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Poststraße
IQ, Verblödungsmedien

Logik ist nur der Beginn aller Weisheit, aber doch nicht ihr Ende

Wie sagte schon der Vulcanier Spock: „Logik ist nur der Beginn aller Weisheit, aber doch nicht ihr Ende.“

Als vor 20 Jahren die Mauer eingerissen und abgebaut wurde, war für alle endlich der Blick frei auf das jeweils andere Gesellschaftssystem.
Und bis heute kann man die Menschen im Westen in Angst und Schrecken versetzen, wenn man ihnen mit der sozialistischen Misswirtschaft droht. Wer kann auch die Bilder je vergessen, die sich einem nach der Maueröffnung bot.
Gramgebeugte, durch jahrzehntelange Diktatur willenlos gewordene Menschen.
Elendsviertel mit Zeltstätten so weit das Auge reichte.
Suppenküchen, in denen die Menschen in langen Schlangen anstanden, um eine warme Mahlzeit am Tag zu erhalten. Haufenweise Obdachlose, Menschen ohne Krankenversicherung, ohne Zähne …

Moment – jetzt bin ich im falschen Film gelandet …

…das waren ja die Bilder aus der USA, also quasi der Blick in die Zukunft der freien Marktwirtschaft.
Menschen ohne Zähne gibt es in den USA – DDR das waren die – ohne Bananen.

Und was haben die Ostdeutschen sich damals gefreut, auf den ganzen Luxus, der nun nicht länger unerreichbar hinter Stacheldraht und Mauer lag. Heute dämmert so manchem, dass für 60% Prozent der US-Amerikaner von heute, der Lebensstandard der DDR von damals, das Paradies auf Erden wäre.

Nein, das hat mit Ostalgie nichts zu tun, das sind wirtschaftliche Tatsachen. Ostalgie heißt ja nicht, dass sich ernsthaft irgendjemand bei klarem Verstand, die Stasi, die Mauer und die Einparteienregierung zurückwünscht.

Begriffen haben viele aber inzwischen, dass man keine Mauer braucht, um Menschen von ihren Lebensträumen fernzuhalten und dass reisen dürfen noch lange nicht reisen können bedeutet.
Was bleibt ist die Erinnerung, dass man mit friedlichem Widerstand Betonköpfe und sinnlose Bauten überwinden kann.

Aber das geht natürlich nur in einem Unrechtsstaat wie der DDR.
Passend zum zwanzigsten Jahrestag des DDR-Anschlusses hat Bahn-Chef Grube nämlich erklärt: „Es gibt kein Widerstandsrecht gegen Stuttgart21“; den neuen Stuttgarter Superbahnhof. „Wir leben schließlich in einem Rechtsstaat.“

Und die demokratisch legitimierte Geldvernichtung in ihrem Lauf – halten weder Ochs noch Esel auf.
Ein Widerstandsrecht gegen unsinnige staatliche Projekte, das gibt es nur im Unrechtsstaat.
Im Rechtsstaat darf man Widerstand mit Tränengas und Wasserwerfern brechen, auch wenn dabei Schüler und Rentner verletzt werden. Die haben schließlich angefangen und mit Kastanien geworfen.

Aber egal, die Anzahl der US-Amerikaner, die unter der offiziellen Armutsgrenze leben, stieg 2011 auf 46,2 Millionen Menschen an, in 52 Jahren die höchste die je veröffentlicht wurde.

Aber die Welt, und ganz besonders die Politkaste in Deutschland, eifert dem Beispiel des „reichsten Lands der Welt“ nach, damit auch hier die Armut und das Elend grassiere …
Und natürlich der unermessliche Reichtum einer sehr kleinen Gruppe von perversen, asozialen Leistungsträgern.
Ähm, was war das doch genau für eine Leistung? Ähm, Luxus-Shopping, Fettabsaugung überleben oder Kistenweise Prosecco schlürfen? egal…

Es reicht doch völlig, wenn die Leute reisen dürfen – wenn sie es sich nicht leisten können, erreicht man schließlich dasselbe wie mit einer Mauer, ohne eine bauen zu müssen.
Und überhaupt, das ist Effizienz, das ist Marktwirtschaft. Eine Mauer die keine ist, und trotzdem ist sie da.

Sie ist nämlich in ihrem Kopf.

Und ein bisschen gewöhnt an DDR-Verhältnisse scheinen die Deutschen ja schon zu sein.
CDU, SPD, FDP und GRÜNE sind ja schon – um der Macht willen – untereinander beliebig koalitionsbereite „Blockparteien“ im Zins-und-Zinseszins-System. Die SPD könnte ja ihren im Parteiprogramm versteckten „Demokratischen Sozialismus“ verwirklichen, wenn sie sich denn mit Linken zusammen täte?

Wenn ich von 1990 bis heute, fuer all die Verzerrungen der Medien zur DDR tief durchatmen wollte,
wuerde ich mich innerhalb einer 100stel Sekunde zu Tode hyperventilieren.

Wohl nie gab es so viel Zahlensalat mit Abstrakt-Dressing und, nebenbei, nie so viel wohlfeile Medienschelte in einem Programm: mal so richtig drauf geprügelt auf die sogenannte vierte Gewalt und noch mal und noch mal und noch mal.

Immerhin bleibt noch Kraft, mit weiteren Themen die Kapitalismuskritik zu unterfüttern, den Aufruf, die Entwicklung zu einer „komplett entsolidarisierten Gesellschaft“ zu stoppen.

Pispers weist hin auf Deutschland als großen Waffen- und Prothesenexporteur. „Das sind doch System-Angebote, die wir machen!“ Er watscht „Pathos“-Gauck und die Kanzlerin ab („Merkel ist es egal, wer ihre Sänfte trägt“). Dank Drohnen mache Obama „keine Gefangenen“ mehr, lobt er den US-Präsidenten zweischneidig.

Ganz sicher scheint sich Kabarett-Pädagoge Pispers des Lernerfolges in Sachen deutscher Zustände nach gut einer knappen Dreifachstunde indes nicht zu sein. „Was glauben Sie, was hier los wäre, wenn Sie wüssten, was hier los ist?“ Stimmung gut, aber noch leicht vorrevolutionär.

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