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Poststraße
Alltag

Agenda Setting

Agenda Setting (engl.) bzw. Agenda-Setzung bezeichnet das Setzen konkreter Themenschwerpunkte, es ist damit eine Art Thematisierungsfunktion der Massenmedien. Die wahrgenommene Meinung die per Medien kommt, wird schweigend übernommen und damit zur allgemeinen Meinung, die zur allgemeinen Stimmung und damit zur eigenen Meinung wird.

Wer wissen will, wie Agenda Setting in der Praxis zur Meinungsmanipulation eingesetzt wird, muss bloß mal einen Blick auf die Newsprogramme wie Sat1 Punkt, RTL Tagesschau, Heute Journal oder Tagesschau werfen.

Die Herrn der Ringe

Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden – ins Dunkel zu treiben, auf ewig zu binden.

So wird Jemen z.b. überhaupt nicht erwähnt, da gibt es seit fast zwei Wochen keine Nachrichten, und das, obwohl da allein am letzten Sonntag bei Kämpfen über 200 Menschen ums Leben gekommen sind und mehr als 70 Soldaten in Gefangenschaft geraten sind.

Auch zu Bahrain gibt es seit Monaten keine Nachrichten mehr, obwohl da jede Woche mehrere friedliche Demonstrationen niedergeknüppelt werden, Oppositionelle systematisch gefoltert werden und ein totalitäres Apartheid-System über die Mehrheit der Bevölkerung herrscht. Auch von Arabien erfährt man wenig, abgesehen von den Blick in einige Hotels wird die königliche Familie praktisch uneingeschränkt positiv dargestellt. Andersrum sind Einwanderer hier nur Menschen zweiter Wahl und Frauen nicht gleichberechtigt

Grund dafür dürfte einerseits die Ölpolitik sein, den Bahrain und Jemen sind wie auch Saudiarabien Teil der arabischen Liga und die sitzen leider auf dem Öl das unsere neoliberalen Konzere benötigen um es uns teuer an der Zapfsäule zu verkaufen. Diese neoliberalen Konzerne haben also deutliches Interesse daran, das die mit ihnen kooperierenden Regierungen arabischer Staaten wie die Regierung von Jemen und Bahrain weiterhin regiert.

Syrien dagegen ist aus neoliberaler Sicht ein unsicherer Partner, den man durchaus gerne austauschen würde. Daher
finden sich täglich eine Vielzahl von Meldungen über Syrien die sich mehr oder weniger eindeutig auf die Seite der Opposition stellen. DIe ganzen syrischen Meldungen sind durch die Bank so Effekt haschend auf Greultaten der Regierung fixiert, deren Wahrheitsgehalt wir nicht in Frage stellen, die uns aber klar machen soll, wer hier die Guten und wer die Bösen sind. Da werden aus Terroristen halt Rebellen und aus der Regierung eine Diktatur.

Die Definition wer ein guter aufständiger Rebell, eine „massive“ Oppositionsbewegung ist und wer eine „paramilitärische“ Gruppe, Terrorist oder Diktator ist hängt also ganz entscheidend davon ab, ob europäische oder amerikanische Konzerne aus diesem Land günstig Rohstoffe oder Waren beziehen, dort günstig produzieren, teuer kaufen und sich der WTO unterwerfen oder ob die Regierung dieses Landes sich nicht von Plutokraten Vorschriften machen lassen. In dem Fall unterstützt man unter dem Label Demokratiebestrebungen die sogenannte Opposition wie es die neoliberale Lobbyorganisation der Adelnauer-Stiftung tut.

Transparency International schätzt z.b. in ihrer aktuellen Studie von 2011 unsere deutschen Politiker und Parteien sowie unsere Medien und die Auftragsvergabe an die Wirtschaft als korrupter ein wie die von Venezuela. Andersrum wird insbesondere die lokale Polizei von Venezuela wesendlich korrupter eingeschätzt als die von Deutschland. Das heisst im Endeffekt, in Venezuela sind die lokalen Behörden, Unternehmen, Polizei und Beamte vor Ort weitaus bestechlicher als die Regierung und politische Parteien des Landes. Die in Deutschland und anderen EU-Staaten praktizierte Korruption fällt also nur in wenigen Bereichen, hat aber dafür massivere Auswirkungen auf das ganze Land. In den Medien erscheint aber nur die Gesamtdarstellung von Transparency International, und da addiert sich die lokale Korruption die sich durch praktisch alle lokalen Bereiche zieht, sodaß im Endergebnis das gesamte Land viel korrupter erscheint als es tatsächlich ist. Lokale Korruption hat aber nur Auswirkungen auf eine lokale Gruppe, nicht auf das ganze Land wo die Folgen viel schwerer wiegen.

Eine Folge dieses Agenda Settings findet sich auch in unserer Vergangenheit, waren es doch die Medien im Westen die den Ossi quasi ununterbrochen darüber aufklärte, wo Demonstrationen stattfanden. Sie verstärkten damit insbesondere für die Ossis den Eindruck das die DDR quasi völlig überschuldet ist und der einzige Ausweg in der Einheit mit Westdeutschland zu suchen sei. Die Opposition der DDR hatte daher nie eine Chance selbst eine bessere und vom Westen unabhängige Gesellschaft aufzubauen. Die Konzerne im Westen hatten bereits vor der Abstimmung der Volkskammer Vereinbarungen mit der Kohl-Regierung getroffen, wer was im Osten bekommt, ohne das darüber irgendein Ossi informiert, geschweige denn gefragt wurde.
Der einzige Ossi der genauer befragt wurde, war Angela Merkel die stundenlang bei Kohl war und ihm darüber aufklärte wie die DDR organisiert war. Dafür bekam sie dann ja auch einen Bundesminister-Posten mit ganzen 0,9% Stimmen. Ein Schelm wer Arges dabei denkt.
Und den anderen Ostblockstaaten ging es nicht viel anders. Auch hier wurde massiv AgendaSetting betrieben, sodaß sie ihren Ausweg letztendlich nur darin sehen mussten, der EU beizutreten. Die Folge ist, das die Bevölkerung der ehemaligen Ostblockstaaten ebenfalls massiv verarmt. Dazu exportieren wir auch noch Hartz IV in ihre Länder und zwingen ihnen einen Sparkurs auf der ausschliesslich zu Lasten der kleinen Bürger geht, so wie er auch bei uns zu Lasten der kleinen Bürger geht.

Auch Putin fällt unter das Agenda Setting. Doch leider ist der Westen Europas auf russisches Öl und Erdgas angewiesen, also wird das hier etwas intelligenter betrieben. Man berichtet positiv über Russische Eliten und stellt Putin als neuen Diktator dar, was er ja auch ist. Er diktiert die Politik.
Doch sind wir mal ehrlich, egal was man über Putin denken mag, nach dem versoffenen Jelzin, unter dem einige Russen zu unglaublichem Reichtum gekommen waren, war er der Erste, der wieder damit anfing im Lande aufzuräumen.

Putin beschnitt die Macht der neuen Ölbarone, indem er ihren Anführer ins Kitchen steckte und sorgte dafür das endlich wieder Löhne gezahlt wurden. Er ging militärisch gegen das weitere Zersplittern Russlands vor, eroberte seinem Land die Stellung als Weltmacht zurück und sorgt dafür das Georgien sich nicht der EU anschließen kann. Mit anderen Worten, er beschneidet und er kontrolliert den Einfluss der EU auf Russland in einer Art, die Europa nicht besonders gefallen kann. So nach und nach verbessert er auch wieder das Leben vieler Russen und nimmt sich das Recht heraus mit Chinesen, Afrikanern und Südamerikanern so zu handeln wie er es für richtig hält.
Über seine Methoden wie er die Wahlen manipuliert kann man denken was man will, aber Russland ist wieder da. Und es steht nicht unter der Kontrolle von europäischen oder amerikanischen Konzernen.

Das kann dem Westen nicht gefallen und deswegen wird der Westen versuchen, die russische Regierung zu destabilisieren und ihre neoliberale Opposition zu stärken. Da wird auch schonmal ein eingesperrter Ölmilliardär als unschuldiger politischer Gefangener zelebriert. Natürlich ist er so gesehen durchaus ein Opfer der Politik, andersrum hat er sich das meiner Meinung nach durchaus verdient. Er hat sich in nur 5 Jahren ein Millardenvermögen gemacht, das ganz sicher nicht auf ehrliche Arbeit beruhen kann, sondern eher auf den Rücken der Russen zusammengerafft wurde.
Aber das wird in unseren Medien nicht thematisiert, wohl aber die Tränen von Frau und Kinder eines milliardenschweren Opfers. Wieviel Armut er durch Bestechung bei der Normalbevölkerung verursachte, ist eben kein Thema, genauso wenig wie es kein Thema ist, das es hier und da wieder langsam aufwärts geht. Er hat dieses riesige Land vor der Plünderung durch die Konzerne des Westens bewahrt.
Was immer man über ihn denken mag, er ist mit Sicherheit das kleinere Übel für die Russen und damit insgesamt auch billiger als die Unterhaltung einer neoliberalen Machtclique wie hier in Deutschland.

China dagegen ist momentan eher eine gespaltene Persönlichkeit, das China der Küsten Taiwan, HongKong, Macau, Shanghai, Bejing und das China des armen Hinterlandes in dem z.T. die lokale Partei die Kontrolle hat. Andersrum die Heere der Wanderarbeiter die unter erbärmlichen Arbeitsbedingungen für Unternehmen schuften, die ihrerseits ausschliesslich für Westkonzerne arbeiten. Die Preise steigen, die Lebensbedingungen verbessern sich für wenige, für die Mehrheit werden sie jedoch zunehmend schlechter. Und der Westen setzt alles daran, die kommunistische Partei weiter zu destabilisieren um auch den Rest des Landes in Subunternehmer für Westkonzerne umzuwandeln, ohne Rücksicht auf Menschen, Natur und Umwelt. Noch ist nicht klar wer in China siegen wird, wird es zum chinesien Indien oder wird sich China wieder seinen Platz in der Welt zurück erobern? Man wird sehen.

Ispos HPI

Happy Planet Index von Ispos

Ganz anders ist die Situation in Nord- und Südkorea. Auch hier wir das Bild des „demokratischen“ Südkorea und das Bild der „kommunistischen“ Monarchie Nordkoreas gezeichnet. Wie es den Menschen dabei geht wird nur selten gezeigt. Was genau wissen wir eigentlich über das Leben in Nordkorea? Eigentlich garnichts. Was wir sehen sind nur Südkoreaner und eventuell mal heimliche Aufnahmen von der „Opposition“.
Aber da sich Nordkorea grundsätzlich als kommunistisches Land der Plünderung durch Westliche Konzerne entzieht kann es aus neoliberaler Sicht nur als böse Diktatur gelten.
Auch Myanmar entzieht sich massiv der Kontrolle durch den Westen und gilt demzufolge als böse und auch hier existieren nur ein paar heimliche Aufnahmen der „Opposition“.
Wie jedoch mit Bürgerrechtlern nach der Revolution umgegangen wird, können wir an unseren eigenen DDR-Bürgerrechtlern sehen. Wer mitspielte wurde zum „Vorzeige-Ossi“ und wurde mit Ruhm und Ehre überschüttet, damit er auch ja die Klappe hielt, doch die meissten sind vom Ergebnis „Demokratie“ enttäuscht, so wie viele. Freiheit ist in der westdeutschen Demokratie nur die Freiheit der Konzerne. Der Rest der Bürger ist nur das goldene Kalb das man bis zum Abwinken melkt und das dieser neoliberalen Clique in den Hintern kriecht um zu überleben. Befreit sind sie vom gesellschaftlichen Besitz, ansonsten sind sie Lohnsklaven einer neoliberalen Clique die sich in internationale Freihandelsorganisationen organisiert. Das sind die Herrn der Ringe, die Herren von der Weltbank, der WTO, der EU, der Nafta und wie immer sie heissen.
Und ein Mittel uns ins Dunkel zu treiben ist das Agenda Setting. Sie zeigen uns jeden Tag das des keine Alternative zur Demokratie gibt. Damit binden sie uns.

Doch die wirklich wichtige Frage wird nicht beantwortet, nämlich die nach den Menschen. Leben sie dort glücklicher oder nicht? Der Happy Planet Index (HPI) sagt ja. Er sagt auch das Glück nicht vom Luxus abhängt, sondern von sozialer Sicherheit und die wird in allen neoliberal kontrollierten Ländern abgebaut.
Deswegen sind die Menschen hier viel unglücklicher.
Wir können nur glücklicher werden, wenn wir diese Gesellschaft ändern und diese neoliberalen Instrumente zur Meinungsmanipulation regelrecht ausschalten. Medien sind ein Geschäft, keine Säule der Demokratie. Sie verkaufen sich an den Meistbietenden und manipulieren die Bevölkerung.

Glück gibts eben nur ausserhalb Europas

Über monopoli

Nobody rules us but we ourselves.

Diskussionen

22 Gedanken zu “Agenda Setting

  1. Möchte noch anfügen z.B. die Unterversorgung in der DDR und das Wirtschaftswunder in der BRD, denn heute ist es wohl ganz offensichtlich, dass das kein Zufall war und die BRD wohl nur deshalb so „erfolgreich“ sein durfte um Druck auf die DDR auszuüben. Daß das falsche Begehrlichkeiten (im Osten) und falsches Standesbewußtsein (im Westen) erzeugte, war doch auch kein Zufall. Wir hatten es ungleich leichter, damit ihr neidisch auf uns werdet und wir wurden bewußt im Unklaren darüber gelassen, dass unser „Erfolg“ nur geduldet wurde. Denn das Ziel wurde damit ja erreicht, Uneinigkeit und Neid bzw. Überheblichkeit.
    Doch die Wahrheit ist, wir hatten auf beiden Seiten gutes und viel geleistet, doch keinen Dank geerntet. Der Osten wurde verscherbelt und im Westen profitieren nur noch ausgewählte Eliten, also wurden letztendlich beide verraten und verkauft. Denn der wirtschaftliche Erfolg geht am Volk wirkungslos vorbei!
    So lange wir uns mit uns selbst beschäftigen sind wir fette Beute. Es gibt kein WIR mehr, sondern nur noch DU und ICH, das ist die Wurzel allen Übels.

    Verfasst von drbruddler | 9 November, 2013, 2:13 pm
    • Da stimmte ich dir voll und ganz zu. Aber man muss auch sehen das die Gehirnwäsche im Westen viel mehr Zeit hatte Generationen hervorzubringen die bedingungslos an den Kapitalismus glauben.
      Im Osten beissen sie sich an den Ossi die Zähne aus. Deswegen muss man nur die Ossis wieder in ein Boot kriegen, damit sie sich gemeinsam nehmen, was ihnen immer gehört hat.
      Und dann werden auch die Wessis mutig sich was zu nehmen.
      Wir haben im Westen maximal 8% die den Mut haben, sich was zu nehmen, im Osten ist es nahezu die gesamte Bevölkerung. Deswegen brauchen sie doch soviele Mittel um deren Gehirne zu waschen.
      Aber wenn die wieder begreifen das sie Besitzer ihres Landes sind, das sie sich nur zu nehmen brauchen, dann hat der Westen ein ganzes Volk gegen sich. Das kann er nicht einfach ermorden und einsperren.

      Verfasst von monopoli | 9 November, 2013, 4:08 pm
    • Ich glaube zwar, dass es deutlich mehr sind als im Westen, aber das ganze Volk, nee das nicht. Denn es greift hier wieder nur ein uraltes Gesetz. Nur wenn man es nicht mehr hat, weiß man den wahren Wert der Sache zu schätzen. Hätte man damals bei der Maueröffnung die Ossis gefragt, was besser ist, da wär was ganz anderes dabei herausgekommen. Heute ist jedoch der Lack ab.
      Ich glaube auch, dasss selbst wenn die Leute ab heute frei wählen könnten wie es weitergehen soll, ein verkappter etwas gerechterer Kapitalismus dabei herauskommen würde. Den wahren Wert einer Verteilung in der Welt in der Form wie ich sie selbst vertrete http://drbruddler.wordpress.com/fortsetzung-des-dialogs-mit-alphachamber/meine-prinzipien/ ist in den Köpfen einfach noch nicht drin. Und im Osten ein Sozialismus? Ich denke auch nicht. Kaum einer kann es sich vorstellen, dass das Recht auf Eigentum eigentlich Diebstahl ist, weil die Erde niemanden gehört, oder? Schon allein die Forderung, dass es kein Eigentum, lediglich begrenzte Nutzungsrechte geben soll, ist gewaltig.

      Verfasst von drbruddler | 9 November, 2013, 6:19 pm
    • Naja also ein paar wird es sicher mit anderer Meinung geben aber viele nicht. Das unterschätzt du ganz gewaltig. Denen geht inzwischen der ganze Blendkram total auf den Keks. Das ist nicht anders wie bei Aussteigern, die ziehen lieber in eine Holzhütte wenn sie nur endlich wieder mehr Ruhe und Sicherheit finden. 89 konnte keine klar denken, ich weiss nicht was da rausgekommen wäre, zumal der Medieneinfluss beträchtlich die Meinung manipuliert.
      Und man muss wohl Kapitalismus schon erleben um zu begreifen wie brutal er wirklich ist und man muss Sozialismus erleben um zu begreifen wie bequem der eigentlich ist. Aber dazu muss man erstmal durch die Gehirnwäsche durchkommen. Der Westen hat nicht ein neutrales Medium.
      Die Ossis würden den Kapitalismus sofort abwählen. Aber die Linken schliessen die Rechten aus und die Rechten die Linken. Das ist wie Zickenkrieg. Da hilft auch jemand nach…

      Alphachamber und ihre Ansichten sind völlig sinnfrei, aber deine Ideen klingen interessant. Naja da müsste man schon noch dran feilen, es ist nicht alles bis zu ende gedacht. Und weil dafür bestimmte Vorraussetzungen fehlen, die gerade am Anfang nicht da sind. Das ist mehr so die Käseglockenvariante eines Idealstaates.
      Du verkennst das der Nachbar nicht still und brav zuschaut wie du das umsetzt. Zudem musst du ja erstmal von der heutigen ungerechten Variante weg. Und das sind eigentlich die Knackpunkte aller „Zukunftsmodelle“, deswegen kommen die da nie hin.
      Der einzige Weg dieses System friedlich zu ändern ist tatsächlich der Weg zurück zu einer Verfassung die solche gravierenden Änderungen ermöglichen und die Ossis sind auch mutig genug für totale Systemänderungen. Mit einer DDR-Verfassung wäre das möglich, weil die mit dem alten Zustand aufräumen kann. Dann muss sie sich wirtschaflich tragfähig machen und könnte dann so einen Weg gehen. Ich muss mal ausführlicher darüber nachdenken.

      Verfasst von monopoli | 10 November, 2013, 8:07 am
    • Bitte betrachte diese Ideen als Visionen, der nur der Visionen hat, kann auch etwas verändern. Würde ich das tatsächlich umsetzen wollen, so müßte ich allein um das konkretisieren zu können einen Feldversuch mit einem freiwillig ausgewählten Dorf haben, die der Sache positiv gegenüberstehen, d.h. das auch so wollen, z.B. durch freie Wahl. Ausserdem fehlen da noch die grundlegenden Details zu meinem Konzept (z.B. Reform der Rechtsformen), das eigentlich den Versuch darstellt, die Fehler der jeweiligen Systeme zu reparieren.

      Verfasst von drbruddler | 10 November, 2013, 8:50 am
    • Ich sehe das schon durchaus als Gedankenspiel und es ist schon durchaus lustig das ein paar Wessis sich genau so ein System vorstellen, naja sie betiteln das etwas anders, begreifen aber nicht das die DDR ja eigentlich die praktische Umsetzung war. Die DDR war so ein Dorf, nur ein bisschen größer und direkt neben ihrem größtem Feind der nur ein Ziel hatte diese kleine Dorfgemeinschaft auf irgend eine Art zu zerstören. Und das war keine Käseglocke. Die DDR musste z.b. Ressourcen verschwenden um den Handelsboykott zu umgehen. Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.
      Und dieser Nachbar ist heut noch böse darüber, das es die kleine DDR je gab. Deswegen tut er sie heute noch wie bekloppt vernichten.
      Hat ihm die DDR je was getan?

      Verfasst von monopoli | 10 November, 2013, 8:51 pm
    • Du solltest eigentlich wissen, dass ideologisch geführte Kämpfe keinen Frieden kennen. Nun ich bin sicherlich nicht der typische Wessi und kann dir nur eines sagen, deine Ossis waren zu keiner Zeit besser, die haben sich am intolerantesten verhalten, wenn ich mal so vergleiche, wo ich so in Urlaub war. Nur die ganz privaten vom Tourismus abgekoppelten Leute, die waren echt OK. Aber wie kann es z.B. sein, dass die ehemaligen Landeigenen heute immer noch dem Hochadel so hörig sind? Ich hab das hautnah erlebt und es war mir eine Lehre. Wenn ich das je noch erleben darf, dass in der DDR die alten Zeiten wieder aufleben werden, dann werde ich da mal ganz genau hinsehen und ev. politisches Asyl beantragen. (ideologisch gesehen, denn physisch bin ich verwurzelt, aber auch die kann man ausreißen) Doch vor leeren Einkaufsläden möchte ich niemals stehen müssen und da bin ich mir noch nicht so sicher.
      Ich gehe doch recht in der Annahme, dass dir eine DDR ohne Stasi vorschwebt , oder nicht und welche Rolle spielt dabei die Partei?

      Verfasst von drbruddler | 10 November, 2013, 9:13 pm
    • Ja es gehört natürlich ein gewisser Idealismus dazu wenn man ein System ändern will. Ob die Läden voll oder leer sind wird davon abhängen was für ne Politik der Westen gegenüber dem Osten macht, Blockade oder Handel. Blockiert er kommt zu Engpässen. Aber das haben wir ja schonmal geschafft.
      Und ansonsten sollten die Ossis gemeinsam entscheiden was sie wollen. Ich würde zu ein Verbot von Hightech in gewissen Bereichen raten, denn wenn die Technik fehlt ist, setzt das der Neugier gewisse physische Grenzen. Damit kann man Datenkraken bekämpfen. Und die Ossis werden ganz sicher keine Stasi 2.0 aufbauen, ausserdem ist sie laut DDR-Verfassung abgeschafft und wäre verfassungswidrig.
      Ich denke vielleicht sollte man das ganze Parteiensystem abschaffen, das erweist sich ja überall als nicht wirklich gut. Aber ich weiss nicht..

      Verfasst von monopoli | 10 November, 2013, 11:58 pm
    • Ich fasse jetzt hier meine Antwort zusammen. Ja, das klingt wirklich vernünftig und gut und läßt hoffen, dass es vielleicht wieder eine Oase geben wird, in der es noch Menschen gibt und keine möchtegern Reichen. Da der „Westen“ also in Form von USA und Vasallen (Merkelland) totsicher sanktionieren werden also keine leichte Aufgabe. Solange noch Menschen regieren dürfen, die meinen die ganze Welt kaufen zu können, wird es auch keinen Frieden geben. Gäbe es in der Mehrheit solche wie mich, wäre Frieden die Regel und Krieg die Ausnahme. Hab in meinem Umfeld bisher fast niemand gefunden, der ähnlich denkt wie ich. Warum? Weil sie zwar alle für Frieden sind und den auch wollen, aber bereits das Kriegsbeil ausgraben wenn es darum geht Besitzrechte einzufordern. (Mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein Ferienhaus) Öffentliche Straßen in Parkbesitz umzuverteilen nach Gewohnheitsrecht (unter Mißachtung von Garagenausfahrten), Ihnen der Tabellenstand des Sportvereins wichtiger ist als die Kriminalitätsstatistik und für sie die Polizei ihr Freund und Helfer ist, der das Recht hat Strafen zu kassieren für 6 km/H Geschwindigkeitsüberschreitung in einer 30 km/h-Zone, aber wenn jemanden von „unglücklichen“ Migranten der Kopf zu Brei getreten wird, grundsätzlich nie zugegen sind und die Ermittlungen nach Dienstanweisung durchführen. In der nur das in der Lokalzeitung berichtet wird, was der Chefredakteur bestimmt.
      Von daher ist es wohltuend, sich mit dir auszutauschen und meine Besten Wünsche und maximaler Erfolg.

      Verfasst von drbruddler | 11 November, 2013, 4:45 am
    • Ja genauso ist es, wie gesagt, die DDR war schon auf dem richtigen Weg. Wo Grotewohl noch relativ brutal durchgreifen musste (weil er hatte ja ein Land zu ernähren), hatte Honecker nur noch leicht gedrückt. Der ließ z.b. auch die Selbstschussanlagen an der Grenze abbauen. Ich hab es noch erlebt das bereits 1986 einfache Leute in Tunesien Urlaub machen dürften. Natürlich waren das viel viel zu wenige, aber die Grenze war bereits Mitte der 80iger bedeutend durchlässiger geworden, tausende von Künstler traten im Westen auf und die kamen auch zurück, obwohl man ihnen dort eine glänzende Zukunft versprach.
      Mit einem Wechsel wäre die Grenze sicher noch durchlässiger geworden.
      Aber durch Kohl und die ganze Systempresse die sofort auf einem Freihandel drängte und dann nur noch die Einheit vorran trieb, wurde aus der Freiheit ein riesen Diebstahl des ganzen Landes. Sie haben die Ossis eiskalt belogen und manipuliert. Die und waren nicht darauf vorbereitet.
      Die Ossis haben daher das moralische, das Völkerrecht und ihre eigene Verfassung auf ihrer Seite. Die Volkskammer hat diese Verfassung nie abgeschafft und der Westen hat weder das Recht noch die Legitimation diese je abzuschaffen.

      Und wenn wir die DDR wieder einrichten könnten, haben wir für jeden Arbeitslosen in Deutschland Arbeit, Einkommen, Wohnung, Renten, Schulbildung und tausende von Firmen müssen aufgebaut und geleitet werden.
      Du bist ein Wessi der das langfristig begreift, aber von den 60 Mio sind 59 Mio nicht dazu in der Lage. Die glauben bestenfalls das die Abschaffung des Zins ihre Probleme löst. Und deshalb sind nur die Ossis in der Lage einen solchen gravierenden Systemwandel durchzuführen. Die Ossis müssen nur wieder begreifen das sie die Besitzer und Erben Ostdeutschlands sind, das kein Wessi ihnen dieses Recht jemals streitig machen kann.
      Wenn wir zu 89 zurück gehen, können die Ossis das System durchsetzen das sie wirklich wollen und auch der Westen hat die Chance zu einer großen Kurskorrektur. Und dann wird man sehen was jeder daraus macht. Der einfachste Weg ist also die Fortsetzung der friedlichen Revolution von 89, was all die Fehlentscheidungen annulliert.

      Verfasst von monopoli | 12 November, 2013, 4:19 pm
  2. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

    Verfasst von Runenkrieger11 | 9 November, 2013, 10:39 am
  3. Sehr gut beschrieben, wie hier medial die Meinungsmanipulation arbeitet. Möchte dazu nur noch hinzufügen, dass sie dabei leichtes Spiel hat, denn ihre „Kunden“ sind allzu empfänglich dafür. Schnappt man doch hie und da etwas auf und bildet sich seine „Meinung“. Böse Buben wird es immer geben, so lange unsere Gesellschaft das zuläßt.
    Unsere Bürger müssen nicht nur kritischer, sondern selbstkritischer werden.

    Verfasst von drbruddler | 9 November, 2013, 6:37 am
    • Danke, zu wissen wie es funktioniert ist der erste Schritt die mediale Manipulation seiner eigenen Ansichten zu enttarnen und neutraler zu beurteilen was um einen herum geschieht und wie Menschen systematisch zu einer Meinung getrieben werden, die sie normalerweise ablehnen würden.

      Verfasst von monopoli | 9 November, 2013, 1:44 pm
    • Das gilt jedoch für beide Seiten, denn auch dort wird die Welt mit anderen Augen betrachtet, vorallem wenn es darum geht wie wohl die Ossis gewesen wären, wenn sie unter unseren Bedingungen aufgewachsen wären. Das Wichtigste dabei ist nämlich immer, die Ursachen in sich selbst zu suchen. Hätte man das wirklich anders gemacht und was muß deshalb unbedingt vermieden werden um dieselben Fehler nicht noch einmal zu begehen?

      Verfasst von drbruddler | 9 November, 2013, 1:57 pm
    • Interessant wäre aber auch die Frage wie wären die Wessis gewesen, wenn sie unter den Bedingungen der DDR aufgewachsen wären? Man hat ihnen ihr Lebtag lang ein Feindbild vorgestellt, man hat die Wirtschaft als Marode dargestellt, man hat die Ossis als faule Säufer mit mangelhafter Gesundheitsversorgung und gedopte Sportler dargestellt.
      Die Wessis fragen sich nicht ob das wirklich so war, sie nehmen es als wahr hin.
      Dabei ist inzwischen jeder Punkt inzwischen wiederlegbar, jeder einzelne. Die Wirtschaft war grundsolide und so gut, das sie weitaus produktiver war als die im Westen. Heute ist Ostdeutschland völlig deindustrialisiert und kann nichts exportieren weil es ja keine Industrie mehr hat. Dank Wessis.
      Auch die Sportler im Westen hatten und haben eine regelrechte Dopingindustrie. Das ganze Ausmaß kam erst mit der Tour de France raus. Ein Untersuchungsbericht über Doping stellte im letzten Jahr fest, der Westen hat noch massiver gedopt als der Osten unzwar in nahezu allen Sportbereichen.
      Und auch beim Alkoholgenuß steht die BRD sehr schlecht da. Natürlich hat Deutschland wie übrigens auch Polen und Tschechen/Slovaken von Natur aus einen hohen Alkoholkonsum. Das ist historisch belegt, nicht umsonst sind wir die Bierbrauer-Nationen schlechthin. Aber heute wird mehr gesoffen als in der DDR.
      Und was die Faulheit betrifft, wieso war der Osten derart produktiv? Tatsächlich lag die Produktivitätswachstumsrate seit den 70igern mind. 1 Punkt über dem Westen, teilweise sogar 3 Punkte und das sogar mitte der 80iger, also nur 5 Jahre vor dem Mauerfall. Der Osten hatte 88/89 einen Investitionsstau in der Produktion weil er sich zum Hightechland entwickeln wollte. Man reduzierte die Investitionen der Produktion zugunsten der Forschung und Entwicklung. So wirtschaftet auch eine gute Hausfrau, sie spart für eine größere Anschaffung. Nicht so im Westen, wo alles auf Pump gekauft wird.
      Aber Investitionsstau hat man auch im Westen, da reicht schon ein Blick ins Ruhrgebiet, nur ist der nicht mit Sparen sondern mit Deindustrialisierung verbunden. Und das der Westen besser wirtschaftet, ja das kann man am Flughafen Berlin prima sehen, da bauen sie Landebahnen im Sumpf und haben sich von 2 mal eben auf 8 Mrd. Euro verrechnet. Dafür hat man zu kurz gebaute Rolltreppen, Marmor der wie Beton aussieht und 170.000 weitere Mängel. Der Flughafen Schönefeld, den Honecker ausgebaut hatte, funktionierte wenigstens, 7 Mio Reisende pro Jahr waren damit zufrieden. Der vom Westen wird seit 2006 ausgebaut und verfügt neben einer Geisterbahn, einem Geisterhotel und 400.000 Geisterparkplätzen auch über geisterhafte Eröffnungstermine, den ersten im Oktober 2011. Seitdem Wir haben November 2013 und jeden Monat kostet das Ding 35 Mio. Euro für nichts.
      Die Bewirtschaftung des Westens im Osten ist eine gigantische Fehlplanung und geht überhaupt nicht auf. Der Osten liegt mind. 60% unter seinen DDR-Produktivität. Der Westen ist wirtschaftlich ein regelrechter Blindgänger der nur importiert, aufhüpscht, sein Made in Germany draufpappt und verkloppt. Soviel zur besseren Westwirtschaft.

      Verfasst von monopoli | 9 November, 2013, 3:57 pm
    • Das liegt wie im Osten hauptsächlich an der Korruption, die dann hin und wieder auffliegt. Doch das war von 1950 bis ca. 1979 noch nicht so (ich bin da kein Experte). Erst mit der Ära Kohl hat die Talfahrt so richtig zugelegt, weil wir ja angeblich mit der Weltwirtschaft konkurrieren mußten. Ich nenne diese Zahl, weil es ab da für den kleinen Mann spürbar wurde, weil ab da Sozialabbau und Lohndumping angefangen hat. (erst langsam, dann schneller)
      Und auch darum geht es mir, was in der BRD bis dahin aufgebaut wurde ist bei weitem besser, als hier dargestellt. Die BRD war eine der führendem Industrienationen und hielt sich eigentlich ganz gut bis zur Wende. Von daher bin ich etwas enttäuscht, dass das jetzt so abgekanzelt wird. Doch weil dieses Abkanzeln der Ossis ja stimmt und ich das auch schon immer verurteilt habe, verstehe ich diese Reaktion. Doch gehören dazu auch immer zwei, die die es tun und die die es zu lassen, so wie heute auch.
      Zur Frage wie wären wir gewesen, ich denke genauso, kaum anders. Das Feindbild hattet ihr auch. Anstatt auf das was ihr hattet auch Stolz zu sein hattet ihr dem Westen nachgeeifert und jeder wollte rüber. Schon vergessen? Also ich glaube das bringt nicht viel weiter, das hält eher auf. Wer sucht wird immer den Verräter und auch immer Gleichgesinnte finden, da wie dort. Bezüglich der getrennten Entwicklung bin ich jedoch auch der Meinung, dass sie vonnöten ist, schon allein des Mißtrauens wegen. Die Chance das jeweils Beste zu übernehmen wurde von den Profitgeieren vertan.

      Verfasst von drbruddler | 9 November, 2013, 6:04 pm
    • Also die Vorstellung das der Osten so korrupt war, ist völlig übertrieben. Es waren mehr so wie Katz und Maus-Spiel. Das die Ära Kohl schuld ist, ja das glaub ich gern, aber auch vorher war so einiges im Argen, nur eben nicht in Deutschland. Aber letztendlich hab ich nicht in den frühen 80igern in der BRD gelebt.
      Das der Westen derart schlecht dasteht, liegt daran das wir ihn nur so erlebt haben.
      Und eines scheint der Westen garnicht zu begreifen, das er Osten eben kein Feindbild vom Westen hatte. Das Feindbild hatte nur die Partei und die hat man praktisch ignoriert. Deswegen hat doch der Westen so leichtes Spiel gehabt. Und die Kirschen sahen ja auch viel besser aus als die eigenen.
      Nein man muss dem Wessi auch mal zeigen wie mies er eigentlich gegen den Osten abschneidet. Klar das tut weh, aber wenns nicht weh tut, glaubt er ja weiterhin das nur sein System super ist. Er denkt also garnicht darüber nach, wie ihn der Osten eigentlich sieht.

      Verfasst von monopoli | 10 November, 2013, 8:28 am
    • Warum schneidet der Westen heute so katastrophal schlecht ab, nun weil eben wie bei euch heute wie damals der Fisch vom Kopf her stinkt. Ihr wurdet damals aber systematisch dazu gezwungen kreativ zu sein, während unsere Kreativität profitorientiert war und z.T. auch heute noch ist. Die Automobilindutrie und der Maschinenbau sind immer noch erste Sahne, nur z.B. (Wenn auch ziemlich verblendet/verhindert was umweltfreundliche Technologien anbelangt, und dank einer erfolgreichen Lobbyarbeit systemrelevant verblendet/verhindert) Diese Probleme sind im Osten in der Form noch nicht so angekommen, aber auch latent vorhanden. Ich schätze die Bevölkerung im Westen nicht weniger kreativ ein, wenn die Rahmenbedingungen sich ändern. Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind ohnehin in der Endzeit.
      Schon allein die Frage/Situation dass man arbeitet, ohne dafür einen direkte Entlohnung zu bekommen, ist heute revolutionär, obwohl die Steuern de facto dieselbe Situation schaffen. Mehr als ein halbes Jahr arbeiten wir bereits für den Staat, doch wenn man das dann direkt ausübt (kein Geld oder weniger, weil keine direkten Steuern abgeführt werden) und es wäre nur bis Mai aber verteilt übers ganze Jahr, dann wäre die Diskussion und Erregung groß.(Denn der Mensch möchte belogen sein) Nur mal als Beispiel. Eine Trennung der Wirtschaft nach Grundbedarf und Handelsware bei gleichmäßiger Verteilung der Arbeit auch die gesamte arbeitsfähige Bevölkerung, welche Potentiale wird das freisetzen!! In diesem Zusammenhang noch die Jobrotation und Teilzeitvarianten einbeziehend? Das was wirklich daran fehlt ist der Mehrwert, also der Profit. Welcher Motivator sorgt aber trotzdem für Antrieb weiterzumachen? Und damit wäre auch gleichzeitig der Nichtarbeitende(arbeitsunfähige/Rentner)) automatisch integriert, weil er den Grundbedarf einfach abschöpfen darf, ohne dabei stigmatisiert zu werden. Der Grad der Behinderung/Erwebsminderung würde z.B. den Anteil am Beitrag zum Grundbedarf senken und wäre damit aber auch automatisch integriert. (Schöne Theorie oder?)

      Verfasst von drbruddler | 10 November, 2013, 9:39 am
    • Na mangels Maschinenbau und Autoindustrie werden die da wohl auch nicht ankommen…
      Ich denke auch das der Westen sehr kreativ ist. Das ist sicher kein deutsches Problem.

      Naja du machst einen Denkfehler: kein Geld oder weniger, weil keine direkten Steuern abgeführt werden
      Im Grunde genommen war der DDR Lohn nicht so hoch, aber dafür gabs jede Menge Leistungen, das war eigentlich ein indirekter Lohn, es wurde nur nicht so wahrgenommen. Gerechnet zum Westlohn hat er so genauso gut verdient. Aber der Mensch braucht gewisse Illusionen, z.b. die von gutem Lohn auf der Hand.
      Was du da vorschlägst, die Trennung von Grundbedarf und Handelsware ist Bedarfswirtschaft oder wegen mir auch Verteilungswirtschaft. Genau das hat die DDR gemacht und deswegen hat sie auch enorme Potentiale freigesetzt. Wie gesagt, sie lag locker 1 Punkt über den Westen minimum, die ganze Zeit.
      Naja du hast noch nicht verstanden das die DDR eigentlich auf diesem Weg war. Ein DDR Bürger hat viel weniger gearbeitet.
      Und das die DDR-Wirtschaft Profit gemacht hat steht auch außer Zweifel…

      Ja die Theorie ist schön aber das ist die Käseglockenvariante. Du musst dich mal intensiv mit der DDR-Wirtschaft auseindersetzen. Die hat wie eine Hausfrau gewirtschaftet und die verteilt ja auch alles gleichmässig auf die Familie. Und das es hier und da Seilschaften gab, die eben in der Theorie nicht enthalten sind, oder Preissteigerungen im Ausland oder das die Bevölkerung Dinge verlangt die aber extrem teuer sind. Das alles verlangt eine gewisse Beweglichkeit.
      Und das verzögert den Übergangsprozess. Was du von heut auf morgen denkst, dafür hat die DDR 40 Jahre gebraucht.

      Die DDR ist nicht an der Wirtschaft zerbrochen sondern an den Glauben der Menschen das drüben die Kirschen besser sind.

      Verfasst von monopoli | 10 November, 2013, 8:26 pm
    • Dazu fand ich das und es bestägtigt mich, dass das was ich sage stimmt, jedoch heute erst wieder anders herum geht und eine Folge der Abwanderung in vergangenen Tagen ist. Daher ist es wohl eher nostalgisch betrachtet von dir.
      http://www.presseurop.eu/de/content/article/1952001-die-ossis-auf-dem-heimweg
      Ich gönne euch das, doch machen die 1500 Milliarden Euronen nicht auch etwas verlegen. So ungerecht das damals auch war, das floß doch jede Menge zurück und das stammt alles vom bösen Westen.
      Wenn der Soli bei uns mal wegfällt, dann gehts auch bei uns wieder etwas besser, wenngleich die Sorgen eher beim Rettungsschirm zu suchen sind. Apropo Soli, der muß weg!

      Verfasst von drbruddler | 10 November, 2013, 8:59 pm
    • Ja das freut mich… aber die 1500 Mrd. haben doch nur ne Luftrunde hier gedreht…
      Die Straßen sind in 10 Jahren wieder schrottreif, bei dem LKW-Verkehr. Was der Osten wirklich braucht ist Industrie.
      Und die hat der Westen, insbesondere die CDU und Treuhand vernichtet. Und das es dem Norden und Westen Deutschlands so schlecht geht,
      geh nach Süden, da wandert das ganze Geld hin.

      Verfasst von monopoli | 10 November, 2013, 11:04 pm

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