein. Inzwischen gibt es erste Versuche eines sogenannten Smellit-Fernsehers, wie er in Portugal schon zum Einsatz kam. Der portugiesische Designer Nuno Teixeira entwickelte mit 118 verschiedensten Düften geladene Patronen, also eine Umwandlungstechnik, die 10 bis 20 Sekunden vor den tatsächlichen Szenen ihre Vorbereitung zur Versprühung in den Raum hat.

Aber auch in Israel und Japan gibt es eine Geräteentwicklung fürs Geruchsfernsehen.

Gleichzeitig wurde der vor wenigen Jahrzehnten noch sichtbare Antennenwald in den Städten durch Satellitenschüsseln und Kabelfernsehen ersetzt, und damit auch eine ungeheure Vielfalt der Programme. Letztlich ist es unmöglich, diese alle auf einmal zu konsumieren, so daß der Verbraucher selbst die Qual der Wahl hat. Hat er sie überhaupt? Ist es nicht viel eher so, daß die schöne neue Fernsehwelt, um Aldous Huxleys dystopische Romanüberschrift einmal hierfür entfremdet zu benutzen, alles andere als segensreich zu bezeichnen ist?

Schauen wir doch mal genauer hin, was Fernsehen tatsächlich vermag.

Mit Ossi wär das nicht passiert

Mit Ossi wär das nicht passiert

Wer mit behinderten Menschen, insbesondere behinderten Kindern eng beruflich zusammenarbeitet, weiß wie dramatisch sich fernsehgestörte Verhaltensmuster offenbaren. Je nachdem wie lange diese unerkannt ignoriert oder mittels medikamentöser Indikation einfach mal „stillgelegt“ wurden, hat diese krankhafte Behinderung einen nicht unbeträchtlichen Schaden angerichtet. Es bedarf eines sehr langen Zeitraumes mit unendlicher Geduld, um diese Dauerreizüberflutung erneut umzuprogrammieren, damit solche Menschen wieder ein halbwegs normales Leben führen können. Auch hierbei gilt, daß eine Abstinenz einzuhalten ist wie bei allen ehemaligen Süchten. Sie haben richtig gelesen: Es gibt sie schon lange, die Fernsehsucht. Und die Dunkelziffer ist enorm, wobei Sucht nicht unbedingt mit der Dauer des Fernsehkonsums zu bemessen ist, ganz ähnlich wie bei einem Raucher. Auch dieser ist schon bei täglichem Konsum von 5 Zigaretten als süchtig zu bezeichnen!

Becel pro activ

Becel pro aktiv – denn gegen Cholesterin helfen keine Sprüche – das hätte der Dieter mal seinen Auftraggebern verklickern können.

Gleichzeitig sollte uns allen längst bewusst sein, daß nicht erst seit Adolf Hitler klar ist, welches Potential im Fernsehen steckt, was die Manipulation anbelangt. Nichts ist einfacher, als Mensch mittels Bild und Ton dauerhaft zu beeinflussen. Wir können uns beim Lesen oder flüchtigen Hinschauen auf Litfaßsäulen, Werbeplakatflächen noch relativ einfach und schnell entziehen. Doch durch das tägliche Einschalten des Fernsehers begibt sich Mensch in eine enorme Abhängigkeit. Was in den USA schon sehr lange erschreckende Wirklichkeit ist, der ganztägige Fernsehkonsum, hat längst auch hierzulande Fuß gefaßt. Durch die Programmvielfalt erst recht. Noch bis zum Ende der 1970iger Jahre gab es in Deutschland die ARD, das ZDF und die Dritten Programme, und somit auch wesentlich mehr Kommunikation unter den Menschen, das Fernsehen war noch nicht der Mittelpunkt in den Familien.

Heute hat es längst bis in die Schlafzimmer oder gar auf manch stillem Örtchen seinen festen Platz erhalten. Der Fluch dieses Mediums besteht darin, daß nicht nur eine unendlich vielseitige Manipulation gegeben ist, sondern gleichzeitig viele Menschen in Untätigkeit verharren. Das Leben findet nicht mehr im Realen statt, sondern es wird vor-ge-lebt. Selbst in Schulklassen sind so manche Sendungen der Gesprächsstoff geworden. Und wer nicht mitreden kann, ist „out“.

breitgetreten_NEWAndererseits gibt es neben dieser tragischen Entwicklung der Abhängigkeit zum Fernsehen auch immer mehr Menschen, die längst erkannt haben, was Fernsehen mit ihnen gemacht hat und kurzerhand ihn aus ihrem Leben verbannten. Daß so mancher Verbraucher sich mit einer GEZ ( Gebühreneinzugszentrale) leider bürokratisch herumschlagen muß, sei an dieser Stelle auch mal betont. Viel zu kaltblütig gewinnorientiert ist dieses Geschäft mit diesem Medium.

Schalten Sie einfach mal probehalber Ihren Fernseher für eine Woche konsequent nicht ein. Na, schon nach wenigen Tagen fehlt was, oder ? So weit ist es schon gekommen, diese Reizüberflutung hat längst Besitz von uns ergriffen, sie ist reell vorhanden, und zwar bis in die weitesten Tiefen unseres Unterbewusstseins. Es liegt daher nur an uns selbst, was wir zulassen, und was wir verhindern. Versuchen Sie sich maximal mit gezielter Vorgehensweise diesem Medium wieder zu nähern, das bedeutet, nur die Sendungen sich anzuschauen, von denen Sie sich wirklich etwas versprechen, und schalten Sie ansonsten die Glotze einfach aus.

Das sind die Medien-Zarinnen die nicht über Manipulationen der Wahlen berichten wollen.

Das sind die Medien-Zarinnen die nicht über Manipulationen der Wahlen berichten wollen.

Leben Sie stattdessen außerhalb dieser buntlauten Welt der Actionfilme, der täglichen Soaps, etc. Mit anderen Worten, programmieren Sie sich wieder um, und glauben Sie mir, es geht ohne weiteres, wenn Sie es wirklich wollen. Abgesehen davon, werden Sie sehr schnell bemerken, wie viel mehr an Zeit Sie plötzlich zur Verfügung haben. Ist das nicht toll?

Ihr Lotar Martin Kamm von Bürgerstimme

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Über monopoli

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “TV – Fluch oder Segen

  1. Reblogged this on Treue und Ehre.

    Verfasst von Runenkrieger11 | 11 Dezember, 2013, 4:40 pm

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das wären 65 Mrd. Euro jährlich
derzeitiger Militär-Etat: 36,6 Mrd.$
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Militär-Etat Ger 2017:... 488,09$
Militär-Etat Rus 2015:... 466,44$
(Angaben pro Einwohner des Landes.)

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